Elfen, Einhörner und mystische Wesen – magischer Schmuck für magische Momente

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Elfen, Einhörner und mystische Wesen – magischer Schmuck für magische Momente

Im Bereich Magie- und Esoterikschmuck sind neben Runen, Ornamenten und mystischen Symbolen auch jede Menge Fabel- und Fantasiewesen zu finden. Die geheimnisvollen Einhörner, Elfen, Drachen und Schlangen sind bei Schmuckliebhabern aller Altersklassen sehr beliebt. Für Kinder ist der Übergang zwischen Märchenwelt und Realität oft noch fließend. Schmuck mit den Lieblingsfiguren aus Geschichten und Filmen regt ihre Fantasie an und lädt zum Träumen ein. Aber auch viele Erwachsene lieben diese magischen Anhänger, Amulette, Armreifen und Ringe. Für die einen sind Feen und Fantasygestalten äußerst dekorative und einfallsreiche Schmuckstücke, für andere sind Fabelwesen, Drudenfüße und Totenschädel persönliche Begleiter und/oder Ausdruck einer bestimmten Glaubensrichtung. Magische Accessoires haben also viele unterschiedliche Gesichter und oft eine lange Tradition. Im Folgenden erfahren Sie hier, welche ursprüngliche Bedeutung diese Gestalten aus Sagen und Legenden haben.

Das Pentagramm – uraltes Symbol der magischen Rituale

Das Pentagramm zeigt einen regelmäßigen, fünfzackigen Stern und ist auch als Fünfstern oder, in einen Kreis gezeichnet, als Pentagon bekannt. Der Name Pentagramm stammt von dem griechischen Wort „pentagrammos“ ab und bedeutet so viel wie „Stern mit fünf Linien“. Die Bedeutung dieses besonderen Sterns unterliegt im Laufe der Geschichte einem starken Wandel. In der Antike ist das Pentagramm noch ein durchweg positives Symbol. Der griechische Mathematiker Pythagoras schätzt es beispielsweise als Sinnbild für Gesundheit. Auch Deutungen im Zusammenhang mit dem ewigen Kreislauf des Lebens sind üblich, denn der Fünfstern kann ohne abzusetzen mit einer Linie gezeichnet werden. Dabei kommt der Zeichner am Ende wieder zum Ausgangspunkt zurück. Der Kreis ist geschlossen. Die Kelten dagegen sehen in dem Pentagramm das Zeichen der Großen Mutter. Sie wird auch als Göttin des Lebens und des Todes bezeichnet und ist für das Wachsen, Werden und Vergehen zuständig.

Das Pentgramm und seine verschiedenen Bedeutungen

Im Mittelalter übernimmt die katholische Kirche dieses heidnische Abbild und interpretiert es auf ihre Weise. So sollen die fünf Zacken des Sterns die fünf Wunden von Jesus Christus versinnbildlichen. Allerdings wird es von der Bevölkerung auch gerne dazu verwendet, nächtliche Spukgestalten wie Kobolde und Albträume zu bannen. Daher lässt die Kirche bald wieder davon ab und prangert das Symbol stattdessen als Zeichen des Satans an. Das Pentagramm ist nach kirchlicher Auffassung ein Spott auf das Kreuzzeichen und wird nun als „Hexenkreuz“ bezeichnet. Damit ist der Weg frei für weitere negative Bedeutungen. Das Pentagramm wird zum Beschwörungssymbole und Erkennungszeichen für Hexen und Magier. Dabei gibt es zwei Darstellungsarten. Bei der einen steht der Stern auf zwei Zacken und gilt allgemein als mathematische Figur und alchemistisches Zeichen für die vier Elemente: Feuer, Wasser, Luft, Erde. Diese werden von der fünften, steil nach oben ragenden Zacke angeführt. Sie steht für den Geist.

Dagegen wird das umgekehrte Pentagramm heute als Zeichen für Okkultismus, Satanisten und andere bösen Mächte gesehen. Bei dieser Variante zeigt eine Spitze direkt nach unten und symbolisiert die alleinige Macht des Bösen. Diese Art wird auch als Alp- oder Drudenfuß bezeichnet. Wenn Sie also ein Schmuckstück mit einem Pentagramm oder Pentagon tragen möchten, sollten Sie darauf achten, wohin die Zacken zeigen. Denn je nach Ausrichtung hat dieses Sinnbild eine ganz unterschiedliche Bedeutung.

Das Hexagramm – Zeichen für Schutz und Vollkommenheit

Auch wenn sich der Name Hexagramm schon magisch anhört, hat er erst einmal nichts mit Mystik und Zauberei zu tun. Das griechische Wort „hexa“ bedeutet nämlich schlichtweg „sechs“. Damit ist ein Hexagramm ein Stern mit sechs Zacken. Das ist auch schon das Hauptmerkmal, das das Pentagramm vom Hexagramm unterscheidet. Dieses Symbol ist auch unter dem Namen „Davidsstern“ bekannt und wird gerne mit dem Judentum in Verbindung gebracht. Dabei ist das Sinnbild in Indien und Sri Lanka schon seit dem 7. und 8. Jahrhundert vor Christus bekannt. Es ist das Symbol der dreiköpfigen Gottheit, auch Rimurtis genannt. Sie besteht aus den Göttern Brahma, Shiva und Vishnu. Auch in China hat das Hexagramm lange Tradition und kann in vielen alten Schriften nachgewiesen werden. Die alten Ägypter wiederum nutzen das Zeichen als Schutzzauber für Familie, Haus und Hof.

Wie das Hexagramm schließlich zum Davidsstern wurde, ist schwer zu sagen, denn bis auf Legenden, die besagen, David habe bei seinem Kampf mit Goliath einen Schild (in anderen Versionen ist es ein Ring) mit diesem Zeichen getragen, sind geschichtlich nicht belegt. Dennoch findet diese Sichtweise bei den geheimen Bruderschaften und Orden in Europa eine große Anhängerschaft. Fortan ist das Hexagramm allgemein ein Schutzzauber gegen das Böse. Über seine Aussage als magisches Symbol gibt es viele Interpretationen. Die gebräuchlichste ist die des Steins der Weisen“ dem vollkommensten Element der Natur.

Der Gedanke der Vollkommenheit und Perfektion hat sich bis heute gehalten. So soll der Träger dieses Symbols unangreifbar für die bösen Mächte sein. Im Judentum bezeichnet der Davidsstern das auserwählte Volk, das von der Allmacht Gottes behütet wird.

Yin und Yang – asiatisches Sinnbild der Harmonie

Yin und Yang stammen aus dem chinesischen Daoismus und stehen für die Gegensätze, die erst durch ihr Zusammenspiel ein perfektes Ganzes bilden. Das Symbol wird meist als Taijitu dargestellt. Es bildet einen Kreis, in dem sich jeweils eine weiße und eine schwarze kreisförmig geschwungen Fläche umschlingen, die entfernt an zwei Fische erinnern.

Dieses Symbol gelangt zur Zeit der großen Völkerwanderungen von Asien nach Europa. So ist diese Symbolik in leicht abgewandelter Form sowohl den Kelten als auch bei den Römern und Etruskern bekannt. Yin und Yang als Schmuck-Amulett steht heute für Harmonie und Ausgleich. Es soll aber auch daran erinnern, dass alles sein Gegenteil besitzt und dass es gerade diese Gegensätzlichkeit ist, die die Dinge zu ihrer endgültigen Vollkommenheit verhelfen.

Das Einhorn – Lichtbringer und Hoffnungsträger

Außer bestimmten Symbolen spielen auch Fabelwesen bei Magieschmuck eine große Rolle. Besonders beliebt ist hier das Einhorn. Dieses Fabeltier ähnelt einem weißen Pferd oder einer Ziege und trägt ein gedrehtes Horn auf der Stirn. Es ist bei vielen Völkern rund um den Globus bekannt und hat dort zum Teil eine jahrhundertealte Geschichte. In China sehen Einhörner allerdings eher aus wie Ochsen. Diese „Qilin“ sind wie die Drachen besondere Glücksträger und werden hoch verehrt. Auch in Indien und Japan ist dieses Wesen bekannt und steht für Tugend und Reinheit.

Woher die Sage dieses magischen Geschöpfs genau stammt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Einige Experten sehen in dem Einhorn einen Übersetzungsfehler eines Buchs aus dem Mittelalter, das ein Rhinozeros beschreibt, andere vermuten dahinter eine Ziegenart aus Pakistan, denen zu dekorativen Zwecken von Jugend an die Hörner verdreht wurden, bis sie als gedrehtes Zwillingshorn von Kopf abstanden. Und zum guten Schluss gibt es noch die griechische Mythologie. Laut dieser hat Göttervater Zeus der Ziege Amaltheia ein Horn abgebrochen. Diese göttliche weiße Ziege säugte Zeus während seiner Säuglingszeit. Ihr abgebrochenes Horn wird später als Füllhorn und damit als Sinnbild für Überfluss und Wohlstand bekannt.

Unabhängig von den Erklärungsversuchen ist das Einhorn in der westlichen Welt allgemein als reines, unschuldiges Wesen bekannt. Es lebt den Sagen nach in der Tiefe des Waldes und kann mit seinem Horn mächtige Zauber wirken. So soll es Verletzungen und Krankheiten heilen und sogar Tote wieder zum Leben erwecken können. Wo es Auftaucht, ist es ein Segens- und Heilsbringer und verhilft den Menschen, die ihm wohlgesonnen sind, zu Glück und Reichtum.

Elfen – Naturgeister mit vielen Gesichtern

Elben oder ihre englische Bezeichnung Elfen haben seit dem Altertum vielfach die Fantasie der Menschen beflügelt. Diese menschenähnlichen Sagengestalten haben ihren Ursprung in der nordischen Mythologie, worauf auch das altnordische „elptr“ oder der indogermanische Wortstamm „albh“ (= strahlend weiß) hindeutet. Elfen sind in den nordischen Sagen strahlende Lichtgestalten von großer Weisheit. Im Mittelalter allerdings ändert sich diese Sichtweise. Hier werden Elfen als Alben beschrieben und sollen bösartige Verursacher von schlechten Träumen sowie allgemeine Unglücksbringer sein, die mit Hexen und Kobolden im Bunde sind. Der Begriff „Albtraum“ stammt noch aus dieser Zeit.

Das strahlende Comeback der Elben bzw. Elfen beginnt erst mit dem Beginn der Fantasy-Literatur. Einer der wichtigsten Wegbereiter war hierbei der englische Schriftsteller J.R.R. Tolkien. Er erschuf in liebevoller Kleinarbeit das Reich von Mittelerde mit seinen verschiedenen Völkern, Kulturen und eigens entwickelten Sprachen. Die Elben aus Mittelerde und ihre Eigenschaften sind auch heute noch die Vorbilder für andere Sagas, Fantasy-Rollenspiele und Filme dieses Genres. Dabei gibt es allerdings je nach Rollenspielsystem oder Autor erhebliche Unterschiede bei der Interpretation. Einige Elfen sind von Natur aus gut, andere böse. Manche haben dieselbe Körpergröße wie Menschen, während einige Exemplare zarte, winzige Wesen darstellen, die mit Flügeln ausgestattet sind.

Schlangen und Drachen – mächtiges Symbol der Kraft und Weisheit

Während der Drache in China und anderen Teilen Ostasiens als Glücksbringer und Beschützer gefeiert wird, gilt er in westlichen Ländern und dem Orient als Ausgeburt des Chaos und der Zerstörung. Drachen werden dabei oft als Mischkreaturen mit unterschiedlichen Vogel-, Säugetier- und Reptilieneigenschaften beschrieben. Meist sind sie äußerst mächtig und ebenso boshaft. Sie sind mit Flügeln und kräftigen Klauen ausgestattet. Außerdem ist es klassischen Drachen möglich, Feuer zu speien. Im Fantasy-Genre ist der Rache in besonders vielen Formen und Arten vertreten. Neben der mystischen feuerspeienden Echse gibt es hier auch Sonderformen wie Eis- und Wasserdrachen. Ein Großteil aller Drachen ist böse, nur vereinzelt gibt es Beschreibungen von mächtigen Drachen, die Kraft und Magie mit großer Weisheit einsetzen. Auch die Sichtweise des Drachen als denkendes, dem Menschen gleichwertiges oder sogar überlegenes Wesen, ist nur sehr spärlich vorhanden. Als Schmuckstück soll der Drache seinen Träger beschützen und ihm Stärke und Kraft verleihen.

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