Einkaufsratgeber für Yu-Gi-Oh-Karten

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Yu-Gi-Oh, die größte Sensation aus Japan seit Pokemon

Yu-Gi-Oh ist eine Mangaserie aus Japan, die erstmals im Jahr 1996 herauskam. Vier Jahre später erschien der dazugehörige Anime. Sollten Ihnen die Begriffe "Manga" und "Anime" nicht geläufig sein, so sind diese schnell erklärt. Ein Manga ist ein japanischer Comic und ein Anime ein Zeichentrickfilm oder eine TV-Serie, die aus einem Manga hervorgeht. Ins Deutsche übersetzt bedeutet Yu-Gi-Oh in etwa so viel wie "König der Spiele". Das Spiel, um das es in Manga und Anime geht, ist Duel Monsters. Duel Monsters ist ein sogenanntes Trading Card Game.

Was ist ein Trading Card Game?

Trading-Card-Games oder zu Deutsch Sammelkartenspiele, sind wie der Name schon sagt Spiele, in denen mit Karten gespielt wird. Von altbekannten Kartenspielen wie Poker oder Blackjack unterscheiden sie sich durch die sehr große Anzahl verschiedener Karten. Zusätzlich zum eigentlichen Spielen kommt hier die Komponente des Sammelns hinzu. Bei den meisten Kartenspielen teilen sich die gegeneinander antretenden Spieler ein Kartendeck. Bei Sammelkartenspielen können die Decks durch die Spieler individuell zusammengestellt werden, sodass nicht nur die Spieler, sondern auch die Decks gegeneinander antreten. Um eine möglichst gute Aussicht auf Erfolg zu haben, müssen Sie also ein besonders starkes Deck haben. Der Aufbau eines Decks beginnt meist mit einem sogenannten "Starter Pack". Ein solches Deck ist vorgefertigt, enthält eine bunte Mischung verschiedener Karten und ist gut für den Einstieg geeignet. Um das Starter-Pack zu verstärken, werden die schwächeren Karten, die es enthält, durch stärkere Karten aus "Boostern" ersetzt. Welche Karten Booster enthalten, ist mehr oder weniger zufällig. Neben der Möglichkeit, ein Deck über das Kaufen von Boostern zu verbessern, gibt es noch die Möglichkeit, Karten mit anderen Spielern zu tauschen.

Das Yu-Gi-Oh Sammelkartenspiel

Allgemeines und Spielvorbereitung

Diese Eigenschaften liegen fast allen Sammelkartenspielen zugrunde und auch Yu-Gi-Oh ist keine Ausnahme. Allerdings hat das Yu-Gi-Oh-Sammelkartenspiel auch Eigenheiten, die hier kurz näher beschrieben werden sollen. Die aufeinandertreffenden Gegner in einem Yu-Gi-Oh-Spiel nennt man Duellanten. Ein Duell bedeutet logischerweise, dass für gewöhnlich immer nur zwei Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten. Jeder Duellant darf sich sein Deck aus 40 Karten, die sich in seinem Besitz befinden müssen, frei zusammenstellen und beide Spieler haben die gleiche Anzahl von 8000 Lebenspunkten. Sinken die Lebenspunkte eines Spielers auf null oder kann er keine Karten mehr ziehen, hat er verloren. Das Duell findet auf einem eigenen Spielfeld statt. Dieses Spielfeld ist in verschiedene Zonen unterteilt. Da wäre erst einmal die Monsterkartenzone. In diese Zone werden die Monster der Spieler beschworen. Sie bietet bis zu fünf Monstern gleichzeitig Platz. Darunter befindet sich die Fallen- und Zauberkartenzone. Auch hier können bis zu fünf Karten gleichzeitig im Spiel sein. Wird eine Monster-, Zauber- oder Fallenkarte zerstört oder anderweitig vom Spielfeld entfernt, wird sie auf den Friedhof gelegt. Zu Beginn mischen Sie das Deck Ihres Gegners einmal gründlich durch, überreichen es dann, erhalten Ihr eigenes und platzieren es auf dem Deckplatz. Dann ziehen Sie fünf Karten aus dem Deck. Diese fünf Karten bilden die Starthand. Wie die Namen der einzelnen Zonen des Spielfelds bereits andeuten, gibt es drei Arten von Karten: Monster-, Zauber- und Fallenkarten.

Monsterkarten - die erste Instanz in Angriff und Verteidigung

Monsterkarten dienen dazu, Ihre Lebenspunkte zu schützen und die Lebenspunkte des Gegners zu reduzieren. Ist kein Monster auf dem Feld, können Ihre Lebenspunkte durch ein Monster des Gegners direkt angegriffen werden. Die Stärke von Monsterkarten wird in Angriffs- und Verteidigungspunkten ausgedrückt. Sie haben die Möglichkeit, ein Monster entweder im Angriffs- oder im Verteidigungsmodus zu spielen. Spielen Sie ein Monster im Angriffsmodus, so kann es ein gegnerisches Monster angreifen. Wird ein Monster, das sich im Angriffsmodus befindet, von einem stärkeren Monster besiegt, wird die Differenz der Angriffspunkte der beiden Karten von den Lebenspunkten des Verlierers abgezogen. Befindet sich ein besiegtes Monster im Verteidigungsmodus, verliert der Spieler, der das Monster ausgespielt hat, keine Lebenspunkte. Im Verteidigungsmodus gespielte Monster können auch verdeckt, also mit der Kartenvorderseite nach unten, gespielt werden, um so den Vorteil eines Überraschungsmoments zu haben. Besonders mächtige Monster können Sie nicht einfach ausspielen. Sie erfordern, dass man ein schwächeres Monster opfert. Wie viele Monster geopfert werden müssen, wird durch die Stärke des Monsters bestimmt, das man beschwören will. Die Stärke wird durch die Anzahl an Sternen angezeigt, die sich auf der Karte über dem Monstermotiv befinden. Monster der Stufen 1-4 erfordern kein Opfer, Monster der Stufen 5-6 ein Opfer und Monster der Stufe 7 oder höher zwei Opfer. Monsterkarten lassen sich in Unterkategorien unterteilen. Welcher Unterkategorie ein Monster angehört, wird durch die Färbung der Karte angezeigt. Normale Monster haben keine Besonderheiten und sind an der gelblichen Färbung zu erkennen. In dem Bereich unterhalb des Motivs des Monsters steht bei normalen Monstern eine kurze Beschreibung. Der zweite Typ Monsterkarte ist das Effektmonster. Zu erkennen ist es daran, dass die Karte orange gefärbt ist. Effektmonster haben wie der Name vermuten lässt einen bestimmten Effekt, der das Spielgeschehen auf irgendeine Weise beeinflusst. Welchen Effekt das Monster genau hat, ist dem Bereich unterhalb des Monstermotivs zu entnehmen. Bei blau gefärbten Karten handelt es sich um Ritual-Karten. Das Aufrufen von Ritualmonstern erfordert sowohl die Ritualkarte als auch zwei Monster, deren addierte Sternanzahl genauso hoch sein muss, wie die des zu beschwörenden Ritualmonsters. Das Aufrufen des Ritualmonsters schickt die beiden Monsterkarten, die für seine Aufrufung nötig waren, auf den Friedhof. Ähnlich funktionieren Fusionskarten. Diese sind lilafarben und werden nicht im normalen Deckstapel, sondern im Extradeck aufbewahrt. Bei einer Fusion werden mehrere Monster miteinander verschmolzen. Für diese Vereinigung werden die Fusionskarte sowie die Materialmonster, aus denen die Fusion besteht, benötigt. Welche Monster benötigt werden, können Sie dem Textfeld, das sich unterhalb des Monstermotivs der Fusionskarte befindet, entnehmen.

Zauberkarten - vielseitig einsetzbar und oft der feine Unterschied

Zauberkarten sind extrem vielseitig einsetzbar. Zu erkennen sind sie an der grünen Färbung. Der jeweilige Effekt einer Zauberkarte ist wie bei Effektmonstern unterhalb des Motivs nachzulesen. Eine Zauberkarte können Sie ohne Opfer direkt auf das Feld rufen und einsetzen, sofern sie sich in Ihrer Hand befindet. Normale Zauberkarten werden nach einmaligem Einsetzen auf den Friedhof gelegt. Permanentzauberkarten haben einen andauernden Effekt, der erst endet, wenn sie durch eine andere Karte außer Gefecht gesetzt wurden. Ausrüstungszauberkarten dienen zur Verstärkung von Monsterkarten. Sie können Verteidigungs- oder Angriffspunkte erhöhen und sind so lange aktiv, bis das ausgerüstete Monster vom Spielfeld entfernt wird. Spielfeldzauberkarten verändern das Terrain des Spielfelds. Das Spielfeld können Sie verändern, um einen Vorteil zu erhalten. So werden beispielsweise die Angriffs- und Verteidigungspunkte eines Monsters vom Typ Aqua erhöht, wenn Sie eine Feldzauberkarte vom Typ Wasser ausspielen. Diese Karten bleiben so lange aktiv, bis eine andere Feldzauberkarte aktiviert wird. Schließlich gibt es noch Schnellzauberkarten, deren Besonderheit darin besteht, während des gegnerischen Zugs aktiviert werden zu können.

Fallenkarten - in den Händen echter Strategen besonders stark

Fallenkarten können oft den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bedeuten. Optisch unterscheiden sie sich durch ihre dunkelpinke Färbung von anderen Kartentypen. Sie werden verdeckt gespielt und können vom Gegner dadurch nicht eingeplant werden. Sie haben Effekte, die Ihrem Gegner einen Nachteil bescheren und werden durch dessen Aktionen, beispielsweise einen Angriff durch ein Monster, aktiviert. Sie können die Angriffspunkte des gegnerischen Monsters reduzieren, Angriffe verhindern oder sogar auf Ihren Gegner zurückwerfen. Welchen Effekt sie genau haben, ist dem Textfeld unterhalb des Motivs zu entnehmen. Normale Fallenkarten werden nach einmaligem Einsetzen auf den Friedhof gelegt. Permanente Fallenkarten hingegen bleiben, wie permanente Zauberkarten auch, so lange im Spiel, bis ihr Effekt durch eine andere Karte aufgehoben wird.

Wie fangen Sie mit dem Sammeln von Yu-Gi-Oh-Karten an?

In seinem Bestehen als Sammelkartenspiel bietet Yu-Gi-Oh eine perfekte Mischung aus Sammel- und Spielspaß. Sind Sie ein Spieler, geht es Ihnen wahrscheinlich eher darum, ein möglichst starkes Deck aufzubauen, um bestmögliche Chancen in einem Duell zu haben. Geht es Ihnen eher um das Sammeln, ist Ihnen das Komplettieren Ihrer Sammlung wichtig. Sie können das Sammeln auf verschiedene Arten angehen. Die ganz klassische Methode ist, dass Sie erst einmal mit einem Starter Deck beginnen. Diese bei eBay erhältlichen Decks ergänzen Sie mit den Karten aus Boostern, die ebenfalls bei eBay zu erwerben sind. Sind Sie auf der Suche nach einer ganz bestimmten Karte und wollen den Zufallsfaktor des Boosters eliminieren, haben Sie die Möglichkeit, sich Einzelkarten zu beschaffen. Haben Sie bereits ein wenig Erfahrung gesammelt, können Sie einen Schritt weitergehen und damit beginnen, Monsterkarten mit einer bestimmten Eigenschaft oder von einem bestimmten Typ zu sammeln. Im Yu-Gi-Oh-Sammelkartenspiel gibt es sieben Eigenschaften: Finsternis, Licht, Feuer, Wasser, Erde, Wind und Gottheit. Sie könnten sich für eines dieser Attribute entscheiden und beispielsweise versuchen, alle Monster vom Typ Feuer zu sammeln. Wenn Sie noch weiter eingrenzen möchten, haben Sie die Möglichkeit, sich auf Monster von einem bestimmten Typ zu spezialisieren. Die bisher vorhandenen Typen sind: Pyro, Drache, Aqua, Seeschlange, Fisch, Pflanze, Psi, Insekt, Fels, Reptil, Dinosaurier, Ungeheuer, geflügeltes Ungeheuer, Ungeheuer-Krieger, Krieger, Maschine, Hexer, Unterweltler, Zombie, Donner und Fee. Nach Stand des Jahres 2011 gab es zum damaligen Zeitpunkt bereits mehr als 5000 verschiedene Yu-Gi-Oh Cards. Sie müssen sich also keine Sorgen darüber machen, dass es möglicherweise nicht genug zu sammelnde Materie gibt, wenn Sie sich auf einen Typ beschränken. Dieser Ansatz des Sammelns eignet sich nicht nur für Sammler, sondern auch für ambitionierte Spieler. Beispielsweise kann ein Kartendeck, das nur Monster des Typs Drache enthält, mit Ausrüstungs-, Feldzauber- und Effektmonsterkarten ergänzt werden, die Monster des Typs Drache verstärken. eBay eignet sich besonders für die Anschaffung und den Verkauf von Yu-Gi-Oh-Karten. Sammler, die sich von ihren Sammlungen trennen wollen, haben hier die Möglichkeit, eine breite Masse zu erreichen. Im Umkehrschluss können Sammler, die ihre Sammlung erweitern wollen oder diejenigen, die erst mit dem Sammeln beginnen möchten, hier große Kartensätze erstehen und diese dann beliebig erweitern. Profisammler, die auf der der Suche nach ganz bestimmten, seltenen Karten wie beispielsweise Exodia oder den Elementarhelden sind, werden bei eBay ebenfalls fündig. Neben den Karten an sich ist hier außerdem viel Zubehör erhältlich. Schutzhüllen für einzelne Karten und komplette Decks schützen Ihre Schätze, während Spielmatten sowie aus der TV-Serie bekanntes Zubehör wie die Duell Disk während eines Duells für die richtige Atmosphäre sorgen.

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