Einkaufsratgeber: Was Sie effektiv gegen Cellulite tun können

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Einkaufsratgeber: Was Sie effektiv gegen Cellulite tun können

Was Cellulite genau ist

Laut Studien besitzen 80 bis 90 Prozent aller Frauen über 20 Jahre Cellulitis. Dabei ist Cellulitis keine Krankheit, sie ist ein reines ästhetisches Problem und dementsprechend auch dem Zeitgeschmack unterworfen. Frauenzeitschriften aus den 1970er Jahren zeigen, dass man zu dieser Zeit noch keine Orangenhaut-Probleme kannte. Erst im Zuge des immer weiter zunehmenden Körperkultes verbunden mit einem teilweise ungesunden Schlankheitsideal rückte Cellulitis in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit. Dabei verbreitete sich der Mythos, dass die Hubbel unter der Haut etwas mit Übergewicht zu tun hätten, was aber so nicht der Wahrheit entspricht. Zu den Schichten der Haut gehört das Fettgewebe, welches Energie und Wärme speichert und die Haut mit den darunter liegenden Organen verknüpft. Durch Bindegewebslamellen sind das Fettgewebe und die Haut voneinander getrennt. Weisen diese Lamellen strukturelle Schwächen auf, werden die Fettpakete der Unterhaut sichtbar, da sie sich durchdrücken können. Cellulitis hängt demnach vom Aufbau des Bindegewebes ab, was rein genetisch bedingt ist. Natürlich muss bedacht werden, dass viele Fettablagerungen zu einer höheren Wahrscheinlichkeit führen, dass die Dellen sich abzeichnen.

Cellulite in Wissenschaft und Kosmetik

Seriöse Forschungen auf dem Gebiet der Cellulitis existieren nicht und selbst in Büchern zur Dermatologie wird die „Hubbelhaut“ nur als Randnotiz erwähnt. Anders sieht es in der kosmetischen Industrie aus. Hier wird mit Anti-Cellulitis-Cremes und anderen Produkten sehr viel Umsatz generiert. Um für ein kosmetisches Produkt die Verkaufszulassung zu bekommen, muss es im Gegensatz zu einem Medikament keine Wirkung nachweisen, sondern lediglich belegen, dass die Inhaltsstoffe nicht schädlich sind. Untersuchungen zur Wirkung von Cellulitis-Cremes führen Kosmetikfirmen meist mit viel zu kleinen Versuchsgruppen. Es sind nur etwa 30 bis 40 Frauen involviert und die Fragebögen, welche die Testerinnen anschließend ausfüllen müssen, sind so schwammig formuliert, dass im Ergebnisbericht jedes neue Produkt „wirkt“. Einen unabhängigen Test mit 300 Frauen führte die Stiftung Warentest durch, wobei keine der Cremes mehr als ein „Mangelhaft“ erreichte.

Was Sie gegen Cellulite tun können

Cellulitis ist genetisch disponiert, was die Möglichkeiten, dagegen vorzugehen einschränkt. Mittel mit nachweisbarer Wirkung im wissenschaftlichen Sinn existieren nicht. Allerdings gibt es Maßnahmen, die seit Jahrzehnten durchgeführt werden und in vielen Fällen geholfen haben, die Cellulitis zumindest zu reduzieren. Je nach Typ und Veranlagung sollten Sie nicht nur eine der Maßnahmen ausprobieren, sondern herausfinden, welche zu Ihnen passt.

Der Klassiker gegen Cellulite – Durchblutung anregen

Um der Cellulitis mächtig zu werden, empfehlen Schönheitsexperten, die Durchblutung der Haut anzuregen, um die Versorgung der Zellen mit Nährstoffen anzuregen und so das Bindegewebe zu stärken, bzw. das Fett abtransportieren zu lassen. Hierbei ist die Massagebürste ein Klassiker. Mit ihr sollten Sie die betroffenen Stellen mindestens einmal täglich massieren. Auch andere Geräte sind auf dem Markt, die zur Anregung der Durchblutung dienen, beispielsweise sind Massagegeräte beliebt, die mittels vibrierenden oder rotierenden Bürsten bei der Massage unterstützen. Meist sind diese Geräte auch für den Schulter- und Nackenbereich einsetzbar, sprich, Sie können damit zusätzlich Verspannungen bekämpfen.
Eine andere Form, um die Durchblutung anzuregen, ist das Schröpfen. Hierfür gibt es Vakuum-Massagegeräte. Mit diesen können Sie die sogenannte subkutane Endomassage durchführen. Bei dieser werden anders als bei der klassischen Massage die Hautschichten nicht zusammengedrückt, sondern durch das Saugen mit dem Gerät auseinandergezogen.
Einen anderen Weg, um die Durchblutung anzuregen, gehen Nadelroller. An einer kleinen Rolle befinden sich mehr als 500 mikrofeine Nadeln. Der Roller wird über die Stelle bewegt und die Nadeln stechen winzige Kanäle in die Haut. Hierdurch wird die Durchblutung auf jeden Fall gefördert. Ein wichtiger Schritt ist es, nach dem Rollen ein Gel oder eine Creme mit einem Wirkstoff gegen Cellulitis auf die Stelle aufzubringen. Durch die gestochenen Kanäle soll der Wirkstoff schnell eindringen und wirken können. Natürlich muss bei der „Nadel-Massage“ streng auf Hygiene und Sterilität geachtet werden, um Entzündungen oder schlimmere Folgen zu vermeiden. Außerdem ist die Wirksamkeit dieser Methode nicht belegt und sie sollte nur mit Vorsicht und nach Rücksprache mit einem Dermatologen durchgeführt werden.
Ganz ohne Massage kommt die Anregung der Durchblutung mittels Wärme aus. Hierfür gibt es Mittel wie Wärmegürtel oder Infrarotlampen, welche die Haut anregen sollen, die Fettzellen abzubauen. Neben dem angenehmen Effekt auf das Wohlbefinden, denn eine Behandlung mit Wärme wirkt meist entspannend, ist der Effekt auf die Fettzellen umstritten. Wie bei allen Behandlungen zur Förderung der Durchblutung ist nicht klar, ob dies allein ausreicht, um die Cellulitis zu reduzieren.

Auf Ernährung achten und Cellulite reduzieren

Die Haut ist das größte menschliche Organ, es ist also kein Wunder, dass am Hautbild auch falsche Ernährung abgelesen werden kann. Um gegen Cellulitis vorzugehen, sollten Sie auf eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung achten. Vergessen Sie dabei nicht, genug Flüssigkeit aufzunehmen. Ratgeber zum Thema gesunde Ernährung finden Sie bei eBay oder in Buchhandlungen.
Falls Sie vorhaben, abzunehmen, um gegen Cellulitis vorzugehen, tun Sie das mit Bedacht. Auch hierbei können Ihnen Bücher helfen, so abzunehmen, dass Sie nicht unter dem berühmten Jo-Jo-Effekt leiden. Dieser tritt auf, wenn Sie in kurzer Zeit mittels Diät viel abnehmen. Nach der Diät legt der Körper die verlorenen Kilos schnell wieder zu und baut sogar neue Reserven auf. Natürlich muss die Haut mit den Kilos wachsen bzw. sich beim Verlust der Kilos straffen. Das beansprucht sie und kann zur Schwächung des Gewebes und damit zu Cellulitis führen. Nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung garantiert den Abnahmeerfolg und kann damit Fettpolster beseitigen. Allerdings muss gesagt werden, dass auch dünne Frauen Cellulitis haben, also die Gewichtsreduktion nicht unbedingt die Orangenhaut verschwinden lässt.

Mit Bräune Cellulite kaschieren

Ein beliebter und immer wieder im Internet und anderen Medien verbreiteter Tipp ist, die Cellulitis mit Bräune zu kaschieren. Dies ist ein reiner optischer Trick, da auf dunklerer Haut die Dellen nicht so schnell zu erkennen sind. Allerdings sollten Sie beachten, dass Sonnenbäder oder auch Besuche des Solariums die Haut schneller altern lassen. Die Elastizität der Haut wird damit geschwächt und der Cellulitis sogar Vorschub geleistet. Empfehlenswerter sind Selbstbräuner. Sie färben die Haut einfach nur ein und greifen nicht das Gewebe an, wie es UV-Strahlen tun. Somit erreichen Sie eine schöne und Cellulitis kaschierende Bräune, ohne Ihre Haut zu belasten.

Mit Koffein und Vitamin gegen Cellulite

Cremes mit Koffein sind seit Längerem als Mittel gegen Cellulitis bekannt. Sie sollen dafür sorgen, dass das Fett schnell aus den unteren Hautschichten transportiert wird und dadurch die kleinen Fettdepots abbauen, was zu einer Reduktion der Dellen führt. Auch Cremes mit Vitamin-C- oder B-Komplexen sollen diesen Effekt haben. Rein technisch ist es so, dass eine Creme gar nicht so tief in die Haut eindringen kann, dass sie den Wirkstoff bis zur Fettschicht transportiert. Wäre es so, würde es sich dabei um ein Arzneimittel handeln und dies muss seine Wirksamkeit in wissenschaftlichen Studien beweisen und wäre nicht frei verkäuflich. Leider hilft auch das Trinken von viel Kaffee nichts. Kieselsäure-Präparate zur Einnahme stärken hingegen nachweisbar das Bindegewebe. Allerdings ist damit nicht gesagt, dass die Cellulitis verschwindet. Ergänzende Maßnahmen sollten auf jeden Fall ergriffen werden.

Mit Muskelmasse gegen Cellulite vorgehen

Durch aktive Bewegung baut der Körper Muskeln auf. Muskeln benötigen viel Energie, d. h., der Körper baut die Fettdepots ab, um die Muskeln versorgen zu können. Auf diese Art strafft sich die Haut und die unschönen Hubbel an Po und Hüften verschwinden oder werden zumindest kleiner. Eine einfache Methode, um Ihre Muskeln zu trainieren, ist das Jogging. Hierbei werden die Beine und die Hüften besonders beansprucht und Sie können so verhältnismäßig einfach Fett ab- und Muskeln aufbauen.
Sind Sie kein Freund davon, durch den Park zu laufen bzw. wollen Sie sich lieber zu Hause sportlich betätigen, dann können Sie zum Heimtrainer greifen. Er erlaubt Ihnen viele Übungen in den eigenen vier Wänden durchzuführen, unabhängig vom Wetter. Neben dem Sport zu Hause ist es natürlich auch möglich, regelmäßig ein Fitnessstudio zu besuchen. Dort können Sie nicht nur an Geräten üben, sondern auch an Kursen teilnehmen, denn in der Gruppe macht das Sporttreiben meist viel mehr Spaß und die Motivation ist höher.

Cellulite mit Kleidung kaschieren

Ein einfacher, aber sicher wohl der effektivste Trick gegen Cellulitis, ist das Kaschieren mittels entsprechender Kleidung. Natürlich verschwindet sie dadurch nicht, aber die Kleidung sorgt dafür, dass Sie sich im wahrsten Sinne des Wortes wohl in Ihrer Haut fühlen. Viele Hersteller bieten dafür Kleidungsstücke an, welche die Beine und den Po straffen. Diese werden meist einfach wie eine Strumpfhose oder ein Höschen angezogen und sorgen für ein glattes und wohlgeformtes Erscheinungsbild.

Cellulite – ein Kampf gegen Windmühlen

Haben Sie sich schon intensiver mit dem Thema Cellulitis auseinandergesetzt, dann wissen Sie, dass der Kampf gegen die Hautdellen dem Kampf gegen Windmühlen gleicht, d. h., dass er nicht gewonnen werden kann. Die Anlage dafür ist genetisch und Sie können Ihre Gene nicht ändern, deshalb wird wohl immer etwas Cellulitis vorhanden sein. Aber Sie können etwas gegen die Ausprägung tun. Von allen vorgestellten Mitteln sind die wirklich Wirkungsvollsten eine gesunde und ausgewogene Ernährung und viel Bewegung. Dabei muss Bewegung nicht automatisch ein quälender Kurs im Fitnessstudio sein. Auch beim Tanzen, Wandern, Radfahren oder beim Federball spielen bewegen Sie sich und verbrennen viel Fett und sorgen für Muskelaufbau. Oft reicht es sogar, mehr zu Fuß zu gehen und das Auto mal stehen zu lassen. Schnell kommen so einige Kilometer am Tag zusammen und Sie tun nicht nur etwas gegen die Cellulitis, sondern auch für Ihre Gesundheit.

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