Empfehlungen für die richtige Spur H0 Literatur

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Empfehlungen für die richtige Spur H0 Literatur

Vom Miniatur-Steinbruch zum modernen Hauptstadt-Bahnhof: Mit der Spur H0 geht alles

Das Erbauen und die Nachahmung verkleinerter Welten im Modellmaßstab übt seit vielen Jahren eine große Faszination auf junge und alte Modelleisenbahner aus. Dabei ist die Spur H0 eine der meistverbreiteten Nenngrößen im Modellbahnbau. Die Eisenbahnanlagen nach echten Vorbildern können von ihren Baumeistern in mancherlei Hinsicht optimiert werden, mit romantischen Wanderrouten oder geschäftigen Kleinstädten, einem Industriepark, einem Steinbruch oder einem pulsierenden Rummelplatz, auf dem sich die Karussells originalgetreu bewegen. Viele Menschen suchen Erholung und Entspannung in dieser Freizeitbeschäftigung, bei der sie sich zu Hause ihre eigene kleine Welt erschaffen können. Andere wiederum finden es spannend, moderne Digitaltechnik einzusetzen. Daneben gibt es auch die Gruppe der Sammler, die sich mit Lokomotiven oder ganzen Züge einzelner Epochen oder Themenstellungen beschäftigen. Für Modelleisenbahner unterschiedlichster Präferenz stellen die einschlägigen Fachgeschäfte und natürlich auch die bekannten Verkaufs-Portale im Internet ein breites Angebot an hochwertiger Literatur zur Spur H0 zur Verfügung.

Modelleisenbahner: Sammler, Tüftler, Bastler

Menschen, die sich in ihrer Freizeit mit dem Thema Modelleisenbahn beschäftigen, setzen bei der Ausführung ihres Hobbys ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Die meisten Modelleisenbahner konzentrieren sich in erster Linie auf den Bau, die Wartung und das Spiel mit ihrer Bahnanlage. Andere wiederum interessieren sich hauptsächlich für das Sammeln von Loks, ganzen Zügen, Waggons oder Gebäuden. Auch unter den Sammlern, Spielern und Baumeistern gibt es Differenzierungen – so ist es möglich, dass sich einzelne von ihnen speziell auf eine bestimmte Epoche, eine Bahngesellschaft, eine Strecke oder einen bestimmten Hersteller konzentrieren. Unter den Eisenbahnfreunden gibt es darüber hinaus auch diejenigen, die sich vor allem mit dem Eigenbau aller möglichen Elemente einer Bahnanlage beschäftigt. Selbst der Aspekt, mit welchem Anspruch und wie präzise das Vorbild imitiert wird, unterscheidet sich in vielen Details.

In den zurückliegenden Jahren hat der Eigenbau von Fahrzeug- und Gebäudemodellen aufgrund der besseren Verfügbarkeit von industriell hergestellten Produkten im Internet weltweit an Bedeutung verloren. Diese Entwicklung hat sich auch deswegen beschleunigt, weil durch die Umschichtungen besonders in den handwerklichen Berufen spezielle Fertigkeiten abhandengekommen sind. Dagegen werden der Aufbau von kompletten Anlagen und die Planung und Ausführung von ganzen Landschaften besonders in den Modelleisenbahnvereinen immer noch recht gern betrieben. Wie auch das Sammeln von Briefmarken, Münzen oder anderen Alltagsgegenständen hat das Sammeln von Fahrzeugen und weiteren Bestandteilen der Modelleisenbahn an Attraktivität eingebüßt. Aufgrund schwindender Sammlerzahlen, immer höherer Auflagen und einer wesentlich transparenteren Verfügbarkeit durch die Auktionsbörsen im Internet können kaum noch Preise erzielt werden, für die sich das Sammeln lohnt. Natürlich gibt es auch hierbei Ausnahmen, die sich jedoch vor allem auf ältere, seltene Modelle beschränken, für die noch immer eine erhebliche Nachfrage besteht.

Bedeutung und Entwicklung der Spur H0

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts führten die Hersteller für Modelleisenbahnen die Nenngröße 0 ein. Dabei beträgt der Maßstab normalerweise 1:45, was bedeutet, dass die Vorbild-Spurweite von 1.435 mm einer Modell-Spurweite von 32 mm zwischen den Schienenköpfen entspricht. Schon in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es Bestrebungen, die Nenngröße 0 auf etwa die Hälfte zu verkleinern. Eine derartige Tischeisenbahn sollte für kleinere Wohnungen besser geeignet sein und zu niedrigeren Preisen angeboten werden. Aus diesen Überlegungen heraus wurden die ersten Modelleisenbahnen der modernen Nenngröße H0 entwickelt.

Heutzutage entspricht die Spurweite von 16,5 mm eines Normalspur-Modells einer Vorbild-Spurweite von 1435 mm, was einen Maßstab von 1:87 bedeutet. In den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts übernahm die Nenngröße H0 die dominierende Marktstellung der Nenngröße 0 und wurde selbst zu der am meisten verbreiteten Spurweite. Zum heutigen Zeitpunkt bezeichnen viele Modellbahnbauer die Nenngröße H0 als die halbe Nenngröße 0, auch wenn dies streng genommen nicht exakt der Wahrheit entspricht. Die Bezeichnung Nenngröße 00 wird auch heute noch verwendet und hat sich in Großbritannien zum Standard anstelle der Spur H0 fortentwickelt – allerdings mit einem anderen Maßstab: Bei der Nenngröße 00 weist die Normalspur mit einer Vorbild-Spurweite von 1.435 mm ebenfalls eine Modell-Spurweite von 16,5 mm auf. In England beträgt der Maßstab hingegen 1:76,2. Zurzeit ist die Nenngröße H0 die am weitesten verbreitete Nenngröße, sie weist aktuell in Deutschland einen Marktanteil von etwa 70 % auf. Zu den bedeutendsten internationale Produzenten und Markennamen für die Spur H0 gehören

  • Märklin mit den Markennamen Trix und Märklin
  • Modelleisenbahn Holding mit den Herstellern Fleischmann und Roco
  • Hornby mit den Markennamen Lima, Hornby, Jouef, Rivarossi, und MKD
  • Bachmann unter der Marke Liliput
  • Piko
  • Hersteller für Zubehör Faller, Brawa, Preiser, Wicking, Busch, Kibri, Noch, Viessmann und Vollmer

Grundlage des Modellbahnbaus – Bücher zur Geschichte der Eisenbahn

Modelleisenbahner und die Hersteller von Lokomotiven, ganzen Zügen, Gebäuden sowie weiterem Zubehör neigen aus Gründen einer einheitlichen Darstellung dazu, ihre Anlage als geschichtliches Abbild der Eisenbahn in Deutschland und anderen Ländern Europas in verschiedene Epochen zu gliedern. So ist es für viele Modelleisenbahner ein No-Go, einen modernen Hochgeschwindigkeitszug auf der Hauptstrecke gleichzeitig mit einer „antiken“ Adler-Dampflokomotive auf der Nebenbahn laufen zu lassen. Für den Modellbahnbauer ist es daher besonders wichtig, sich über die technischen Details und Gegebenheiten „ihrer“ Epoche möglichst genau zu informieren. Einen wesentlichen Beitrag hierzu liefern Bücher zur Geschichte der Eisenbahn.

Zuordnung nach Zeitabschnitten

Auch gab es im Zuge der Entwicklung der Eisenbahn immer wieder bedeutende Wendepunkte, an denen innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne eine technische Neuerung eingeführt wurde. Hierunter fallen auch die Gründung, Fusionierung oder Umbenennung von Eisenbahngesellschaften. Die Hersteller der Modellbahnutensilien erleichtern die zeitliche Zuordnung ihrer Produkte dadurch, dass sie sie bestimmten Zeitabschnitten zuordnen. Teilweise wird dies auch in noch engere Abschnitte innerhalb einer Epoche unterteilt. Unter den Modellbahnfreunden sind verschiedene Systeme der Einteilung der Epochen bekannt. Das am weitesten verbreitete Prinzip mit fünf zeitlichen Abschnitten wurde um 1971 von dem Historiker G. Barthel ins Leben gerufen und verbandsintern übernommen.

Für die Spur H0 wie für andere Spurnormen auch sind für die Modellbahnfreunde der geschichtliche Hintergrund und die dementsprechend angepassten technischen Details ihrer Modellbahnanlage von großer Bedeutung. Bücher, die gesondert darauf eingehen, sind beispielsweise

  • „Illustrierte Geschichte der Eisenbahn“, Verlag Manfred Pawlak, 1976
  • „So sind wir gereist – Unterwegs in der DDR von Marc Dahlbeck“, 2012
  • „,Blumen pflücken während der Fahrt verboten‘ – Geschichte der Sylter Inselbahn“ von Jan Kirschner, 2000

Die technische Entwicklung der Modelleisenbahnen

Unter den Büchern über Modelleisenbahnen nehmen solche, die sich mit der technischen Entwicklung der Eisenbahn im Allgemeinen und der Modelleisenbahn im Besonderen beschäftigen, einen großen Raum ein.

Antrieb per Metallfeder

Modelleisenbahnen der ersten Generation wurden vor allem für den Sektor des Spielzeugmarktes produziert. Sie waren mit einer Metallfeder versehen, mit der sie, ähnlich einem Uhrwerk, aufgezogen werden konnten. Die Kontrolle des Spielzeugs war hierdurch natürlich stark eingeschränkt. Allerdings waren diese Modelle derart stabil ausgelegt, dass auch das direkte Hineinfassen der Spieler während des Betriebs keine Defekte nach sich zog. Daneben waren solche Anlagen mit sogenannten Langsamfahr- und Stopp-Gleisen ausgerüstet, die auf die Bewegung der Lokomotive Einfluss nehmen und diese sicher zum Stoppen bringen konnten.

Dampfantrieb

Eine andere Möglichkeit des Antriebs von Modellbau-Lokomotiven ist der Dampfantrieb. Hier wird durch echte Befeuerung, die mithilfe von Spiritus, Esbit, Gas und Kohle betrieben wird, Wasser in Dampf verwandelt, um so einen oder mehrere Zylinder in Bewegung zu setzen. Seltene historische Modelle sind heutzutage echte Sammlerstücke. Vor allem in den größeren Maßstäben werden heute auch wieder komplette Fahrzeugeinheiten und Bausätze mit Dampfbetrieb angeboten. Selbst in Baugröße H0 sind Echtdampfmodelle verfügbar, jedoch sind die für diese Antriebsart sehr kleinen Modelle eher als Dekorationselemente als für den Spielbetrieb gedacht.

Antrieb mit elektrischem Strommit

Die heute gebräuchlichste Form des Antriebs von Modelleisenbahnen ist die Variante mit elektrischem Strom. Bis zu den 1950er-Jahren war die Stromversorgung der privaten Haushalte in Deutschland nicht einheitlich. Die Häuser und Wohnungen wurden zum Teil mit Wechsel- und zum Teil mit Gleichspannung in unterschiedlicher Stärke versorgt. Und sicherlich waren technischen Gegebenheiten vor und während des 2. Weltkriegs längst noch nicht so ausgereift, wie es heute als Standard angesehen wird. Heutzutage laufen Modelleisenbahnen normalerweise mit einer sogenannte Kleinspannung von 16 bis maximal 24 Volt, die vom Stromversorgungsnetz galvanisch getrennt ist. Hierdurch stellt das Berühren der Gleise keine Gefahr dar. Bücher, die sich mit der technischen Entwicklung der Modelleisenbahnen und hier besonders mit der Entwicklung der Spur H0 beschäftigen, sind beispielsweise

  • Klaus Eckert: Das große Handbuch der Märklin H0, DuMont monte Verlag, 2002
  • BRAWA Modellbahnanlage Katalog 1982/83 Spur H0
  • Spur H0 Modell Eisenbahn Buch 78/79 mit 4000 Modellen i. Farbe, Verlag Weltbild

Weitere Bücher zum Thema Spur H0

Neben den geschichtlichen oder technischen Abhandlungen zum Thema Modelleisenbahnen gibt es auch noch eine ganze Reihe von Publikationen, die praktische Anleitungen für den Bau einer Anlage vermitteln. Diese sogenannten Gleispläne sind für die Spur H0 in großer Auswahl und in jedem Schwierigkeitsgrad im Handel. Beispiele hierfür sind

  • Fleischmann Gleisplan Gleispläne 9911 H0, ca. 1970
  • Märklin, 1983, Katalog Prospekt Gleispläne Ideen-Sammlung für Märklin H0
  • PIKO Modellbahn H0 Gleispläne Gleisplan Heft 1979

In den einschlägigen Fachgeschäften und selbstverständlich auch über die bekannten Verkaufs-Portale im Internet steht für die Modellbahnfreunde ein breites Angebot an hochwertiger Literatur zur Spur H0 für die unterschiedlichsten Bedürfnisse bereit.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden