Einkaufsratgeber für FM-Transmitter für iPods und MP3-Player

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Einkaufsratgeber für FM-Transmitter für iPods und MP3-Player

Ein FM-Transmitter ermöglicht es, Musik über einen iPod oder MP3-Player auf ein Radio zu streamen – und das ohne Kabel. Die Abkürzung FM steht im Englischen für die Ultrakurzwelle UKW. Die Musik wird über den kleinen Mini-Radiosender in dem Gerät an einen freien UKW-Sendeplatz gesendet.

Wie funktioniert die Verbindung von FM-Transmitter und MP3-Player?

Der MP3-Player oder iPod muss zunächst mit dem FM-Transmitter verbunden werden. Dazu stehen zum einen Klinkenstecker oder der spezielle Systemanschluss für den iPod zur Verfügung. Der Transmitter überträgt die Daten des Abspielgeräts dann ohne Kabel an einen freien Sendeplatz des Radios. Am besten suchen Sie sich hier einen Sendeplatz im unteren Spektrum des UKW-Senderaumes aus. Die Sender liegen bei 88 bzw. bei 108 MHz und werden von den meisten Radiosendern ignoriert. Schließlich müssen Sie nur noch das Radio auf die eingestellte Frequenz umschalten. Um sich die ständige Suche nach dem passenden Sender zu ersparen, können Sie die FM-Transmitter-Frequenz direkt auf dem Radio abspeichern. Bei der Suche nach einem freien Sender hilft Ihnen ein automatischer Sendersuchlauf, der aber bereits auf dem FM-Transmitter vorhanden sein muss.

FM-Transmitter streamt Ihre Musikbibliothek an das Autoradio

Der FM-Transmitter ist die ideale Möglichkeit für Autofahrer, ihre Lieblingsmusik im Auto vom MP3-Player zu hören, auch wenn das Autoradio nicht mit dem geeigneten Anschluss versehen ist. Vor allem bei älteren Radios fehlen Line-In-Eingang oder USB-Anschlüsse. Auch bei den Systemen, die direkt vom Hersteller verbaut werden, sind die Anschlüsse entweder nicht vorhanden oder die Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite. Laien trauen sich oftmals nicht an den Umbau des Autoradios heran. Ein FM-Transmitter schlägt hier eine Brücke. Eine Alternative zum FM-Transmitter sind Kassetten-Adapter. Doch nur die wenigsten Autoradios sind heute noch mit der veralteten Kassettentechnik ausgestattet.

FM-Transmitter mit Anschlussmöglichkeit an den Zigarettenanzünder des Autos

Beim Kauf eines FM-Transmitters für das Auto ist es wichtig, darauf zu achten, wie sich der Minisender einbauen lässt. Die meisten Transmitter werden mit einer austauschbaren Batterie betrieben. Insgesamt lässt sich so ein Betrieb von 30 Stunden sicherstellen. Um das Gerät aber länger nutzen zu können, ist eine zusätzliche Stromquelle nützlich.

Um den Transmitter mit Strom zu versorgen, lohnt es sich, nach einer Variante mit einer Anschlussmöglichkeit an den Zigarettenanzünder zu suchen. Eine alternative Anschlussform ist die Verbindung per USB, denn auch dann lässt sich das Gerät über einen speziellen Adapter über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgen. Ein zusätzlicher Betrieb über Batterien ist dann praktisch, wenn Sie den Transmitter auch am Küchen-Radio oder an anderen Orten nutzen wollen. Achtung: Wenn Sie die Stromversorgung über den Zigarettenanzünder wählen, können Sie den Sender nicht näher an die Autoantenne positionieren.

Welche Funktionen sollte der FM-Transmitter unbedingt besitzen?

Neben dem automatischen Suchlauf, der die Suche nach einem freien Sendeplatz vereinfacht, sollte der FM-Transmitter auch mit anderen Funktionen ausgestattet sein. Geräte mit einem integrierten Sendespeicher sind besonders praktisch. Der hohe Komfort kostet allerdings auch mehr. Diese Varianten sind vor allem für Autofahrer interessant. Denn sobald sich die Frequenz verschlechtert, wechselt das Gerät auf die nächste und bessere Frequenz.

Wichtige Funktionen für einen guten Klang: Das sollte der Transmitter können

Bei einigen Geräten lässt sich vom Stereoklang auf Mono umschalten. Das ist vor allem bei Störungen wichtig. Denn Sie dürfen nicht vergessen: Der Klang ist analog und damit auch nicht frei von Störungsgeräuschen. Zwar ist der Monoklang für Musikliebhaber nicht die optimale Lösung, für gesprochene Beiträge und Hörbücher reicht der Sound aber durchaus aus. Generell ist der Klang, der mit einem solchen Transmitter erzeugt wird, nicht mit dem HiFi-Sound der eigenen Stereoanlage zu vergleichen. Zu den wichtigen Funktionen für einen FM-Transmitter gehört auch ein Geräuschfilter bzw. eine integrierte Störgeräuschminimierung. Mit ihr lassen sich Störgeräusche reduzieren. Schließlich sollte zu den Klangfunktionen auch ein eingebauter Equalizer gehören. Zwar befindet sich die Möglichkeit zur Feineinstellung des Klanges auch bei den meisten iPods und MP3-Playern. Mit der Zusatzfunktion ersparen Sie sich aber die Änderung der Einstellungen an Ihrem Gerät.

Displayfunktionen für eine bessere Ablesbarkeit der aktuellen Wiedergabeliste

Sehr praktisch sind Geräte mit einer eingebauten RDS-Funktion. Wenn Sie mit einem entsprechenden Radiogerät ausgestattet sind, können Sie auf dem Display genau erkennen, welcher Songtitel gerade läuft. Generell kommt dem Display des FM-Transmitters eine wichtige Bedeutung zu. Hier sollten Sie zumindest die eingestellte Frequenz problemlos erkennen können.

Ladefunktionen: Musik abspielen und gleichzeitig laden? Nicht bei allen Transmittern der Fall

Die wenigsten Geräte sind mit einer Ladefunktion für den MP3-Player versehen. Während der Musikwiedergabe wird hier der Akku des Abspielgeräts aufgeladen. Meist sind es lediglich die Transmitter mit iPod-Konnektivität, die über diese Funktion verfügen. Bei Lösungen für einen herkömmlichen MP3-Player sieht es dagegen schlecht aus. Auch hier gilt als Faustregel: Die Transmitter für iPods haben meist auch einen höheren Funktionsumfang. Das schlägt sich auch in den Anschaffungspreisen nieder.

Ist eine Fernbedienung für den FM-Transmitter sinnvoll?

Schließlich werden einige Geräte auch mit einer Fernbedienung verkauft. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Transmitter nicht vorne, sondern hinten im Fahrzeug verbaut ist. Die Installation im hinteren Teil des Fahrzeugs bietet sich dann an, wenn dort die Antenne ist. Das Tonsignal ist umso stärker, je näher der FM-Transmitter an der Autoantenne ist. Wichtig: Mit der Fernbedienung können Sie lediglich die UKW-Frequenz am Transmitter verstellen, Sie können damit nicht das Abspielgerät bedienen. Entweder haben Sie dann eine zusätzliche Fernbedienung für den iPod oder MP3-Player oder Sie denken an ein langes Verbindungskabel. Eine Alternative stellen FM-Transmitter mit integriertem MP3-Player dar. Sie können diese Geräte mit einer Speicherkarte mit neuer Musik versorgen.

Welche Anschlüsse sollte ein FM-Transmitter haben? Ein Überblick

Die Faustregel bei einem FM-Transmitter bezüglich seiner Anschlüsse ist: je mehr Anschlüsse vorhanden sind, desto flexibler lässt sich der Mini-Sender einsetzen. Zu den Standards gehört der 3,5-Klinkenanschluss. Noch besser ist ein Gerät mit einem zusätzlichen USB-Anschluss. Bei FM-Transmittern für den iPod wird häufig auf diese Anschlüsse verzichtet. Hier finden Sie dagegen einen sogenannten Docking-Anschluss vor. Achten Sie aber darauf, mit wie vielen Polen Ihr iPod versehen ist und gleichen Sie vor dem Kauf ab, für welche iPod-Generation der FM-Transmitter geeignet ist. Mehr noch: Diese Transmitter sind nur für den Gebrauch mit einem iPod ausgelegt und nicht für andere MP3-Player.

FM-Transmitter als Bestandteil von Navigationsgeräten

Mittlerweile sind auch einige moderne Navigationsgeräte mit der praktischen FM-Transmitter-Technik ausgestattet. Wenn Sie sich ohnehin ein neues Navi anschaffen wollen, ist diese Art der Kombination vielleicht reizvoll für Sie. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass sich die Funktion bei den meisten Geräten nur sehr versteckt im Menü finden lässt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich auf dem Gerät eine CE-Kennzeichnung befindet. Außerdem müssen Sie der Produktbeschreibung entnehmen können, in welchen Einsatzgebieten der Transmitter des Navis erlaubt ist. Kaufen Sie nur Geräte, auf denen steht "Betrieb in Deutschland möglich". Nur so können Sie sicher sein, dass der Betrieb des Minisenders in Deutschland auch wirklich gesetzlich erlaubt ist.

Strenge Regelungen für FM-Transmitter und Möglichkeiten der Signalstörung

Die Sendeleistung eines FM-Transmitters ist gesetzlich streng geregelt. Sie darf nicht höher als 50 Nanowatt sein. Diese Regelung lässt sich auf eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2006 zurückführen. Privatanwendern ist es seitdem erlaubt, mit dem FM-Transmitter quasi einen eigenen Radiosender zu betreiben. Mit der vorgeschriebenen Sendeleistung werden Reichweiten von drei bis sieben Metern erreicht. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass Ihr Nachbar oder ein anderes Auto auf Ihre Musikbibliothek zugreifen kann, wenn er den entsprechenden Sender einstellt. Achten Sie beim Kauf also darauf, dass der Transmitter diese Werte, die in nW angegeben werden, nicht übersteigt.

Zu den Störungen, die die Musikwiedergabe eines Transmitters beeinträchtigen können, gehören folgende Faktoren:

  • Überlagerungen durch andere Sender
  • Reflexionen durch Gebäude
  • Fernsehtürme oder große Sendemasten
  • gut abgeschirmte Radios
  • beim Auto: bedampfte Frontscheiben

Wie lässt sich der Klang verbessern? Tipps und Tricks

Bei einem ungestörten Empfang ist der Klang aber sehr gut. Das Problem vieler Radios ist, dass sie nur ein eingeschränktes Frequenzspektrum haben. Als weiterer Tipp: Stellen Sie vor allem am Anfang die Lautstärke des MP3-Players oder iPods nicht auf die volle Lautstärke. So vermeiden Sie das störende Rauschen. Empfehlenswert sind 80 bis 90 Prozent. Um Feineinstellungen am Klang vorzunehmen, können Sie auch den integrierten Equalizer nutzen. Schließlich ist auch die Positionierung des Transmitters wichtig für einen optimalen Klang. Stellen Sie den Minisender am besten in der Nähe der Antenne des Autos auf. Probleme kann es bei modernen Fahrzeugen mit Scheibenantennen geben. Achten Sie beim Kauf des Transmitters darauf, dass sich die Frequenzbereiche zwischen 88,1 und 107,9 MHz frei einstellen lassen. So können Sie vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten einen freien Sendeplatz finden. Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Wenn Sie einen FM-Transmitter im eigenen Auto einsetzen, sollten Sie für die Zeit des Gebrauchs den automatischen Suchlauf deaktivieren. Auf diese Weise verhindern Sie, dass das Gerät bei kleinen Störungen in der Übertragung sofort zu einem andern Sender wechselt.

Der FM-Transmitter ist für eine kabelungebundene Übertragung von der eigenen Musikbibliothek ideal, allerdings müssen Abstriche in der Klangqualität gemacht werden. Besonders praktisch ist der Einsatz eines solches Transmitters, wenn er in der Wohnung betrieben wird. So kann über die verschiedenen Radios in den einzelnen Zimmern die Lieblingsmusik gehört werden. Wer auf eine höhere Soundqualität Wert legt, sollte sich dagegen kabelgebundene Systeme ansehen oder Varianten mit der Verbindung über Bluetooth in Erwägung ziehen. Im Gegensatz zu der einfachen Lösung über den Betrieb eines FM-Transmitters ist dies aber mit mehr Aufwand verbunden.

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