Einkaufsratgeber: Was man über aktuelle PC- & Videospiele wissen sollte

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Einkaufsratgeber: Was man über aktuelle PC- & Videospiele wissen sollte

PC- & Videospiele: Eine rasante Entwicklung im Rückblick

Ähnlich rasant wie die Computertechnologie selbst hat sich auch die Welt der Computerspiele entwickelt und verändert. Anfangs handelte es sich schlicht und einfach um eine Art Nebenprodukt, das von Mitarbeitern verschiedener Universitäten "just for fun" programmiert wurde. Man versuchte zunächst, bekannte Brettspiele wie etwa Mühle oder Dame digital auf dem Rechner zu simulieren. In weiten Kreisen wird Pong als offiziell erstes Computergame gelistet: ein einfaches, dem Tennis nachempfundenes Spiel, bei dem sich die Player einen Ball mittels zwei einfach steuerbarer Linien als Schläger gegenseitig zuspielten. Traf man nicht, gab es einen Punkt für den Gegenspieler – Spiel, Satz, Sieg. Ein weiteres sehr bekanntes Computerspiel stammt aus dem Jahr 1980, läuft unter dem Titel Pacman und ist bis heute in zahlreichen Varianten auf dem Markt – zwei Beispiele, die die heutige Generation der Computerspieler sicherlich nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken, es sei denn aus nostalgischen Gründen.

Von der Spielhalle in das Wohnzimmer

Sinkende Herstellungskosten ermöglichten es im Laufe der 1970er-Jahre, dass sich Computergames in öffentlichen Spielhallen etablierten und auf diesem Weg ein erstes breites Publikum erreichten. Spielhallen gibt es natürlich noch immer, nur hat sich deren Bild deutlich geändert. Um das Publikum anzulocken, findet man in den Räumlichkeiten oft aufwendige Hardware-Konstruktionen vor, wie etwa ausgeklügelte Fahrerkabinen für Motorrennspiele, die ein durchaus realistisches Fahrgefühl simulieren.

Einzug in die Wohnzimmer hielten PC- & Videospiele zu Beginn der 80er-Jahre auf zwei Wegen: Einerseits gab es Pioniere wie Atari und Magnavox, die die Vorgänger der heutigen Konsolen auf den Markt brachten, andererseits wurden die ersten Heimcomputer entwickelt. Zu den absoluten Klassikern zählen hier etwa der C64 von Commodore wie auch die Nachfolgemodelle aus der Amiga-Serie. Ebenfalls eine bedeutende Rolle spielte in dieser Frühphase die Firma IBM. Es begann der einmalige Siegeszug der PCs, der bis heute anhält. Ergänzt wird die Palette durch mobile Endgeräte wie Laptops, Smartphones und Tablets, für die es zahlreiche Videogames auf dem Markt gibt.

Durch dieses große Angebot an Hardware stellt sich die Frage, worauf Sie beim Kauf von Videospielen achten sollten. Nachfolgend finden Sie einige Hinweise und Tipps, die Ihnen bei der Auswahl helfen können. Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht dabei nicht, da dies den Rahmen des Einkaufsratgebers sprengen würde.

Spielkonsole, Personal Computer und andere Endgeräte: Was kommt infrage?

Wie bereits erwähnt, gibt es Games für Konsolen, PCs und andere Endgeräte, die in der Regel nicht kompatibel sind mit unterschiedlicher Hardware. Von diesem Standpunkt aus sollte zunächst geklärt werden:

  • ob man das Endgerät primär zum Spielen verwenden möchte
  • ob das Endgerät auch für die Arbeit gedacht ist und
  • was bereits im Haushalt vorhanden ist.

Wie es der Name schon sagt, werden Spielkonsolen wie die Xbox von Microsoft, die Playstation von Sony oder die Wii von Nintendo eigens für Games konzipiert. Die Vorteile liegen darin, dass die Geräte durch das Plug-and-play-Prinzip einfach zu bedienen sind und die Spiele speziell auf die Geräte hin programmiert werden – was allerdings bedeutet, dass diese nur jeweils auf dem dafür bestimmten Endgerät laufen. Die Ergebnisse allerdings können sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen: Die Animationen laufen extrem flüssig und die Darstellung ist zumeist brillant und je nach Spiel äußerst realistisch.

Ähnliche Ergebnisse erzielt man inzwischen auch auf PCs, die gegenüber Spielkonsolen einen nicht unerheblichen Vorteil haben: Mit ein wenig handwerklichem Geschick und technischem Know-how lässt sich die Hardware ohne großen Aufwand aufrüsten. Ob es dabei um den Arbeitsspeicher oder spezielle Grafikkarten geht: Über Steckplätze lassen sich diese jederzeit erweitern und austauschen – so wird der Rechner fit gemacht für die jeweils neueste Spielgeneration. In der Produktbeschreibung der einzelnen Spiele finden sich zumeist Informationen über die Anforderungen an die Hardware. Darauf sollten Sie auf jeden Fall achten, da nichts weniger Spaß macht als ein ruckelnder Spielablauf oder gar der eine oder andere Absturz, wenn es gerade in die spannendste Phase geht. Bereits speziell abgestimmt auf die Anforderungen sind sogenannte Gamer-PCs.

Die verschiedenen Spielarten

Das Angebot an Computerspielen ist sehr umfangreich und untergliedert sich in verschiedene Kategorien. Zu den Wichtigsten etwa zählen:

Dies sind einige Beispiele, die für die gesamte Bandbreite stehen, manchmal sind die Grenzen fließend. Welche Kategorien für Sie infrage kommen, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack und den eigenen Vorlieben ab. Wenn Sie den Rausch der Geschwindigkeit lieben, werden Sie sicherlich Spiele wie etwa Formel 1 oder Gran Turismo in die engere Wahl einbeziehen. Eine ganz besondere Mischung aus Geschwindigkeit und Action bietet dagegen Forza Horizone: Rennen finden hier nicht auf abgesperrten Strecken statt, sondern im öffentlichen, virtuell nachempfundenen Straßennetz des US-Bundestaates Colorado. Als Player rast man über den Asphalt der Städte sowie über Landstraßen, flüchtet vor der Polizei und muss zudem die eine oder andere Aufgabe erfüllen. Untermalt wird die Szenerie durch satte Motorengeräusche und einen kräftigen Rock-Sound.

Geht es um weitere Sportarten, steht sicherlich der Fußball als eine der schönsten Nebensachen der Welt weit vorne auf der Spiele-Liste. Zu den bekanntesten Vertretern dieses Genres gehört die FIFA-Serie von Electronic Arts. Wie in der realen Fußballwelt kann man als Spieler Mannschaften zusammenstellen, Vereine managen und die eigene Karriere vorantreiben.

Eine Besonderheit stellen einige Simulatoren dar. Diese sind zwar ähnlich wie Computerspiele aufgebaut, allerdings ohne Wettkampfcharakter. Vielmehr geht es darum, verschiedenste Vorgänge möglichst realistisch abzubilden: Sehr beliebt in diesem Zusammenhang sind zum Beispiel Flugsimulatoren, mit denen man alle wichtigen Flughäfen auf der Welt vom Wohnzimmer aus ansteuern kann. Wer möchte, setzt sich fiktiv an das Steuer eines gigantischen Trucks oder entwickelt und pflegt eine komplette Skiregion.

Ganz anders dagegen präsentiert sich SimCity, einer der Klassiker. Federführend steuert man die Geschicke einer Stadt und simuliert die gesellschaftliche und technische Entwicklung über die Gegenwart hinaus bis weit in die Zukunft.

Single-Player- und Multi-Player-Games

Besonderen Spaß versprechen PC- und Videospiele, die dem Prinzip des MMOG folgen, was für Massive Multiplayer Online Games steht. Man spielt dabei gleichzeitig mit zig anderen Spielern auf der ganzen Welt in einer eigens dafür geschaffenen virtuellen Welt. Ein typischer klassischer Vertreter dieses Genres ist World of Warcraft mit all seinen Landschaften und virtuellen Fantasie-Figuren. Dabei besteht man verschiedenste Abenteuer mit oder gegen andere Spieler.

Datenträger und Download-Möglichkeiten für Computerspiele

Ein weiterer Aspekt, den es beim Kauf von Computerspielen zu berücksichtigen gilt, ist die Art der Laufwerke, die für die Installation des erworbenen Games benötigt werden. Typisch sind Laufwerke für CD oder DVD, in jüngster Zeit werden Games auch auf Blu-Ray-Trägern geliefert. Ohne entsprechendes Laufwerk ist eine Installation nicht möglich.

Eine weitere Variante sind Downloads: Im Internet finden Sie hier ein großes Angebot an kostenlosen Spielen, allerdings sollten Sie vorab auf die Seriosität der Anbieter und Quellen achten, um sich keine Trojaner und Viren einzufangen. Die Installation kostenpflichtiger Spiele erfolgt über einen Produkt-Key, der nach dem Kauf zur Verfügung gestellt wird.

Häufig wird die Download-Möglichkeit von Besitzern einer Spielkonsole genutzt. Die verschiedenen Hersteller bieten dabei in ihren zahlpflichtigen Bereichen besondere Services an: Bei Microsoft mit der Xbox ist das etwa die Live-Goldmitgliedschaft und bei Sony die Playstation-Plus-Mitgliedschaft. Ein Vorteil besteht darin, dass man neu erscheinende Spiele vor dem Kauf ausgiebig testen kann. Ebenso besteht die Möglichkeit, bereits gekaufte Spiele per Download von Add-ons auf den neuesten Stand zu bringen oder die Möglichkeiten zu erweitern.

Moderne Steuerungstechnik: Bewegungsspiele im wahrsten Sinne des Wortes

Seit einigen Jahren gibt es eine neue Generation an Computerspielen: Diese werden nicht mehr nur über Controller und Gamepads gesteuert, sondern über eigene Körperbewegungen. Auf sie trifft die Bezeichnung Bewegungsspiele zu.

Für diese Art der Spielsteuerung wurden unterschiedliche Systeme entwickelt. Vorreiter war in diesem Zusammenhang Nintendo: Durch schnelle Bewegung der Fernbedienung – Nunchucks genannt – können Figuren wie Super Mario gesteuert und typische Bewegungen wie bei Tennis oder Golf nachgeahmt werden. Die Konkurrenz ließ nicht lange auf sich warten.

Ein weiteres Steuerungssystem unter der Bezeichnung Kinect stammt von Microsoft: Von der Hardware-Seite her werden zusätzlich ein Tiefensensor, ein 3D-Mikrofon sowie eine Farbkamera benötigt. Bei den neueren Xbox-Modellen sind diese bereits inklusive. Inzwischen gibt es viele Spiele, die diese neue Technik nutzen, manche können dabei auch konventionell und manche ausschließlich mit Kinect gesteuert werden. Auf die entsprechenden Angaben sollten Sie beim Kauf auf jeden Fall achten.

Der dritte Hersteller im Bunde dieser Steuerungstechnik ist Sony. Für die Playstation benötigen Sie dafür das notwendige Zubehör: Den sogenannten Move Controller sowie die Eye-Kamera mit Sensoren. Empfehlenswert in diesem Zusammenhang sind komplette Starter-Sets. Bei einigen der eigens dafür entwickelten Spiele kommt sogar ein Sub-Controller zum Einsatz, mit dem Bewegungen noch präziser nachgeahmt werden können – zumindest mit ein wenig Übung.

Übrigens: Nicht vergessen sollten Sie den Platzbedarf für diese Art des Spielens: Die dafür benötigte Bewegungsfreiheit ist sozusagen unabdingbar – einen Tango tanzt man schließlich auch nicht auf einem Blatt Papier.

PC- & Videogames und die Altersbeschränkung

Sicherlich ein wichtiges Thema, da es doch so einige Spiele gibt, bei denen es sehr harsch und brutal zugehen kann wie etwa bei vielen der auf dem Markt erhältlichen Ego-Shooter wie der Battle Field- oder der Halo Serie, die sich beide keinesfalls für Kinder eignen. Vorhandene Altersbeschränkungen finden Sie bei den Angaben zum Produkt – ansonsten steht dem Spielspaß nichts mehr im Wege.

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