Einkaufsratgeber für Regenschirme und Knirpse

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Einkaufsratgeber für Regenschirme und Knirpse

Wie Sie den richtigen Regenschirm für sich finden

Für jeden, der sich trockenen Hauptes im Freien bewegen und nicht zugleich von der Gunst des Wetters abhängig sein will, ist ein Regenschirm ein unersetzliches Accessoire. Welcher Regenschirm der richtige ist, hängt stark von den persönlichen Bedürfnissen ab. Während sich manche mit einem Regenschirm, der sie auf dem Weg zwischen ihrem Auto und der Haustür trocken hält, zufrieden geben, benötigen andere einen Schirm, der auch extremer Witterung standhält oder langanhaltende Regenschauer erduldet. Regenschirme sind jedoch nicht bloße Gebrauchsgegenstände, sondern längst zu Modeobjekten aufgestiegen. Verschiedene Formen und Designs erlauben es jedem, einen den eigenen Vorlieben entsprechenden Schirm zu finden.

Wodurch sich ein guter Regenschirm auszeichnet

Das wichtigste Kriterium für den Erwerb eines Regenschirms ist natürlich, dass er sicher vor Niederschlägen schützt. Für diesen Schutz ist das Dach, bzw. der Bezug eines Regenschirmes ausschlaggebend. Das Dach besteht heute in der Regel aus einem regenresistenten Polyamidgewebe, zumeist aus Nylon. Nylon trocknet schnell und wiegt nicht viel, was dazu beiträgt, das Gewicht eines Schirms zu beschränken. Ein weiterer Vorteil von Nylon liegt darin, dass es sich problemlos zusammenfalten lässt und damit platzsparend verstaut werden kann. Besonders wasserabweisende Regenschirme sind zudem mit Polytetrafluorethylen, gemeinhin als Teflon bekannt, beschichtet.
Entscheidend für die Robustheit eines Regenschirms sind die Streben oder Schienen, auf die das Schirmdach aufgezogen ist und die das geöffnete Dach stabilisieren. Die meisten Schirme haben acht, manche jedoch nur sechs oder sogar zehn oder zwölf Streben. War die Anzahl der Streben früher noch maßgeblich für die Widerstandsfähigkeit eines Schirms, kommt es heute vor allem auf das Material, aus dem sie und der Stock, das Gestell eines Regenschirms, gefertigt sind, an. Gestelle aus Stahl sind sehr stabil und alterprobt, aber auch relativ schwer. Deswegen werden vermehrt leichtgewichtige Werkstoffe verarbeitet. Regenschirme aus Aluminium wiegen deutlich weniger, sind allerdings auch nicht so widerstandsfähig wie Stahlfabrikate.
Gestelle aus Fiberglas bestehen aus einem Verbund von Glas- und Kunststofffasern. Sie sind besonders elastisch und deswegen ideal bei stürmischem Wetter, bei welchem sie sich ein wenig verbiegen können, ohne sich dauerhaft zu verformen. Auch Kombinationen, die versuchen die Vorzüge der verschiedenen Materialien zu nutzen, sind erhältlich. Während hochwertige Dachkonstruktionen ihre Innenseiten bei starkem Wind nach außen kehren, ohne Schaden zu nehmen, überstehen minderwertige Modelle ein Umschlagen oftmals nicht. Der Griff eines Regenschirms ist gewöhnlich entweder knaufförmig oder gekrümmt. Ein Schirm, dessen Griff und dessen Stock aus einem einzigen Teil bestehen, ist besonders bruchsicher. Ein solcher Schirm hat mehrheitlich einen gekrümmten Griff, auf den man sich, ähnlich wie auf einen Spazierstock, aufstützen kann. Sind Stock und Griff aus verschiedenen Teilen hergestellt, wird der Griff aufgesteckt oder angeschraubt und besteht vielmals aus einem anderen Material als der Stock. So können beispielsweise Metallstöcke mit haptisch angenehmen Griffen aus Holz, Hartschaum oder Kunststoff versehen werden.
Auch bezüglich der Öffnungsmechanismen weichen Regenschirme voneinander ab. Bei manuell entfaltbaren Schirmen muss ein Schieber per Hand nach oben geführt und eingeharkt werden. Wer Wert darauf legt, seinen Schirm mit einer Hand öffnen zu können, sollte sich einen Schirm mit Öffnungsautomatik zulegen. Automatikschirme breiten ihre Dächer mithilfe einer Druckfeder auf Knopfdruck aus. Vollautomatikschirme lassen sich per Knopfdruck auch wieder schließen. Aufgrund ihrer zusätzlichen Komponenten sind Automatikschirme etwas schwerer als vergleichbare Fabrikate, die mit der Hand aufgemacht werden. Ebenso wenig wie die Verarbeitung eines Regenschirms, sollte die eigene Konstitution bei der Kaufentscheidung außer Acht gelassen werden. Im Allgemeinen gilt: je größer eine Person ist, desto größer sollte auch ihr Regenschirm sein und je kräftiger eine Person ist, desto weniger muss sie sich Gedanken über das Gewicht des Schirms machen. Und nicht zuletzt müssen Farbe und Design eines Schirms den persönlichen Geschmack treffen.

Die Typen von Regenschirmen

Der Stockschirm und seine Varianten

Namensgebend für den Stockschirm ist der durchgehende, nicht verkürzbare Stock. Stockschirme messen gewöhnlich über 90cm, weswegen sie gelegentlich auch unter der Bezeichnung „Langschirm“ geführt werden, und wiegen mehr als 500g. Die Spannweiten von Stockschirmen variieren stark, liegen aber normalerweise nicht unter einem Meter. Eine Vielzahl unterschiedlicher Stockschirme wird bei eBay angeboten.

Der Trekkingschirm

Trekkingschirme sind ideale Reisebegleiter für Wandertouren oder andere Abenteuer im Freien. Sie wiegen üblicherweise deutlich weniger als ein halbes Kilogramm und stellen somit nur eine geringe zusätzliche Belastung dar. Der Griff eines Trekkingschirms verfügt in der Regel über eine Schlaufe, durch die der Schirm am Handgelenk, der Bekleidung oder der Ausrüstung befestigt werden kann, sodass beide Hände für andere Verrichtungen frei bleiben. Charakteristisch für Trekkingschirme ist ihre hohe Sturmresistenz, die zumeist durch ein flexibles Fieberglasgestell und eine ergonomische Form erreicht wird. Neben Modellen mit festem Stock werden auch teleskopierbare Modelle angeboten, die die Maße regulärer Taschenschirme nicht überschreiten und in Rucksäcken oder Reisetaschen Platz finden.

Stationäre Regenschirme

Gerade bei längeren Aufenthalten im Regen ist es unbequem, die ganze Zeit einen Schirm in der Hand zu halten. Hier schaffen stationäre Schirme Abhilfe. Angelschirme sind für den Einsatz auf weichen Böden, wie zum Beispiel Rasen, prädestiniert, da sie sich im Boden befestigen lassen. Sie sind mindestens 1,90m hoch und haben einen Durchmesser von mehr als zwei Metern. An Angelschirmen kann man einen Überwurf befestigen, wodurch man den Schirm zu einem Zelt, das mit Heringen im Boden festgemacht wird, erweitern kann. Je nach Größe des Schirms schützt ein solches Zelt zwei oder mehr Personen dauerhaft vor der Witterung. Golfschirme sind, wie ihr Name schon vermuten lässt, für den Einsatz auf Golfplätzen optimiert. Sie lassen sich im Schirmhalter eines Caddys fixieren und sind zugleich als Regen- und als Sonnenschutz gedacht. Dank seiner großen Spannweite von über 1,25m hält ein Golfschirm einen Sportler und sein Equipment oder alternativ mehr als nur eine Person trocken. Unbefestigt taugen Golfschirme auch als mobiler Regenschutz.

Designschirme

Designschirme ermöglichen es Ihnen durch eine besondere Form, ein ungewöhnliches Material oder einen außergewöhnlichen Druck, einen modischen Akzent zu setzen. Die besonders weit über die Dächer hinaus ragenden Spitzen der Stöcke von Pagodenschirmen erinnern an die Architektur buddhistisch geprägter Bauwerke und vermitteln ein asiatisches Flair. Dank ihrer Kuppelform beschützen Glockenschirme auch das Gesicht ihrer Träger vor Regen. Um ein uneingeschränktes Blickfeld zu gewährleisten, bestehen ihre Dächer aus durchsichtigem Kunststoff, was auch den Vorteil hat, dass sie von natürlichem Licht durchdrungen werden können. Da ein Bezug aus Kunststoff nicht so elastisch ist wie ein Bezug aus Polyamid, lassen sich Glockenschirme nicht so gut auffalten und können durch Druck leichter Schaden nehmen. Motivschirme sind mit figürlichen Abbildungen verziert. Beliebte Motive stammen aus der Kunst und der Tier- und Pflanzenwelt oder drücken die regionale Verbundenheit ihres Trägers aus. Zu beachten ist, dass nicht alle Designschirme vorrangig als Regenschutz konzipiert worden sind, weswegen einige Modelle für schwierige Wetterlagen untauglich sein können.

Schirme für jede Lebenslage

Kinderregenschirme werden für Kinder zwischen dem dritten und dem zehnten Lebensjahr angeboten. Dementsprechend unterscheiden sich sowohl das Gewicht als auch die Länge einzelner Schirme deutlich voneinander. Für kleine Kinder sind Schirme von unter 40cm Länge und unter 150g Gewicht, für größere Kinder gibt es Schirme, die beinahe an die Länge eines normalen Stockschirms heran reichen. Allen gemeinsam sind die bunt gemusterten, häufig mit Tier- oder Comicmotiven bedruckten Dächer. Für Sicherheit in der Dunkelheit sorgen Licht reflektierende Kinderregenschirme, die von Autofahrern schon aus großer Distanz gesehen werden können. Wegen ihrer leichten Bauweise sind Kinderschirme nicht sehr widerstandsfähig und können bei heftigem Wind umschlagen oder sogar deformiert werden.

Um sich gemeinsam vor Regen zu schützen, sind nicht unbedingt zwei Schirme nötig. Partnerschirme haben ein extra großes Dach von über 1,20m Durchmesser, unter dem zwei Personen Schutz finden. Das hat den Vorteil, dass nur eine Person einen Schirm tragen muss. Ein Nachteil ist das im Vergleich zu normalen Stockschirmen größere Gewicht. Auch Golfschirme eignen sich als Partnerschirme.
Als Gehhilfe und Regenschutz zugleich, werden Stützschirme vertrieben. Der gebogene Griff und der Stock von Stützschirmen sind aus einem Teil gefertigt und besonders belastungsfähig. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Länge des Schirms ein bequemes Abstützen ermöglicht, ohne das Handgelenk zu stark zu belasten. Auf der Spitze eines Stützschirmes ist ein Gummipuffer angebracht, der die Aufstellfläche vergrößert und das Wegrutschen des Schirms verhindern soll. Besondere Modelle verfügen über einen Griff, an den ein Telleraufsatz montiert werden kann, der den Schirm in einen Sitzstock umwandelt. Ganz kann er einen herkömmlichen Stock oder Schirm allerdings nicht ersetzen: bei schlechtem Wetter muss man sich entscheiden, ob man den Stützschirm als Gehhilfe oder als Regenschutz vorzieht.

Knirpse und andere Taschenschirme

Obwohl sich die Bezeichnung „Knirps“ heute als Sammelbegriff für alle Taschenschirme eingebürgert hat, ist sie eigentlich der Markenname der Firma, die den ersten faltbaren Taschenschirm entwickelt hat. Typisch für einen originalen Knirps ist der rote Punkt unter seinem Griff. Wie der Knirps verfügen auch die Taschenschirme anderer Marken über einen teleskopierbaren Stock, der auf eine Länge von weniger als dreißig Zentimetern verkürzt werden kann. Um ihr Gewicht niedrig zu halten, sind ihre Gestelle aus leichten Materialien, beispielsweise Aluminium, hergestellt. Auch die Dächer von Taschenschirmen sind für den Transport optimiert. Die Speichen von Taschenschirmen verfügen in der Mitte über Gelenke, mit deren Hilfe sich die aufgespannt etwa 94 cm großen Dächer zusammenfalten lassen. Hier liegt aber auch eine der Schwächen von Taschenschirmen: durch die Gelenke sind ihre Dächer nicht so robust wie jene von Stockschirmen. Bei Sturm neigen sie eher dazu, umzuschlagen oder sogar zu brechen. Auch an Taschenschirmen findet sich bei eBay ein umfangreiches Angebot.

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