Einkaufsratgeber für CB-Funkgeräte – so finden Sie das Richtige

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Einkaufsratgeber für CB-Funkgeräte – so finden Sie das Richtige

Mit dem richtigen Funkgerät im CB-Bereich funken

Die amerikanische Idee des Bürgerradios, des Citizen Band, liegt der Idee des CB-Funks zugrunde. Der CB-Funk ist anders als beispielsweise der Betriebsfunk nicht mit kommerziellen oder gewerblichen Interessen verbunden. Teilnehmen darf am CB-Funk im Prinzip jeder; es bedarf weder einer gesonderten Anmeldung noch einer Genehmigung. Mit über 300.000 aktiven CB-Funkern in Deutschland ist die Zahl der Funker in diesem Bereich deutlich höher als die der Amateurfunker. In Deutschland darf seit 1975 per CB-Funk kommuniziert werden.

Die einzige Voraussetzung zur Nutzung des CB-Funks ist lediglich eine funktionierende Funkausrüstung. Bei der Auswahl der einzelnen Komponenten sollte speziell auf ein gutes Funkgerät Wert gelegt werden. Grundlegend gibt es verschiedene Modelle, die sowohl in der Handhabung als auch in der Funktionsweise unterschiedlich sind. Je nachdem für welches Modell Sie sich entschieden haben, ist unterschiedliches Zubehör notwendig: Ein Antennenkabel, ein Antennenstecker und andere Komponenten oder Bestandteile sind notwendig, um in einen Funkkontakt via CB-Funk zu treten.

Auch wenn es für den CB-Funk keine Anmeldevorschriften gibt, so regelt doch die allgemein für den Funkverkehr zuständige Bundesnetzagentur, was für den CB-Funk maßgeblich ist. Als positiv wurde in den letzten Jahren vermeldet, dass alle Gebühren für die Nutzung von mobilen Funkgeräten und auch festen Funkstationen erlassen wurden. Umso mehr überzeugt nun der CB-Funk dank seiner kostenfreien Kommunikationsmöglichkeit.

Verschiedene Funkgeräte stehen für den CB-Funk zur Verfügung

Es gibt verschiedene Modelle von Funkgeräten, die in ihrer Handhabung für unterschiedliche Einsatzarten konzipiert sind. Bei allen Funkgeräten sollte aber auf die Vorgaben der Bundesnetzagentur geachtet werden. Es gibt ganz sicher auch in Ihrer Nähe eine Außenstelle. Dort können Sie einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren. Es empfiehlt sich einen Termin vor der Auswahl und dem Kauf eines Funkgerätes wahrzunehmen.

Während beim Betriebsfunk durch Gesetzestexte verbindlich geregelt ist was zulässig und was verboten ist, sind die Regelungen beim CB-Funk fließender. Dennoch gibt es speziell für CB-Funkgeräte klare Richtlinien, die eingehalten werden müssen. Die Bundesnetzagentur gibt so beispielsweise vor, welche Modulationsarten zugelassen sind. Neben FM und AM ist auch SSB für den CB-Funk zugelassen. Ebenfalls die Sendeleistung ist mit 4 Watt im FM Bereich und 1 Watt im AM Bereich klar geregelt. Außerdem wird die Simplex-Betriebsart als verbindlich vorgeschrieben. Für das Funkgerät im CB-Funkbereich ist eine maximale Bandbreite von 10 kHz zulässig.

Haben Sie bereits einige Funkgeräte in der engeren Auswahl, sollten Sie sich am CE Zeichen orientieren. Dieses gibt einen guten Anhaltspunkt, ob das Funkgerät für den CB-Bereich geeignet und erlaubt ist. Ebenfalls hilfreich können Prüfsiegel früherer Zulassungsstellen sein.

Die Entscheidung für eine Modulationsart

Ob AM, FFM oder SSB liegt vor allem an der Art der gewünschten Funkverbindung. Jedes Signal bietet seine Vor- und Nachteile.

Amplituden-Modulation - AM

Die Amplituden-Modulation, kurz als AM bezeichnet, sendet die Sprachinformation auf der Funkwelle des Senders. Es wird als Amplitude bezeichnet, da es sich um eine Welle handelt, die in Abhängigkeit der Sprachlautstärke und -frequenz schwankend ist. Das Signal ist störanfälliger als andere, bietet aber aufgrund seiner Bandbreite eine recht gute Sprachqualität.

SSB-Signal

Demgegenüber steht das weit weniger störanfällige SSB Signal. Dieses funktioniert ähnlich wie die Amplituden-Modulation, sendet aber als Single Side Band, das heißt, statt auf zwei Bändern wie beim AM Signal wird die Sprachinformation nur auf einem Band transportiert. Die geringere Bandbreite sorgt dafür, dass das Signal stabiler gesendet werden kann. Allerdings ist aufgrund der Ein-Band-Übertragung die Sprachqualität deutlich gemindert.

FM-Signal

Mit einer komplett anderen Methode arbeitet das FM Signal. Es handelt sich bei dieser Modulationsart nicht um eine Amplitude, die schwingungsähnlich Informationen weitergibt, sondern um eine feste Frequenz. Diese ist nur 6khz breit und deshalb auch recht unempfindlich gegenüber Störungen. Das FM Signal funktioniert allerdings nur mit einer begrenzten Sendeweite, sodass es optimal für alle lokalen Verbindungen geeignet ist. Die Sprachqualität ist vergleichbar gut mit der der AM Verbindung, beziehungsweise wird diese oft sogar übertroffen.

Handfunkgerät - alles in einem und mobil

Wenn Sie auf der Suche nach einem Funkgerät für den CB-Funk sind, dass alles in allem hat, wodurch keine Investitionen in weitere Technik notwendig sind, dann ist ein Handfunkgerät genau das Richtige. Bei diesem Gerät ist keine große, schwierig aufzubauende Funkantenne nötig, zumal die Antenne am Gerät integriert ist. Ein Handfunkgerät ist deshalb besonders dann empfehlenswert, wenn Jugendliche den CB-Funk für sich testen wollen und Eltern ein Problem mit dem Aufbau einer großen Antenne haben. Auch ein Antennenverbot an der Fassade kann der Anlass zum Kauf eines Handfunkgerätes sein. Als ideales Einsteigergerät sei diese Technik deshalb empfohlen. Im Prinzip müssen nur die Batterien aufgeladen werden und das mobile Funkgerät kann in Betrieb genommen werden.

Für Einsteiger dürfte vor allem auch der moderate Preis ein Argument zur Entscheidung für das Mobilfunkgerät sein. Sie sollten bei der Auswahl eines Modells darauf achten, dass normale Batterien genutzt werden. Oftmals werden die besonders preiswerten Geräte mit speziellen Akkupacks betrieben. Diese sind oft Hersteller-spezifisch, sodass im Falle eines defekten Akkus genau das originale Bauteil wieder angeschafft werden muss. Da kann es zum Problem werden, wenn der extrem hohe Preis des Akkupacks zu Buche schlägt. Schwierig kann sich auch die Beschaffung an sich gestalten. Besonders, wenn das Gerät bereits einige Jahre der Betriebsdauer hinter sich hat, sind diese Ersatzteile nicht unbedingt beim Hersteller vorrätig, teilweise auch gar nicht mehr zu bekommen. Austauschbare Batterien bieten auch den Vorteil, dass Sie immer Ersatz-Energiezellen dabei haben können.

Beachtenswert bei der Modellwahl ist auch die Beschaffenheit der Antenne. Es gibt im Wesentlichen zwei Arten: kurze, etwa 20 cm messende Gummiantennen, und Teleskopantennen. Einen besseren Empfang liefern unstrittig die Teleskopantennen. Diese sind je doch auch fragiler und brechen - auch beim Ineinanderschieben - schnell ab. Stabiler und nahezu unzerbrechlich sind die biegsamen Gummiantennen. Nachteilig ist in jedem Fall deren Kürze, die den Empfang und die Reichweite des Funkkontaktes gleichermaßen deutlich verringert.

Ebenfalls mobil ist das KFZ Funkgerät

Ein ebenfalls mobiles Funkgerät ist das KFZ-Funkgerät für CB-Funker. Mobil ist es deshalb, weil es im mobilen Auto verbaut wird. Sie sollten allerdings nicht annehmen, dass es sich um ein Gerät handelt, dessen Einsatzort stetig gewechselt werden kann. Das Gerät wird fest im Auto eingebaut, sodass es auch während der Fahrt sicher befestigt ist.

KFZ-Funkgeräte zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie weder eine Antenne noch ein Netzteil besitzen. Beide Teile müssen als Zubehör erworben werden. Als Netzteil eignet sich eines, das mit Hilfe des Zigarettenanzünders im Auto betrieben werden kann. Wer einen zusätzlichen 12V Anschluss im Auto besitzt, kann auch auf diesen ausweichen.

Für den Einbau des Funkgerätes im KFZ sind besonders die Platzierung und der Anschluss der Antenne relevant. Wie das Kabel der Antenne im Innenraum des Kraftfahrzeugs verzogen werden muss, ist vom TÜV genau geregelt, beziehungsweise gibt dieser vor, was verboten ist. So müssen beispielsweise alle Bedienelemente des Autos uneingeschränkt nutzbar bleiben. Während bei der Montage eines Funkgerätes und der Antenne der Himmel im LKW genutzt werden darf, um Kabel zu verziehen, ist das im PKW strengstens verboten.

Feststationierte Funkgeräte für den CB-Funk

Feste Funkgeräte für den CB-Funk sind die wohl am häufigsten verwendeten Geräte. Bei der Auswahl eines Gerätes sollten die Punkte der Bundesnetzagentur berücksichtigt werden. Bis auf diese Vorgaben sind Sie in der Wahl eines Gerätes frei und sollten aber auf eine ideal passende und vor allem korrekt angeschlossene Antenne achten.

Die passende Antenne für das CB-Funkgerät

Neben der Wahl eines geeigneten Funkgerätes ist vor allem die Antenne ausschlaggebend für eine erfolgreiche Kommunikation mittels des CB-Funks. Die Antennen, die für den CB-Funk geeignet sind, sind 5 Meter oder länger. Montiert werden müssen diese in jedem Fall im Außenbereich. Optimal geeignet sind Standorte wie das Dach oder der Balkon.

Antennen im Außenbereich aufstellen

Bei der Aufstellung von Antennen im Außenbereich sollten Sie die allgemeingültige Ortssatzung und auch Regelungen des Mietvertrages beachten. In einigen Ortschaften ist es untersagt, Funkantennen dieser Höhe zu installieren. Das gilt besonders bei denkmalgeschützten Ensembles. Im Falle eines Mietobjektes ist oftmals die Genehmigung des Hausbesitzers erforderlich. Wird diese nicht erteilt und Sie erhalten auch hier ein Antennenverbot, dann bietet sich eine verkürzte Antenne von etwa einem Meter an, die nahezu unsichtbar auf dem Balkon, versteckt hinter der Brüstung in Betrieb genommen werden kann. Gegen die Aufstellung dieser darf der Vermieter keine Einwände erheben, diese Antennen sind auch nicht anzeigepflichtig oder genehmigungspflichtig.

Sollten Sie keine Einschränkungen hinsichtlich der Fernwirkung Ihres Wohnhauses haben, empfiehlt sich eine Halb-Lambda-Antenne mit etwa 5 Metern Länge. Besser als der Balkon ist das Dach als Aufstellort geeignet, da es freier ist und damit weniger Störfaktoren in der direkten Umgebung enthält.

Achten Sie bei der Aufstellung der Antenne auf eine ausreichende und korrekte Erdung. Diese Maßnahme schützt Sie, Ihre Funkanlage und das gesamte Haus im Falle eines Blitzschlages, da so die Energie des Blitzes in die Erde umgeleitet wird. Als zusätzliche Maßnahme sei ein Überspannungsschutz für alle Steckdosen empfohlen, so schützen Sie alle ihre elektronischen Geräte im Falle einer durch Blitzeinschlag entstehenden Überspannung.

Antennenkabel

Die aufgestellte Antenne muss mit einem Antennenkabel mit dem Funkgerät verbunden werden. Für den CB-Funkbereich sollte ein RG-213 Antennenkabel verwendet werden. Dieses hat sich aufgrund seiner Eigenschaften für die Signalstärke bewährt. Befestigen Sie das Kabel unbedingt entlang der Fassade mit Kabelklemmen, um Schäden durch starken Wind zu vermeiden.

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