Einkaufsratgeber: Kabelbinder und Kabelmanager

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Einkaufsratgeber: Kabelbinder und Kabelmanager

Wie Sie einen Kabelsalat mit wenigen Handgriffen verhindern können

In unserem Alltag nutzen wir vielerlei elektronische Geräte wie die Kaffeemaschine, Mikrowelle oder die Schreibtischlampe sowie Geräte, die für unsere Unterhaltung sorgen. Das sind unter anderem der Fernseher, der Computer oder auch die Hi-Fi-Anlage. Zwar erfüllen all diese Geräte jeweils unterschiedliche Zwecke, dennoch haben sie eines gemeinsam: Sie sind in der Regel mit einem Kabel zur Stromversorgung ausgestattet. Im Falle eines Fernsehers oder eines Computers kommen unter Umständen noch Verbindungskabel wie ein Netzwerkkabel oder ein Kabel zum DVD-Player dazu. Kurzum, wir sehen uns zu Hause häufig mit vielen Kabeln konfrontiert, die nicht selten kreuz und quer durch die Wohnung oder das Haus verlegt werden müssen. Dabei ist es gar nicht so einfach zu verhindern, dass sich die einzelnen Kabel ineinander verheddern, was unter Umständen dazu führen kann, dass sich die Kabel nicht mehr korrekt verlegen lassen.

Eine einfache und gleichzeitig wirkungsvolle Methode, die Kabel in die richtigen Bahnen zu lenken, ist die Verwendung von Kabelbindern und Kabelmanagern. Während der Kabelbinder vor allem dazu dient, mehrere Einzelkabel zu einem großen Ganzen zusammenzufügen, sorgt der Kabelmanager dafür, dass die Kabel gut geordnet nebeneinander verlaufen.

Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Kabelbinder und Kabelmanager. Zudem erhalten Sie nützliche Informationen rund um das richtige Verlegen von Kabeln in Ihren eigenen vier Wänden.

Der Kabelbinder und seine Einsatzmöglichkeiten

Als Kabelbinder oder auch Kabelband wird ein universell einsetzbares Verbindungselement bezeichnet, das besonders schnell zu verwenden ist. Der Kabelbinder wurde ursprünglich dafür entwickelt, mehrere Kabel oder sogar ganze Kabelbäume aneinander zu befestigen oder die Kabel bzw. Kabelbäume an anderen Gegenständen zu fixieren. Kabelbinder kommen heute in vielen Anwendungsbereichen zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem der Zusammenbau von Computern, die provisorische Montage im Baugewerbe oder als wirksame Möglichkeit, eine Verpackung besonders sicher zu verschnüren.

Kabelbinder bestehen in der Regel aus Polyamid 6.6. Das auch als Nylon bekannte Material weist eine hohe Festigkeit und Formbeständigkeit auf und hält damit auch hohen Belastungen stand. Zudem verfügt Nylon über eine hohe Abriebfestigkeit sowie eine gute Beständigkeit gegen Öle, Schmierfette oder Lösungsmittel. Zudem ist Nylon UV- und witterungsbeständig und kann damit auch problemlos im Außenbereich verwendet werden.

Die verschiedenen Bauformen des Kabelbinders

Kabelbinder sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Lesen Sie nun, welche Ausführung Sie erwerben können und worin sich diese unterscheiden.

Einwegkabelbinder

Der Einwegkabelbinder ist sicherlich die bekannteste Form des Kabelbinders. Das kleine Stück Nylon ist mit einer Verzahnung ausgestattet, die einen besonders festen und sicheren Verschluss des Kabelbinders erlaubt. Durch die nach hinten gerichtete Verzahnung lässt sich der Kabelbinder ohne Weiteres nicht mehr öffnen, sobald er einmal verschlossen wurde.

Der Einwegkabelbinder ist besonders günstig erhältlich und damit eine gute Möglichkeit, mehrere Kabel auf die Schnelle aneinander zu befestigen. So kommt der Einwegkabelbinder häufig im Außenbereich oder auch im Computer zum Einsatz. Sollten Sie einen Einwegkabelbinder einmal versehentlich verschlossen haben, können Sie diesen mit einem kleinen Trick unter Umständen dennoch öffnen. Nehmen Sie dazu eine Nadel und drücken Sie diese auf die Sperrzunge des Kabelbinders, um diesen zu entriegeln.

Doppelkopfkabelbinder

Der Doppelkopfkabelbinder ist mit zwei Öffnungen im Kopf ausgestattet. Durch diese Öffnungen kann das Band zweimal durch den Kabelbinder gezogen werden, wodurch eine Schlaufe entsteht. Dies ist besonders praktisch, wenn Sie zwei Leitungen oder Leitungspaare miteinander verbinden möchten. So haben Sie die Möglichkeit, zwei separate Kabelstränge zu verlegen. Dies ermöglicht Ihnen einen guten Überblick, beispielsweise dann, wenn es sich bei dem einen Kabelstrang um Stromkabel und beim anderen Kabelstrang um Empfangskabel handelt. Möchten Sie beispielsweise die Stromkabel eines Fernsehers, Receivers und DVD-Players sowie die Verbindungs- und Empfangskabel miteinander verbinden, nutzen Sie die eine Schlaufe einfach für die Stromkabel und verwenden die andere Schlaufe zur Verbindung der Video- bzw. Antennenkabel.

Kabelbinder mit Edelstahlzunge

Der Kabelbinder mit Edelstahlzunge ist mit einer in den Kopf eingearbeiteten Metallzunge ausgestattet. Diese verschließt den Kabelbinder durch Einschneiden der Zunge in den Kabelbinderkörper. Kabelbinder, die mit einer Edelstahlzunge ausgestattet sind, weisen eine höhere Zugkraft auf als normale Kabelbinder und sind damit sehr gut für anspruchsvolle Aufgaben im Außenbereich geeignet. Auch von Heimwerkern werden Kabelbinder mit Edelstahlzunge gerne verwendet.

Mehrwegkabelbinder

Im Gegensatz zum Einwegkabelbinder können Mehrwegkabelbinder, wie der Name vermuten lässt, mehrmals verwendet werden. Hierzu sind die Kabelbinder mit einer speziellen Entriegelung ausgestattet, die es erlaubt, den Kabelbinder nach der Verwendung wieder zu öffnen. Dadurch sind Mehrwegkabelbinder besonders praktisch, wenn Sie bestimmte Kabel häufig neu verlegen müssen. Allerdings weisen Mehrwegkabelbinder in der Regel keine so hohe Zugbelastung auf wie Einwegbinder. Aus diesem Grund sind Mehrwegkabelbinder nur für einfache Aufgaben ohne große Belastung zu verwenden.

Kabelbinder aus Edelstahl

Benötigen Sie einen Kabelbinder, der besonders hohen Belastungen standhält, so ist der Kabelbinder aus Edelstahl zu empfehlen. Dieser weist nicht nur eine sehr hohe Zugkraft auf, sondern ist auch sehr beständig gegen UV-Licht und Korrosion. Aus diesem Grund kommt der Kabelbinder aus Edelstahl häufig in Bereichen zum Einsatz, die nach der Installation kaum noch oder gar nicht mehr zugänglich sind.

Kabelbinder aus Polyurethan

Falls Sie auf der Suche nach einem besonders elastischen Kabelbinder sind, könnte für Sie der Kabelbinder aus Polyurethan infrage kommen. Im Gegensatz zum normalen, starren Kabelbinder lässt sich der hochelastische Kabelbinder besonders flexibel verlegen. So können Sie beispielsweise kleine Bäume oder Rebstöcke befestigen. Aufgrund der weichen Oberfläche schnürt der Kabelbinder aus Polyurethan den Baum nicht ab und ist damit bestens für den Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft geeignet.

Der Kabelmanager

Vielleicht kennen Sie das Problem, dass Sie Ihren Laptop ständig an externe Geräte wie beispielsweise Drucker, Headsets oder Kamera anschließen müssen. Sobald Sie das Notebook von den Geräten entkoppelt haben, liegen die Kabel ungeordnet im Zimmer oder auf dem Schreibtisch herum oder gehen im schlimmsten Fall sogar verloren. Um Ordnung in das Kabelchaos zu bringen, können Sie einen sogenannten Kabelmanager verwenden. Hierbei handelt es sich um ein kleines Stück Plastik, das mit mehreren Kabelkanälen ausgestattet ist. Durch diese Kanäle können Sie einzelne Kabel führen und so gut geordnet miteinander verbinden. Das erhöht die Übersicht und sorgt für eine sichere Verwahrung der Kabel.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Kabelmanagers achten

Anzahl an Kanälen

Hierbei handelt es sich um die Anzahl der Öffnungen, die für das Führen der einzelnen Kabel gedacht sind. Grundsätzlich gilt: Je mehr Öffnungen zur Verfügung stehen, desto mehr Kabel können Sie in einem Kabelmanager unterbringen. Möchten Sie besonders dünne Kabel verlegen, können Sie unter Umständen sogar zwei Kabel in einer Öffnung führen, sodass Sie die eigentliche Aufnahmekapazität des Kabelmanagers verdoppeln können. Achten Sie vor dem Kauf darauf, dass die Öffnungen groß genug für die Art von Kabeln sind, die Sie verlegen möchten. Bei einigen Kabelmanagern ist der Durchmesser der einzelnen Führungsöffnungen in der Produktbeschreibung angegeben.

Die Montage

Kabelmanager werden in der Regel fest mit einem bestimmten Möbelstück oder einem Gegenstand verbunden. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Tisch, ein PC-Gehäuse oder auch eine schwere Schreibtischlampe handeln.

Befestigung mit Schrauben oder Nägeln

Kabelmanager werden meist auf zwei unterschiedliche Weisen mit Gegenständen verbunden. Um den Kabelmanager besonders fest zu montieren, empfiehlt sich eine Ausführung, die mit Schrauben oder Nägeln befestigt wird. Dank der Schrauben oder Nägel sitzt der Kabelmanager bombenfest und kann sich kaum selbstständig lösen. Eine solche Befestigung ist vor allem dann zu empfehlen, wenn Sie den Kabelmanager dauerhaft montieren oder besonders schwere Kabel verlegen möchten.

Selbstklebende Anbringung

Legen Sie hingegen Wert auf eine flexible Anbringung oder können Sie den Kabelmanager nicht per Schrauben oder Nägeln montieren, so können Sie auch zu einer selbstklebenden Ausführung greifen. Diese ist an der Rückseite mit einem doppelseitigen Klebeband ausgestattet, mit dem der Kabelmanager einfach direkt auf einen Gegenstand geklebt wird. Denkbare Gegenstände sind hier Schreibtischlampen, PC-Gehäuse oder besonders hochwertige Regal, die nicht durch Schrauben oder Nägel beschädigt werden sollen. Hier liegt auch der Vorteil des selbstklebenden Kabelmanagers, denn bei Nichtgebrauch können Sie den Manager nahezu rückstandslos und beschädigungsfrei entfernen. Selbstklebende Kabelmanager neigen jedoch dazu, mit der Zeit an Klebeleistung zu verlieren. So kann es passieren, dass die Kabelmanager mit fortschreitender Verwendungsdauer einfach abfallen.

Klebesockel und Kabelbinder

Sind Sie auf der Suche nach einem Kabelmanager, der im Inneren eines PC-Gehäuses für Ordnung sorgen soll, können Sie einen Klebesockel verwenden. Dieser wird per Klebeband auf den Boden des Gehäuses geklebt und kann anschließend für das Verlegen von Kabeln verwendet werden. Häufig werden Kabelsockel auch mit Kabelbindern kombiniert. So sorgt der Kabelsockel für die Befestigung am PC-Gehäuse, während der Kabelbinder die einzelnen Kabel zusammenfasst. Gerade, wenn Sie in Ihrem PC viele Hardwarekomponenten verbaut haben, ist diese Kombination ein echter Gewinn, um dem Kabelsalat Herr zu werden.

Fazit

Insgesamt sind sowohl der Kabelbinder als auch der Kabelmanager tolle Möglichkeiten, mehrere Kabel geordnet zu verlegen. Sie können mehrere Kabelpaare zu einem dicken Kabelstrang zusammenfassen und haben damit stets den Überblick, welches Kabel an welcher Stelle zu finden ist. Sie sorgen jedoch nicht nur für Ordnung, sondern minimieren auch das Risiko, versehentlich über ein frei herumliegendes Kabel zu stolpern. Somit sind Kabelbinder und Kabelmanager ein echter Pflichtkauf für alle Anwender, die zu Hause viele elektronische Geräte verwenden.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden