Einkaufsratgeber für Wasser

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Einkaufsratgeber für Wasser

Wissenswertes über Wasser – was Sie im Vorfeld wissen sollten

Der Quell des Lebens - Wasser und seine Geschichte

Wasser zählt seit der griechischen Antike zu den vier Urelementen. Es ist der Ursprung des Lebens und macht dieses erst möglich. In der Geschichte der Menschheit handelt es sich bei Wasser wohl um eines der einflussreichsten und entscheidenden Güter, dessen Wert von uns längst erkannt worden ist. Es ist in der heutigen Zeit unser deutlichstes Bindeglied zur Natur und führt sowohl durch Mangel als auch durch Überfluss zu teilweise verheerenden Katastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen. In vielen Gebieten der Erde haben sich die Menschen so gut wie möglich auf den Umfang eingestellt, in dem ihnen Wasser zur Verfügung steht. Trotzdem ist Wasserknappheit nach wie vor ein ernstes Problem, nach dessen Lösung intensiv geforscht wird. Eine Region, in der sich wenig bis kein Wasser gewinnen lässt, gilt seit jeher als unfruchtbar und nur wenige Völker sind darauf eingestellt, in solch unwirtlichen Gegenden zu überleben, so zum Beispiel die Wüstennomaden in Arabien. Auch in der Religion spielt Wasser seit jeher eine wichtige Rolle - so wurden bereits im Altertum Quellen als Heiligtümer verehrt und das Wasser unter anderem als Brücke zwischen Leben und Tod betrachtet. Im Christentum spielt es zum Beispiel bei der Taufe eine grundlegende Rolle.

Die chemische Struktur von Wasser und damit einhergehende Eigenschaften

Bei Wasser handelt es sich um den flüssigen Aggregatzustand einer chemischen Verbindung aus zwei Wasserstoffatomen mit einem Sauerstoffatom, daher die chemische Bezeichnung H2O. Es existiert sowohl in flüssiger als auch in fester und gasförmiger Form als Wasser, Eis und Wasserdampf, und ist somit das einzige Element weltweit, das natürlicherweise in allen drei Aggregatzuständen vorkommt. Da Wasser bipolar geladen ist, verfügt es über eine große zwischenmolekulare Anziehung, daher bilden sich durch Wasserstoffbrückenbindung unbeständige, lose Verkettungen. Diese bestehen nur wenige Sekundenbruchteile, bevor sie sich voneinander lösen und erneut eine Verbindung mit anderen oder denselben Wasserstoffmolekülen eingehen. Dieses Prozedere wird ständig wiederholt und ist damit verantwortlich für die spezifischen Eigenschaften von Wasser, zu denen auch die Oberflächenspannung gehört, die sich zum Beispiel Wasserläufer zunutze machen. Gefriert Wasser, so nimmt es sprunghaft an Dichte ab und an Volumen zu, was dazu führt, dass Eis auf Wasser schwimmt.

Der Mensch und das Wasser – wichtige gesundheitliche Aspekte

Der menschliche Körper besteht zu über 70 Prozent aus Wasser und benötigt laut gesundheitswissenschaftlicher Empfehlungen pro Tag etwa eineinhalb bis drei Liter Flüssigkeit, je nach körperlicher Belastung und Klima auch mehr. Wassermangel führt beim Menschen innerhalb von kurzer Zeit zu schweren gesundheitlichen Schwierigkeiten, nämlich zur sogenannten Dehydratation und in deren Folge zur Exsikkose, die unbehandelt zu neurologischen Schädigungen und sogar bis zum Tod führen kann. Das beruht darauf, dass die Körperfunktionen auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr angewiesen sind und durch Wassermangel eingeschränkt werden, was sich in Symptomen wie Schwindel, Muskelkrämpfen, Erbrechen und Störungen der Durchblutung niederschlägt. Jedoch ist auch exzessiver Wasserkonsum gefährlich, da auf diese Weise lebenswichtige Salze aus dem Körper gespült werden – es kommt zur sogenannten Wasservergiftung, die bei einem ausgewachsenen Menschen bereits ab etwa 20 Litern im Verlauf eines Tages eintreten kann. Auch diese kann Nervenschäden und im schlimmsten Fall den Tod zur Folge haben.

Trinkwasser – so finden Sie das richtige für sich und Ihre Familie

Trinkwasser gibt es heutzutage in allen denkbaren Ausführungen - mit Zusätzen versehen, aus bestimmten Quellen und mit verschiedenen Eigenschaften, die ihm zugesprochen werden. Auch geschmacklich kann Trinkwasser stark variieren. Neben dem Leitungswasser, das in Deutschland Trinkwasserqualität hat, ist das gebräuchlichste Wasser das Mineralwasser, das natürliche Mineralien enthält und in großer Auswahl erhältlich ist. Daneben gibt es auch noch Heilwasser, Tafelwasser und Quellwasser. Die Vorlieben für bestimmte Varianten sind individuell ganz unterschiedlich und so vielfältig wie das Angebot an diesem alkoholfreien Getränk

Auf welchen Kriterien die Bezeichnung natürliches Mineralwasser beruht

Da Mineralwasser ein Naturprodukt ist, handelt es sich um eine geschützte Bezeichnung, die nach deutschem Lebensmittelrecht nur rein natürlich entstandenes Mineralwasser tragen darf. Natürliches Mineralwasser sickert als Regenwasser ins Erdreich, wo es durch etliche Gesteinsschichten gefiltert und gereinigt wird. Natürliches Mineralwasser enthält wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Es wird aus großer Tiefe an die Oberfläche befördert und direkt vor Ort abgefüllt.
Auf einigen Mineralwasserflaschen findet sich der Hinweis enteisent, was bedeutet, dass dem Wasser der natürliche Eisengehalt anhand von Belüftung und Filtrierung entzogen wurde. Das hat primär optische Gründe, da Eisen bei Sauerstoffkontakt oxidiert und sich braune Flocken bilden und absetzen, wenn das Eisen nicht im Vorfeld herausgefiltert wird. Jedes Mineralwasser spiegelt die geologischen Zustände der Region wieder, in der es gewonnen wird. Daher ist der Mineral- und Kohlensäuregehalt und damit einhergehend der Geschmack jedes Mineralwassers einzigartig. Mineralwasser aus dem Westen Deutschlands wird größtenteils durch Schieferschichten gefiltert, was ihm einen weichen, sanften Geschmack verleiht. Das im Nordosten Deutschlands vorherrschende lockere Gestein sorgt für einen eher herben Geschmackseindruck. Vulkanische Gebiete mineralisieren das Wasser stärker und enthalten häufig Kohlensäure.

Natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure – das Richtige, wenn es prickeln soll

Wer sprudelndes Wasser mag, kommt mit kohlensäurehaltigem Wasser auf seine Kosten. Dieses Mineralwasser hat einen natürlichen Kohlensäuregehalt, der entsteht, wenn das Gas Kohlenstoffdioxid aus den Tiefen der Erde aufsteigt und auf Wasser trifft, in welchem es dann gelöst wird. Das kommt besonders häufig in Regionen mit Vulkanismus vor, da hier die größten Kohlenstoffdioxidvorkommen vorzufinden sind. Mineralwasser, dem Kohlensäure zugesetzt wurde, wird auch als Sprudel bezeichnet. Der Kohlensäuregehalt wird in der Regel in drei Abstufungen angeboten, classic, medium und wenig Kohlensäure.

Stilles natürliches Mineralwasser – in der Ruhe liegt die Kraft

Wer auf Kohlensäure verzichten möchte, muss nicht auf Mineralwasser verzichten. Bei eBay finden Sie auch schmackhaftes Mineralwasser ohne Kohlensäure. Die Gründe, auf Kohlensäure zu verzichten, sind unterschiedlich. Häufig wird sie von Personen mit Magenproblemen und Sodbrennen nicht vertragen, wohingegen stilles Wasser als magenschonend gilt. Genauso gut ist es aber auch möglich, dass Ihnen stilles Wasser mit seinem geringen Säuregehalt einfach besser schmeckt als kohlensäurehaltiges.

Tafelwasser - wodurch es sich von natürlichem Mineralwasser unterscheidet

Bei Tafelwasser handelt es sich, im Gegensatz zu natürlichem Mineralwasser, nicht um ein naturbelassenes Produkt, da es mit weiteren Zutaten versetzt ist. Es darf neben Mineralwasser auch andere Wasserarten, wie zum Beispiel gewöhnliches Leitungswasser, enthalten. Auch eine amtliche Anerkennung ist nicht notwendig, es müssen bei der Abfüllung, die überall stattfinden kann, lediglich hygienische Qualitätsanforderungen eingehalten werden. Tafelwasser darf in Deutschland unter Strafe nicht als natürliches Wasser ausgewiesen werden, ebenso darf keine Ursprungsquelle angegeben werden, da dies einer Irreführung gleichkäme. Es handelt sich, grob umschrieben, um ein trinkwasserhaltiges Getränk, das den hohen Ansprüchen an Mineralwasser nicht gerecht wird. Es wird heutzutage auch als Grundlage für verschiedene Erfrischungsgetränke genutzt. In der industriellen Herstellung wird das vor Ort verfügbare Wasser demineralisiert, das heißt, ihm werden alle Inhaltsstoffe entzogen. Im Anschluss wird eine vorher festgelegte Menge an Mineralien zugegeben. Auf diese Weise ist der Geschmack des Tafelwassers nicht vom Ort der Abfüllung abhängig. Maßgeblich für das Zusetzen von Inhaltstoffen ist die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung im Rahmen des deutschen Lebensmittelrechts. Zu den Inhaltstoffen, die zugesetzt werden, gehören unter anderem Kohlenstoffdioxid sowie Speise- und Mineralsalze, immer unter Beachtung der Trinkwasserverordnung. Tafelwasser kann auch Leitungswasser sein, welches vielen Menschen aufgrund der fehlenden Kohlensäure jedoch zu „fad“ ist. In diesem Fall kann ein Gerät zur Herstellung von Sodawasser, wie es in unterschiedlichen Ausführungen bei eBay erhältlich ist, eine sinnvolle und kostengünstige Anschaffung sein.

Wodurch sich Heilwasser auszeichnet und welche Wirkung ihm zugeschrieben wird

Bei Heilwasser handelt es sich um Wasser, das aus ursprünglichen, reinen Vorkommen stammt, in denen es bis zum Zeitpunkt der Förderung vor Verunreinigungen geschützt war. Die Abfüllung an der Quelle, direkt am Ort der Gewinnung, ist verpflichtend. Durch die darin enthaltenen Mineralien und Spurenelemente hat Heilwasser vorbeugende, lindernde und heilende Wirkung, die in Deutschland und Österreich wissenschaftlich nachgewiesen und amtlich bestätigt sein muss, damit ein Wasser die Bezeichnung Heilwasser tragen darf. Es handelt sich um eines der ältesten Naturheilmittel und kann fast ohne Einschränkungen getrunken werden. Heilwasser erfüllt die Anforderungen, die auch an natürliches Mineralwasser gestellt werden, und wird wegen seiner Zusammensetzung beziehungsweise seiner physikalischen Attribute zur medizinischen Therapie eingesetzt, sowohl innerlich für Trinkkuren als auch äußerlich für medizinische Bäder. In esoterischen Kreisen wird Heilwasser hergestellt, indem bestimmte Edelsteine in Mineral- oder Tafelwasser gegeben werden. Die Wirksamkeit dieser Methode ist allerdings umstritten und nicht wissenschaftlich belegt. Echtes Heilwasser regt nachgewiesenermaßen den Stoffwechsel und den Kreislauf sowie die Organfunktion von Magen, Darm, Nieren und Herz an. Aufgrund dieser Wirkung gilt Heilmittel in Deutschland im Gegensatz zu Mineralwasser als Arzneimittel.

Quellwasser gehören ebenfalls zu den hochwertigen Trinkwassern

Quellwasser gehört ebenfalls zu den hochwertigen Trinkwassern. Es stammt, wie Heilwasser, aus unterirdischen Reservoiren, in denen es vor Verunreinigungen geschützt wird. Quellwasser speist sich aus Oberflächenwasser, welches verschiedene Gesteinsschichten durchläuft und auf diese Weise gefiltert und gereinigt wird. Außerdem nimmt es während der Passage der Schichten zahlreiche Mineralien und Spurenelemente auf, die ihm seinen spezifischen, von Region zu Region unterschiedlichen Geschmack und seine physiologischen Eigenschaften verleihen. Quellwasser muss von Natur aus rein, das heißt schadstoff- und schmutzfrei, sein und darf weder durch chemische noch durch physikalische Filterung aufbereitet worden sein. Ausnahmen sind die Extraktion der Stoffe Eisen, Schwefel, Arsen und Mangan, außerdem darf Quellwasser auch mit Kohlensäure versetzt angeboten werden. Bedingung ist, dass sich der ursprüngliche Charakter des Wassers dadurch nicht wesentlich verändert.

Über Geschmack lässt sich nicht streiten

Für welches Wasser Sie sich auch entscheiden, es sollte Ihnen schmecken und gut tun. Scheuen Sie sich daher nicht, unterschiedliche Wassersorten auszuprobieren. Je nachdem, ob Sie sportlich aktiv sind oder schwere körperliche Arbeit leisten - achten Sie auch auf den Mineralstoffgehalt des Wassers. Denken Sie stets daran, ausreichend zu trinken, denn so bleiben Sie fit und leistungsfähig.

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