Elder Scrolls IV: Oblivion - Spielinhalt und Fehler

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Einleitung
Ohne Frage sind die Elder Scrolls Spiele die besten und komplexesten Rollenspiele. Auch Oblivion ist ein einzigartiges Rollenspiel geworden, das jedoch scheinbar nicht ganz überarbeitet wurde...

Systemvoraussetzungen und Grafik:

Minimum System Requirements:

  • Windows XP, Windows 2000, Windows XP 64-bit
  • 512MB System RAM
  • 2 Ghz Intel Pentium 4 or equivalent processor
  • 128MB Direct3D compatible video card
  • and DirectX 9.0 compatible driver;
  • 8x DVD-ROM drive
  • 4.6 GB free hard disk space
  • DirectX 9.0c (included)
  • DirectX 8.1 compatible sound card
  • Keyboard, Mouse

Nun, wer solch einen PC besitzt, braucht sich nicht wundern, wenn die Grafik nicht nur schlecht ist, sondern das Spiel auch noch ruckelt.

Wenn man sich der guten Grafik erfreuen will, und das auch noch ruckelfrei in 1024x768x32 Auflösung, der benötigt mindestens einen Athlon 64 3800+ mit 1GB DDR und einer Ati Radeon X800 Pro.

Mit der voreingestellten Bildpunktezahl ist es "schon" mit einem Pentium 4 2800 oder Athlon 64 3200+ mit 512MB DDR und Radeon 9500Pro möglich.

Die Grafik mag super gut sein, aber leider braucht man dafür einen Hightech-Rechner. Ansonsten ist davon nicht mehr viel zu sehen. Dann ist die Grafik auch nicht mehr so gut.



Vergleich zum vorherigen Elder Scrolls: Morrowind:

--Positiv--

-Das elendige Reisen per Schiff und "Schlickschreiter" hat nun ein Ende. In die Hauptstädte kann man von vorn herein per Karte reisen. Sobald man einen weiteren Reisepunkt entdeckt hat, kann man auch dorthin bequem per Karte reisen. Diese Reisen kosten jedoch ebenfalls virtuelle Zeit.

-Wer bei Morrowind auch immer nach dem richtigen Weg suchen musste oder oft erst nach stundenlangem Suchen gefunden hat, wo er hinmuss, kann jetzt aufatmen: In Oblivion ist für jede Quest das Ziel praktischerweise auf der Karte eingezeichnet.

-Um sich nun schneller fortbewegen zu können gibt es nun in Oblivion auch Pferde. Jedoch unterscheiden sie sich in ihrer Geschwindigkeit und Zähigkeit. Gute Pferde sind leider auch recht teuer. Billige nutzen nicht viel, weil sie oft nicht schneller sind, als man selbst, wenn man recht hohe Athletik und Schnelligkeit besitzt.

-Man kann nun auch in jeder Stadt ein Haus kaufen, welches auch direkt in der Stadt und nicht irgendwo außerhalb liegt. Diese können auch begrenzt mit Mobiliar aufgebessert werden.

-Händler haben kein begrenztes Einkommen, d.h. man muss nicht immer mehrere Tage warten, bis sie wieder Geld haben. Jedoch können sie nur eine begrenzte Summe für Gegenstände zahlen, sodass wertvolle Gegenstände auch diesmal kaum den erwünschten Betrag erlangen können.

--Negativ--

-Die Story der Hauptquests hat mir persönlich bei Morrowind besser gefallen.



Spielsystem:

--Charakter--
Den Charakter kann man sich ganz nach seinen Wünschen erstellen bezüglich Klasse, Rasse und Sternzeichen. Im Laufe des Spiels wird er zu einem individuellen Charakter, der vom Spieler selbst durch den Spielverlauf geformt wird. Man kann selber entscheiden, welche Quests man annehmen möchte und welche nicht. Auch wenn bei Hauptquests oft von "dringend" und "schnell" die Rede ist, kann man diese einfach warten lassen und etwas anderes angehen. Jeder Spieler geht seinen eigenen Weg und formt seinen eigenen Charakter. Sogar ein Vampir kann man werden, wenn man gebissen wird und sich nicht heilen lässt. Hierbei muss man von schlafenden Leuten Blut saugen, damit man es auch in der Helligkeit aushält und andere Menschen einen nicht verachten.

--Aufstieg--
Eine Stufe aufsteigen kann man, wenn man 10 Haupt- oder Nebenfertigkeiten aufgestiegen ist. Beim Aufstieg kann man Attribute aufsteigen. Um wie viel ein Attribut ansteigt hängt davon ab, wie oft eine Fertigkeit, die diesem Attribut zugewiesen ist, aufgestiegen ist. Dabei wird angezeigt, um wie viel ein Attribut ansteigt.

--Kampfsystem--
Beim Kampfsystem hängen Hiebe und Blockungen vom Spieler ab. Je leichter eine Waffe ist, desto schnellere Hiebe kann man damit austeilen. Die schwereren Waffen fügen dafür jedoch mehr Schaden zu. Mit Rechtsklick lässt sich ein Angriff blocken, sofern man ein Schild trägt. Je leichter die Waffe ist, desto schneller kann man Abblocken. Wenn man genau in dem Moment abblockt, wenn der Gegner gerade zuschlägt, wird er zurückgeworfen. Dabei trainiert man am besten durch Übung, wie man besten den Gegner besiegt, ohne viel Schaden zu erlangen. Das Kämpfen hängt also nicht nur von den Fertigkeiten ab, sondern auch vom Können des Spielers.

--Kommunikation--
Es gibt Leute, die wichtige Informationen erst verraten, wenn man von ihnen gemocht wird. Bei der Kommunikation reicht es nicht, viel Wortgewandtheit zu besitzen. Das Überzeugen von Leuten besteht aus einem kleinen Spiel. Es gibt 4 Bereiche -Nötigen, Witzeln, Bewundern, Prahlen- die von jedem Menschen anders aufgefasst werden. Ein Bereich wird als sehr gut, einer als gut, einer als schlecht und einer als sehr schlecht aufgefasst. Wie die Leute dazu stehen, erkennt man, wenn man mit der maus über einen Bereich geht. Das Gesicht von demjenigen ist dann lächelnd oder grimmig. Das Ziel ist es, soviel wie möglich von den guten Bereichen und so wenig wie möglich von den schlechten Bereichen zu verwenden.
Der einfachste, aber teuerste Weg ist die gute alte Bestechung. Allerdings empfehle ich lieber das Spiel der Überzeugung auszuprobieren, dadurch bekommt man Wortgewandtheit und man lernt es schnell.

--Schlösser knacken--
Auch das Schlösserknacken liegt nun in der Hand des Spielers und nicht nur bei den Fertigkeiten. Das Verfahren wird im Spiel weiter erklärt. Dazu kann man sich auch im Spiel ein Buch über Schlösserknacken durchlesen.


Quests

Es gibt im Prinzip 6 große Spaten von Quests. Die Hauptquests und die jeweiligen Quests der Magier- , Kämpfer- und Diebesgilde und der Dunklen Bruderschaft, sowie die verschiedenen "Daedraquests".
Bei allen Gildenquests wird man bei Erledigung aller Quests sozusagen der Gildenmeister.
Darüber hinaus gibt es aber noch die Arena, in der man kämpfen und immer höhere Ränge bis zum Großmeister erreichen kann. Von da an kann man einmal die Woche Arenakämpfe machen und relativ viel Geld bekommen.

--Hauptquests--
Es gibt 18 Hauptquests. Dabei geht es meist darum, Oblivion-Tore, die zu den gefährlichen Ebenen von Oblivion führen und durch die böse Monster in die Welt von Cyrodiil gelangen können. Dazu muss man das Tor betreten und durch mehrere Türme gehen, bis man endlich den Siegelstein gefunden hat, den man entfernt, wodurch sich das Tor schließt.
Insgesamt ist die Welt in dieser ebene sehr düster und kalt. Ist nicht jedermanns Sache. Ich persönlich mag solche düsteren Gegenden nicht, weshalb ich auch die Hauptquests erst einmal beiseite gelegt habe.

--Magiergilde--
Bei der Magiergilde muss man nicht unbedingt ein guter Magier sein, um aufzusteigen. Die Erledigung der Quests ist auch ohne Begabung der Magie möglich und so kann man, ohne ein guter Magier zu sein, dennoch zum Meister werden.
Beitreten kann man in den Magiergilden der größeren Städte.

--Diebesgilde--
Bei der Diebesgilde geht es, wie der Name schon sagt, vor allem um eines: Gegenstände entnehmen (man nennt es auch stehlen), ohne dabei jemanden zu töten und am besten ohne erwischt zu werden.
Bei der letzten Quest muss man auf jeden Fall daran denken, einen Bogen im Inventar zu haben, sonst darf man (wie ich) wieder den ganzen Weg zurücklaufen, weil man die Quest ohne Bogen nicht schaffen kann.
Gute Sicherheit und Schleichen wären bei allen Quests der Diebesgilde von Vorteil.
Beitreten kann man, wenn man die Bettler besticht und nach dem Graufuchs fragt. Sie weisen einem dann denn Weg.

--Kämpfergilde--
Die Kämpfergilde wird dafür bezahlt, einige "Probleme" zu lösen, die jedoch nicht gegen die Gesetzte verstoßen dürfen. Es geht also meist darum, irgendwelche Monster zu töten, egal ob durch Schwerter oder durch Magie. Hauptsache ihr könnt kämpfen.
Beitreten kann man in den Kämpfergilden der größeren Städte

--Dunkle Bruderschaft--
Die Dunkle Bruderschaft gehört nicht gerade zu den offiziellen Gilden. Genau genommen verleugnet jeder ihre Existenz. Denn die Dunkle Bruderschaft tötet gegen Bezahlung andere Menschen.
Eintreten kann man, indem man einen wehrlosen Menschen tötet.

--Daedraquests--
Die Daedraquests bekommt man bei den verschiedenen Statuen der Daedrafürsten, die außerhalb der Städte überall in Cyrodiil zu finden sind.
Wenn man diese Quests löst, bekommt man einen außergewöhnlichen Gegenstand.
Die sinnvollste Belohnung bekommt man vom Daedrafürsten Nocturnal, nämlich einen unzerbrechlichen Dietrich.



Fehler

--Übersetzung--
Natürlich muss auch ich wieder einmal erwähnen, dass sich in dem Spiel unzählige Übersetzungsfehler verbergen. So sind in vielen Texten einige englische Wörter eingebunden oder sogar komplette Texte gar nicht übersetzt.

--Antworten--
Wenn man mit Leuten spricht, dann sind meist die Antworten zwar schön groß und leserlich, sind aber teilweise mittendrin abgeschnitten, sodass man oft gar nicht weiß, was man überhaupt gerade antwortet.

--Preise--
Viele Preise, besonders die Preise von Häusern, sind völlig falsch angegeben. Da hab ich mich gewundert, warum ich endlich die 5000 Gold zusammen habe und mir ein Haus in Bruma kaufen kann, da erscheint keine Antwort dafür, dass ich es kaufen möchte. In Wirklichkeit kostete es nämlich das Doppelte. Hier eine Liste der tatsächlichen Preise der Häuser:

-Kaiserstadt: 2000 statt 2500
-Bravil: 4000 statt 3000
-Leyawiin: 7000 statt 4000
-Bruma: 10000 statt 5000
-Cheydinal: 15000 statt 6000
-Chorrol: 20000 statt 8000
-Skingrad: 25000 statt 10000

--Magierquest--
Bei einer Quest der Magiergilde soll man ein Mitglied finden, welches sich spaßeshalber unsichtbar gemacht hat. Damit es sich wieder sichtbar macht, soll man ein Buch aus einem Schreibtisch klauen. Es gibt ja Leute, die lesen sich Texte nicht durch und klicken schnell durch, da die Zusammenfassung ja im Tagebuch steht. Aber im Tagebuch steht irgendwas von "Ich soll alle Behälter in ihrem Büro wegschließen". Versucht bloß nicht, dies zu tun, sondern schaut einfach in den Schreibtisch und nehmt das Buch denn dann "habt ihr alle Behälter weggeschlossen". Ein Grinsen konnte ich mir nicht unterdrücken.

--Hauptquests--
Bei den Hauptquests muss man öfter mal in die sogenannten "Ayleiden-Ruinen". Hier gibt es tolle "Sicherheitssysteme", bei denen man irgendwo einen Knopf drücken muss, damit irgendwo anders eine versperrte Tür aufgeht. Schön und gut, leider funktioniert das nicht immer. Bei mir wollte dieses blöde Tor sich nicht auftun. Nach Recherchen wurde klar, dass dieser Fehler nicht nur bei mir, sondern bei vielen anderen ebenfalls auftrat. Für dieses Problem gab es für mich leider nur eine Lösung: Auch wenn ich cheaten verachte, hierbei kann man nicht von Cheaten sprechen, sondern von Notlösung. Einfach durch "^" die Konsole öffnen und "tcl" eingeben. Jetzt kann man durch alles durchfliegen, also einfach durch die Versperrung schweben und wieder "^" und "tcl" um das aufzuheben. Leider musste ich das ziemlich oft anwenden, da dieser Fehler bei mir bei jedem Mal auftrat.

--Pflanzen--
Wenn ihr einmal ein Vampir geworden seid und es wieder loswerden wollt, müsst ihr eine Quest machen, bei der ihr Zutaten für einen Trank braucht. Dabei braucht ihr unter anderem einen sogenannten "Natternkopf". Ich suche und suche und finde nichts. Denn Dieser Natternkopf ist nichts anderes als eine "Nachtschattenblume" oder "Tollkirsche". Also einfach danach suchen.

--Viel Gold für Ex-Vampire--
Falls ihr diese Quest gelöst habt, um vom Vampirismus befreit zu werden und dabei gleichzeitig dem Grafen Hassildor von Skingrad geholfen habt, seine Frau zu erlösen. Habt ihr eine gute Belohung bekommen. Das ist nicht alles, ihr könnt noch mal auf das Thema "Belohnung" klicken und -schwupps- ihr habt sie noch mal bekommen. Das kann man beliebig oft machen, bis man reich ist. Ein bisschen unverschämt und mogelnd kommt man sich dabei vor, aber da muss jeder selber wissen, ob man das als "cheaten" sieht.


Fazit
Für Rollenspielfans ist Oblivion ein absolutes Muss. Besonders die Spielefreiheit, mit der man machen kann, was man will, ist nennenswert.
Die realistische Welt, in der Gegenstände umgeschmissen werden können, Pfeile Dinge bewegen können und wieder aufgesammelt werden können, in der Bäume sich bewegen, ist besonders beeindruckend.
Die vielen Fehler, die das Spiel hat, sind zwar teilweise recht schwerwiegend. Wenn man jedoch weiß, damit umzugehen, stören sie nicht weiter.
Da Oblivion ein Endlosspiel ist, gibt es immer etwas zu erledigen. Jedoch war ich nach Beendigung der Haupt- und Gildenquests nicht mehr motiviert noch nach weiteren Quests zu suchen.
Oblivion ist auf jeden Fall ein einmaliges Spielerlebnis und ich freue mich schon auf weitere Add-Ons!

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