Einkaufsratgeber für antike Dekorationen für Ihre Apotheke oder Arztpraxis

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Einkaufsratgeber für antike Dekorationen für Ihre Apotheke oder Arztpraxis

Medizinische Instrumente und Techniken unterliegen schon seit jeher steten Entwicklungen. Regelmäßig wurden neue Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus der Praxis gewonnen, die Einfluss auf die Anpassung bestehender, oder die Herstellung neuer Instrumente und Verfahren hatten. Da der medizinische Fortschritt jeden Menschen betrifft, interessieren sich viele dafür, wie zum Beispiel Stethoskope oder Skalpelle früher aussahen. Gleiches gilt für die Ausstattung von Apotheken der vergangenen Jahrzehnte. Sie haben viele Möglichkeiten, Ihre Arztpraxis oder Apotheke mit antiken Gegenständen zu dekorieren, um sich ein Stück Geschichte in Ihre Räumlichkeiten zu holen.

Antike Dekorationsgegenstände für Ihre Apotheke

Falls Sie auf der Suche nach einem Dekorationsgegenstand für Ihre Apotheke sind, wäre eventuell ein antiker Apothekerschrank eine Möglichkeit, längst vergangene Zeiten wieder aufleben zu lassen. Diese gibt es in verschiedenen Größen und Modellen. Sie haben meist zahlreiche kleine Schubladen, um möglichst viele Kleinigkeiten, Medikamente, Zutaten für Arzneimischungen oder kleine Werkzeuge geordnet und griffbereit zu verstauen. Auch beliebt sind Apothekerwaagen, die zum Beispiel auch heute noch im Tagesgeschäft Verwendung finden, oder aber im Verkaufsraum platziert werden können. Diese sogenannten Balkenwaagen bestehen aus einem waagerecht verlaufenden Balken, der an einer beweglichen Achse gelagert ist und an beiden Enden jeweils eine Waagschale aufweist. Da diese Waagen nur mit den zugehörigen Apothekergewichten verwendet werden können, lohnt es sich sicherlich, zusätzlich einen entsprechend alten Satz dieser Gewichte zu erwerben und sie zur Waage, beziehungsweise direkt in die Waagschalen zu stellen. Oft werden diese Gewichte als Set in einer schmucken Schatulle angeboten, was eine Präsentation in Ihrer Apotheke noch ansprechender werden lässt. Äußerst vielfältig ist zudem das Angebot an antiken Mörsern mit passendem Stößel. Beide zusammen dienen in der Pharmazie zum Beispiel dem Zerreiben von Pflanzenteilen, um ätherische Öle freizusetzen. Sie können Mörser aus sämtlichen Zeitepochen bei eBay erwerben, in verschiedenen Größen, diversen Formen und aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. Mörser können unter anderem aus Porzellan, Achat, Marmor, Granit, Glas, Bronze, Eisen oder Holz bestehen. Einige sind aufwendig verziert, manche sogar mit kirchlichen Symbolen. Das kann daher kommen, dass früher die Mörser aus Bronze von denselben Handwerksbetrieben gefertigt wurden, die auch Kirchenglocken herstellten. Falls Ihnen solche Gefäße bisher unbekannt waren, Sie diese aber gern haben möchten, können Sie nun gezielt danach suchen. Auch alte Flaschen, die einst zur Aufbewahrung von Grundstoffen zur Arzneimittelherstellung dienten, können ein schöner Blickfang sein. Auch diese Glasflaschen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, meist sind mehrere in einem Set zusammengefasst. Besonders beliebt sind Giftflaschen, die ab dem Jahre 1870 nur deswegen hergestellt wurden, um die bis dahin oft auftretenden Vergiftungen von Kranken zu verhindern, die durch Verwechslungen von Flaschen in der Dunkelheit oder im Fieberwahn verursacht wurden. In den Haushalten gab es nämlich oft Flaschen, die Gifte enthielten, um beispielsweise Ratten zu bekämpfen oder zum Desinfizieren von Gegenständen. Um diese gefährlichen Flaschen von anderen eindeutig unterscheiden zu können, wurden Giftflaschen mit besonderen charakteristischen Eigenschaften ausgestattet. Sie gab es nur in sechseckiger oder dreieckiger Form, nur in den Farben Kobaltblau, Honigbraun und Smaragdgrün sowie teilweise mit anderen prägnanten Merkmalen wie Rippen oder Noppen.

Antike Dekorationsgegenstände für Ihre Arztpraxis

Alte medizinische Instrumente als Dekoration

Sie können in Ihrer Arztpraxis einzelne Instrumente präsentieren, beispielsweise in kleinen Glasvitrinen oder hinter einem verglasten Fach in einem Arztschrank.

Dekoration der Praxis mit antiken Skalpellen

Ein Instrument mit langer Geschichte ist das Skalpell. Skalpelle beziehungsweise ihre Vorläufer wurden schon in der Steinzeit verwendet. Man formte geeignete Feuersteine zu kleinen Messern, die aber zunächst nur zum Schneiden von Rinde oder anderen Dingen im täglichen Gebrauch benutzt wurden. Später erkannte man ihre Eignung auch für chirurgische Eingriffe. Das waren zum Beispiel die Entfernung von Fremdkörpern aus tieferen Hautschichten, die Eröffnung von Abszessen, der Aderlass und der sogenannte Blasensteinschnitt, bei dem ein gezielter Schnitt für den leichteren Abgang eines Blasensteines sorgen sollte. Skalpelle bestanden bei den Römern aus Bronze, wurden später aber aus Stahl gefertigt. Im Laufe der Zeit wurden immer neue Operationsverfahren und -techniken erfunden, was gleichzeitig eine stetige Anpassung des Skalpells erforderlich machte und zu der heute bekannten Form führte. Alte Versionen von Skalpellen aus verschiedenen Epochen sind heute noch zu bekommen.

Dekoration der Praxis mit antiken Hörrohren und Stethoskopen

Auch Hörrohre und Stethoskope eignen sich zur Dekoration einer Arztpraxis. Der römische Arzt Archigenes erwähnte bereits im 2. Jahrhundert die Verwendung eines Hörrohres bei Schwerhörigkeit. Ein Hörrohr ist ein trichter- oder röhrenförmiges Gerät, das Schallwellen sammeln und in den menschlichen Gehörgang leiten soll. Die auf das Trommelfell treffenden Schallwellen werden dadurch verstärkt und das Hören somit verbessert. Hörrohre wurden aus Schneckenhäusern, Tierhörnern, Holz, Eisenblech oder Silber hergestellt. Eine wichtige Entdeckung machte der Franzose René Théophile Hyacinthe Laënnec im Jahre 1816, als er feststellte, dass er die Herztöne eines Patienten durch eine als Hörrohr verwendete Papierrolle besser hören konnte. Das war der Beginn der Entwicklung des Stethoskops, welches bis heute zum Abhören der Herztöne und anderer Körpergeräusche eingesetzt wird. Nach seiner Entdeckung trieb Laënnec die Entwicklung des Stethoskops eifrig voran. Zunächst bestand es aus einer langen Holzröhre, die am unteren Ende trichterförmig gefertigt war. Am oberen Ende war eine kreisförmige Scheibe angebracht, die sogenannte Ohrplatte, die meist aus Elfenbein bestand. Später änderte sich die Form des Stethoskops hin zu der heute bekannten, was auf David Littmann zurückzuführen ist. Er entwickelte das Doppelkopfbruststück, das auf einer Seite einen Trichter, auf der anderen Seite eine Membran aufweist. Im Jahre 1963 meldete er sein Stethoskop zum Patent an. Sie können sowohl frühe Stethoskope aus Holz, als auch die ersten Modelle nach Littmann erwerben. Sie eignen sich beispielsweise als Dekoration auf Ihrem Schreibtisch.

Dekoration der Praxis mit antiken Spritzen

Auch alte Spritzen bieten als Anschauungsstücke in Ihrer Praxis einen guten Einblick in die Geschichte der medizinischen Instrumente. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden kleine Spritzen für Einbalsamierungen oder Sektionen hergestellt. Sie hatten einen Ring, der als Daumengriff genutzt wurde und waren aus Messing, Stahl oder auch aus beiden Materialien gefertigt. Wenig später kamen Spritzen aus Silber auf, mit denen Medikamente in den Körper injiziert werden konnten. Zudem enthielten sie eine Schraubvorrichtung zur Dosierung, wobei jede Schraubdrehung einen Tropfen des enthaltenen Medikamentes freigab. Der Kolben dieser Spritzen bestand zunächst aus Leder, das nach Benutzung der Spritze mit Äther oder Alkohol gesäubert werden musste. Um die Reinigung effektiver und die Verwendung hygienischer zu gestalten, wurde das Leder später gegen Hartgummi, Metall oder Glas ausgetauscht. Diese Materialien mussten zur Sterilisation einfach nur ausgekocht werden. Viele alte Spritzen aus Messing, Glas oder anderen Materialien können Sie auch heute noch erwerben. Für Dekorationszwecke eignen sich insbesondere Spritzen, die in einer Schatulle aufbewahrt werden und daher gut präsentiert werden können, im Idealfall zusammen mit den dazugehörigen Injektionsnadeln sowie Drähten für die Reinigung der Nadeln.

Dekoration der Praxis mit anderen antiken Instrumenten

Weitere antike Instrumente für eine gelungene Dekoration Ihrer Praxis können auch ein alter Perkussionshammer, ein antikes Fieberthermometer oder auch ein Mikroskop aus den Anfängen der Mikroskopie sein. Ein wahrer Hingucker sind die sogenannten Schröpfschnepper, sicherlich auch gerade deswegen, weil man diesen Instrumenten nicht unbedingt sofort ihre Verwendung ansieht. Schröpfschnepper wurden zum Anritzen der Haut eingesetzt, sei es beim Schröpfen oder beim Aderlass. Sie bestehen aus einer Metallkapsel, in der sich Wellen befinden, die jeweils wiederum mehrere Lanzetten enthalten. Durch Betätigung eines Hebels lassen sich diese Wellen um ihre Achse drehen, was gleichzeitig zur Spannung einer Feder führt. Setzt man die Messingkapsel auf die Haut und löst eine Verriegelung, bewegen sich die Wellen schnell nach unten und ritzen dadurch die Haut ein. Es lassen sich teilweise sehr alte, aber dennoch gut erhaltene Schröpfschnepper finden. Haben Sie eine Zahnarztpraxis, können Sie zudem aus einem großen Angebot an antiken Zahnarztinstrumenten wählen. Für welche Instrumente Sie sich auch entscheiden, bei eBay finden Sie zahlreiche Angebote.

Antike Einrichtungsgegenstände einer Praxis als Dekoration

Neben einzelnen Instrumenten können Sie Ihre Praxis auch mit Einrichtungsgegenständen aus alten Zeiten dekorieren. Sehr beliebt sind antike Arztschränke. Je nachdem, wie viel Platz Sie in Ihrer Praxis haben, kann der Schrank kleiner oder größer ausfallen. Diese Möbelstücke gibt es aus Metall, Holz oder auch fast vollständig aus Glas. Die Anzahl und die Größe der Schubladen variieren je nach Modell, sodass Sie sich gezielt für eines entscheiden können, falls Sie schon beim Kauf wissen, was Sie später darin verstauen möchten. Auch eine alte mechanische Personenwaage können Sie zu Dekorationszwecken oder für den täglichen Gebrauch einsetzen. Als Zahnarzt könnten Sie alte Zahnarztstühle aus vergangenen Jahrzehnten interessieren, auch diese werden teilweise noch sehr gut erhalten angeboten. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, Ihre Apotheke oder Praxis mit antiken Gegenständen zu dekorieren und sie angemessen zu präsentieren. Es ist jedoch empfehlenswert, bei Ihrem Kauf auf den vom Verkäufer angegebenen Erhaltungszustand der einzelnen Stücke zu achten. Beispielsweise sollten Möbel, wie der Arzt- oder der Apothekerschrank, immer noch ein ansprechendes Aussehen haben. Falls Sie bestimmte Instrumente oder andere praktische Dinge zur weiteren Verwendung kaufen möchten, sollten Sie sich zudem genauer auf die Angaben zur Funktionstüchtigkeit konzentrieren. Sie müssen auch nicht Arzt oder Apotheker sein, um entsprechende Artikel zu erwerben. Vielleicht haben Sie ja einen Familienangehörigen, einen Freund oder Bekannten, der zu diesen Berufsgruppen zählt und sich zu einem besonderen Anlass über ein Geschenk freuen würde, welches schon zu den Antiquitäten zählt. Die Auswahl ist groß, Sie werden sicherlich das Passende finden.

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