Einkaufsratgeber für Festplattenkühler

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Einkaufsratgeber für Festplattenkühler

Der reibungslose Betrieb eines Festplattenkühlers sichert die Arbeitsgrundlage Ihres Computers

Eine der Hauptkomponenten jeden Rechners ist die Festplatte. Dabei handelt es sich um ein Speichermedium, das sich aus mehreren Bestandteilen zusammensetzt: einem Schreib- und Lesekopf, drei Magnetscheiben und einem metallenen Gehäuse.

 
Die Festplatte als eine der Hauptkomponenten eines Computers

Neben diversen anderen Elementen wird es im Innenraum des Computergehäuses installiert und mit einer entsprechenden Verkabelung versehen. Die unterschiedlichen Bauteile werden als Hardware bezeichnet und ist die technische Basis für die Software, also von Betriebssystemen und Programmen, die dank der Speichertechnik auf entsprechendem Material abgelegt sind. Im Falle der Festplatte handelt es sich meist um Magnetscheiben, die über die gesamte Datenmenge verfügen. Der umgangssprachliche Ausdruck Festplatte leitet sich ab aus der festen Anbringung dieser Magnetteile. Alternativ kennt die Computertechnik auch sogenannte „Wechselplatten“, die extern anzuschließen sind. Die magnetischen Scheiben werden mit Laser ausgelesen und die so ermittelten Daten weitergeleitet.

Warum Festplattenkühler?

Während des Betriebs der Festplatte rotieren die magnetischen Scheiben, was naturgemäß zur Abgabe von Wärme führt. Diese steigt im Innenraum als sogenannter „Airflow“ nach oben. Ein Effekt, der auch Kaminbenutzern bestens vertraut ist. Da nun kalte Luft den physikalischen Gesetzen nach stets am Boden bleibt, sucht sich die gesammelte Warmluft einen Weg nach draußen. Das heißt innerhalb eines größtenteils verschlossenen PC-Gehäuses: nach oben. Dort entweicht die Warmluft schließlich durch kleinere Öffnungen, aber längst nicht genug, um im Gehäuse für eine angemessen niedrige Temperatur zu sorgen. Je leistungsstärker der Computer nun ist, desto intensiver drehen sich demnach die Scheiben. Da jene in ihrer Bedeutung als Speichermedium unerlässlich für das Funktionieren des Rechners sind, ist an diesem neuralgischen Punkt besondere Vorsicht geboten. Denn nimmt die Festplatte Schaden, ist der gesamte Ablauf der Prozesse gestört oder gleich ganz unterbrochen. Je stärker sie aber rotieren und desto mehr Wärme sie produzieren, umso stärker vergrößert sich auch die Masse der Warmluft. Bald schon ist der Punkt erreicht, an dem diese nicht ohne Auswirkung auf die verbaute Hardware bleibt. Die Folgen sind nicht ungefährlich.

Als warnendes Beispiel mag eine Lampenfassung aus Kunststoff dienen: Wird diese mit einer deutlich über dem angegebenen Grenzwert liegenden Glühbirne ausgerüstet, so entstehen schon nach kurzer Zeit erste Schmorstellen. Diese weiten sich rasant aus zu Abschmelzungen des Kunststoffs, bis im schlimmsten Fall die gesamte Lampe in Flammen aufgeht. Anlass für eine derartige Komplikation ist der unsachgemäße Einsatz einer für die Technik der Lampe zu starken Glühbirne. Die Folgen sind verheerend - und vermeidbar, wenn eine passende Lichtquelle Verwendung gefunden hätte. Eine Überstrapazierung des Möglichen führt zum Zusammenbruch – dieses Szenario gilt auch für auch Rechner. Die Wärmeabgabe der arbeitenden Hardware-Komponenten ist an der Festplattengröße und der zugehörigen Kühlung orientiert. Ändern sich die Werte der Arbeitsleistung, so ist der Kühlungsaufwand entsprechend anzupassen. Für Sie als Computernutzer gilt es an diesem Punkt, die – natürlich jederzeit mögliche und nicht grundsätzlich bedenkliche – Aufrüstung durch eine Überwachung der Temperatur zu kontrollieren und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.

Kühlung tut not: Festplatten brauchen Pflege und Wartung

Festplattenkühler unterscheiden sich grundlegend in der Bauweise und im Leistungsvermögen. Je stärker der Rechner in Anspruch genommen wird, etwa im 24-Stundenbetrieb oder bei aufwendigen Anwendungen im Multimediabereich, desto mehr wird logischerweise die Festplatte in Anspruch genommen. Um die Erwärmung der Magnetscheiben zu kontrollieren und einem Ausfall vorzubeugen, verfügt der PC über ein spezielles Programm zur Überwachung der Betriebstemperatur. Sollten die Durchschnittswerte alarmierend hoch sein, so meldet das Betriebssystem eine Gefahrensituation. Denn eine erhöhte Temperatur ist auch für andere Bauteile, etwa die Grafikkarte, von immenser Bedeutung. Dabei muss festgehalten werden, dass eine gewisse Wärmeabgabe natürlich unvermeidbar ist und keiner gesonderten Maßnahme bedarf. Allerdings sind schnell Extremsituationen erreicht, die den Einsatz einer zusätzlichen Kühlung notwendig machen.

Informieren Sie sich erst über Ihre PC-Konfiguration!

Unabhängig vom nachträglichen Einbau einer temperatursenkenden Zusatzhardware erweist sich in vielen Fällen vor allem die fehlende Kenntnis über den Umfang der PC-Leistung als Schwachstelle. Nutzer eines PCs sollten daher immer über die wesentlichen technischen Grundlagen und Voraussetzungen der Software verfügen. Ein Ungleichgewicht zwischen Hard- und Software führt leicht zu irreparablen Schäden bzw. zu ständiger Auslastung und daraus folgenden Systemabstürzen. Problematisch wirkt sich im Falle einer Überhitzung auch die nicht unerhebliche Brandgefahr aus. Um diesen Eventualitäten vorzubeugen, steht die Auswahl einer auf Ihren Rechner zugeschnittenen Kühlung an erster Stelle. Dabei gilt es, das Spektrum der an Ihrem PC durchgeführten Arbeitsschritte zu ermitteln und sich einen ungefähren Überblick zu verschaffen. Im Anschluss kann an einem Durchschnittswert orientiert die richtige Festplattenkühlung ausfindig gemacht werden.

Finden Sie den optimalen Festplattenkühler: Drei ganz unterschiedliche Klassen bieten sich an

Gemäß der Fähigkeiten des eigenen Rechners ist die Auswahl eingeschränkt bzw. ausgerichtet an einer bestimmten Leistungsstärke. Für den Standardbetrieb ist meistens gar keine Festplattenkühlung erforderlich. Die Temperatur im Inneren des Gehäuses übersteigt bei normaler Nutzung kaum die kritische Marke. Wenn Sie etwa regelmäßig Schreibprogramme nutzen und gelegentlich im Internet surfen, ist die Notwendigkeit einer gesonderten Kühlung wahrscheinlich nicht gegeben. Darüber hinaus stehen je nach Bedarf drei gängige Typen von Festplattenkühlern zur Verfügung, die mit ihren Stärken und Schwächen im Folgenden beschrieben werden.

Typ 1: die externe Kühlung

Beim ersten Typ der Festplattenkühler handelt es sich um eine außen am Gehäuse anzubringende Konstruktion. Sie verfügt über zwei oder drei Rotoren und leitet die angesaugte kühle Luft weiter in den Innenbereich. Da die Installation recht problemlos und ohne Aufschrauben des Gehäuses zu erledigen ist, gilt diese Variante als relativ unkomplizierte Art der Anbringung eines Festplattenkühlers. Allerdings auch als die Lauteste, schließlich wird die entstehende Geräuschkulisse durch kein Gehäuse gedämpft. Je nach Empfindlichkeit des Nutzers kann es hier zu erheblichen Beeinträchtigungen der Konzentration kommen - ein Faktor, der bei der Auswahl des passenden Modells für das Büro oder private Arbeitszimmer leicht übersehen wird. Vorteilhaft wirkt sich hingegen das Einsparen eines Einbauschachts aus, was die Variabilität in Sachen Hardware-Erweiterung erhöht.

Bei diesem Festplattenkühler stellt sich im Zweifel allerdings die Frage nach dem physikalischen Sinn: Unbedingt ist darauf zu achten, dass die Vorrichtung bei den vertikalen Gehäusen, den „Towern“, im unteren Bereich befestigt wird. Sollte sie weiter oben angebracht werden, trifft die zugeführte Luft im Innenraum unweigerlich auf die von unten aufsteigende Warmluft und vermischt sich mit ihr. Eine ungünstige Zirkulation entsteht, die im schlechtesten Fall zu einer Erhöhung der Temperatur führt – damit wäre der Festplattenkühler in seinem Nutzen hinfällig. Zudem ist jene Öffnung, über die viele Rechner zwecks Standardlüftung verfügen und an deren Außenseite die Apparatur montiert wird, eine gitterartige und dementsprechend den Luftstrom – zumindest in Maßen – beeinträchtigende. Je nach Bauweise fällt sie größer oder kleiner aus.

Typ 2: die interne Kühlung

Mit dem zweiten Typ der Festplattenkühler ist die wohl populärste Version beschrieben: die interne Kühlung. Nach erfolgtem Einbau in den entsprechenden Schacht versieht die Maschine ihren Dienst verhältnismäßig geräuscharm. Der große Vorteil ist im direkten Zugriff der Kühltechnik auf die Festplatte zu sehen. Da der Kühler unmittelbar im Schacht unter oder über der Festplatte sitzt, profitiert diese auch von der maximalen Arbeitsleistung des Kühlers. Je nach Anspruch lässt sich die Drehzahl regulieren, was wiederum einen stromsparenden Effekt zeitigt. Denn durch die günstige Lage ist von vornherein weniger Luft zur Kühlung nötig. Zudem fällt die nicht ganz ungefährliche Zirkulation im Innenraum komplett weg. Auch bleiben die weiteren Komponenten der Hardware vom Luftstrom verschont, der Einsatz ist auf diese Weise zielgenau und effizient. Ein ästhetisches Plus stellt die durch den internen Einbau nicht gegebene Beeinträchtigung der Außenseite dar. Dennoch gilt es auch in diesem Fall auf kleinere Nachteile hinzuweisen: Zum einen wird durch den internen Standort bereits erwärmte Luft vom Festplattenkühler angesaugt und gekühlt, was eine etwas schlechtere Ausgangssituation im Gegensatz zur kühleren Außenluft des ersten Typs darstellt. Zum anderen belegt die interne Bauweise einen Einbauschacht, der an anderer Stelle fehlen kann – etwa beim Nachrüsten des Rechners mit einem weiteren Laufwerk.

Typ 3: extern, aber mit Anpassungen

Diese Festplattenkühler stellen eine leicht abgewandelte Variante des ersten Typs dar. Sie tun das insofern, als dass die Art der Installation im Außenbereich derjenigen des ersten Typs entspricht, allerdings ohne das bereits im Gehäuse eingelassene Gitter auskommt. Der Aufwand vergrößert sich in diesem Fall durch eine erst zu schaffende Öffnung. Diese wird dann mit einem Rahmen, auf den der Festplattenkühler montiert ist, am Gehäuse angebracht.

Einfache Handhabung mit großem Effekt: Festplattenkühler bestellen und selbst montieren

Für die beschriebene interne Variante des Festplattenkühlers ist das Aufschrauben der älteren Gehäuse mit einem Schraubenzieher nötig, bei aktuellen PCs reicht die Betätigung des Klickmechanismus. An der Innenseite der Rückwand befinden sich mehrere Schächte, die genormt sind und den Festplattenkühler aufnehmen. Dank mitgelieferter Schrauben gelingt die Fixierung ohne großen Aufwand. Bei der externen Variante wiederholt sich der Vorgang des Schraubens, allerdings braucht das Gehäuse nicht geöffnet zu werden. Sind die grundlegenden Informationen über Beanspruchung, Bau- und Funktionsweise sowie die damit einhergehenden Vor- und Nachteile der Festplattenkühlung erst einmal verinnerlicht, sollte der fundierten Kaufentscheidung nichts mehr im Wege stehen. Im reichhaltigen Sortiment von eBay finden sich Angebote verschiedener Kategorien, die alle Präferenzen bedienen.

 
 

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