Einkaufsratgeber für TFT-Monitore zum Einbau im Auto

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Einkaufsratgeber für TFT-Monitore zum Einbau im Auto

Ein multimediales Autoradio ist zum Standard in Fahrzeugen geworden und vertreibt die Langeweile auf längeren Fahrten. Die unterschiedlichen Modelle lesen USB-Sticks oder Speicherkarten aus und unterstützen das gängige MP3-Format. Darüber hinaus lassen sich Radiosender speichern und die neusten Nachrichten empfangen. Je umfangreicher die Funktionen, desto größer fällt meist das Autoradio aus. In der Breite sind alle Radios nach DIN-Standard genormt. So haben Sie die Wahl zwischen einer einfachen oder einer doppelten Einbauhöhe. Als besonders vorteilhaft in Sachen Bedienung und Unterhaltung gelten Radios mit integriertem großen Display. Beifahrer oder die Personen auf der Rückbank schauen bequem einen Film während der Fahrt. Der Fahrer selbst kann sich über dieses Display die Navigationsroute oder die Titelliste der Musik anzeigen lassen.

Wohin mit dem Gerät im Fahrzeug?

Für die Integration von Monitoren in Fahrzeugen gibt es dabei unterschiedliche Möglichkeiten. Radios für die doppelte Bauhöhe sind direkt mit einem solchen Display ausgestattet. Der Nachteil: Die Personen auf der Rücksitzbank haben nicht immer perfekte Sicht auf den Monitor. Bei Geräten für eine flache Einbauhöhe ist das Display meist klappbar und kann im Gerät selbst verschwinden. Derartige Monitore sind zwar mit dem Radio verbunden, lassen sich aber zum Beispiel zum Beifahrer ausrichten. Der Nachteil hierbei ist ihre Empfindlichkeit. Die Personen im Wagen können deutlich schneller an einem solchen Monitor hängen bleiben und ihn beschädigen. Eine Alternative zu den Radio-Komplettlösungen bieten die Zusatzdisplays. Sie lassen sich an unterschiedlichen Stellen im Auto montieren und bieten perfekte Unterhaltung für die Mitfahrer. Der folgende Ratgeber stellt Ihnen die verschiedenen Methoden vor und zeigt Ihnen, worauf Sie beim Kauf der TFT-Monitore achten müssen.

TFT-Monitore als Zusatzdisplays – welche Möglichkeiten gibt es?

TFT-Displays gibt es für die Integration im Fahrzeuginneren in unterschiedlichen Größen. Im Fachhandel werden diese grundsätzlich in Zoll angegeben und beschreiben die Bildschirmdiagonale. Eine gängige Größe für fast alle Fahrzeuge sind Displays mit 9 Zoll oder mit 7 Zoll. Das entspricht umgerechnet einer Bildschirmdiagonale von etwa 18 Zentimetern. Sie sind für den festen Einbau vorgesehen und lassen sich beispielsweise in den Kopfstützen integrieren. Eine deutlich einfachere Variante sind die Monitore, die sich an den Kopfstützen aufhängen lassen. Somit erhalten Sie eine komfortable Lösung für die Rücksitze und unterhalten ihre Mitfahrer auf der Rücksitzbank. Einziges Problem dabei: Der Beifahrer benötigt einen eigenen Monitor und die Person in der Mitte muss stetig ihren Kopf zur Seite drehen. Aufhängbare Modelle sind deutlich günstiger und lassen sich schnell wieder zurückbauen. Dafür erweist sich der Einbau als schwieriger mit dem Verlegen der vielen Kabel.

Ausklappbare Displays

Eine nächste Version bieten ausklappbare Displays, die direkt am Autohimmel befestigt sind. Hier sind Sie nicht auf eine geringe Bildschirmdiagonale angewiesen, sondern können den Monitor deutlich größer wählen. Im eingeklappten Zustand integrieren sich die Monitore ideal in das Fahrzeuginnere und wirken nahezu unauffällig. Während der Beifahrer wieder seinen eigenen Monitor benötigen würde, sitzt die Person hinten in der Mitte auf dem besten Platz. Die Mitfahrer zur rechten und linken Seite müssen für den Filmgenuss den Kopf drehen. Im Vergleich zu den Displayvarianten in den Kopfstützen sitzen diese Monitore etwas weiter vom Auge entfernt. Sind die Modelle direkt in der Mitte des Fahrzeugs angebracht, verschlechtern sie im ausgeklappten Zustand für den Fahrer die Sicht im Rückspiegel. Bei sehr großen Monitoren kann der Rückspiegel gar nicht mehr zum Einsatz kommen, sodass der Fahrer nur noch auf die Seitenspiegel und den Schulterblick Verlass hat.

Sondermodell: das Display direkt im Spiegel integriert

Es gibt besondere Displays für den Fahrer, die direkt im Rückspiegel integriert sind. Hier blenden sie beispielsweise wichtige Navigationsdaten oder Routen ein. Eine andere Möglichkeit bietet die Wiedergabe der Rückfahrkamera. Die wenigsten neuen Fahrzeuge sind mit einem solchen Display ausgestattet. Sie können gegen einen Aufpreis erworben werden. Die Spiegelfunktion bleibt bei diesen Modellen vollkommen erhalten. Der eingebaute TFT-Monitor ist nicht größer als 4,3 Zoll in der Diagonale und besitzt zwei Videoeingänge, um Rückfahrkamera, DVD oder Navigation gleichzeitig anschließen zu können. Ein einfacher Verschluss an der Rückseite ermöglicht auch das nachträgliche Integrieren in ein Fahrzeug. Dabei stecken Sie diesen Spiegel einfach auf ihren originalen Rückspiegel. Das System eignet sich ideal für alle Fahrzeuge, die keine andere Möglichkeit zur Integration eines TFT-Monitors bieten.

Qualitätsmerkmale für ein TFT-Display im Auto

Ein qualitativ hochwertiges Display für den Einbau im Fahrzeug sollte komplett entspiegelt sein. Es verhindert dabei störende Reflexionen durch einen ungünstigen Lichteinfall. Bei allen anderen Monitoren kann es passieren, dass Sie die Daten nur sehr schlecht oder gar nicht erkennen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Hintergrundbeleuchtung. Sie muss kräftig und stark sein, um auch bei Sonnenlicht ein gut lesbares Display zu erhalten. Kräfte und vor allem klare Farben versprechen Displays mit LEDs. Günstige TFT-Monitore sind bei grellem Tageslicht nicht hell genug für eine angenehme Präsentation. Die Mitfahrer auf der Rücksitzbank können sich Abhilfe mit speziellen Sonnenblenden verschaffen. Im Gegensatz zur ausreichenden Hintergrundbeleuchtung müssen sich die Monitore auch abdunkeln lassen. Damit erzeugen sie keine störende Ausleuchtung des Fahrzeugs bei Nachtfahrten. Die Autoradios mit integriertem Display sind häufig mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet, die sich in der Helligkeit und Farbe verstellen lässt. Damit erhalten Sie beste Anpassungsmöglichkeiten.

Monitor in Kopfstütze oder Sonnenblende – einzelne Modelle im Überblick

Sonnenblenden bieten sich ideal zur Integration eines Monitors im Auto an. Sie lassen sich leicht hochklappen und verstecken den Monitor, wenn er nicht gebraucht wird. In der Regel handelt es sich hierbei um sieben Zoll große TFT-Displays. Sie lassen sich einfach integrieren und sollten über mindestens zwei Videoeingänge verfügen. Selbst für den Fahrer bietet sich solch eine Spezial-Sonnenblende an. So lassen sich bequem neben dem Rückspiegel die Navigationsinformationen oder die Bilder der Rückfahrkamera anzeigen.

Blickwinkel beachten

Als Beifahrer schließen Sie beispielsweise einen TV-Tuner oder einen DVD-Player an. Der Blickwinkel für die Geräte liegt vertikal bei mehr als 55°. Nach rechts und nach links besitzen die meisten Modelle einen Blickwinkel von 80°. Die Sonnenblende entspricht äußerlich den Standardmaßen und sollte sich in fast jedes Fahrzeug integrieren lassen. Mit wenigen Handgriffen ist sie gegen die originale Sonnenblende ausgetauscht. Durch die unauffällige Integration erhalten Sie einen gewissen Diebstahlschutz. Im geschlossenen Zustand vermutet niemand dahinter einen TFT-Monitor. Achten Sie bei der Wahl der verfügbaren Produkte darauf, dass sämtliches Einbaumaterial und alle benötigten Anschlusskabel bereits vorhanden sind. Andernfalls müssen Sie zusätzliche Kabel bestellen. Je nach Modell lassen sich die Sonnenblenden mit einer Fernbedienung nutzen.

TFT-Monitore in Kopfstützen sind praktisch für die Mitfahrer auf der Rückbank. Die Kopfstützen gibt es mit unterschiedlichen Bezügen und in verschiedenen Farben. So lassen sie sich ideal auf die innere Gestaltung des Fahrzeugs anpassen. Die Abmaße einer Kopfstütze genügen für einen 7 Zoll großen Monitor. Der Vorteil bei diesen Systemen ist der versteckte Verlauf der Anschlusskabel. Sie lassen sich bequem in den Holmen verlegen und sind somit von außen nicht sichtbar. Auch hier sollten Sie auf mindestens zwei A/V-Eingänge achten. Hochwertige Modelle speisen den Ton ebenso über einen IR-Transmitter ein und leiten ihn an einen Infrarot-Kopfhörer ohne Kabel weiter. Da es sich um universelle Kopfstützen handelt, lassen sich die Holme in der Breite verstellen. Verschiedene Distanzhülsen sorgen für den jeweiligen Durchmesser, der in ihrem Fahrzeug benötigt wird. Als 16:9 Widescreen-Panel eigenen sich diese TFT-Monitore sehr gut zur Filmwiedergabe.

Die Verbindung zum Autoradio: integrierte und autarke TFT-Monitore

Bei einem Zusatzdisplay im Wagen stellt sich die Frage nach der Verbindung zum Autoradio. Es gibt autarke Systeme, die bereits sämtliche Elektronik integriert haben. Sie benötigen keinen Anschluss am Autoradio und spielen die Medien beispielsweise direkt von einem DVD-Player ab. Weitere Kombinationsmöglichkeiten erhalten Sie mit einem DVB-T-Tuner. Dieser empfängt Fernsehsignale über die digitale Antenne und bietet Ihnen somit während der Fahrt das aktuelle Fernsehprogramm. Die Ausbreitung des DVB-T-Signals ist in Deutschland noch nicht weit vorangeschritten. Derzeit lassen sich nur sehr wenige Fernsehsender empfangen.

Lautsprecher und Energiezufuhr

Für einen angenehmen Sound benötigen die TFT-Monitore integrierte Lautsprecher. Damit der Fahrer ungestört bleibt, sollten mindestens zwei Kopfhörerausgänge vorhanden sein. Einer genügt hier nicht, da sonst nur eine Person im Fahrzeug den Ton wahrnimmt. Die Energiespeisung erfolgt über Batterien oder über die Bordelektronik. Beim Batteriebetrieb bieten sich spezielle Akkus mit besonders langer Laufzeit an. Größe und Anzahl der benötigten Akkus hängen vom jeweiligen Monitor ab. Ein Tipp: Bei niedriger Helligkeit und bei einem leiseren Ton halten die Akkus länger. Die Stromversorgung über die Bordelektronik erfolgt mit einer Verbindung zur Autobatterie. Dies setzt das aufwendige verlegen eines Stromkabels quer durch den Wagen voraus. Manche Monitore, speziell für den Beifahrer, lassen sich einfach mit dem Zigarettenanzünder verbinden. Sie erhalten mit einem solchen Anschluss permanent Strom und müssen sich nicht auf die Kapazität der Akkus verlassen. Läuft der Monitor allerdings ohne gestarteten Motor, legt sich der Energieverbrauch sofort auf die Autobatterie und entlädt sie.

Kabel immer sicher verlegen

Integrierte TFT-Monitore mit Verbindung zum Autoradio lassen sich ebenso schwierig einbauen. Der Vorteil hierbei: Beim Verlegen der Kabel ist der Anschluss an die Bordelektronik mit eingerechnet. Diese Modelle müssen grundsätzlich nicht über einen Akku betrieben werden. Achten Sie darauf, dass Sie alle Kabel möglichst sicher und unauffällig verlegen. Bei dünneren Kabeln genügt das Verlegen unter dem Fahrzeugteppich. Dickere Kabel sind in die Karosserie oder hinter die Verkleidung zu spannen. Korrekt angeschlossen geben diese Modelle sämtliche Medien direkt vom Autoradio wieder. Hier muss ein entsprechender Anschluss für die Monitore gegeben sein und die Unterstützung für die gewünschten Formate.

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