Einkaufsratgeber: Hochwertiges Katzenfutter für gesunde Tiere

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Einkaufsratgeber: Hochwertiges Katzenfutter für gesunde Tiere

Die Katze – Ein Raubtier mit Samtpfoten

Die anschmiegsamen Samtpfoten sind das beliebteste Haustier in Deutschland. In der letzten Statistik im Jahr 2009 nahmen sie klar den ersten Platz mit 8,2 Millionen Tieren ein. Dies verwundert nicht, denn Katzen sind ganz spezielle und liebenswerte Mitbewohner. Da Katzen keine Rudeltiere sind, können sie sich gut mit sich selbst beschäftigen und müssen nicht dauernd unterhalten oder nach draußen gebracht werden. Im Gegensatz zu Hundebesitzern müssen Sie als Katzenliebhaber keine Steuer bezahlen und auch bei der Miete einer Wohnung gibt es als Katzenbesitzer oftmals weniger Probleme.

Katzen – liebenswerte Mitbewohner und pflegeleichte Freunde

Doch obwohl Katzen so pflegeleicht sind, sollten Sie sich darüber informieren, wie artgerechte Pflege und Ernährung aussehen. Gerade bei der Ernährung kann viel falsch gemacht werden, denn Katzen möchten zwar alles fressen oder zumindest probieren, was der Besitzer auf dem Teller hat, vertragen das menschliche Essen aber überhaupt nicht. Sie sollten Ihrem Tier keine Essensreste geben, denn diese sind viel zu stark gewürzt und können Krankheiten hervorrufen oder im schlimmsten Fall sogar giftig sein.
Da Katzen eine abwechslungsreiche Ernährung zu schätzen wissen und ausgesprochene Feinschmecker sein können, gibt es ungezählte Arten von Katzenfutter. Falls Sie sich nicht entscheiden können, welche Sorte der Mieze am besten schmecken würde, es gibt auch extra Probierpakete mit den verschiedensten Geschmacksrichtungen.

Fleischfresser und eiskalter Jäger – oder doch ein Schmusekätzchen?

Hauskatzen sind, so niedlich sie auch wirken können, Raubtiere, das heißt, sie ernähren sich fast ausschließlich von Fleisch. Dabei lauern sie ihrer Beute auf, um diese mit einem Sprint einzuholen und sie zu töten. In freier Wildbahn ernähren sie sich von kleinen Säugetieren, Vögeln, Amphibien, Reptilien und auch Spinnen.
Damit die samtigen Mitbewohner ihren Jagd- und Spieltrieb auch in einer Wohnung ausleben können, gibt es zahlreiche Spielsachen. Somit stellen Sie sicher, dass der Katze nicht langweilig wird und ihre Sinne geschärft bleiben. Auch eventuellem Übergewicht durch Bewegungsmangel können Sie mit den richtigen Spielsachen vorbeugen.

Natürlich soll in einer katzengerechten Wohnung auch ein Kratzbaum vorhanden sein. Er dient dazu die Krallen zu schärfen. Mit dem Wetzen der Krallen markiert die Katze einerseits durch Duftdrüsen an der Pfotenunterseite ihr Revier und hält andererseits ihre Krallen scharf. Wenn ein Kratzbaum vorhanden ist, können Sie Ihr Tier davon abhalten, seine Krallen an Ihren Möbeln zu schärfen.

Der Körperbau der Katze und Ansprüche an die Nahrung

Da Katzen reine Fleischfresser sind, gibt es bei der richtigen Ernährung einiges zu beachten. Das Futter sollte einen hohen Fleischanteil haben und zum Alter und der gesundheitlichen Konstitution des Tieres passen. Die eigenwilligen Tiere haben zudem oft auch eigene Vorstellungen, welches Futter das richtige für sie ist. Oft fressen sie tagelang lieber gar nichts, als ein neues Futter auch nur zu probieren.
Sachbücher empfehlen oft, dass es bei der Umstellung auf ein anderes Futter hilfreich ist, wenn man dieses nach und nach unter das gewohnte Futter mischt. Dabei kann man täglich die Menge erhöhen bis man das neue Futter pur geben kann. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Futter sozusagen zu parfümieren, indem man Krümel der Lieblingsleckerlis darüber streut. Das funktioniert, weil Katzen schlecht schmecken können, aber dafür der Geruchssinn umso besser ausgebildet ist.

Das richtige Katzenfutter – wer die Wahl hat, hat die Qual

Trockenfutter – praktisch in der Dosierung und leicht im Gewicht

Trockenfutter hat naturgemäß einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt als Nassfutter. Das hat Vorteile, bringt aber auch Nachteile mit sich. Ein Vorteil ist sicher, dass das Futter nicht so viel wiegt und meist weniger Müll anfällt als bei den Beutelchen und Dosen für das Nassfutter. Ein weiterer Vorteil ist die Haltbarkeit, denn wegen des geringen Feuchtigkeitsgehalts ist das Trockenfutter weniger schimmelanfällig. Auch riecht es nicht so aufdringlich wie manche Nassfutter-Sorten.

Ein Nachteil des Trockenfutters besteht aber darin, dass es eine hohe Nährstoffdichte aufweist. Das bedeutet, dass Sie beim Füttern aufpassen müssen, nicht zu viel zu geben, denn die Nährstoffe liegen relativ konzentriert vor. Noch ein Nachteil ist, dass der Katze keine zusätzliche Flüssigkeit zugeführt wird. Katzen trinken von Natur aus wenig Wasser, da sie das meiste Wasser aus der Beute beziehen. Wenn sie zu wenig trinken, kann das zu Nierenproblemen führen.

Nassfutter – lebensnotwendige Feuchtigkeit mit inbegriffen

Nassfutter hingegen enthält genügend Flüssigkeit, je nach Sorte zwischen 75 und 80 % und deckt somit den Flüssigkeitsbedarf zum größten Teil ab. Ein weiterer Vorteil von Nassfutter ist, dass das Abwiegen oder abmessen der Futtermenge entfällt, da es oft in Portionsbeuteln zu 100 Gramm oder in kleinen Dosen abgepackt ist.

Ein Nachteil am Nassfutter ist, dass es für die Zähne nicht so ideal ist wie Trockenfutter, denn dieses wirkt sozusagen als „natürliche Zahnbürste“. Auch ist die Haltbarkeit nicht so gut gewährleistet. Wenn Sie den Rest einer Feuchtfutterdose im Kühlschrank aufbewahren, müssen sie den Inhalt vor der Fütterung zunächst auf Zimmertemperatur bringen, denn Katzen haben einen empfindlichen Magen und bekommen schnell Bauchschmerzen.

Wie Sie dafür sorgen dass Ihre Katze ausreichend trinkt

Um die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen, empfiehlt sich eine so genannte Katzentränke. Katzen trinken nämlich von Natur aus viel lieber an einer bewegten Quelle, da sie davon ausgehen, dass nur fließendes Wasser frisch und trinkbar ist. Milch sollten Sie, wenn überhaupt, nur verdünnt geben, denn Katzen sind nach ihrer Babyzeit laktoseintolerant. Das bedeutet, dass sie die Milch nicht verstoffwechseln können und es somit zu Durchfall kommen kann.

B.A.R.F. – biologisch artgerechtes rohes Futter

Eine andere Möglichkeit, sein Haustier zu ernähren, ist das sogenannte Barfen. Das bedeutet, dass das Tier rohes Fleisch bekommt, denn in der Natur ernährt es sich schließlich auch von rohen Beutetieren. Beim Barfen gibt es einiges zu beachten. Zunächst sollten Sie wissen, dass Schweinefleisch nicht gegeben werden darf, da es den Aujesky-Virus enthalten kann. Dieses Virus ist für Katzen tödlich. Füttern können Sie Hühner, Puten, Gänse und Wachteln, wobei besonders die Küken als Beutetierersatz für die Katze interessant sind. Rindfleisch ist eher mager, während Lamm hingegen eher fetter ist. Auch Pferd und Hase oder Kaninchen können verfüttert werden. Das Barfen ist eine Wissenschaft für sich und es erfordert einiges an Wissen und Geduld, um eine Katze auf rohes Futter umzustellen.

Die Vorteile von der Rohfütterung liegen darin, dass es das natürlichste Futter für ein Raubtier ist. Auch werden die Zähne durch die Knochensplitter gereinigt und die Katze erhält durch die Knochen Kalzium. Ein Nachteil des Barfens ist, dass Sie über viel Sachwissen verfügen sollten, um das Tier mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen zu können. Auch erfordert es einen gewissen Aufwand, das rohe Fleisch durch den Wolf zu drehen, Gemüse und Getreide abzumessen und eventuell Nahrungsergänzungsmittel in der richtigen Dosierung hinzuzufügen.

Nahrungsergänzungsmittel – notwendig oder zu vernachlässigen?

Besonders beim Barfen sollten Sie sich mit Futterergänzungsmittel für Katzen beschäftigen. Denn das Supplementieren von Nährstoffen ist nicht einfach und erfordert einiges an Wissen. Ihr Tierarzt wird Sie sicher gerne darüber beraten, welche Nährstoffe Ihr Haustier benötigt und welche Futterergänzungsmittel die richtigen für die Bedürfnisse Ihres Tieres sind. Nahrungsergänzungsmittel für Menschen sind genau wie Medikamente für den Menschen für Katzen gänzlich ungeeignet, da der Metabolismus vollkommen anders funktioniert und sie im Zweifel mehr schaden als nützen.

Verschiedene Lebensabschnitte verlangen verschiedenes Futter

Katzenwelpen und die richtige Aufzucht wenn die Mutter fehlt

Gerade Katzenwelpen haben einen sehr empfindlichen Magen. Bei jeder Mahlzeit trinken sie nur sehr wenig Milch, aber dafür verbringen sie fast acht Stunden am Tag nur mit der Nahrungsaufnahme. Deshalb schaffen sie es, ihr Gewicht in der ersten Lebenswoche zu verdoppeln. Ab der dritten Woche werden die Kleinen langsam von der Mutter entwöhnt. Sie dürfen immer seltener saugen und werden von der Mutter auf die Beute oder den Futternapf aufmerksam gemacht. Da kleine Katzen noch über ein gut ausgebildetes Sättigungsgefühl verfügen, kann das Futter immer stehen bleiben. Weil der Magen noch sehr klein ist und die Welpen aber viele Kalorien benötigen, um zu wachsen, sollten Sie sie bis zu sechs Mal am Tag füttern.

Auf eine ausgewogene Ernährung achten

Beachten Sie auch dass heranwachsende Katzen für ein gesundes Knochenwachstum mehr Kalzium als ausgewachsene Katzen brauchen. Auch das Verdauungssystem funktioniert in einer etwas anderen Weise als bei erwachsenen Tieren. Deswegen sollten Sie kleinen Kätzchen nur speziell für das Alter geeignete Futter geben. Diese Spezialfutter gewährleistet eine optimale Versorgung mit den für das Wachstum wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Für verwaiste Katzenbabys gibt es spezielle Aufzuchtsmilch, um die Muttermilch zu ersetzen.

Lebensfrohe Straßenkater oder Stubentiger – die Mischung macht es aus

Bei der Ernährung einer Katze sollten Sie den Lebenswandel und den Charakter berücksichtigen. Ein Kater, der dauernd draußen unterwegs ist und auch sonst viel spielt, benötigt viel mehr Futter als eine Katze, die den ganzen Tag gemütlich auf dem Katzenkissen faulenzt. Eine falsche Ernährung kann fatale Folgen für Ihren kleinen Liebling haben. Ganz wie der Mensch können Katzen durch eine falsche Ernährung Übergewicht, Diabetes, Gelenkprobleme und Atemschwierigkeiten bekommen. Falls das Tier schon unter Übergewicht leidet, können Sie das Gewicht verringern, indem Sie nur zwei Drittel der gewohnten Futtermenge geben oder Sie füttern stattdessen spezielles Diätfutter.

Leckerlis zur Belohnung

Wenn Sie Ihrer Katze eine besondere Freude machen wollen, können Sie ihr Drops und Snacks geben. Auch zur Belohnung für richtiges Verhalten sind diese einsetzbar. Katzen sind entgegen der weitläufigen Meinung sehr wohl erziehbar, nur muss man ungleich mehr Geduld und Konsequenz mitbringen als bei der Erziehung eines Hundes, denn Katzen sind sehr eigenwillige und manchmal auch starrköpfige Geschöpfe. Um Übergewicht zu vermeiden, sollte die Menge der Leckerlis aber nicht mehr als ein Zehntel des täglichen Futterbedarfs ausmachen.

Aktive Senioren und kleine Patienten

Wenn die Katzen älter werden, ändert sich, genau wie beim Menschen, der Nahrungsbedarf. Speziell auf ältere Katzen abgestimmtes Futter stellt sicher, dass die Katzen alles bekommen, was sie benötigen und nicht unter einer Mangelernährung leiden. Auch kranke Katzen vertragen oft das herkömmliche Futter nicht und brauchen eine spezielle Diät. Meist bestehen Futtersorten für kranke Katzen aus leicht verdaulichen tierischen Eiweißen und Aufbaustoffen. Und auch hier gilt es, mit viel Liebe und Geduld auszuprobieren, was dem kleinen Mitbewohner am besten schmeckt.

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