Einkaufsratgeber für Prepaid-Handys

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Einkaufsratgeber für Prepaid-Handys

Prepaid-Handys bieten für den Nutzer eine Menge Vorteile und nur wenige Nachteile. So hat der Benutzer die volle Kontrolle über seine Handykosten, muss keine Grundgebühr zahlen und ist nicht zwei Jahre lang an einen Handyanbieter gebunden. Heutzutage gibt es die verschiedensten Prepaid-Handys für fast jeden Nutzeranspruch ganz bequem bei eBay zu kaufen.

Was ist eigentlich ein Prepaid-Handy?

Der Begriff „Prepaid“ setzt sich aus den englischen Wörtern „pre“ für „voraus“ und „paid“ für „bezahlt“ zusammen. Die Tarifkosten werden sozusagen im Voraus als Guthaben auf die SIM-Karte geladen und können dann abtelefoniert werden. So entfällt die monatliche Grundgebühr, die bei Handyverträgen üblicherweise fällig wird. Zu der Prepaid-SIM-Karte verkaufen die Händler oft ein etwas älteres Handymodell, das nur mit dieser einen SIM-Karte funktioniert.

Vor- und Nachteile von Prepaid-Handys

Der größte Vorteil von Prepaid-Handys ist sicherlich die volle Kostenkontrolle über die Handykosten durch das aufgeladene Guthaben. Ist das Guthaben verbraucht, kann der Nutzer mit seinem Prepaid-Handy nicht mehr anrufen oder SMS verschicken. Erreichbar für andere Handynutzer ist er aber trotzdem noch.

Ein weiterer Vorteil ist, dass bei Prepaid-Handys keine lange Vertragslaufzeit bei einem Mobilfunkanbieter eingegangen werden muss. Wer mag, kann sein Prepaid-Handy jederzeit stilllegen und ein anderes Handy kaufen oder einen neuen Vertrag abschließen. Weitere Kosten entstehen für das alte Prepaid-Handy dann nicht. Prepaid-Handys kommen darüber hinaus ganz ohne Grundgebühr aus, bezahlt werden nur die tatsächlichen Gesprächskosten oder verbrauchten SMS. Nicht unwesentlich sind zudem die geringen Anschaffungskosten, denn Prepaid-Handys gibt es schon als Paket für 10 Euro.

Natürlich hat diese Art Handy auch Nachteile: Das Guthaben muss immer wieder aufgeladen werden, was bei Postpaid-Handys oder Verträgen entfällt. Unter Umständen ist das Guthaben aufgebraucht und ein wichtiger Anruf kann nicht getätigt werden. Auch die Auswahl an Handymodellen ist beschränkt, in den Prepaid-Pakten werden zumeist ältere Handymodelle angeboten. Wer ein Handy möchte, das technisch auf dem neuesten Stand ist, muss etwas tiefer in die Tasche greifen.

Übersicht über die verschiedenen Netzanbieter

Ein wichtiger Aspekt beim Kauf eines Prepaid-Handys ist der Netzanbieter, der das Mobilfunknetz für das Handy bereitstellt. Hier muss unbedingt auf die Empfangsqualität des Netzes geachtet werden, bei einem schlechten Netz wird das Telefonieren, SMS schreiben und Surfen zur Qual.

Bei eBay gibt es Prepaid-Handys von allen großen Netzanbietern:

  • Beispielsweise O2, ehemals Viag Interkom, Vodafone, ehemals D2, oder Telekom , ehemals D1.
  • Es ist bei eBay natürlich auch möglich, in den Angeboten verschiedener Netzbetreiber zu suchen.

Vor dem Kauf sollten Sie unbedingt Bekannte und Verwandte fragen, wie zufrieden sie mit ihrem Netzanbieter sind. So können Sie bereits eine erste Vorauswahl treffen. Wenn die Qualität der Mobilfunkbetreiber am Wohnort relativ gleich ist, sollten Zusatzdienstleistungen und Services den Ausschlag für die Auswahl des Anbieters geben. Hier ist besonders auf die Kosten für die Kunden-Hotline und die Mailbox-Abfrage zu achten.

Unterschiedliche Prepaid-Tarife

Vor dem Kauf eines Prepaid-Handys bei eBay sollte genau überlegt werden, welcher Prepaid-Tarif der Richtige ist. Hier gilt es darauf zu achten, welche Leistungen inklusive und welche kostenpflichtigen Zusatzoptionen möglich sind. Immens wichtig sind der Minutenpreis für Telefonate und die Kosten für SMS. Beides sollte möglichst gering sein.

Heutzutage gibt es auch Prepaid-Smartphones. Dafür sollte der Tarif unbedingt eine Internet-Flatrate beinhalten, sonst wird das Surfen im Internet sehr teuer. Wer häufig im mobilen Internet unterwegs ist, der sollte auf ein großes Inklusiv-Volumen achten.

Ein Tarif mit Kosten-Airbag ist besonders für Vieltelefonierer geeignet. Bei dieser Tarifoption wird ein bestimmter monatlicher Betrag nicht überschritten. Dafür können Sie dann so viel Telefonieren, SMS schicken und Surfen, wie Sie möchten. Bei einigen Prepaid-Anbietern kann der Käufer vor dem Kauf aus mehreren Netzen wählen; dies gilt natürlich nicht bei den großen Netzanbietern Telekom, Vodafone und O2.

Registrierung eines Prepaid-Handys

Wenn das richtige Prepaid-Handy ausgesucht und bestellt ist, muss es vor der ersten Nutzung noch registriert werden. In Deutschland ist dieser Vorgang gesetzlich vorgeschrieben, so soll ein missbräuchlicher Umgang mit Prepaid-Handys verhindert werden. Für die Registrierung muss der Nutzer seine persönlichen Daten und die Personalausweisnummer angeben. Oftmals ist dies auch per Postident-Verfahren möglich. Wenn der Paketbote an der Haustür klingelt und das neue Prepaid-Handy bringt, sollte also immer der Ausweis bereitgehalten werden.

Bei einem Besitzerwechsel des Prepaid-Handys sollte umgehend der Mobilfunkanbieter über den neuen Nutzer informiert werden. Andernfalls haftet er als Eigentümer der Karte für jegliche illegalen Dinge, die mit der SIM-Karte getätigt werden.

Inbetriebnahme und Aufladung eines Prepaid-Handys

Nach der Registrierung des Prepaid-Handys kann es in Betrieb genommen werden. Dafür wird es eingeschaltet und danach gilt es zu warten, bis der Mobilfunkanbieter die SIM-Karte freischaltet. Wenn auf der SIM-Karte ein Startguthaben verfügbar ist, kann hiervon sofort nach der Freischaltung Gebrauch gemacht werden. Bei Prepaid-Handys ohne Startguthaben muss natürlich zuerst ein Guthaben auf die Karte geladen werden.

Hier hat der Nutzer mehrere Möglichkeiten:

  • Guthabenkarten kann man in Tankstellen oder Verbraucherläden kaufen, es besteht mittlerweile aber auch die Möglichkeit einer Aufladung am Bankautomaten. Neben der automatischen Aufladung, die keine Eigeninitiative erfordert, kann man außerdem eine Guthabenaufladung im Internet per Überweisung oder Kreditkarte veranlassen.
  • Bei der Aufladung des Guthabens kommt es immer auf die Vorlieben des Nutzers an: Möchte er sein Guthaben vor Ort im Laden kaufen oder bequem am Bankautomaten erledigen? Oder ist es für ihn sinnvoller und unkomplizierter, dies von zu Hause aus, also online per Überweisung oder Kreditkarte, zu erledigen?
  • Heutzutage gibt es keine Guthabenkarten mehr, auf denen ein Code freigerubbelt werden muss. Darum sollte beim Kauf im Laden immer der entsprechende Kassenzettel aufbewahrt werden, denn darauf befindet sich der Aufladecode. Am bequemsten ist sicherlich die automatische Aufladung. Fällt das Guthaben unter einen bestimmten Betrag, beispielsweise fünf Euro, wird ein vorher individuell festgelegter Betrag vom Bankkonto abgebucht und als Guthaben aufgeladen.

Auslandsgebühren bei Prepaid-Handys

Eine versteckte Kostenfalle bei Prepaid-Handys sind oftmals die Kosten für Gespräche im Ausland. Hier sind die Kosten im Vergleich zu Mobilfunkverträgen oftmals viel höher. Dies gilt allerdings nicht nur für abgehende Anrufe, sondern auch für ankommende. Im letzteren Fall muss der Angerufene die Gebühr für die Vermittlung ins Ausland tragen. Vor dem Kauf eines Prepaid-Handys auf eBay sollten also unbedingt die sogenannten „Roaming-Gebühren“ auf der Seite des Anbieters überprüft werden. Vor einer Reise ins Ausland sollte zudem überprüft werden, ob man die Telefonnummern im Ausland einfach aus dem Telefonbuch anwählen kann oder nur über die Eingabe eines GSM-Codes anrufen kann. Viele Anbieter informieren ihre Kunden automatisch per SMS über die Mobilfunkkosten, sobald ihr Handy sich in ein ausländisches Netz einwählt.

Service und Zusatzdienste bei Prepaid-Handys

Eine versteckte Kostenfalle bei Prepaid-Handys können außerdem die Service- und Zusatzdienste des Mobilfunkanbieters sein. Einige Anbieter berechnen saftige Preise für Anrufe beim Kundenservice, bei vielen Anbietern ist zudem die Abfrage der Mailbox kostenpflichtig. Wer auf die Mailbox verzichten kann, sollte sie gleich bei der Inbetriebnahme des Handys deaktivieren, so kann es gar nicht erst zu unangenehmen Überraschungen kommen.

Heutzutage kann man mit Prepaid-Handys auch im Internet surfen, hier sollten ebenfalls die Minutenpreise des Anbieters in Erfahrung gebracht werden. Am komfortabelsten ist hier eine monatliche Datenflatrate für das Internet.

SIM-Lock bei Prepaid-Handys

Fast alle Prepaid-Handys sind mit einem SIM-Lock ausgestattet. Das heißt, dass das Handy nur mit der beigelegten SIM-Karte betrieben werden kann. Der Nutzer kann dann nur im Netz des Mobilfunkanbieters telefonieren, SMS schreiben und surfen. Damit soll der Anbieter geschützt werden, der die Prepaid-Handys zu günstigen Bedingungen an seine Kunden verkauft. Er möchte seine Nutzer natürlich nicht zur Konkurrenz abwandern sehen. Erst nach zwei Jahren kann diese Sperre aufgehoben und das Handy mit einer SIM-Karte eines anderen Mobilfunkanbieters betrieben werden. Wer nicht so lange warten möchte, kann sein Prepaid-Handy gegen eine Gebühr von circa 100 Euro schon vorher freischalten lassen oder sich gleich nach einem Modell ohne SIM-Lock-Funktion umschauen.

Smartphone oder reguläres Handy?

Vorbei sind die Zeiten, in denen es nur reguläre Handymodelle als Prepaid-Handys gab. Heute gibt es viele Anbieter, die Pakete mit Smartphones anbieten. Besonders jüngere Menschen kommen so in den Genuss, günstig ein Smartphone in vollem Umfang nutzen zu können. Mit einen entsprechendem Tarif und einer Datenflatrate für das Internet ist das Smartphone dann voll einsatzfähig.

Alle Nutzer, die auf das Internet verzichten können, sind mit einem herkömmlichen Handymodell gut beraten. Viele Prepaid-Handys beinhalten heute Digitalkameras, die brauchbare Fotos liefern. Auch ältere Menschen kommen zumeist mit einem normalen Handy besser zurecht.

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