Einkaufsratgeber für Notebook-Steckkarten

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Einkaufsratgeber für Notebook-Steckkarten

Worauf es beim Kauf einer Notebook-Steckkarte tatsächlich ankommt

Bei der Auswahl geeigneter Steckkarten begegnen einem viele Fachtermini, die für Laien zunächst ein wenig abschreckend klingen mögen. Mit unserem Einkaufsratgeber für Notebook-Steckkarten möchten wir Ihnen eine Hilfestellung mit an die Hand geben, um das passende Produkt zu finden. Dieser Kaufratgeber hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da der Umfang den Rahmen an dieser Stelle sprengen würde. Unter Umständen empfiehlt es sich, zusätzlich fachmännischen Rat einzuholen, bevor es an die Bestellung geht. Sollten Sie bei einigen der nachfolgend verwendeten Begriffe unsicher sein, finden Sie am Ende dieses Artikels eine Liste mit Erklärungen der am häufigsten verwendeten Fachbegriffe.

Grundsätzlich dienen Steckkarten dazu, den Funktionsumfang des eigenen Notebooks zu erweitern, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, ältere Geräte günstig aufzurüsten oder defekte Teile auszutauschen. Bei der Steckkarte handelt es sich um ein elektronisches Bauteil, das im Idealfall ohne großen handwerklichen Aufwand als Modul eingesetzt oder ausgetauscht werden kann. Steckkarten für WLAN oder Bluetooth werden nicht separat aufgeführt, da diese Funktionen bei allen neuen Notebooks bereits vorhanden sind.

Sollte der Kauf eines neuen Notebooks oder Netbooks anstehen, ist es empfehlenswert, sich neben anderen Eckdaten über die vorhandenen Steckplätze des Geräts zu informieren. Diese können sich außen am Gehäuse befinden oder im Inneren auf dem sogenannten Mainboard. Je mehr Steckplätze und Schnittstellen vorhanden sind, umso flexibler können Sie auf zukünftige Entwicklungen reagieren.

Auch wenn es zunächst banal erscheint, sollte man sich erst einmal im Klaren sein, welches Ziel mit einer zusätzlichen Steckkarte verfolgt wird. Zu den wohl häufigsten Vertretern zählen Grafikkarten, Soundkarten oder solche, um zum Beispiel den Arbeitsspeicher zu erweitern und damit die Performance des Rechners zu steigern, wobei Onboard-Lösungen häufig den Spielraum eingrenzen.

Den Arbeitsspeicher mit Steckkarten erfolgreich erweitern

Die Anforderungen an die Rechenleistung eines Notebooks werden immer komplexer. Der Arbeitsspeicher (RAM) ist im Gegensatz zur Festplatte ein kurzfristiges Speichermedium und zuständig für alle aktuell auszuführende Programme und Operationen. Wird die Stromzufuhr zum Gerät zum Beispiel beim Herunterfahren unterbrochen, werden die Daten auf dem Arbeitsspeicher gelöscht. Alle gängigen Betriebssysteme wie zum Beispiel von Windows, Unix oder auch die OS-Betriebssysteme von Apple benötigen entsprechende Arbeitsspeicher-Ressourcen. Maßgeblich für die Performance sind die Größe sowie die Zugriffsgeschwindigkeit des Arbeitsspeichers. Verringert sich die Geschwindigkeit des Notebooks spürbar, bei der Arbeit selbst oder beim Hochfahren, kann die Erweiterung des Arbeitsspeichers über Steckkarten Abhilfe schaffen. Prinzipiell ist die Erweiterung ohne großen Aufwand möglich. Steckplätze befinden sich in der Regel unterhalb der Tastatur oder auf der Rückseite des Notebooks. Vorab ist es jedoch wichtig, in Erfahrung zu bringen, welche Steckkarten für den Speicher verwendet werden (siehe auch Begriffserklärung RAM), um die notwendige Kompatibilität zu gewährleisten. Gängig ist der sogenannte DDR-SDRAM Speicher in vier Kategorien. Informationen dazu finden Sie im Handbuch sowie auf den Herstellerseiten im Internet, indem Sie zum Beispiel die Gerätenummer von der Rückseite Ihres Gerätes in eine Suchmaschine eingeben. Ebenso hilfreich ist das kostenlose Analysetool CPU-Z, mit dessen Unterstützung Sie direkt Informationen über das Mainboard erhalten. Zusätzlich ist es wichtig zu wissen, wie viele Slots (Steckplätze) Ihnen für die Erweiterung zur Verfügung stehen und wie viel Arbeitsspeicher die Hauptplatine überhaupt verwalten kann. Haben Sie all diese Punkte geklärt, können Sie entsprechende Steckkarten günstig über eBay erwerben.

Geeignete Grafikkarten für das Notebook

Die Grafikkarte ist zuständig für die Umwandlung von Daten in Bilder auf dem Monitor des Rechners. Bei den meisten Laptops oder Notebooks ist der Austausch der Grafikkarte nicht oder nur mit großem Aufwand möglich, da diese als Onboard-Lösung fest auf dem Mainboard angebracht sind. Erst in jüngster Zeit wurden Ansätze entwickelt, zum Beispiel mit dem genormten MXM Modul von nVidia. Bei Modellen, die über einen entsprechenden Slot verfügen, lassen sich diese MXM Grafikkarten grundsätzlich über den vorhandenen Steckplatz austauschen. Unterschieden wird dabei zwischen der Baugröße und – ebenso wichtig – nach der Wärmeentwicklung in vier Kategorien. Es ist hilfreich zu wissen, dass leistungsfähigere Grafikkarten mehr Wärme entwickeln und unter Umständen das vorhandene Kühlsystem des Notebooks überfordern, was zu Defekten führen kann.

Für Gamer, die auf grafisch anspruchsvolle Spiele auch auf dem Notebook nicht verzichten möchten, ergeben sich zusätzliche Anforderungen: Es empfehlen sich Grafikkarten mit einem sogenannten GDDR Arbeitsspeicher auf Chips, was für Graphics Double Data Rate steht und bisher hauptsächlich in modernen Spielekonsolen verwendet wurde. Aufgrund der Bauweise und Wärmeentwicklung kommen diese hauptsächlich für größere Notebooks infrage. Dazu muss gesagt werden, dass eine Aufrüstung via Steckkarten, wenn überhaupt möglich, immer nur die zweitbeste Lösung sein kann.

Soundkarten für das Notebook

Häufig befinden sich Soundkarten bei Notebooks als Onboard-Lösung (Audio-Interface) fest verankert auf dem Mainboard und lassen sich – ähnlich wie bei Grafikkarten – wenn überhaupt, nur mit größerem Aufwand wechseln. Die Soundkarte dient der Verarbeitung digitaler und analoger Audio-Signale. Bequem erweitern lässt sich die Soundqualität des Gerätes durch externe Steckkarten über USB- oder FireWire Schnittstellen sowie über ExpressCards. Die Auswahl hängt von den eigenen Ansprüchen und dem geplanten Einsatzbereich ab: Zu den Kriterien zählen die Anzahl der Kanäle, die Anschlussmöglichkeiten für weitere Geräte wie Kopfhörer, Headsets und Lautsprechersysteme zum Beispiel mit Surround-Effekt, auch 3D-Sound genannt. Ebenso stellt sich die Frage, ob ein Gameport notwendig ist, um einen Joystick oder ein Gamepad anzuschließen. Eine MIDI-Schnittstelle (Musical Instrument Digital Interface) ist notwendig, um elektronische Instrumente wie E-Drums, Keyboards oder einen Synthesizer mit dem Notebook zu verbinden und daraus ein leistungsfähiges Aufnahmegerät zu machen. Auf eBay selbst finden Sie eine große Auswahl an externen Soundkarten für Ihr Notebook.

Die passende ExpressCard für das Notebook finden

Die ExpressCard gilt aufgrund des vielfältigen Angebots am Markt als Allrounder für die unterschiedliche Erweiterungsmöglichkeiten. Sie ist Nachfolger der bis circa 2005 verwendeten PCCards, auch bekannt unter dem Begriff PCMCIA Cards. Durch die direkte Verbindung mit dem Systembus wird ein wesentlich höherer Datendurchsatz gegenüber den Vorgänger-Modellen ermöglicht – mit bis zu 2Gbit pro Sekunde. Sofern ein entsprechender Steckplatz an Ihrem Notebook vorhanden ist, lässt sich der Funktionsumfang mit ExpressCards sehr leicht erweitern. Derzeit sind zwei Bauweisen auf dem Markt mit einer Breite von 34 Millimeter und 54 Millimeter, dabei lässt sich die kleinere Version auch in dem 54 Millimeter Slot verwenden. ExpressCards gibt es für die verschiedensten Anwendungen: So lässt sich das Notebook zu einem DVB-T Fernsehgerät aufrüsten oder sich per UMTS-Modem von überall aus mobil mit dem Internet verbinden. Dazu können über ExpressCards zusätzliche Schnittstellen für externe Geräte zur Verfügung gestellt werden: zum Beispiel weitere USB-Ports oder auch FireWire-Ports, eine Schnittstelle, die primär im Bereich der Video- und Audiotechnik zum Einsatz kommt. Ebenso gibt es ExpressCards, die eine eSata Schnittstelle bieten, um eine externe Festplatte als Massenspeicher mit dem Notebook zu connecten. Es lassen sich Lösungen für die unterschiedlichsten Aufgaben finden.

Die wichtigsten Fachbegriffe in der Übersicht

Der Slot: Aus dem Englischen übersetzt, steht der Begriff für einen Schlitz oder auch Schacht. Gemeint ist damit eben der Steckplatz als solcher, manchmal auch als Schnittstelle bezeichnet. Dieser kann sich außen am Gehäuse des Notebooks befinden oder innerhalb.

PCMCIA: Die Buchstabenkombination steht für die Peronal Computer Memory Card International Association. Die Gesellschaft ist zuständig für die fortlaufende Entwicklung der technischen Standards für die Steckplätze. ExpressCards entsprechen dem aktuellen Standard.

Das BUS-System: Das sogenannte Binary Unit System ist generell gesagt zuständig für die gemeinsame Datenübertragung zwischen verschiedenen Bauteilen innerhalb des Rechners und verbindet zum Beispiel das Mainboard mit einer Grafikkarte oder einer Soundkarte.

Das Mainboard: Bedeutet übersetzt Hauptplatine und ist im Grunde das Kernstück des Notebooks. Auf ihr befinden sich alle wesentlichen Bauteile wie der Hauptprozessor (CPU), der Arbeitsspeicher sowie in der Regel Steckplätze für Erweiterungskarten.

USB: Der Universal Serial Bus ist eine weitverbreitete Schnittstelle, um das Notebook mit externen Geräten zu verbinden – vom Drucker über zusätzliche Festplatten bis hin zu Webcams oder Lautsprechern. Angeschlossene Geräte werden vom Betriebssystem in der Regel automatisch erkannt, die zusätzliche Installation von Treibern wird dadurch überflüssig.

RAM: Der Arbeitsspeicher, auch als Random Access Memory bezeichnet, sitzt auf dem Mainboard und ist wesentlich mit verantwortlich für die Performance des Notebooks. Je nach Modell verfügt das Notebook über einen oder mehrere Slots für Steckkarten. Gängig ist der sogenannte DDR-Speicher. DDR-SDRAM Speicher: der wohl am häufigsten verwendete Speichertyp. DDR steht dabei für Double Date Rata und SDRAM für Synchronus Dynamic Random Access Memory. Steckkarten gibt es aktuell in vier Kategorien:

  • DDR-SDRAM mit 184 Kontakten
  • DDR2-SDRAM mit 240 Kontakten
  • DDR3-SDRAM mit 240 Kontakten
  • DDR4-SDRAM mit 284 Kontakten

MXM: Das sogenannte Mobil PCI Express Modul wurde entwickelt, um den Austausch von Grafikkarten als Steckkarte im Notebook nicht nur zu erleichtern, sondern überhaupt erst zu ermöglichen. Die aktuellen Standards definieren sich über die Baugröße, die Wärmeentwicklung sowie der Verbrauchsleistung, angegeben in Watt.

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