Elfenland: So wandern Sie mit einem Elfenstiefel durch sagenhafte Landschaften

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Elfenland: So wandern Sie mit einem Elfenstiefel durch sagenhafte Landschaften

In dem Brettspiel „Elfenland" beweisen sich junge Elfen, um in die Welt der Erwachsenen aufgenommen zu werden. Zwei bis sechs Spieler ab 10 Jahren können sich auf die abenteuerliche Reise durch das Land der Elfen machen. Das preisgekrönte Spiel – Spiel des Jahres 1998 und weitere Auszeichnungen – wurde von dem britischen Spiele-Autor Alan Richard Moon entwickelt, der mit diesem bei der Amigo Spiel Freizeit GmbH erschienenen Werk seinen Durchbruch schaffte. Die Illustrationen stammen von der deutschen Spiele-Autorin und Grafikerin Doris Matthäus. Zu der abenteuerlichen Reise durch das Reich der Fantasie gibt es einen Vorläufer, „Elfenroads", sowie mehrere Erweiterungen respektive Nachfolge-Spiele, wie „Der Elfen-Zauberer" und „Elfengold".

Der Vorläufer von „Elfenland": das Spiel „Elfenroads"

Auch „Elfenroads" ist ein Brettspiel aus der Feder des Spiele-Entwicklers Alan Richard Moon. Dieses erschien schon 1992 im White Wind Verlag, den Moon gemeinsam mit Peter Gehrmann alias Mick Ado 1991 gründete. Auch wenn der White Wind Verlag nicht besonders erfolgreich war und deshalb 1997 wieder aufgelöst wurde, bestanden die Ideen weiter: So wurde beispielsweise „Elfenroads" wieder aufgegriffen, als die Amigo Spiel Freizeit GmbH nach der Entwicklung einer vereinfachten Version des Spiels fragte. Das Ergebnis ist „Elfenland". Nicht zuletzt durch den Erfolg dieses Brettspiels ist Moon seit 2000 hauptberuflich als Spiele-Erfinder tätig, hauptsächlich für Ravensburger USA.

So geht "Elfenroads"

Ebenso wie bei „Elfenland" verkörpern die Spieler im Land der weißen Winde, dem Elfenland, junge Elfen, die eine besondere Prüfung bestehen müssen: Es geht um die Aufnahme in den Kreis der „Männer" und damit den Übergang vom Kindes- respektive Jugendalter in die Welt der Erwachsenen. Im Gegensatz zu „Elfenland" richtet sich „Elfenroads" eher an gewiefte Spieler, die sich der verhältnismäßig hohen Komplexität des Spiels stellen. Dadurch wird die Spielzeit auch mit etwa zwei Stunden bemessen; bei „Elfenland" liegt sie bei durchschnittlich einer Stunde. Hinzu kommt hierbei, dass das Spiel in acht Runden absolviert wird und „Elfenland" nur in vier. Somit ist der Spielverlauf ähnlich, wenngleich sich einige Regeln aufgrund der verschiedenen Anforderungen an die Spieler unterscheiden. Im Vordergrund für den Erfolg des Spielers steht bei „Elfenroads" sein Geschick in Bezug auf Strategie und Planung. Vergleichbare Rennspiele in der Fantasy-Welt sind beispielsweise Brettspiele aus der „Der Herr der Ringe"-Reihe, „Magic - Die Zusammenkunft", oder auch „Paladine & Drachen" sowie die „Descent"-Serie. Auch wenn „Elfenroads" durch die Verlagsaufgabe von White Wind nicht mehr hergestellt wird, ist das Spiel gebraucht erhältlich. Dadurch, dass zudem ursprünglich nur eine limitierte Auflage herausgegeben wurde, sind die verbleibenden Exemplare oft recht teuer.

Die Handlung des Spiels „Elfenland" kurz erläutert

Um wirklich als Erwachsene zu gelten, müssen die jungen Elfen – die Spieler - im Elfenland beweisen, dass sie sich richtig gut auskennen: Erst dann gelten sie als reif genug, um die Rechte und Pflichten von erwachsenen Elfen innezuhaben. Dazu müssen sie auf Grundlage einer Karte des Elfenlandes möglichst viele der wichtigen Orte besuchen – insgesamt zählt diese Liste 20 Städte und Dörfer. Der Spieler dieses Familienspiels, der seinen Elfenstiefel – seine Spielfigur – in die meisten Orte bringt, gewinnt das Spiel, und sein Elf erreicht damit die Reife der Erwachsenen. So entsteht ein spannender Wettstreit zwischen den Spielern. Als vergleichbare Spiele können auch „Einfach Genial", „Der Palast von Alhambra", „Amun-Re" sowie „Transamerica" und „Seeräuber" genannt werden.

Wichtige Reise-Elemente für die jungen Elfen in „Elfenland"

Benutzen dürfen die jungen Elfen die unterschiedlichsten Transportmittel, die allerdings typisch elfisch sein müssen. Hierzu zählen Drachen, Einhörner, Riesenschweine, Elfenräder, Trollwagen, magische Wolken und Fähren bzw. Flöße. Zu beachten ist zum einen, dass sie nicht in unbegrenzter Zahl zu Verfügung stehen und zum anderen, dass nicht jedes Transportmittel überall eingesetzt werden kann, beziehungsweise nicht in allen Gebieten gleich gut geeignet ist. Zwischen den Ortschaften verlaufen Wege, die durch die unterschiedlichen Geländearten wie Ebenen, Wälder, Wüsten, Gebirge und Gewässer führen. In jeder Spielrunde können die Transportmittel erneut benutzt werden. Wichtig ist hierbei, dass diese Wege nur überquert werden können, wenn der Spieler die nötigen Reisekarten zur Passage besitzt. Dies wird durch die dort befindlichen Transportmarker (= Transportmittelkarten) bestimmt. Beispielsweise verbraucht eine magische Wolke im Gebirge nur eine Reisekarte, im Wald allerdings zwei. Taktisches Denken ist also hier auch gefragt, wenn es darum geht, sich selbst den besten Weg zu bauen – nicht aber seinen Gegnern. „Elfenland" lässt sich somit als familienfreundliches Strategiespiel bezeichnen, das Sie im Original und als Jubiläumsgabe mit Metallbox von 2008 entdecken können. Die Punkte und damit die Ortssteine werden erlangt, wenn ein Elf eine neue Ortschaft erreicht. Ein Zug ist erst abgeschlossen, wenn der Elf soweit gekommen ist, wie die Transportmittel und die zu Verfügung stehenden Reisekarten erlauben.

Einige nützliche Informationen zum Spielverlauf des Familienspiels „Elfenland"

Als Spielvorbereitung erhält jeder Spieler eine Übersichtskarte sowie ein Hindernis. Hiernach wird auf alle 20 zu bereisenden Orte von jedem Spieler je ein Ortsstein gelegt. Die Reisekarten und die Transportmittel werden verdeckt gemischt, wobei fünf der Transportmittel aufgedeckt auf den Tisch gelegt werden. Am Ende der Vorbereitungen erhält der Startspieler die Startspielerkarte.

Das Spiel hat vier Runden

Die vier Runden des Spiels - die vier Tage in der Elfenwelt repräsentieren, die die jungen Elfen für die Bewältigung ihrer Prüfung haben - lassen sich in jeweils sechs Phasen unterteilen. Zu Beginn bekommt jeder Spieler acht Reisekarten auf die Hand und legt ein gezogenes Transportmittel verdeckt vor sich. Basierend auf den gezogenen Reisekarten und der daraufhin geplanten Route versuchen alle Spieler die nötigen Transportmittel zu erhalten. Der Reihe zieht jeder Spieler dreimal ein Transportmittel und legt es offen auf den Tisch. Diese können sowohl aus dem versteckten Vorrat als auch aus der Menge der bereits aufgedeckten Transportmittel aus der Spielvorbereitung stammen. Wenn jeder vier Transportmittel erlangt hat, können diese reihum auf den Wegen des Elfenlandes benutzt werden. Die Hindernisse werden in dieser Phase auch gelegt. Hierbei muss nur beachtet werden, dass das zu verwendende Transportmittel auch für das Gelände tatsächlich tauglich sein muss. Zum Beispiel kann ein Riesenschwein weder in einer Wüste noch in einem Gebirge eingesetzt werden. Nachdem alle Transportmittel gesetzt sind beziehungsweise alle Spieler gepasst haben, beginnt die erste Runde. Hierbei ist wichtig, dass sich alle Spieler zu Beginn des Spiels in der Hauptstadt „Elvenhold" befinden. Im Uhrzeigersinn können die Spieler jeden Weg mit Transportmittel, für den der jeweilige Spieler die passenden Reisekarten besitzt, passieren.

Sonderregeln

Für einige Situationen gelten allerdings Sonderregeln: Wenn einem Spieler beispielsweise die adäquate Reisekarte fehlt, so kann der gewünschte Weg mit Ausspielen von drei beliebigen Karten dennoch genommen werden. Ist ein Weg zusätzlich zum Transportmittel noch mit einem Baumstamm besetzt, muss eine weitere Reisekarte aufgewendet werden. Auch ist bei der Reise auf Flüssen zu unterscheiden, ob mit dem Strom oder gegen den Strom gereist wird – Ersteres kostet eine Reisekarte, Letzteres zwei. Allerdings müssen auf Flüsse und Seen keine Transportmittel gelegt werden – diese können so überwunden werden. Wenn niemand mehr ziehen kann, werden die Ortssteine der besuchten Ortschaften eingesammelt. Zum Abschluss der Runde wird die aktuelle Rundenkarte unter den Rundenstapel gelegt. Außerdem werden die Transportmittel vom Spielplan entfernt und gemischt. Ebenso werden die verbleibenden Reisekarten gemischt, nachdem die Handkarten auf maximal vier reduziert wurden. Die Startspielerkarte wird schließlich an den linken Nachbarn weitergegeben. Die nächste Runde beginnt ebenso wie die erste, mit dem Unterschied, dass bis zu vier Reisekarten von der Vorrunde auf der Hand behalten werden. Danach wird das Spiel erneut aufgenommen. Es wird nur vor Ablauf der vier Runden beendet, wenn einer der Spieler alle seine Ortssteine bereits gesammelt hat.

Eine spannende Erweiterung zum Spiel „Elfenland" – „Elfengold"

Als Erweiterung zu „Elfenland" führt „Elfengold" einige zusätzliche Elemente ein, die das Spiel näher an seine Ausgangsversion „Elfenroads" heranbringt: Beispielsweise gibt es durch „Elfengold" die Option des Versteigerns, die das Spiel strategischer macht als „Elfenland" und dadurch auch den Glücksfaktor reduziert. Zusammen mit den Ortssteinen werden nun auch Goldmünzen eingesammelt, wobei jeder Ortschaft ein festgesetzter Goldwert zugewiesen ist. Durch dieses Geld können Transportmittel ersteigert werden, was außerdem die Interaktion zwischen den Spielern vergrößert. So werden Umwege, die man bei „Elfenland" vermeiden würde, je nach Goldwert der Ortschaft durchaus interessant für die Spieler.

Neu: Zaubersprüche

Als weitere Neuerungen gibt es zum Beispiel Zaubersprüche, die einem den Weg versperren, sodass öfter nach Alternativen gesucht werden muss. Dies erhöht die Spiel-Dynamik. Zusätzlich können im Wasser Seeungeheuer Hindernisse darstellen. Außerdem wird die Spielzeit durch die Erhöhung der Runden von vier auf sechs deutlich verlängert. Für eine Spielvariante sind außerdem Zaubererkarten enthalten: Diese entstammen ursprünglich der Spielerweiterung „Elfenland – Der Elfen-Zauber", die zusammen mit „Elfenland" 1998 erschienen ist. Mit diesen Zaubererkarten ist es möglich, den Spieler zu einem beliebigen Ort zu transportieren - ohne Rücksicht auf Transportmittel, Reisekarten oder Hindernisse. Somit fungieren sie als Jokerkarten, die unter die normalen Reisekarten gemischt werden. Mit dem Erscheinen von „Elfengold" 1999 wurden die Zaubererkarten in das normale Spiel integriert.

Gleichnamige Vorlage um die Geschichte eines Trolls

Eine gleichnamige Vorlage zu diesem Spiel gab es auch schon von dem Verlag White Winds. Hier war die Handlung auch im Elfenland beheimatet, unterschied sich aber ansonsten deutlich von dem späteren „Elfenland" und „Elfengold": Dieses Brettspiel entwickelt sich um die Geschichte eines Trolls, der eine Gold-Mine besitzt, in welcher die Elfen alljährlich mit seiner Einwilligung einen Wettbewerb im Goldschürfen veranstalten. Hierbei gewinnt der Elf respektive Spieler, der am schnellsten am meisten Gold erarbeitet und dieses auch gegen die übrigen verteidigen kann. Das Brettspiel „Elfengold" von White Winds ist also ebenfalls ein Strategiespiel mit Wettbewerb-Charakter, allerdings mit einem anderen Ziel.

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