Einzelteile einer Gasanlage für Autos im Überblick

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Einzelteile einer Gasanlage für Autos im Überblick

Eine Umrüstung des Autos auf Flüssiggas ist unkompliziert und mit Kosten zwischen 2.000 und 3.000 Euro relativ günstig. Eine Autogasanlage besteht aus einem Gastank, einem Umschalter, dem Verdampfer, den Einspritzdrüsen und einem Steuergerät. Außerdem benötigen Sie in der Regel einen Adapter, um an allen Autogastankstellen sicher tanken zu können.

 

Der Gastank kann an unterschiedlichen Stellen verbaut werden

Der Tank einer Autogasanlage besteht meistens aus Stahl und wird entweder im Kofferraum, am Fahrzeugunterboden oder in der Reserveradmulde verbaut. Bei letzterer Möglichkeit müssen Sie das Reserverad durch ein Pannenspray oder einen RunFlat-Reifen mit speziellen Notlaufeigenschaften ersetzen. Diese sind bei eBay erhältlich. Der Benzintank des Fahrzeugs bleibt auch nach der Umrüstung auf Gas erhalten. Der Wagen kann so wahlweise mit Gas oder Benzin betrieben werden. Dieser bivalente Antrieb erhöht die Reichweite erheblich, da mit vollem Benzin- und Gastank etwa die doppelte Strecke zurückgelegt werden kann.

 

Der Umschalter wechselt zwischen Autogas- und Benzinbetrieb

Der Umschalter ermöglicht das manuelle Wechseln zwischen Autogas- und Benzinbetrieb. Er befindet sich an der Mittelkonsole oder an einer anderen Stelle in Griffweite des Fahrers. Zumeist wird der Zeitpunkt des Umschaltens auf Gas automatisch bestimmt. Der Motor startet mit Benzin und die Gasanlage schaltet nach ausreichender Erhitzung des Motors auf den Gasbetrieb um. Das ist wichtig, damit das Autogas den Verdampfer nicht vereist.

 

Der Verdampfer wandelt das Flüssiggas um

Der Verdampfer wandelt das Flüssiggas mithilfe des Kühlwassers in einen gasförmigen Zustand um. Das Kühlwasser muss mindestens 40 Grad Celsius aufweisen, damit das Autogas beim Verdampfen nicht gefriert. Aus diesem Grund startet das Fahrzeug zunächst immer im Benzinbetrieb, bis der Motor genügend aufgeheizt ist. Die Einspritzdrüsen überführen das Autogas anschließend in die Zylinder, wo es verbrannt wird.

 

Das Steuergerät reguliert Einspritzvorgang und Umschalten innerhalb der Gasanlage

Das Steuergerät der Autogasanlage berechnet die Menge an Autogas, welche in die Einspritzdrüsen geleitet wird. Bezugspunkte sind dabei die Drehzahl und der Lambda-Wert, der das Gewichtsverhältnis aus Luft und Brennstoff in einem Verbrennungsprozess angibt. Das Steuergerät ist auch für das automatische Umschalten von Benzin- auf Gasbetrieb nach dem Starten des Fahrzeugs zuständig.

Um den Verschleiß von Ventilen zu minimieren, empfehlen einige Umrüster den Einbau von Additiv-Beimengern. Bei der Umrüstung von Benzin- auf Gasbetrieb sind die Ventile oftmals nicht auf die neuen Verbrennungszeiten ausgelegt. Die Ventile werden thermisch mehr belastet. Das Beimengen von Zusatzstoffen kann den Verschleiß der Ventile reduzieren.

 

Sicheres Tanken mithilfe des Tankadapters

Da es europaweit noch keine einheitliche Norm für die Form der Tankpistolen gibt, sollten Sie einen Tankadapter mitführen. Beim Tanken schrauben Sie den Adapter zunächst auf den Tankstutzen. Anschließend befestigen Sie die Tankpistole an der anderen Seite des Adapters und beginnen den Tankvorgang. Zukünftig soll ein einheitlicher Anschluss für alle Gastankstellen Europas eingeführt werden.

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