Eisenhut, Lupine, Margerite & Co - Solitär-Stauden für Garten, Terrasse und Balkon

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Eisenhut, Lupine, Margerite & Co - abwechslungsreiche Solitär-Stauden für Garten, Terrasse und Balkon

Ein Staudengarten ist etwas ganz Besonderes. Richtig geplant und umgesetzt verfügt er über ein unglaubliches Potenzial. Und das sicherlich nicht nur, was seine Gestaltungsmöglichkeiten und die Fülle an möglichen Staudenarten betrifft. Vielleicht ziehen sie in Erwägung, ihren Garten, ihre Terrasse oder auch ihren Balkon mit Staudenpflanzen zu schmücken? In diesem Ratgeber soll Ihnen ein kleiner Einblick in die Staudenwelt vermittelt werden. Gleichzeitig soll er ihnen eine kleine Hilfestellung in Bezug auf Auswahl, Pflege und Anschaffung geeigneter Solitärstauden sein.

Was versteht man generell unter einer Staudenpflanze?

Staudenpflanzen gelten als oft mehrjährig blühende, sog. „krautige“ Pflanzen, die entweder unter- oder oberirdisch überwintern. In ihrem Ursprung gehören sie zu den Waldpflanzen. Staudenpflanzen lassen sich in die Rubriken Frühjahrs-, Sommer- und Herbststauden gliedern.

Was versteht man unter Solitärstauden?

Der Begriff Solitär steht für „einzeln“ d. h. eine Solitärstaude sollte im besten Fall alleine stehen. Es gibt allerdings die Möglichkeit der Bepflanzung durch flache Bodendecker, die die Solitärstaude in ihrem Wachstum nicht behindern. Die Solitärstaude gehört zu den seltenen Staudenarten. Bei Solitärpflanzen handelt es sich des Weiteren um Pflanzen, die von ihrer Größe und ihrem Alter her oft über das Maß dessen, was die „Norm“ betrifft, platziert sind. Solitärstauden müssen allerdings auch nicht mehr „geformt“ werden, sondern es sind in der Regel Großpflanzen, die ihren sog. „Habitus“ bereits ausgebildet haben.

Kann man Stauden in der Gesellschaft anderer Pflanzen siedeln?

Grundsätzlich ja, da die meisten „Ergänzungspflanzen“ sind flach wurzelnd. Das bedeutet, sie geraten einer sich ausbreitenden Staude selten „in die Quere“. Es gibt eine große Palette von Pflanzen und Ranken, die für die gemeinsame Anpflanzung mit Stauden geeignet sind. Auch sog. „Staudengräser“ sind für die Kombination mit Staudenpflanzen oftmals gut geeignet. Zu den Staudengräsern zählt u. a. das Sibirische Raugras. Bitte beachten Sie unbedingt, dass einzig weit untergeordnete Pflanzen und Bodendecker in der Bepflanzung zusammen mit Solitärstauden in Betracht kommen.

Was Sie bei Auswahl und Kauf beachten sollten

Die Auswahl der für Sie geeigneten Staudenpflanzen ist sicherlich auch abhängig von den Gegebenheiten ihres Grundstückes, Balkons oder Ihrer Terrasse. Je nach Sonnenausrichtung und Lage kommen hier entweder Schattenstauden oder Stauden für einen überwiegend sonnigen Standort in Betracht.

Eine gute Qualität von angebotenen Pflanzen und Stauden erkennt man grundsätzlich an einem kräftigen und frischen Austrieb von Blättern. Auch sollten ausreichend neue Triebe sichtbar sein. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie das Wurzelwerk der jeweiligen Staudenpflanze genauer betrachten. Das Wurzelwerk sollte als gut durchwurzelter Ballen in Erscheinung treten und ein umfangreiches, weißes Wurzelgeflecht aufweisen. Der Ballen sollte weiter stabil sein und nicht bröckeln oder zerfallen. Die Oberseite einer Pflanze sagt also insgesamt oft mehr aus als ein gesunder Austrieb am „Kopf“.

Die Anpflanzung von Stauden

Wichtig ist u. a. die Blütezeit der einzelnen Staudenarten. Für einen ganzjährig in Blüte stehenden Garten, eine Terrasse, oder auch einen Balkon sollten Sie eine Kombination aus Frühlings-, Sommer-und Herbstblüher wählen. Auch können Sie in Erfahrung bringen, ob die von Ihnen ausgesuchte Staude winterhart ist oder ob Sie sie überwintern lassen müssen. Dies ist u. a. eine Platzfrage, die es vorab zu klären gilt. Der Boden sollte in jedem Fall vor einer geplanten Anpflanzung aufgelockert werden. Im ersten Jahr bedarf ihre Staudenbepflanzung noch einer gewissen Pflege und Obacht. U. a. sollten Sie in regelmäßigen Zyklen das Unkraut entfernen. Je nach Staudenart ist es möglich, dass Sie mittels Kompost oder Humus die Erde entweder anreichern oder abmagern lassen müssen. Das Abmagern erfolgt unter Einbezug von Sand oder Split. Eine umfangreiche Produktpalette an Pflanzen, Solitär-Stauden und Sämereien finden Sie u. a. bei eBay.

Die Aussaat von Stauden

Die Aussaat von Stauden erfolgt zumeist, indem Sie nur die Samenbestände der jeweiligen Staude ernten müssen, diese Samen trocknen lassen, und im Frühjahr - oder bei einigen Staudenarten noch im selben Jahr - wieder aussäen.

Die Pflege von Stauden

Die Pflege von Stauden ist abhängig von der jeweiligen Staudenart und daneben von ihrem Standort. Bei den Stauden, die den für sie passenden Standort zugewiesen bekommen haben, bedarf es nur einer geringen Pflege. Hier muss nur hin und wieder ein Schnitt vorgenommen werden. Bei frisch angezogenen Stauden ist auf das empfindliche Wurzelwerk zu achten. Gartengeräte wie eine Harke sollten anfangs nicht benutzt werden. Zusätzlich sollten Sie das Wurzelwerk mittels einer Rindenmulchschicht schützen, u. a. vor eindringender Kälte.

Der Eisenhut

Auch wenn es sich beim Eisenhut um eine eindrucksvolle Pflanze handelt sollte man nie vergessen, dass es sich dabei um eine der giftigsten Pflanze Europas handelt. Eine Bepflanzung auf Ihrer Terrasse, dem Balkon oder Garten ist nur dann zu empfehlen, wenn Sie keine Kleinkinder in Ihrer Betreuung haben, da eine Berührung mit der Staudenpflanze bereits ausreicht, um gesundheitliche Probleme hervorzurufen.

Davon abgesehen ist diese als mit am ausdruckstärksten zu bezeichnende Staude und in ihrem Charakter als eine ausdauernde, sog. pseudoeinjährige, und nur geringfügig einjährig blühende Pflanze trotzdem beliebt. Die Blätter des Eisenhutes sind als handförmig geteilt zu beschreiben, die an einem aufrecht stehenden Stängel platzieren.

Es gibt unterschiedliche Farbnuancen in der Blüte des Eisenhutes. Diese werden im Übrigen als zygomorph bezeichnet und sind in der Regel fünfzählig. In seiner Blütenfärbung ist der Eisenhut bekannt mit blauen, gelben oder weißen Kelchblättern, die wiederum als kronblattartig beschrieben werden könnten.

Der Eisenhut in seiner Wildform

In seiner Wildform ist der Eisenhut auf Lichtungen, Auwäldern und feuchten Wiesen zu finden. Auch an Flussläufen oder kleinen Bächen tritt er in Erscheinung.

Verbreitungsgebiet des Eisenhuts

Das Ursprungsgebiet sind die Gebirge von Europa sowie die höheren Gebiete im Mittelgebirge. Hin und wieder siedelt er sich auch im Tiefland an. Durch verwilderte Eisenhutbestände aus Zierpflanzenzüchtungen hat sich das ursprüngliche Verbreitungsgebiet deutlich vergrößert.

Der optimale Standort des Eisenhutes

Der Eisenhut mag nährstoffreiche, feuchte Erde für sein optimales Wachstum. Auch Ton- und Lehmböden sind für diese Staudenart geeignet. Sein Standort sollte hell bis halbschattig sein.

Interessantes zum Eisenhut

Der Eisenhut gilt in zahlreichen Ländern noch heute als ein traditionelles Mittel zur Vergiftung von Wölfen, Bären und anderen Wildtieren

Die Lupine

Die kerzenförmige, prächtige Lupinenstaude gehört zu den sog. „Schmetterlingsblütlern“. Bei uns findet man am häufigsten die „Vielblättrige Lupine“ vor, die mit einer Vielfalt von Blütenfarben von Rosatönen, über Gelb, Weiß bis hin zu Fliederfarben und in zahlreichen Kombinationen innerhalb dieser Farbgebungen brilliert.

Die Eigenschaften der Lupine

Lupinen reichen die Erde mit Stickstoff an, sodass sie von Landwirten auch häufig für die Düngung eingesetzt werden. Das Wurzelwerk der Lupinenstaude ist als kräftig und ausgreifend zu bezeichnen, da es auch imstande ist, verdichtete Erde zu durchdringen. Mit dieser Eigenschaft sorgt die Lupine unwissentlich für einen besseren Standort ihrer Folgekulturen.

Die Unterarten der Lupine

Die Lupine hat ihr Erscheinungsbild auch als Futter-Zier-Gemüse und Wildpflanze. Die Lupinensamen, vor allem die der wild wachsenden Lupinen und der Gartenlupinen, sind im Besitz von giftigen Bitterstoffen.

Der optimale Standort der Lupinenstaude

Der Standort einer Lupine sollte warm, sonnig, max. halbschattig sein. Bietet Ihnen Ihr Garten nur ein schweres Erdreich an, sollten Sie dieses mit Sand und Humus aufbessern, denn Lupinen mögen einen guten, durchlässigen Boden. Bei der Auswahl des Standortes für eine Lupinenstaude sollten Sie weiterhin darauf achten, dass dieser windgeschützt ist.

Die Margerite

Die Margerite zählt zur Familie der sog. Korbblütengewächse und erreicht als mehrjährig blühende Staude eine Höhe von bis zu 60 Zentimetern. Die weißen sog. „Zungenblüten“ der Margeritenstaude sind ca. 6 mm breit. Die „Röhrenblüten“ sind hingegen goldgelb in der Färbung. Die Blütezeit der Margerite liegt in den Monaten Mai bis September. Die Margerite gilt als eine beliebte Zierpflanze für die Gestaltung u. a. auf Terrassen mittels Kübeln und Pflanzschalen. Auch als Schnittblumen werden sie gerne erfragt. Man sollte vielleicht erwähnen, dass der Duft, den die Margerite während ihrer Blütezeit ausstrahlt, recht aufdringlich sein kann. Für geruchsempfindliche Menschen ist sie daher eventuell nur bedingt einsetzbar, zumindest im unmittelbaren Umfeld.

Der optimale Standort der Margeritenstaude

Die Margerite gehört zu einer der wenigen Pflanzen die sowohl in Sonnenlage als auch an einem schattigen Standort im Halbschatten angesiedelt werden kann

Informatives zur Margerite

Im 20. Jahrhunderts waren Margeriten die Grundlage für die sog. „Margeritentage“. An diesen Tagen wurden alle Straßen mit Margeriten geschmückt. Auch wurden an den Margeritentagen Kunstblumen für wohltätige Zwecke verkauft.

Die Fackellilie

Diese schöne Solitärstaude hat ihren Namen aufgrund ihrer fackelartigen Blüten sowie den für die Fackellilie charakteristischen satten Blütenfarben. Viele Sommerwochen, vor allem in den Monaten Juli bis September, erstrahlt die Fackellilie in scharlachroten, gelben, grünlichen und auch gelbroten Blütenkolben. Die Fackellilie erreicht eine Höhe von bis zu 150 cm. Obwohl es sich bei der Fackellilie um eine Solitär- also Einzelstaude handelt, darf sie gerne mit weiteren kleinen Stauden mit gering ausgeprägtem Wurzelwerk gepflanzt werden. In einem Areal wirkt die Fackellilie als Einzelpflanze ansonsten eher etwas unbeholfen. Als „untergeordnete Staudenpflanzen“ wäre u. a. ein Beifügen von Lampenputzergras, Schleierkraut oder Minze denkbar. Als absoluter Anstrich in ihrem Garten können Sie eine Fackellilie auch vor großen Federmohn-Stauden ansiedeln.

Optimaler Standort für die Fackellilie

Fackellilien bevorzugen sonnige Standorte und mögen trockene Böden.

Fazit

Solitärstauden sind einzigartig. eBay bietet Ihnen eine große Produktpalette dieser und auch zahlreicher anderer Staudenpflanzen an. Auch Staudensamen und Samen von exotischen Stauden finden Sie bei eBay. Schauen Sie einfach mal rein.

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