Einkaufsratgeber: Ungeziefer-Schutz für Ihren Hund

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Einkaufsratgeber: Ungeziefer-Schutz für Ihren Hund

Ungeziefer- und Parasitenbefall beim Hund

Jeder Hundebesitzer hat bei seinem Vierbeiner schon einmal Ungeziefer entdeckt. Sie sollten Ungeziefer bei Ihrem Hund so schnell wie möglich bekämpfen. Somit kann eine Verbreitung von Ungeziefer und Parasiten bei Ihrem Tier sowie in dessen Umfeld zu vermieden werden.

Was sind Parasiten?

Parasiten sind Organismen, die auf oder im Hund leben und sich dort vermehren. Sie ernähren sich vom Hund und können ihm große gesundheitliche Schäden zufügen. Die Größe der Parasiten ist sehr unterschiedlich. So erreichen beispielsweise Darmbandwürmer eine Länge von mehreren Metern. Hautmilben kann man ebenfalls mit dem bloßen Auge erkennen, wohingegen dies bei Einzellern nur mit Mikroskop möglich ist. Mit den richtigen Medikamenten kann der Parasitenbefall beim Hund gut behandelt werden.

Welche Parasitenmittel gibt es und wo können Sie diese kaufen?

In den vergangenen 30 Jahren hat die Forschung in der Bekämpfung von Ungeziefer beim Hund enorme Fortschritte gemacht. Es gibt heute deutlich mehr Gegenmittel als ein Halsband gegen Flöhe und Zecken, Puder, Spray und Shampoo. Heutzutage werden Antiparasitika eingesetzt, die im Nacken des Hundes aufgebracht werden und sich über den gesamten Körper verteilen. Teilweise werden auch Tabletten oral verabreicht. Beachten Sie bitte immer genau die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Präparates.

Verschiedenen Arten von äußerlichem Ungeziefer und Parasiten - eine Übersicht

Flöhe

Flöhe sind wohl die bekanntesten Parasiten und befallen Hunde schon seit Jahrtausenden. Sie haben kräftige Beine zum Springen und saugen sich mit Blut vom Hund voll. Flöhe übertragen auch Bandwürmer, schon ein kurzer Kontakt kann ausreichen, um den Hund zu infizieren. Flöhe pflanzen sich schnell fort und können sehr schnell zu einem ernsten Problem für Ihren Hund werden. Erwachsene Flöhe leben im Fell Ihres Hundes und legen dort ihre Eier ab. Die Eier fallen aus dem Haar in das Körbchen Ihres Hundes oder auf Ihr Sofa. Sie erkennen einen Befall durch Flöhe durch schwere Hautentzündungen und Rötungen, die als allergische Reaktion auf den Flohspeichel auftreten. Es können auch Haarausfall sowie Krustenbildung auf der Haut hinzukommen.
Feststellen können Sie den Flohbefall am schwarzen Flohkot und durch Aufspüren von Flöhen im Fell des Hundes. Untersuchen Sie hierzu Ihren Hund auf einer hellen Unterlage und bürsten Sie ihn gegen den Haarstrich. Danach verwenden Sie einen Flohkamm. Der herausfallende ein bis zwei Millimeter große, kommaförmige Flohkot verfärbt sich auf einem feuchten Küchenpapier rötlich. Bei Welpen und kleinen Hunderassen kann ein starker Befall mit Flöhen zu Blutarmut (Anämie) führen.

Zecken

Zecken gehören zur Gruppe der spinnenartigen Parasiten und saugen beim Hund Blut. Sie leben auf der Erde und lassen sich von Sträuchern oder Büschen auf den Hund herabfallen. Weltweit anzutreffen ist die braune Hundezecke. Noch häufiger werden Hunde jedoch vom gemeinen Holzbock befallen. Obwohl eine einzelne Zecke nur einen Tropfen Blut aus dem Hund saugt, können die Krankheiten, die sie überträgt, ernsthafte Folgen für Ihren Hund haben. Er kann zum Beispiel an Borreliose, Babesiose, FSME oder Felsengebirgsfieber erkranken. Bei der Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Gelenks- und Hauterkrankung, die zu chronischen Beschwerden führt. Sie tritt oft erst sechs Monaten nach dem Zeckenbiss beim Hund auf.
Wenn Sie eine Zecke bei Ihrem Hund entdecken, sollten sie diese immer schnellstmöglich mit einer geeigneten Zeckenzange entfernen. Hierbei greifen Sie die Zecke mit der Zeckenzange über der Haut und ziehen sie mit einer Drehbewegung heraus. Danach behandeln Sie die Bissstelle mit einem Antiseptikum. Sollte die Zecke bereits sehr mit Blut vollgesogen gewesen sein, beobachten Sie Ihren Hund bitte aufgrund der möglichen Infektionsgefahr.

Läuse

Läuse zählen zu den Insekten und unterscheiden sich in saugende und beißende Arten. Die saugenden Läuse ernähren sich vom Blut, die beißenden Läuse von der Haut des Hundes. Die Läuseeier (Nissen) werden im Fell des Hundes abgelegt und können sich am Ohr, am Hals oder der Oberlippe befinden. Sie sind zugleich auffälliger als ausgewachsene Läuse.
Ein Befall mit Läusen äußert sich durch starken Juckreiz, Haarausfall, Hautschuppung, Krusten, feuchte und schmierige Hautveränderungen sowie Unruhe ihres Vierbeiners. Bei einem langfristigen Befall kann es zu Blutarmut, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust des Hundes kommen. Um Läuse im Fell Ihres Hundes zu erkennen, verwenden Sie am besten eine Lupe, damit Sie die Läuse von Hautschuppen unterscheiden können.

Vorbeugende Maßnahmen und Behandlung von äußerlichem Ungeziefer und Parasiten

Mit den vorbeugenden Maßnahmen gegen einen Befall mit Flöhen, Zecken oder Milben sollten Sie im Frühjahr vor der Ungeziefer-Saison beginnen. Legen Sie Ihrem Hund ein Anti-Floh- und Zeckenhalsband an. Beachten Sie dabei unbedingt die Herstellerangaben in Bezug auf die Größe des Hundes. Erneuern Sie das Halsband frühzeitig, bevor der Wirkstoff verbraucht ist. Nach dem Spaziergang sollten Sie Ihren Hund immer auf Zecken absuchen, um diese sofort entfernen zu können. Zecken am Augenlid oder bei der Entfernung stecken gebliebene Zeckenköpfe sollten Sie immer durch den Tierarzt entfernen lassen.

Welche Behandlungsmethoden für welches Ungeziefer?

Die Behandlung von Ungeziefer und Parasiten erfolgt durch den Einsatz von Halsbändern gegen Flöhe und Zecken, Shampoo, Puder, Spray oder mit einem Spot-on-Präparat. Bei Letzterem handelt es sich um ein Parasitenmittel zum Aufträufeln. Spray- und Spot-on-Präparate werden entsprechend des Gewichtes Ihres Hundes dosiert und im Nacken des Hundes aufgetragen. Innerhalb der folgenden 24 Stunden werden Flöhe, innerhalb von 48 Stunden Zecken abgetötet. Die Behandlung einer durch Zecken übertragenen Borreliose muss durch die Verabreichung bestimmter Arten von Antibiotika durch den Tierarzt erfolgen.
Insektenentwicklungshemmer werden auf die Haut aufgetragen oder als Tablette gegeben und enthalten Wirkstoffe, die das Wachstum der Insekten stören. Die Wirkstoffe in Insektenwachstumsregulatoren in Form von Tabletten, Spray oder Nebel sind den Hormonen von Insekten nachempfunden und stören die Reifung der Eier und Larven der Hundeflöhe. Läuse- oder Milbenbefall behandeln Sie über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen in Form einer Badekur mit speziellen Produkten. Blutarme Hunde sollten beim Befall mit Läusen durch ein ausgewogenes Futter mit Eisen und Vitaminen gestärkt werden.
Denken Sie bitte unbedingt daran, parallel zur Behandlung Ihres Hundes, auch den Schlafplatz, das Lieblingskissen, die Decken, den Hundekorb, Kämme und Bürsten Ihres Vierbeiners bei Befall mit Ungeziefer zu waschen und mit einem Insektizid-Spray zu behandeln.

Die verschiedenen Arten von inneren Parasiten

Am häufigsten kommen Würmer als innere Parasiten (Endoparasiten) beim Hund vor. Der Hund nimmt diese beim Schnuppern und Fressen auf und infiziert sich auf diese Weise. Die von inneren Würmern abgelegten Eier scheidet der Hund mit dem Kot aus. Die lange Überlebensfähigkeit der Wurmeier birgt eine hohe Ansteckungsgefahr für andere Hunde. Hundewürmer unterteilt man in zwei Gruppen, die Zestoden und die Nematoden. Zestoden, sogenannte Bandwürmer, von denen es viele unterschiedliche Arten gibt, leben im Dünndarm des Hundes. Nematoden sind Faden-, Rund-, Haken- und Peitschenwürmer.
Alle Arten von Würmern leben im Erwachsenen-Stadium im Darm des Hundes, da sie hier viele Nährstoffe finden. Einige nisten sich jedoch auch im Herz oder der Lunge ein. Durch das Abziehen von Nährstoffen können beim Hund Krankheiten ausgelöst werden, der Hundedarm kann blockieren oder sogar durchbrechen. Rund- und Hakenwürmer sind für Welpen, da sie noch kein starkes Immunsystem und nur wenig Antikörper haben, eine besondere Gefahr, denn die Larven der Würmer wanden durch den kleinen Körper des Welpen. Auch ältere Hunde mit geschwächten Abwehrkräften können durch den Befall mit Würmern große gesundheitliche Probleme bekommen.

Vorbeugende Maßnahmen und Behandlung von inneren Parasiten

Als Hundebesitzer sollten Sie bei jedem Spaziergang den Kot Ihres Hundes entfernen, um eine Infektion anderer Hunde durch Würmer zu verhindern. Achten Sie auch unbedingt darauf, dass Ihr Hund keinen Kot anderer Hunde frisst. Ganz wichtig ist, dass Sie eine regelmäßige Wurmkur bei Ihrem Hund durchführen. Somit verhindern Sie den Befall Ihres Hundes mit Darmparasiten, die von Flöhen übertragen werden. Da der Fischbandwurm beispielsweise durch den Verzehr von rohem Fisch übertragen werden kann, sollten Sie Ihrem Hund Fisch ausschließlich gekocht oder gebraten servieren. Der Fischbandwurm ist die größte Art der Bandwürmer und kann mehrere Meter lang werden. Nur selten geht eine Fischbandwurminfektion mit Symptomen einher.
Die unterschiedlichen Bandwurmarten der Gattung Taenia können bei Hunden und Jagdhunden auftreten, die rohe Innereien, rohes Fleisch oder Waldabfälle auf der Jagd essen. Sie erkennen einen Befall Ihres Hundes mit inneren Parasiten an sichtbaren Wurmsegmenten im Kot, am Schwanz, am After oder an den Hinterbeinen des Hundes. Überprüfen Sie den Kot Ihres Hundes regelmäßig auf ausgeschiedene Bandwurmglieder. Gereizte und entzündete Dünndarmschleimhaut, Durchfall, Abmagerung, Appetitlosigkeit, Austrocknung, Bauchschmerzen, Darmkoliken oder Afterjucken, sind ebenfalls Anzeichen, auf die Sie bei Ihrem Hund achten sollten.

Handeln Sie rasch

Der Befall mit inneren Parasiten sollte schnellstmöglich behandelt werden. Der Tierarzt untersucht den Kot, um diesen auf Wurmeier zu überprüfen. Die Therapie gegen den Wurmbefall erfolgt je nach Art der Parasiten mittels Injektionen, Tabletten sowie einer Wurmkur. Ein Mittel, das gegen alle Bandwurmarten eingesetzt werden kann, ist Praziquantel.

Was Sie auf gar keinen Fall tun sollten!

Behandeln Sie Ihre Teppiche im Rahmen einer Ungezieferbehandlung nie mit Boraxpulver. Das Boraxpulver kann bei kleinen Hunden zu schweren Schäden an Augen, Atemwegen und Nieren führen.

Ratgeber für einen wirksamen Ungeziefer-Schutz finden

In Tierfachgeschäften, bei Tierärzten, in Buchhandlungen oder beieBay erhalten Sie viele informative Ratgeber mit wichtigen und sinnvollen Tipps zum wirksamen Ungeziefer-Schutz. In diesen Büchern werden Ihnen die unterschiedlichen Arten von Ungeziefer und Parasiten noch einmal anschaulich erklärt. Vorbeugung gegen und Behandlung von Parasiten werden ebenfalls genau erläutert.

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