Einkaufsratgeber für Morganite – das sollten Sie beachten

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Einkaufsratgeber für Morganite – das sollten Sie beachten

Wegen ihrer rosa bis violetten Farbvarietät sind Morganite vor allem bei Frauen auf der ganzen Welt beliebte und gefragte Schmucksteine, die Zärtlichkeit, Charme, Ausgeglichenheit und Esprit ausstrahlen. Im Folgenden erfahren Sie, was für ein Stein Morganit genau ist, wo er hauptsächlich vorkommt und worauf Sie vor und nach seinem Kauf achten sollten, damit Sie sich langfristig an diesem wertvollen Stein erfreuen können. Morganite können Sie als Edelsteine oder in Schmuckstücke eingearbeitet erwerben. Da Morganite zunehmend auch in der Steinheilkunde eingesetzt werden, erfahren Sie auch etwas über seine Verwendung als Heilstein.

Was für Edelsteine sind Morganite?

Morganite zählen, wie beispielsweise auch grüne Smaragde und blaue Aquamarine, zur vielfarbigen Beryll-Gruppe, der sogenannten „Mutter aller Edelsteine“. Alle Berylle sind mineralstoffreiche Beryllium-Aluminium-Silikate. Für die charakteristischen Rosanuancen von Morganit sorgt in erster Linie Mangan, aber auch Spuren von Lithium und Cäsium können bei der Farbgebung beteiligt sein. Morganite werden in Farben von Blassrosa über Blassviolett bis hin zu hellen Orange- und selten auch Brauntönen gefunden. Die Farbe von Morganit kann durch Sonnenlicht und Hitze verändert werden. Der Farbwechsel findet bei ungefähr 400 Grad Celsius statt. Morganit kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem und bildet sechseckige, tafelige oder säulige Kristalle. Manchmal bilden sich auch körnige oder massige Aggregate, die mit Quarz verwechselt werden können. Morganit ist durchsichtig bis durchscheinend transparent und hat einen glasartigen Glanz. Seine Mohshärte liegt bei rund 7,5 bis 8 und seine Dichte zwischen 2,6 und 2,9 Gramm pro Kubikzentimeter. Die Strichfarbe ist Weiß. Der Bruch ist muschelig-spröde und die Spaltbarkeit unvollkommen.

Die Entdeckung des Morganit

Etwas kurios ist die Geschichte über die Entdeckung von Morganit. Die Erstentdeckung des Edelsteins, der heute unter dem Namen „Morganit“ gehandelt wird, ist nämlich nicht ganz eindeutig. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Russland zum ersten Mal Rosa Beryll entdeckt und nach dem Entdecker als Vorobieffit bezeichnet, was heute als cäsiumhaltige Beryllvarietät gilt, aber damals auch unter den Namen Rosterit, Rosenberyll und Rosa Smaragd in Umlauf gebracht wurde. Zur ungefähr gleichen Zeit ist ein Stein mit den Eigenschaften von Morganit auch in Afrika und 1908 in Madagaskar gefunden worden. Ein paar Jahre später wurde der erste Fund von Rosa Beryllen in den Pala-Pegmatiten in Südkalifornien publik. 

Ein Stein - viele Namen

Nach dem letztgenannten Fund gab der berühmte amerikanische Gemmologe Dr. George F. Kunz (Kunzit) den kalifornischen Steinen zu Ehren des amerikanischen Edelsteinsammlers und Bankiers John Pierpont Morgan den heutigen Namen „Morganit“. Manchmal wird Morganit auch heute noch Rosa Beryll genannt.Heute gilt als Typolokalität für Morganit das Gebiet Pala im San Diego County in Kalifornien und für Vorobieffit (Cäsium Beryll) die Lipovskaya Grube im Distrikt Rezh im Ural in Russland. Der Namenswirrwarr für den pinkfarbenen Beryll ist jedoch keineswegs abgeschlossen. Seit ungefähr 2006 gibt es seitens der New Yorker Pink Emerald Co. ernsthafte Bestrebungen, den Namen „Morganit“ durch „Pink Emerald“ zu ersetzen. 

Woher kommen Morganite heute?

Wie die anderen Berylle bildet sich Morganit magmatisch in Granit und Pegmatit oder hydrothermal in Greisen beziehungsweise Quarzgängen. Es wurden aber auch Steine gefunden, die sich metamorph in beispielsweise Gneis formten. Heutzutage findet man Morganit unter anderem in den USA, Brasilien, Afghanistan, China, Madagaskar, Pakistan, Namibia, Myanmar, Insel Elba, Tschechien und Russland. Hervorzuheben ist, dass seit Anfang 2000 fantastische Morganite aus Afghanistan auf den Markt gelangen, die nicht nur durch ihre Perfektion, Größe und Farbe überzeugen, sondern sich zudem mit schneeweißen Cleavelandit-Kristallen vergesellschaften.

Morganite kaufen

Morganit können Sie als losen Edelstein, als in ein Schmuckstück gefassten Stein oder auch als Heilstein kaufen.

Die Farbe ist entscheidend für die Qualität von Morganiten

Die Farbenpracht von Morganiten kommt erst ab einer gewissen Größe des Steins so richtig zur Geltung, was dafür spricht, vor allem bei Schmuck größere Steine in Betracht zu ziehen. Für die Qualitätsbeurteilung von Morganiten ist die Farbe Rosa das bedeutendste Kriterium, das heißt, reine, zarte Rosatöne sind am wertvollsten. Dieses Qualitätsmerkmal hat jedoch auch einen Haken. Denn zur Wertsteigerung werden oftmals farblich nicht perfekte oder solche mit einem Gelbstich einer Hitzebehandlung unterzogen, um einen schönen rosa Farbton zu erhalten. Es kann davon ausgegangen werden, dass viele der auf dem Markt befindlichen Morganite hitzebehandelt wurden, um ein attraktiveres Rosa zu bekommen. Jedoch sind die durch Hitze erzeugten Farben nicht dauerhaft beständig. Leider ist es beim Kauf fast unmöglich zu erkennen, ob ein Morganit hitzebehandelt wurde.

Wandelbare Farbenpracht

Morganite verfügen über Pleochroismus, was heißt, dass sie unter Kunstlicht, wie zum Beispiel Neonlicht oder Lampenlicht, in einer abgeänderten Farbe schimmern, oftmals in Blassrosa oder einem bläulichen Rosa. Zudem kann ein Morganit auch eine schwach lilafarbene Fluoreszenz aufweisen. Um die wirkliche Farbe eines Morganits festzustellen, muss man ihn unter neutralem Licht betrachten. Obwohl fast alle Morganite winzige Einschlüsse haben, sind Morganite jedoch in der Regel augenrein, das heißt, in einem Abstand von 15 cm sind die Einschlüsse mit bloßem Auge nicht sichtbar. Um die Einschlüsse zu erkennen, braucht man eine Lupe oder ein Mikroskop. Je reiner ein Stein unter der Lupe ist, umso höher ist sein Preis.

Vorsicht: Morganite können leicht verwechselt werden

Wegen der Farbähnlichkeit mit anderen Steinen besteht die Gefahr, dass Morganite mit anderen rosa Steinen wie Rosa Turmalin, Kunzit, Topas in Pink und Rosa Saphir sowie manchmal auch mit Calcit oder Rosenquarz verwechselt werden können. Um Verwechslungen mit diesen ähnlichen rosafarbenen Mineralien auszuschließen, kann der mineraleigene Dichroismus herangezogen werden. Außerdem erscheint Morganit unter Röntgenstrahlen rot. Auch Fälschungen von Morganit sind nicht selten. So existieren auch Imitationen aus Glas und synthetischem Spinell, die leicht mit Morganit verwechselt werden können. Wer einhundert Prozent sicher sein will, dass er einen echten Morganit in Händen hält, dem empfiehlt sich auf jeden Fall, ein gemmologisches Gutachten erstellen zu lassen.

Edel, elegant und märchenhaft: Morganite in Schmuckstücken verarbeitet

Wegen seines zarten glänzenden Rosa und aufgrund seiner vortrefflichen Trageeigenschaften ist der Morganit als Edelstein für Schmuckstücke äußerst beliebt. Er lässt seine Trägerin wie eine echte Prinzessin aussehen. Für die Schmuckverarbeitung sind für durchsichtige und durchscheinende Morganite Facettenschliffe, von Brillant- über Oval- bis hin zu Treppenschliffe üblich. Bei Facettenschliffen werden viele kleine, glattpolierte Flächen, sprich Facetten geschliffen, die es ermöglichen, dass das in den Edelstein eintretende Licht reflektiert, gebrochen und farbig aufgespalten wird. Undurchsichtige Morganite werden vorzugsweise zu Cabochons, also runden oder ovalen Schmucksteinen, geschliffen. Aufgrund der gut kombinierbaren Farbe werden Morganite in fast alle auf dem Markt befindliche Edelschmuckmetalle gefasst. Sei es in Ringe, Ketten, Armbänder, Ohrringe, Ohrstecker oder Ohrhänger. Ob zum Beispiel in Gelbgold, Rotgold, Weißgold oder Platin gefasst - der Morganit gibt jedem Schmuckstück eine individuelle extravagante Note. Außerdem finden auch Strangketten aus Morganit immer mehr Anhängerinnen.

Morganite als Heilsteine immer beliebter

Morganite gewinnen in der Steinheilkunde immer mehr an Bedeutung. Morganit soll den grauen Alltag rosa erscheinen lassen, weil sein Anblick heiter stimmt. Kein Wunder also, dass er in der Natursteinheilkunde auch für typische Managerkrankheiten eingesetzt wird, weil er ein angenehmes Gefühl von Entspannung, Ruhe, Muße, Beschaulichkeit und Lebensfreude vermitteln und somit helfen soll, die Schattenseiten der leistungs- und erfolgsorientierten Gesellschaft besser zu ertragen. Er soll Stress lindern und dessen Folgeerscheinungen wie beispielsweise Nervenleiden, Herzbeschwerden und Gleichgewichtsstörungen mindern können. Zur Besserung der seelisch-mentalen Einstellung soll der Stein ruhig betrachtet werden oder regelmäßig aufs Herz aufgelegt werden, wozu sich zum Beispiel eine Kette mit Steinanhänger eignet, bei der der Stein direkten Hautkontakt hat. Morganit kann problemlos über längere Zeit direkt auf der Haut getragen werden.

Als Heilstein eignen sich Schmuckstücke, Stranghalsketten oder auch die etwas günstigeren und mittlerweile gut verfügbaren Trommelsteine aus Morganit, weil diese eine angenehme glatte Oberfläche besitzen. Man kann aber einfach auch nur einen Trommelstein als sogenannten Handschmeichler in seiner Hosen- und Jackentasche bei sich haben, den man ab und zu in die Hand nimmt. In der Steinheilkunde wird der Morganit auch bei körperlichen Beschwerden eingesetzt, so zum Beispiel bei Blasenentzündung, Bandscheibenschäden oder allgemein zur Muskelentkrampfung. Hier werden die Morganite auf die erkrankten Körperteile aufgelegt. Dies wird so oft wiederholt, bis man eine Besserung spürt. An dieser Stelle soll jedoch darauf hingewiesen werden, dass Therapien mit Steinen zunehmen, aber bisherige Erfolge nur wenig oder nicht wissenschaftlich belegt sind.

So kann man sich lange an Morganiten erfreuen

Morganit ist wie alle rosa und rote Berylle sehr wärmeempfindlich. Erhitzen des Steins kann dazu führen, dass sich Risse im Morganit bilden. Und wenn der Stein danach zusätzlich noch mit Kälte abgeschreckt wird, kann er regelrecht zerspringen. So sollte ein Schmuckstück mit Morganit zum Beispiel bei einem Saunabesuch immer abgenommen werden. Das Gleiche gilt für intensive Sonnenbäder. Bei zu starker Sonneneinstrahlung kann der Morganit an Farbe verlieren. Des Weiteren werden Morganite durch diverse Chemikalien matt, weshalb Ringe mit einem Morganit vor dem Hantieren mit chemischen Stoffen ausgezogen werden sollten. Das gilt auch vor dem Putzen und Spülen. Darüber hinaus ist Morganit trotz seiner Härte stoßempfindlich.

Reinigung

Von Zeit zu Zeit sollten Morganite gereinigt werden. Gerade jene, die als Heilstein getragen werden, verunreinigen sich mit Hautfett, Cremeresten und Schmutzpartikeln. Die Reinigung kann ganz einfach mit reinem und kalkfreiem Wasser ohne irgendwelche Zusätze erfolgen. Heilsteine kann man morgens oder abends in, aber niemals zur Mittagszeit, in die Sonne legen, damit sie sich neu mit Energie aufladen können.

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