Einkaufsratgeber für Sat-Receiver für HD- und Digitalempfang

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Einkaufsratgeber für Sat-Receiver für HD- und Digitalempfang

Digitale Sat-Receiver gibt es in allen Preisklassen und Ausführungen. Sie sind Voraussetzungen für den digitalen Fernsehempfang über Satellit und ermöglichen als HD-Version Filmerlebnisse in höchster Auflösung.
In Bild- und Tonqualität unterscheiden sich die Receiver kaum. Die größten Abweichungen gibt es bei der Ausstattung der einzelnen Modelle. Hochwertige und teure Sat-Receiver verfügen beispielsweise über eine integrierte Festplatte. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was es mit einem einfachen oder doppelten Tuner auf sich hat. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf des passenden Receivers achten müssen.

Das analoge Satellitenfernsehen ist bereits abgeschaltet, sodass viele Sender nur noch auf digitalen Empfangsgeräten verfügbar sind. Wer die Programme zusätzlich in HD-Qualität bevorzugt, muss bei der Wahl des Sat-Receivers genauer hinsehen.

Was gehört zu einer digitalen Satellitenanlage?

Zur Grundausstattung dieser Anlage gehören eine Parabolschüssel, ein LNB und der Receiver. Er nimmt den Empfang der Programme entgegen und leitet das jeweils gewählt über den integrierten TV-Tuner an den Fernseher weiter.
Das Anbringen der Parabolschüssel ist nicht an jedem Mietshaus gestattet. Derartige Veränderungen an der Fassade sind mit dem Vermieter zu klären. Der große Vorteil beim Satelliten-Empfang: Viele nationale und internationale Fernsehsender sind frei und unverschlüsselt empfangbar. Über verschiedene Bezahldienste und Abos der privaten Sender erweitern Sie die Programmanzahl signifikant. Zusätzlich kommen Sie in den Genuss von vielen frei verfügbaren Radiokanälen aus dem kompletten Bundesgebiet und dem Ausland.
Für einen perfekten HD-Genuss fehlt nur noch der passende Flachbildfernseher. Hier spielt die Endauflösung eine wichtige Rolle. Während günstige Modelle nur die geringste HD-Auflösung (HD-ready) unterstützen, setzen hochwertige Fernseher eine Auflösung bis zu 1080i um. Etwas nachteilig gegenüber anderen Empfangsvarianten zeigt sich beim Sat-Empfang die Installation. Hierbei muss die Antenne genau auf den gewünschten Satelliten eingestellt werden. Laien sollten die Einstellung einem Fachmann überlassen. Vom LNB reichen viele Meter Kabel zu den jeweiligen Empfängern im Haus.
Bei Schneefall, dicken Wolken und schlechtem Wetter kann der Empfang gestört sein. Während analoge Bilder nur schlechter wurden, fällt der digitale Fernsehempfang bei Störungen komplett aus.

DVB-S oder DVB-S2 – worin liegt der Unterschied?

Der digitale Fernsehempfang über Satellit wird als DVB-S bezeichnet. DVB steht hierbei als Abkürzung für Digital Video Broadcasting und das S für Satellit. Daneben gibt es die Übertragungswege DVB-C und DVB-T, wobei das C für die Kabelübertragung und das T für den Empfang via Antenne steht. Der Satellitenempfang beinhaltet ein deutlich höheres Senderangebot im Vergleich zum Kabelfernsehen.
Doch es gibt einen Unterschied zwischen dem normalen digitalen Empfang und dem Empfang von hochauflösenden Programmen. Mit einem digitalen Satellitenreceiver bekommen Sie Zugriff auf alle empfangbaren Programme und Radiokanäle. Durch die Komprimierung im MPEG-2-Verfahren lassen sich mehr Sender im verfügbaren Platz unterbringen.
Für den Empfang von HD-Inhalten müssen Sie jedoch auf einen DVB-S2 Receiver zurückgreifen. Dieser arbeitet mit dem MPEG-4-Kompressionsverfahren, sodass Sie die gleichen Sender mit einer noch besseren Qualität empfangen. Die Receiver gelten als Nachfolger für die normalen DVB-S Modelle und sind bereits unter 100 Euro zu haben.

Wichtiges zum Empfang von HD+ und Sky

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF haben bereits auf die Nachfrage reagiert und senden ihr Programm sowie weitere Spartensender in HD. Mit dem passenden Sat-Receiver und dem dazugehörigen Fernseher genießen Sie die Übertragungsqualität mit einer Auflösung von 720p. Um Platz zu sparen, wird nicht in Full HD gesendet.

HD+ entschlüsseln

Auch die privaten Sender haben teilweise auf das HDTV-Signal umgestellt. Diese Programme sind jedoch nicht frei empfangbar und codiert. Das genutzte Verfahren für diese Übertragungsweise nennt sich HD+. Programme in HD+ können Sie nur mit einer CI-plus-Smartcard entschlüsseln. Sie benötigen deshalb einen Sat-Receiver mit einem entsprechenden Kartensteckplatz.
Da es sich bei HD+ um ein bestimmtes Kopierschutzverfahren handelt, arbeiten anderen private Sender mit ihren eigenen Verfahren. Für jede Entschlüsselung benötigen Sie jedoch die passende Karte. Das Buchen der hochauflösenden privaten Sender bringt monatliche Kosten mit sich. Daneben ist Ihnen das Vorspulen der Werbeblöcke untersagt. Selbst in bereits abgeschlossenen Aufzeichnungen lässt sich die Werbung nicht überspringen. Teilweise sind die aufgenommenen Filme und Sendungen zeitlich begrenzt. Nach Ablauf der Frist lassen sie sich vom Receiver aus nicht mehr abspielen.
Das HD+-Verfahren ist außerdem dafür verantwortlich, dass sich alle Mitschnitte nur auf dem jeweiligen Gerät anschauen lassen. Brennen Sie einen Film auf DVD oder BluRay, so ist er verschlüsselt und kann auf einem anderen Gerät nicht angezeigt werden.
Ältere Digitalreceiver verfügen nur über einen normalen CI-Steckplatz. Mit einem Softwareupdate des Herstellers lässt sich daraus ein CI-plus-Steckplatz machen, um für den HD+-Empfang nachzurüsten.

Der Bezahlsender Sky

Auch der Bezahlsender Sky lässt sich über Satellit empfangen. Hier gibt es einen besonderen Sat-Receiver, der das codierte Programm entschlüsselt. Eine andere Möglichkeit bietet der CI-Steckplatz für die Mitgliedskarte von Sky. Der eigene Receiver von Sky bietet keinen zusätzlichen Steckplatz, sodass sich hierüber keine anderen Bezahlsender empfangen lassen. Wer flexibler in der Auswahl der Programme bleiben will, sollte auf einen freien Receiver und die SKY Abokarte zurückgreifen. Wichtig hierbei: Die Geräte müssen von Sky zertifiziert und zugelassen sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Karte nicht erkannt wird und der Fernseher schwarz bleibt.
Entscheiden Sie sich für einen freien Sat-Receiver mit Festplatte, nehmen Sie Sky-Sendungen und Filme problemlos auf. Ohne Mitgliedskarte oder bei Kündigung der Mitgliedschaft bekommen Sie jedoch keinen Zugang mehr zu den gespeicherten Karten. Im Hinblick auf die Zukunft bieten sich Receiver mit CI-plus-Kartenschacht an oder zumindest Modelle, die sich darauf aktualisieren lassen.

Ratgeber: Diese Anschlüsse braucht ein digitaler Sat-Receiver

Die meisten digitalen Sat-Receiver sind mit analogen und digitalen Anschlüssen versehen. Während sich ältere Fernseher oder Geräte noch über Scart, FBAS oder S-Video ansteuern lassen, gibt es HDMI-Schnittstellen für neuere Technik. Der Vorteil bei den digitalen Schnittstellen ist, dass die Signale in voller Auflösung übertragen werden und der HD-Empfang auf dem Fernseher gewährleistet wird.
Wer also einen Sat-Receiver für den Empfang von HD-Programmen kauft, sollte auf digitale Schnittstellen achten. Manche Modelle besitzen gleich mehrere HDMI-Anschlüsse für Fernseher oder Festplattenrekorder. Der Vorteil bei diesem Anschluss ist, dass er das Tonsignal gleichzeitig überträgt. Soll der Ton nicht zu den Fernseherlautsprechern, sondern zu einer externen Sound-Anlage im Heimkinosystem weitergeleitet werden, dient ein optischer Ausgang. Cinch-Anschlüsse leiten nur den Stereoton weiter und erzeugen keinen Raumklang innerhalb des Zimmers.

Praktisch erweist sich die serielle Schnittstelle zum PC oder Media-Center im Wohnzimmer. Über USB oder Firewire lassen sich Filme auf einen PC kopieren und von hier aus auf eine DVD oder BluRay brennen. Allerdings unterstützen nicht alle Receiver diese Funktion oder hinterlegen einen Kopierschutz für die Aufnahmen.
Grundsätzlich sollte das Weiterleiten an den PC und die Aufnahme auf einer externen Platte möglich sein. Das Kopieren oder weiterverwenden unterbinden manche Hersteller aus Uhrheberrechtsgründen. Ein Netzwerkanschluss erlaubt diesen Datenstrom beispielsweise über WLAN oder eine Ethernet-Schnittstelle.

Auf die einfache Bedienung des Receivers kommt es an

Ein digitaler Sat-Receiver wird meist über das On-Screen-Display, also das Bildschirm-Menü gesteuert. Dieses erscheint auf dem Fernseher und ist mit der Fernbedienung leicht durchzublättern. Beim Menü achten Sie auf eine einfache Bedienung und eine übersichtliche Darstellung. An zusätzliche Informationen im Fernsehbild gewöhnt man sich schnell. So erhalten Sie beispielsweise Zugriff auf die aktuellen Programminformationen und Hinweise zur nächsten laufenden Sendung. Beginn und Ende der Sendungen sowie die aktuelle Uhrzeit werden angezeigt. Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Menü helfen bei der Einrichtung.

Bevorzugen Sie die Menüsprache Deutsch?

Wichtig hierbei: Manche Receiver bieten keine deutsche Menüsprache an. Achten Sie falls notwendig auf eine deutsche Menüführung und eine deutsche Fernbedienung. Andernfalls kann es zu Missverständnissen kommen. Am besten eignen sich Sat-Receiver mit lernfähigen Fernbedienungen. Sie lassen sich mit den Befehlen des Fernsehers abstimmen, sodass Sie nur noch eine Fernbedienung benötigen. Am besten kombinieren sich diese Eigenschaften miteinander, wenn beide Geräte von einem Hersteller stammen. Zusätzliche Tasten am Gehäuse des Receivers helfen, wenn die Fernbedienung nicht funktioniert oder ein Reset des Geräts durchgeführt werden muss.
Am besten befinden sich die Tasten hinter einer formschönen Blende. Sie bekommen damit die Möglichkeit, den Receiver komplett vom Gehäuse aus zu steuern, ohne dass die vielen Tasten permanent sichtbar sind. Ein Ausschalter fährt den Receiver nicht nur in den Stand-By-Zustand, sondern komplett runter. Diese Funktion erweist sich nur als praktisch, wenn nach dem Ausschalten kein neuer Sender-Suchlauf durchgeführt wird.

Zusätzliche Ausstattung für den digitalen Satelliten-Receiver

Sat-Receiver mit einer integrierten Festplatte besitzen einen höheren Anschaffungspreis. Sie zeichnen Sendungen direkt auf das Speichermedium auf und machen sie für ein späteres Anschauen verfügbar. Über den elektronischen Programmguide lässt sich die gewünschte Fernsehsendung per Tastendruck einspeichern und wird automatisch aufgezeichnet.
Manche Receiver sind mit einer Zeitschaltuhr versehen. Sie schalten sich automatisch für die Aufzeichnung ein und fahren danach komplett wieder herunter. Wollen Sie während der Aufzeichnung ein anderes Programm anschauen, so greifen Sie auf einen Receiver mit Twin Tuner zurück. Es handelt sich um ein Modell mit zwei integrierten Tunern, die das Fernsehsignal trennen. Bei Receivern mit nur einem Tuner haben Sie keine Möglichkeit während der Aufzeichnung umzuschalten.

Im Hinblick auf HD-Inhalte muss die Festplatte eine große Speicherkapazität besitzen. 160 GB Speicher gelten als Minimum bei dieser Art Receiver. Je größer die Festplatte, desto mehr Filme und Sendungen lassen sich speichern. Andernfalls müssen Sie auf externe Speichermedien zurückgreifen. Hier gilt es zu beachten, mit welcher Größe der Receiver umgehen kann. Manche Geräte verweigern ein Speichern auf einem zu großen Medium.
Ein anderer Punkt ist die Geräuschkulisse der Festplatte. Günstige und qualitativ minderwertige Modelle äußern sich sehr laut während der Aufzeichnung.

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