Elektrogeräte, riskante Schnäppchen

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Da hat man ein echtes Schnäppchen gemacht – und am Ende ärgert man sich doch: weil der Fön für 9,99 Euro schon nach einer Woche den Geist aufgibt oder weil die Batterien für 1,50 Euro im Sechserpack nach kurzer Zeit keinen Saft mehr abgeben. Manchmal ist billig dann eben doch teuer.

Hämmern, Sägen, Bohren. Selbst ist der Mann beziehungsweise die Frau. Das Werkzeug für den Heimwerker gibt es im Baumarkt um die Ecke oder manchmal auch im Supermarkt zwischen Konservendosen und Keksen. Aber Vorsicht vor Billigprodukten oder Nachbauten, so genannten Plagiaten.

Minderwertige Materialien und schlechte Verarbeitung

Gefälschte Produkte können unter Umständen auch aus minderwertigen Materialien hergestellt oder minderwertig verarbeitet sein und das kann sehr gefährlich sein.
Das wird dann gefährlich, wenn beispielsweise der Fön durchbrennt und für einen Kurzschluss sorgt, wenn der Kopf des Hammers nicht richtig befestigt ist, sich beim Hämmern einfach ablöst und durch die Gegend fliegt. Oder wenn der Wasserkocher instabil ist und einfach mitsamt der siedenden Flüssigkeit umkippt.

Beispiel: Ein Multimeter – das ist ein Gerät, mit dem Strom gemessen werden kann - kostet üblicherweise rund 60 Euro. Billigvarianten gibt es aber schon ab 2,99 Euro: "Die haben dann etwas zu kleine Sicherungen drin. Die sind so kurz, dass der Strom sie durchaus überbrücken kann. Dann steht das Gerät unter Strom, es verdampfen von den Steckern die Metallbeschichtungen und es fliegen Funken. Das ist wirklich hochgradig gefährlich.

Auf Prüfsiegel achten

Es gibt einige Hinweise, auf die ein Verbraucher achten kann, um solche Gefahren zu vermeiden. Natürlich sollten Sie stutzig werden, wenn ein Produkt auffällig günstig ist. Zum anderen gibt es aber auch Prüfsiegel: Das CE-Zeichen weist einen Mindeststandard aus. Besser ist das GS-Zeichen – das steht für geprüfte Sicherheit. Geräte mit diesem Siegel sind von Instituten oder Einrichtungen wie dem TÜV geprüft worden. Das ist ein neutraler Dritter, der die Untersuchung vorgenommen und sich auch die Produktionsstätten angeschaut hat. Daraufhin wird das Zeichen vergeben. Bei dem GS-Zeichen muss auf jeden Fall 'Geprüfte Sicherheit' draufstehen und es muss auch die Prüfstelle gekennzeichnet sein - in dem Zeichen selbst oder direkt daneben.
Wichtig: Es reicht also nicht, wenn als Prüfstelle einfach nur TÜV draufsteht, es muss dazu, welcher TÜV geprüft hat (z.B. TÜV-Rheinland) drauf stehen.

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