Einkaufsratgeber für Notebook-Modemkarten

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Einkaufsratgeber für Notebook-Modemkarten

Mobil ins Internet – Informationen und Tipps zu Notebook-Modemkarten

Ein Notebook bietet viel Flexibilität und Unabhängigkeit, allerdings nur dann, wenn damit nicht nur ohne Stromkabel gearbeitet werden kann, sondern auch drahtloses Surfen im Internet möglich ist. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist eine Notebook-Modemkarte. Die meisten modernen Notebooks verfügen über eine integrierte Modemkarte. Ist das nicht der Fall, kann man mit externen Geräten arbeiten. Welche Möglichkeiten es gibt, mobil ins Internet zu gehen, und worauf Sie beim Kauf von Notebook-Modemkarten achten sollten, erläutert dieser Einkaufsratgeber.

Die unterschiedlichen Modems für ein Notebook

Die bekanntesten Modem-Arten, die in einem Notebook verwendet werden sind:

  • UMTS/HSDPA-
  • 3 beziehungsweise 4G- oder
  • LTE-Modems.

Diese Modems können, je nach Ausführung, über einen PCMCIA- oder PC-Card- beziehungsweise PC-ExpressCard-Steckplatz in das Modem eingesetzt werden. Alternativ dazu stehen noch USB-Websticks oder das Smartphone als Modem zur Verfügung. Hier kann die Verbindung entweder über ein Datenübertragungskabel oder per Funk beziehungsweise Bluetooth hergestellt werden. Schauen Sie im Handbuch Ihres Notebooks nach, welche Möglichkeiten für das mobile Surfen im Internet für Ihr Modell vorgesehen sind.

Achtung: Wenn Sie sich für eine PC- oder PC-ExpressCard entscheiden, achten Sie beim Kauf darauf, dass der schnelle Mobilfunkstandard unterstützt wird. Genaueren Aufschluss darüber geben die detaillierten Produktinformationen. Alternativ hilft ein Besuch auf der Webseite des Herstellers.

Informationen über unterschiedliche Modemkarten für das Notebook

Wenn das Notebook über einen freien PCMCIA-Steckplatz verfügt, kann die Verbindung zum Internet über eine PCMCIA-Modenkarte hergestellt werden. Normalerweise enthalten diese Karten ein integriertes automatisches Einwahlverfahren, das sowohl mit der Impuls- als auch mit der Mehrfrequenzwahl funktioniert. Die 5-Volt-Spannungsversorgung übernimmt dabei der Akku des Notebooks. Der Temperaturbereich, in dem PCMCIA-Notebook-Modemkarten einwandfrei arbeiten, liegt zwischen 5 und 40 Grad Celsius. Zum Lieferumfang gehört in der Regel ein umfassendes Softwarepaket, dass alle Komponenten für das Faxen, das Surfen im Internet sowie eine Verwaltungssoftware für Adressen, Termine, Dokumente und Projekte enthält. Einige Anbieter fügen dem Softwarepaket auch ein Fernwartungsprogramm hinzu. Das ist praktisch, wenn es unterwegs zu Problemen kommt.

Wichtig: Achten Sie darauf, mit welchen Betriebssystemen Modemkarte und Software kompatibel sind. Bei modernen Notebooks gibt es hier keine Probleme, aber mit älteren Betriebssystemen kann es zu Komplikationen kommen.

Ebenfalls recht bekannt sind die sogenannten 56k-Modems. Sie benötigen einen freien PC-ExpressCard-Steckplatz. Da hier aber die Datentransferrate gering ist, ist ein 56-k-Modem eigentlich nur dort eine Alternative, wo Wi-Fi und High-Speed-Internet nicht zur Verfügung stehen. Viele 56k-Modems akzeptieren auch das Smartphone als Einwahlmedium ins Internet. Hier können Sie sogar telefonieren, während die Internetverbindung läuft.

Auch für das Notebook können Sie ein ISDN-Modem verwenden. Diese Internetverbindung funktioniert allerdings nicht ohne Kabel. Zuhause oder am Arbeitsplatz ist es aber eine echte Alternative zu mobilen Modemkarten für das Notebook. Mit wenigen Handgriffen wird aus den Notebook eine vollwertige ISDN-Kommunikationszentrale. Die Datenübertragungsrate liegt hier bei 240 Kilobit pro Sekunde. Angeschlossen wird ein ISDN-Modem über eine freie PCMCIA-Schnittstelle. Die Installation erfolgt im bequemen Plug & Play-Verfahren. Ihr Notebook erkennt das ISDN-Modem also automatisch.

Die 3G ExpressCard ermöglicht einen kabellosen Zugriff auf das Internet. Hier wird keine zusätzliche Modemkarte für das Notebook benötigt. Die Verbindung erfolgt via UMTS/HSDPA oder GPSR. Diese Verfahren ermöglicht eine Datenübertragungsrate im Internet, die dem DSL-Standard entspricht.

Unter einer 4G ExpressCard versteht man einen mobilen UMTS-WLAN-Router für unterwegs. Damit stellt man nicht nur eine Verbindung ins Internet her, sondern kann auch andere WLAN-fähige Geräte mit dem Notebook verbinden. Bis zu fünf verschiedene Geräte können mit diesem Router gleichzeitig online gehen.

Achtung: Mit der sogenannten XSBox®GO von 4G-Systems verfügt der Nutzer über einen persönlichen Hotspot. Es muss nur eine entsprechende SIM-Karte des eigenen Internetproviders eingelegt werden, und man ist unabhängig von kostenpflichtigen Hotspots.

Tipp: Wer häufig im Internet surft und das auch über das Notebook tun möchte, sollte sich eine Internetflatrate ohne Datentransferbegrenzung besorgen. So kann man unbegrenzt online sein und hat die Kosten immer unter Kontrolle.

Dieser mobile Router hat ein Gewicht von unter 100 Gramm und findet in jeder Notebook-Tasche Platz. Eine integrierte Firewall sorgt für die Datensicherheit. Die Software unterstützt Betriebssysteme ab Windows 7 beziehungsweise Mac OSX 10.4.9 oder höher und funktioniert nur mit einer Intel-Plattform von mindestens 667 Megahertz. Überzeugen Sie sich davon, dass Ihr Notebook diesen Voraussetzungen entspricht, bevor Sie das Gerät kaufen.

Das Modem im Stick – eine praktische Alternative bei fehlenden Steckplätzen

Wenn weder ein PCMCIA- noch ein ExpressCard Steckplatz zur Verfügung steht, bietet ein USB-Stick mit integriertem Funkmodem eine gute Alternative. So können Sie mit jedem Notebook auch von unterwegs problemlos auf das Internet zugreifen. Wie schnell das Surfen im Internet funktioniert, hängt dabei im Wesentlichen von dem jeweiligen Mobilfunkstandard ab. DSL-Übertragungsgeschwindigkeiten können durchaus erreicht werden, sodass das Notebook unterwegs genauso schnell im Netz arbeitet wie Zuhause mit einer Kabelverbindung.

Achtung: Um das Mobilfunknetz für das Internet zu nutzen, müssen Sie einen gültigen Mobilfunkvertrag oder eine aufgeladene Prepaid-Karte besitzen.

Surfen per WLAN – hier lauert oft eine Kostenfalle

Die Verteilung von offenen Zugriffspunkten (Hotspots) ist in Deutschland und in vielen europäischen Ländern fast flächendeckend vorhanden. Das bedeutet, der Zugriff auf das Internet per WLAN ist normalerweise überall möglich. Aber viele Hotspots sind kostenpflichtig. Bevor Sie sich also in ein solches Funknetz einwählen, sollten Sie klären, ob der Betreiber Gebühren dafür verlangt. In öffentlichen Gebäuden wie Bibliotheken oder einigen Hotels stehen meist kostenlose Hotspots zur Verfügung. Auch Zuhause kostet das WLAN-Verfahren nichts zusätzlich, vorausgesetzt, die notwendige Hardware wurde installiert und es gibt eine Internet-Flatrate, die alles abdeckt.

Praktisch ist WLAN aber nicht nur unterwegs, sondern auch in den eigenen vier Wänden. Mit dieser Technik können WLAN-fähige Geräte untereinander kommunizieren. Damit ist also zum Beispiel auch der drahtlose Zugang zu einem irgendwo im Haus platzierten Drucker möglich, wenn dieser im Funknetz angemeldet und freigegeben ist.

Das Smartphone als Notebook-Modem – eine einfache Lösung

Moderne Smartphones sind in der Regel mit einem integrierten GPSR-/UMTS-Modem ausgestattet. Steht am Notebook kein freier Kartenslot für eine Modemkarte zur Verfügung, kann ersatzweise auch das Smartphone die Aufgabe der Karte übernehmen. Dieser Vorgang wird als Tethering bezeichnet. Die Verbindung funktioniert sowohl mit einem Kabel zwischen Notebook und Handy als auch drahtlos per Funk oder mit einer Infrarotschnittstelle.

Wird WLAN verwendet, um eine Verbindung zwischen Smartphone und Notebook herzustellen, wird das Mobiltelefon in diesem Zusammenhang mit einer speziellen Software zu einem Hotspot umfunktioniert.

Achtung: Informieren Sie sich sehr detailliert über die entsprechende Software. Manche Programme bauen nur ein sogenanntes Ad-hoc-Netz auf. Hier wird die Verschlüsselung der Daten nach WEP spezifiziert. Dieser Standard ist inzwischen jedoch nicht mehr sicher. Besser ist es, wenn mithilfe der Software ein vollwertiger mobiler Hotspot erzeugt werden kann. Dann wird für die Datenverschlüsselung der wesentlich bessere WPA-2-Standard verwendet, der auch in modernen WLAN-Routern zum Einsatz gelangt. Mit dem WPA-2-Standard können übrigens auch mehrere Notebooks über ein Handy mit dem Internet verbunden werden.

Besonderheiten beim MAC

Wenn das Apple-Notebook über eine integrierte Modemkarte verfügt, wird die Wählverbindung ins Internet normalerweise mithilfe von PPP (Point-to-Point Protocol) hergestellt. Das funktioniert auch bei Internetanbietern, die keinen gesonderten Support für den MAC anbieten.

Zunächst einmal werden einige Daten des eigenen Internetanbieters benötigt, um den Zugang zum World Wide Web zu ermöglichen. Dazu gehören:

  • Der Benutzername
  • Das persönliche Kennwort
  • Die Telefonnummer für die Wählverbindung

Außerdem kann es sein, dass nach einer DNS-Serveradresse gefragt wird. Ihr Mobilfunkanbieter informiert Sie, wenn dies erforderlich sein sollte. Auch wenn Sie Konfigurationen normalerweise lieber manuell ausführen, bei Wählverbindungen sind individuelle IP-Konfigurationen nicht üblich. Verlassen Sie sich hier besser auf die automatische Konfiguration.

Wichtiger Hinweis: Bewahren Sie alle persönlichen Informationen Ihres Internetanbieters sicher und geschützt auf. So müssen Sie nicht jedes Mal neu nachfragen, wenn Sie Ihre Zugangsdaten erneut benötigen sollten.

Falls Sie für die Verbindung eine bestimmte Software Ihres Internetproviders benötigen, achten Sie darauf, dass sie kompatibel ist mit Mac OS X.

Mit dem Apple-USB-Modem mobil ins Internet

Apple hat für MacBook, MacBook Pro, iMac, Mac mini und Power Mac G5 ein eigenes USB-Modem entwickelt. Über den individuellen Einwähldienst des persönlichen Internetproviders kann so eine mobile Internetverbindung hergestellt werden, und zwar an jedem Ort.

Eine weitere Entwicklung von Apple, die den Zugang über ein Wi-Fi-Netzwerk ermöglicht, ist AirPortExpress. Sowohl im USB-Modem als auch im AirPortExpress Dienstprogramm ist ein Systemassistent für OS X integriert.

Übrigens: AirPortExpress funktioniert auch mit Windows Betriebssystemen. Eine entsprechende Anpassungssoftware kann auf der Apple-Homepage heruntergeladen werden.

Um AirPortExpress nutzen zu können, muss die Basisstation mit einem DSL- oder Kabelmodem verbunden werden. So richten Sie bequem ein eigenes Netzwerk ein, das Sie auch mobil nutzen können. Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, lassen sich über das AirPortExpress Dienstprogramm für iOS und OS X alle Apple-Geräte (zum Beispiel iPhone, iPod Touch oder Mac) kontrollieren und verwalten.

Für die Internetverbindung unterstützt AirPortExpress ein simultanes Dualband (802.11n Wi-Fi). Sie werden so automatisch immer mit dem leistungsstärksten verfügbaren Frequenzband verbunden.

Ob mit internen Notebook-Modemkarten, externen Anschlüssen via USB, WLAN oder Smartphone oder auch über Sonderlösungen für den Mac, das mobile Surfen im Internet ist kein Problem. Detaillierte technische Angaben entnehmen Sie den jeweiligen Produktbeschreibungen oder informieren Sie sich auf den Webseiten der Hersteller.

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