Elektronik-Baukasten aus der DDR: Darauf sollten Sie als Sammler achten

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Elektronik-Baukästen aus der DDR sind Kult und Sammlerobjekte zugleich. Ab 1960 stellte die DDR die Baukästen in unterschiedlichen Varianten für verschiedene Versuche im Bereich Elektronik her. Der Vorteil für jeden Sammler und Hobbybastler: Die Baukästen sind untereinander kompatibel.

  

Elektronik-Baukasten made in DDR: Zusammengestellt für Schule und Freizeit

Die ersten Baukästen stammen aus dem 1960er Jahren. Anfänglich für den Schulunterricht konzipiert, kamen mit einer weiteren Auflage ebenfalls Hobbybastler auf ihre Kosten. Die Reihe Polytronic mit den Stufen A, B und C war dem häuslichen Experiment gewidmet. Ende der 1980er Jahre erfuhren die Elektronik-Baukästen eine Neuausrichtung und das Thema der Mikroelektronik erreichte sogar die Schulen. Mit dem Polytronic-Kasten kamen die Entwickler dieser neuen Ausrichtung nach. Die Produktion der Mikroelektronik-Kästen A1, A2 und A3 fiel jedoch der Wende zum Opfer. Zu einer Herstellung der zu den Vorgängermodellen kompatiblen -
kam es nie.

  

Baukästen für die Schule haben System und sind miteinander zu kombinieren

Für Unterrichtszwecke hergestellt erfolgte die Nummerierung der Kästen fortlaufend. Im Elektronik-Baukasten 1 befinden sich Elemente für das Experimentieren mit dem Transistor. Zwar geschah die Nummerierung kontinuierlich aufsteigend, doch einen Baukasten mit der Nummer 2 existiert nicht. Im Baukasten Nummer 3 geht es um digitale Relais-Schaltungen. Ein Kasten Nummer 4 fehlt ebenfalls. Baukasten 5 behandelt die Grundlagen der Elektronik. Baukasten Nummer 6 ergänzt Kasten Nummer 5. Ab 1986 kamen zwei weitere Kästen für den Werkunterricht zur Auflage. Angeboten im Holz- oder Kunststoffkasten dienten die Bauelemente für die Klassen 4 bis 6. Bei eBay findet der Sammler eine reiche Auswahl an gebrauchten und unbenutzten Elektrobaukästen des DDR-Schulsystems. Tatsächlich lagen viele heute angebotene Baukästen zu DDR-Zeiten ungeöffnet in den Schulschränken. Elektronik-Baukästen aus Schulbeständen enthalten nur knappe Experimentieranleitungen, sodass der Hobbybastler auf eigene Ideen angewiesen ist.

  

Mit Polytronic zu Hause experimentieren und die Vielfalt des DDR-Elektroniksystems erleben

Für den Hausgebrauch stellte der VEB Polytronic Saalfeld die Elektronik-Experimentierkästen Polytronic her. Die Produkte gelangen als komplette Sets mit allen Bauelementen in einem Kasten oder als Einzelteile in den Handel. Baukasten A enthält die Grundlagen der Elektrotechnik. Mit den Baukästen B und C erfolgt die jeweilige Spezialisierung im Bereich Funktechnik und Elektronik/Mechatronik. Die Baukästen enthalten neben Lochplatten, Schaltern, Widerständen, Kondensatoren und Spulen eine umfangreiche Anleitung zum Experimentieren. Diese geht weit über die Versuchsanleitung der Schulbaukästen hinaus. Geliebt und gesammelt sind die Elektronik-Baukästen made in DDR. Noch heute bauen Hobbybastler aus dem zahlreichen Zubehör der kultigen Sammlerobjekte funktionierende Schaltungen. Achten Sie bei einem Kauf eines Elektronik-Baukastens auf Vollständigkeit, geprüfte Bauteile und funktionierende Verbindungskabel.

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