Einstieg ins Windsurfen

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Hallo, dies sind Ratschläge für Eltern, welche Ihren Kindern Windsurfequipment kaufen möchten :

Schon vor dem Kauf sollte man zumindest in ein Wochenende bei einer Surfschule des WWS oder VDWS investieren ! Denn oftmals stellt sich heraus, dass Windsurfen von Könnern toll aussieht, aber leider am Anfang mehr als nass ist.

Danach empfehlen wir folgendes:

 

1. Am Anfang ist ein gebrauchtes preiswertes Board völlig ausreichend. Es sollte immer ein Schwert haben, mindestens 120 bis 150 Liter Auftrieb und vor allem keine  rauhe Oberfläche. Stattdessen gibt es Boards mit Softdeck, welche die Knie und Füsse schützen. Man kann oft in ebay Boards wie Fanatic Bat  oder Mistral Equipe für unter 50 Euro ersteigern, diese kann man dann leicht mit selbstklebenden Softdecks für Kinder brauchbar machen.

2. Wenn es ein neues sein soll, so ist der Einstieg mit einem BIC Techno One Design in den Regattasport oder einPro Kid Board von Starboard sinnvoll.

3. Bei den Segeln muss man hauptsächlich auf das Gewicht des gesamten Riggs  achten, Segelgrößen für Kinderriggs ab 2 qm reichen für 7 bis 9 Jährige, danach sollte man schon etwa 3 qm nehmen, 14- 15 Jährige brauchen 4 bis 4.5 qm als erstes Segel, um überhaupt Spass zu haben.  Die Segelgrößen werden erfahrungsgemäss schnell wachsen, auch hier tut es am Anfang ohne weiteres ein gebrauchtes Rigg, wenn es ein wirkliches Kinderrigg ist - sehr gute gibt es bei open ocean. Vorsicht vor zu großen Regattasegeln - 7 qm und mehr unter 14 Jahren sind für den Rücken hoch gefährlich, wenn keine qualifizierte Trainerbetreuungvorhanden ist.  !!

Kinderriggs haben normalerweise sehr leichte Aluminimummasten und Gabelbäume mit kleinerm Durchmesser und sind daher sehr leicht

Vorsicht bei Epoxy Masten, die sind  a) sehr schwer und b) oft sehr schädlich für die Hände, da sie Kunststoffsplitter abgeben.

4. Besonders wichtig sind ein gut sitzender Surfanzug - den kann man leider nicht auf Zuwachs kaufen sondern er muss wirklich eng passen - gute Surfschuhe und vor allem eine Schwimmweste. Vom Trapez rate ich im ersten Surfsommer dringend ab, zu groß ist die Gefahr, dass Kinder nicht aus den Trapezleinen kommen, wenn sie rückwärts fallen und unter das Segel geraten. Mit Trapez nur unter Aufsicht anfangen und wenn Kinder gut tauchen und schwimmen können.

5. Damit sind wir beim letzten und wichtigsten Punkt :  Kinder dürfen niemals allein surfen, es muss ein Rettungsboot in der Nähe sein, was im Notfall sofort zum Kind hinfahren kann.  Zudem muss das Kind gut schwimmen  u n d   tauchen können, es muss in der Lage sein, einmal quer unter dem Segel durchtauchen zu können- und dies mit Anzug üben !  Am Board muss sich vorne eine Abschleppöse befinden, damit das Kind notfalls vom Boot eingeschleppt werden kann. Kinder gehören auch nicht auf das Wasser, wenn der Wind vom Land aufs Wasser- in der Fachsprache ablandig - weht, da dann die Kinder unter Umständen nicht mehr zurückkommen können.

Kinder gehören nicht in die Welle !! Niemals ! Eine 1 m hohe Welle bringt ca. 2 Tonnen Wasser mit, gerät ein Kind unter das Segel in einer Welle, wird es hochgefährlich. Wer es nicht glaubt, möge sich die Berichte von den Weltmeisterschaften in Sylt unter www.pwaworldtour.com ansehen - Bilder sagen mehr als alle Worte.

Wir haben unsere Kinder tatsächlich bei ablandigem Wind an drei bis vier zusammengeknoteten 25 m Schwimmleinen - welche wir an einer Heckfussschlaufe befestigt haben - und welche wir dann in der Hand hatten,  Surfen lernen lassen. So geht niemand verloren und kann leicht wieder "an Land gezogen " werden.

 

Der Verfasser ist Vater von drei surfbegeisterten Kindern im Alter von 9, 11 und 17 Jahren, wobei der Älteste ( Oliver-Tom Schliemann GER 1001 ) in der Zwischenzeit sechsfacher Juniorenweltmeister geworden ist. Wer mehr wissen möchte oder Unterricht nehmen möchte kann uns gerne im Ostseebad Eckernförde unter 04351 667390 an unserer Segel- und Surfschule erreichen.

www.schliemanntourism.de


 

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