Einkaufsratgeber für Kühlergrill, Frontgrill und Sportgrill

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Einkaufsratgeber für Kühlergrill, Frontgrill und Sportgrill

Während der Fahrt entstehen in einem leistungsfähigen Auto hohe Temperaturen. Damit Sie bei der Ausreizung seines Potenzials nicht Gefahr laufen, Schäden zu verursachen, ist eine umfassende Kühlung notwendig. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Systems ist der Kühlergrill. Im vorliegenden Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte zu seiner Funktionsweise und seiner markanten optischen Qualität.

Um die Vorteile der einzelnen Modelle besser abschätzen zu können, erhalten Sie zunächst einen Einblick in Aufbau und Arbeitsweise der Kühlung. Anschließend erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf eines Grills besonders achten sollten. Ein Überblick über die Unterschiede zwischen Modellen verschiedener Hersteller rundet die Einführung ab.

Aufbau und Funktionsweise eines Kühlers

Kühlsysteme dienen der Wärmeabfuhr in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Die Kühlung verhindert, dass sich zu viel Wärme in Brennraum und Zylinder ansammelt. Eine zu starke Erhitzung im Motorraum würde zu schweren Beschädigungen führen. Hierzu zählen das Austrocknen von Schmiermitteln mit anschließendem Verbrennen der Ventile ebenso wie Motorschäden.

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten der Kühlung, die der Anschaulichkeit halber kurz erläutert werden.

1. Die Luftkühlung

Diese Variante wird bei Fahrzeugen genutzt, deren Motoren wenig Hitze produzieren. Hierzu zählen vorrangig Motorräder. Die Kühlung erfolgt durch den Fahrtwind, der zum Motor geleitet wird.

Ist der Geschwindigkeit wie bei einem Moped geringer, genügt der Fahrtwind zur Kühlung nicht aus. In diesem Fall sind zusätzliche Gebläse oder Lüfter verbaut. Bei einigen Autos verwendet man diese Art der Kühlung ebenfalls. Bekannte Vertreter sind der VW-Käfer, der Citroën 2CV und die alten Modelle des VW-Busses.

Die Bündelung der Luft auf den Motor erfolgt mittels Leitblech. Zur zusätzlichen Wärmeabgabe sind Zylinder und Zylinderköpfe mit Kühlrippen ausgestattet. Sie vergrößern die Oberfläche des Motors und begünstigen die Wärmeabgabe. Von Thermostaten gesteuerte Klappen sorgen dafür, dass bei geringeren Außentemperaturen schnell der optimale Arbeitsbereich erreicht wird. Eine zusätzliche Kühlung des Motoröls ist ebenfalls möglich. Es wird durch ein Röhrensystem durch einen Windkanal gepumpt.

Die Luftkühlung hat zahlreiche Vorteile. Der erste besteht in geringem Gewicht und der einfachen Bauweise. Sie erlauben den Verkauf zu geringen Preisen. Der Betrieb der Geräte erfolgt über lange Zeit zuverlässig. Für Militärfahrzeuge ist die höhere Unempfindlichkeit gegen Beschuss interessant. Gegen Einfrieren bei niedrigen Temperaturen sind die Motoren ebenfalls geschützt.

Nachteile werden im Geräuschpegel offenbar. Bei normaler Arbeitsauslastung ist sie sehr hoch. Abgaswerte hält man mit Luftkühlungen nur schwerlich ein. Die Thermik ist in bestimmten Leistungsbereichen überdies mangelhaft.


2. Die Kühlung mit Flüssigkeit

Im Folgenden lernen Sie die für den PKW wichtigste Form der Kühlung kennen. Dabei erhalten Sie Informationen zur genauen Funktionsweise und den Vorteilen. Bei der Auswahl eines Kühlergrills dienen sie Ihnen als erste Orientierungshilfe.

Grundlagen und Vorteile der Flüssigkeitskühlung

Die meisten Viertaktmotoren arbeiten mit Flüssigkeitskühlungen. Das dabei verwendete Mittel ist in den meisten Fällen ähnlich hergestellt. Es handelt sich um eine Mischung aus Wasser-, Korrosions- und Frostschutzmittel. Gegenüber der Luftkühlung ergeben sich dabei einige entscheidende Vorteile.

Der Wärmetransport über Wasser erfolgt gleichmäßig. Darüber hinaus ist der Abtransport einer größeren Wärmemenge möglich. Zum Aufrechterhalten des Kühlkreislaufs arbeitet man mit Überdruck. Damit sind Kühltemperaturen von bis zu 115°C möglich. Zum Schutz des Systems trägt ein Überdruckventil bei. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass weniger Leistung als bei den Gebläsen der Luftkühlung benötigt wird. Die Kühlung per Flüssigkeit sorgt weiterhin dafür, dass die Temperaturunterschiede zwischen verschiedenen Motorteilen gering bleiben. Damit werden unverhältnismäßige Formänderungen verhindert. Die Leistungsdichte bleibt gleich. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Geräuschdämmung der Flüssigkeit.

Flüssigkeitskühlungen bestehen in den meisten Fällen aus Aluminium. Sie befinden sich an der Vorderseite des Fahrzeugs. Die Abkühlung der Flüssigkeit erfolgt durch den eintreffenden Gegenwind. Die Weiterleitung des Kühlmittels erfolgt durch ein Pumpsystem, das die Kühlflüssigkeit durch einen Schlauch leitet. Die Kühlung bleibt bei langsamen Geschwindigkeiten gewährleistet.

Wie genau funktioniert eine Flüssigkeitskühlung?

Um ideal an der Wärmeabgabe mitarbeiten zu können, hat der Kühler eine möglichst große Oberfläche. Er befindet sich zwischen den Scheinwerfern. Die zu den Klimaanlagen gehörenden Kondensatoren befinden sich vor dem Kühler. Elektronisch betriebene Lüfter befinden sich davor und dahinter. Auch bei langsamer Fahrt wird damit Luftzirkulation ermöglicht.

Der Antrieb der Flüssigkeitspumpe erfolgt über Zahn-, Keil- oder Keilrippenriemen. An der Vorderseite mancher Kühler ist eine Jalousie angebracht. Man kann Sie vom Fahrersitz aus schließen. Im Winder regelt man damit die Temperatur im Motorraum herauf.

Die Regulierung von Kühlkreislauf und Motortemperatur erfolgt über ein Thermostat. Sein Ventil wird erst geöffnet, sobald der Motor seine Betriebstemperatur von etwa 75°C erreicht hat. Die Zirkulation der Flüssigkeit bleibt in diesem Fall auf Wasserpumpe, Heizungswärmetauscher und Motor beschränkt. Öffnet sich das Ventil, wird der Hauptwasserkühler angeschlossen. Erst damit beginnt die eigentliche Kühlung.

Der Lüfter aktiviert sich erst bei einer Grenze von etwa 90°C. Voraussetzung hierfür ist, dass die Fahrtgeschwindigkeit gering genug ist. Bei bestimmtem elektrischen Verschaltungstypen kann es passieren, dass der Lüfter nach dem Abschalten noch eine kurze Zeit läuft.

Ein weiterer Bestandteil des Kühlsystems ist der Ausgleichsbehälter. Dieses auch als Ausdehnungsgefäß bezeichnete Bauteil hat die Aufgabe, den Druck im System auszugleichen. Dieser entsteht, da sich das Kühlmittel bei Erwärmung ausdehnt. Er nimmt überschüssiges Kühlmittel auf und gibt es bei Bedarf wieder ab. Je höher der Druck im System ist, desto höher steigt der Siedepunkt der Kühlflüssigkeit.

Welche Nachteile können bei der Nutzung einer Flüssigkeitskühlung auftreten?

Nimmt die Außentemperatur im Winter sehr geringe Werte an, kommt es zum Einfrieren des Kühlmittels. Die damit einhergehende Ausdehnung führt im schlimmsten Fall dazu, dass der Motorblock platzt. Um dies zu verhindern, ist die Verwendung von Frostschutzmitteln notwendig. Man gibt sie direkt ins Kühlwasser. Frostschutzmittel schützen auch vor Rost.

Die Komplexität der Technik birgt die Gefahr verschiedener Defekte. Ein undichter Kühlmittelkreislauf senkt die Effektivität der Anlage ebenso wie fehlerhaft funktionierende Wasserpumpen, beschädigte Riemen oder defekte Thermostate. Eine Fehlerursache kann sich entsprechend aufwendig gestalten.

Weitere Beeinträchtigungen treten auf, wenn die Innenraumheizung bei defektem Thermostat oder Lüfter auf hoher Gebläsestufe verwendet wird. Da das warme Kühlwasser in diesem Fall für die Heizung verwendet wird, gehen dem Motor große Wärmemengen verloren.


3. Die Ölkühlung

Man verwendet die Technik der Ölkühlung bei Elektrogeräten. Die Verwendung von Öl ist notwendig, da Wasser elektrisch leitet. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Verbrennungsmotoren. Dabei nutzt man das bereits im Kreislauf sich befindende Schmieröl zur Kühlung von Zylinderbuchsen und -köpfen. Man verwendet sie überdies zur Wärmeabfuhr bei Kurbelgehäusen.

Welche Aufgabe hat der Kühlergrill?

Der Kühlergrill ist ein optisch markantes Bauteil eines Kraftfahrzeugs. Das als Grill bezeichnete Gitter befindet sich an der Front. Seine Funktion bestand ursprünglich darin, Schmutz und Steine von der Beschädigung des Kühlers abzuhalten. Schmutz würde die Kühlerleistung durch Verstopfung der Lamellen beeinträchtigen. Einschlagende Steine können zu Lecks in den Kühlrippen führen.

Bei modernen Autos befindet sich der Lufteinlass in der Regel unter dem eigentlichen Kühlergrill. Daran wird schnell ersichtlich, dass es sich bei ihnen überwiegend um optische Gestaltungselemente handelt. Ein Kühlergrill trägt maßgeblich zum individuellen Design eines Fahrzeugs bei. Eines der bekanntesten Kühlergrill-Modelle ist die BMW-Niere. Die Ausführung von Audi heißt Single-Frame.

Kühlergrills zeichnen sich trotz ihrer betont optischen Qualität noch immer durch ihre Funktionalität aus. Sie sorgen nicht nur dafür, dass Luft zur Kühlung des Flüssigkeitskreislaufs eingelassen wird. Sie haben überdies einen großen Anteil an den aerodynamischen Eigenschaften eines Autos. Luftwiderstand und Kraftstoffverbrauch werden direkt durch Ausmaße und Form des Kühlergrills beeinflusst. Zur Verbesserung der Eigenschaften verfügen einige Grills über Klappen, die sich bei höheren Geschwindigkeiten schließen.

Worauf sollten Sie beim Kauf eines Grills achten?

Das wichtigste Kriterium ist die Kompatibilität mit Ihrem Auto. Da Motorgrills herstellerspezifisch sind, ist die Auswahl entsprechend eingeschränkt. Sie können nur einen Grill auswählen, der in der Form dem ihren entspricht. In Zweifelsfällen wenden Sie sich an den Hersteller. Auf vielen Seiten finden Sie die Bezeichnungen Sportgrill und Frontgrill. Die Bezeichnungen stehen für dasselbe Bauteil. Mit Front wird nur explizit auf die Position hingewiesen. Als Sportgrill bezeichnet man Modelle aus der Tuning-Szene.

Auf eBay finden Sie viele verschiedene Modelle namhafter Hersteller. Anbei sehen Sie einige Beispiele:

Eine wichtige Rolle spielt der Farbe. Wollen Sie mit Ihrem Grill optische Akzente setzen, wählen Sie eine schwarze Ausführung. Sie können sie überlackieren. Ein besonders edles Design kreieren Sie mit Chrom- und Carbongrills.

Beim Material sollten Sie zu ABS-Kunststoff greifen. Das Material findet aufgrund seiner sehr guten Eigenschaften auch bei der Herstellung von Front-, Heck- und Seitenschürzen Anwendung. Es ist bei gleichzeitiger Elastizität höchst widerstandsfähig. Mechanische Einwirkungen kann es bis zu einem gewissen Grad kompensieren. Darüber hinaus ist es resistent gegen Zersplitterungen.

Um eine Eintragung beim TÜV müssen Sie sich nicht kümmern. Da es sich bei einem neuen Grill nur um einen Ersatz für ein serienmäßiges Bauteil handelt, ist kein Besuch bei der Zulassungsstelle notwendig. Sie müssen ihn nur einbauen, um direkt im Anschluss damit fahren zu können. Die Montage ist unkompliziert. Sie tauschen ihn gegen Ihren Seriengrill aus. Nutzen Sie zur Montage die bereits vorhandenen Befestigungspunkte. Sind Sie sich unsicher, lassen Sie die Montage in einer Werkstatt vornehmen.

Besonders beliebt sind Kühlergrills ohne Emblem. Sie geben dem Fahrzeug einen besonders individuellen Anstrich. Ein optisch ansprechender Kühlergrill lässt sich mit weiteren Zubehörteilen ergänzen. Werten Sie Ihr Auto durch die Montage von Front-, Heck- und Seitenschürzen auf. In Verbindung mit einer Tieferlegung gewinnt es dadurch eine ganz neue optische Qualität.

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