Einkaufsratgeber Aquarium: So finden Sie das passende Futter für jeden Fisch

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Einkaufsratgeber Aquarium: So finden Sie das passende Futter für jeden Fisch

Die Haltung und die Zucht von Aquarienfischen sind in etwa zehn Millionen Haushalten Deutschlands zu einem beliebten Hobby geworden. Die netten, bunten Wasserbewohner bringen Leben und Harmonie in den Wohnraum und das sanfte Plätschern des Aquariums wirkt beruhigend. Jedoch gilt es, großes Augenmerk auf die Pflege von Fisch & Aquarium zu legen, damit nach der Anschaffung des neuen Lebensraumes der Fische diese auch für ihre gesamte Lebenszeit gut versorgt sind. Falls Sie noch nicht fündig geworden sind , können Sie jetzt das passende Aquarium günstig bei eBay kaufen.

Nachdem Sie sich entschieden haben, ob Sie ein Süß- oder ein Salzwasseraquarium anschaffen und unter den teils aufwendig zu pflegenden Fischen Ihre bevorzugte Kombination zusammengestellt haben, geht es nun um die richtige Wahl des Futters. Es ist von Vorteil, wenn Sie sich schon im Vorfeld dazu entschließen, Ihren Fischen Abwechslung in der Ernährung zu gönnen. Einseitige Fütterung, auch wenn das Fischfutter von hoher Qualität ist, könnte zu Mangelerscheinungen, Organfunktionsstörungen oder zu Verfettung führen.

Manche Fische haben kein Sättigungsgefühl, sie betteln ihre Halter geradezu an, wieder und wieder gefüttert zu werden, was ihnen und auch der Wasserqualität dann aber schadet. Gewöhnen Sie sich einen Rhythmus an: Eine einmalige Fütterung halten die meisten Aquarianer für ausreichend. Tagaktive Fische werden am Morgen, nachtaktive am Abend, kurz vor dem Ausschalten der Lampe, gefüttert. Sie können, wenn Sie beide Arten im Aquarium beherbergen, der jeweils anderen Art eine Fingerspitze Futter in eine andere Ecke streuen, um Rivalitäten zu vermeiden. Die Menge an Futter, die innerhalb von zwei Minuten gefressen wird, ist genau die richtige Ration.

Viele weitere Informationen zum Thema Aquaristik können Sie aus Büchern, Zeitschriften und Magazinen beziehen.

Unterschiedliche Fische, unterschiedliche Ansprüche an das Futter

Ob Ihre Fische Salzwasser- oder Süßwasserfische sind, ist für die Fütterung weniger relevant als die Art der Ernährung, die ihrem natürlichen Lebensraum entspricht. Es gibt sowohl im maritimen Bereich wie auch in den Seen und Flüssen aller Breitengrade Fische, die sich fast ausschließlich von tierischem Eiweiß ernähren. Diese werden als carnivore Tiere bezeichnet. Andere, die Herbivoren, bevorzugen auf jeden Fall Pflanzen. Fische, die nicht anspruchsvoll in der Auswahl ihrer Nahrung sind und sich sowohl von Pflanzen als auch von kleineren Wassermitbewohnern ernähren, werden auch Omnivoren genannt.

Anhand der Form des Mauls können Sie auf die Fressgewohnheiten Ihrer Fische schließen

Achten Sie darauf, in welchem Bereich des Aquariums sich die Fische aufhalten, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Fische mit einem oberständigen Maul sind darauf ausgerichtet, an der Wasseroberfläche nach Fliegen zu schnappen, ohne dass ihr Rücken dabei aus dem Wasser schaut. Für sie ist Futter, das lange schwimmt, wie zum Beispiel Flockenfutter, am besten geeignet. Fische, die ein endständiges Maul haben, deren Maul also spitz nach vorn zuläuft, nehmen ihre Nahrung in der mittleren Zone des Aquariums auf oder zupfen gerne Algen sowie Mikroorganismen von der Glaswand und den Wasserpflanzen. Feines Granulat, das nicht so schnell zu Boden sinkt, wäre hier eine gute Lösung.

Fische mit einem unterständigen Maul nehmen ihre Nahrung vom Boden des Aquariums auf. Für sie gibt es Tabs, die sofort absinken, lange fest bleiben und der besonderen Gewohnheit der Fische, Flächen abzusaugen, entsprechen.

Hauptfutter – eine qualitativ hochwertige Mischung für die tägliche Fütterung

Grundsätzlich steht zur Fütterung Hauptfutter in Form von Flockenfutter, Futtertabletten, Futtergranulat, Pellets und Sticks zur Verfügung. Da Fische in ihrem natürlichen Lebensraum während ihrer aktiven Zeit immer auf Nahrungssuche sind, braucht man ihnen auch im Aquarium das Leben nicht allzu sehr erleichtern. Fischfutter, das eher klein ist und von dem sie daher nicht mit einem Bissen satt werden, verhilft zu mehr Bewegung und so zu einem gesunden Fischleben.

Und natürlich gibt es für sehr beliebte Fischarten ein speziell auf sie abgestimmtes Futter: Für Guppys, Diskusfische, Goldfische, Welse oder für die Fischaufzucht wird ein spezielles Futter angeboten.

Fischfutter mit ausreichend tierischem Eiweiß speziell für fleischfressende Fische

Carnivore Aquarienfische ernähren sich überwiegend von Wasserflöhen und Mückenlarven, Bachflohkrebsen, Würmern und kleinen Fischen. Für fleischfressende Fische wie Salmler, Raubwelse, Buntbarsche, Diskus- oder Kampffische sollten Sie zusätzlich Futter mit einem hohen Anteil an tierischem Eiweiß aussuchen. Das kann Lebendfutter oder aber Frostfutter wie rote und weiße Mückenlarven oder Bachröhrenwürmer sein. Dieses Gefrierfutter muss vor dem Füttern in einem Sieb aufgetaut werden. Danach wird das sich bildende Wasser abgegossen und das Futter anschließend abgewaschen. Es empfiehlt sich, Frostfutter nur einige Male pro Woche zu füttern. Dann sollte es innerhalb einer halben Stunde gefressen sein, da es bei längerem Herumliegen sehr an Nährwert verliert beziehungsweise verfaulen kann. Angeboten wird Frostfutter als Flachtafel, als Großtafel, in Schokoladentafelform und Blister, wobei die beiden Letzteren sehr einfach zu portionieren sind.

Wenn Sie Zeit und Lust haben, können Sie auch selbst Lebendfutter züchten. Über die Vorgehensweise können Sie sich in entsprechenden Sachbüchern zur Futtertierzucht informieren.

Futter für die Pflanzenfresser unter Ihren Fischen

Herbivore Aquarienbewohner lieben alle möglichen Wasserpflanzen, aber auch Algenchips sowie Früchte oder Blätter, die man getrocknet finden kann. Getrocknete Algen, sogenannte Algenchips, sind sehr eiweißreich und daher extrem gehaltvoll. Reinen Pflanzenfressern sollten sie nur als zeitweilige Kost angeboten werden. Pflanzenfressende Fische sind sehr beliebt, weil sie gerne auch die Algen von den Glaswänden und den Wasserpflanzen „putzen“ und somit recht nützlich sind.

Sie können jede Art von Obst und Gemüse anbieten, wenn gewährleistet werden kann, dass dieses aus biologischem Anbau stammt. Am besten probieren Sie aus, was Ihre Fische am liebsten haben. Die Palette geht vom Blumenkohl bis zum Kürbis, von Mais über Salat bis zu Gurken und Zucchini. Aber auch Banane und Zitrusfrüchte werden gerne genommen. Befestigen Sie die kleinen Leckerbissen an einem Stein oder einer Wurzel, so haben auch die Bodenfresser große Freude damit. Nach etwa zwölf Stunden muss aber der Rest der Nahrung entfernt werden, damit das Wasser nicht durch Fäulnisbakterien belastet wird.

Auch Seegras und andere Aquarienpflanzen dienen den Black Mollys, den Buntbarschen und manchen Welsen eher als Futter denn als Deko.

Die Allesfresser unter den Fischen sind am leichtesten zu ernähren

Omnivore Fische ernähren sich zu gleichen Teilen von tierischer und pflanzlicher Kost. Goldfische zum Beispiel und Schwertträger nehmen gerne jede Art von Futter an.

Mehr als bei den anderen Aquarienfischen ist bei Allesfressern besonderes Augenmerk darauf zu legen, dass nicht zu viel gefüttert wird. Viele Anfänger meinen es zu gut mit ihren Fischen und verschlechtern durch eine Überfütterung die Wasserqualität. Das führt zu einem Nährstoffüberschuss im Wasser, es wird trüb, Algen bilden sich und vielen Fischkrankheiten sind Tür und Tor geöffnet.

Ein Tipp für eine ausgeglichene Versorgung ist, einen futterfreien Tag einzuführen. Lassen Sie Ihre Aquarienbewohner einmal pro Woche fasten, dann kann sich die Wasserqualität stabilisieren und die Fische werden robust und kräftig, weil sie sich mehr bewegen, um Nahrung zu suchen. Beachten Sie jedoch, dass Jungfische täglich gefüttert werden sollten.

Fischaufzucht – Nahrung für die Baby-Fische

Wenn Sie gezielt züchten möchten oder aber überraschenderweise Jungfische in Ihrem Aquarium entdecken, ist eine spezielle Versorgung mit Nährstoffen angesagt. Als Aufzuchtfutter werden Trockenfutter, Flüssigfutter, Artemia, Mikrowürmer und Infusorien verwendet. Trockenfutter wird fein zerrieben. Es stellt jedoch nur eine Übergangslösung dar, wenn gerade kein adäquates Aufzuchtfutter zur Verfügung steht. Korrekterweise verwendet man für die ganz jungen und kleinen Tiere Flüssigfutter oder Infusorien, das sind Mikrolebewesen, Einzeller, die von jungen Fischen leicht aufgenommen werden können. Wenn die Fische dann schon etwas größer sind, können sie mit Artemia und Mikrowürmern gefüttert werden, die auch in jedem Aufzuchtfutter enthalten sind. Wenn Sie Artemia selbst züchten, sollten Sie einkalkulieren, dass diese nur einen Tag lang ihren Nährwert behalten. Das bedeutet, dass jeden Tag eine neue Brut angesetzt werden muss. Leichter geht diese Prozedur in einem Aufzuchtautomaten vonstatten. Gefüttert werden die Jungfische mehrmals täglich, jedoch mit einer geringen Futterdosis.

Jeder Fisch braucht auch Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe

Für das allgemeine Wachstum ist Vitamin A, für die Knochenbildung Vitamin D unerlässlich. Der Kohlenhydratstoffwechsel und der allgemeine Stoffwechsel werden durch Vitamin B1 und B2 reguliert, für den Eiweißaufbau und die Blutbildung sind die Vitamine B6 und B12 notwendig. Da Vitamine in einer schon länger geöffneten Packung Fischfutter zerfallen, ist es ratsam, dem Aquarium zusätzlich Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe zuzufügen. Zink zur Wundheilung und Eisen für die Sauerstoffaufnahme und zur Blutbildung sind dabei nicht zu vergessen.

Ballaststoffe werden in Form von Wasserflöhen, Mysis oder Krill zugeführt. Eine hochwertige Futtermischung enthält diese Stoffe sowie auch Omega-3- und Omega-6–Fettsäuren.

Auch während Ihres Urlaubs sind Ihre Fische gut versorgt

Für ein- bis zweiwöchige Abwesenheit von zu Hause können Ihre Fische mittels eines sich nach und nach zersetzenden Futterblocks versorgt werden.

Auch ein Futterautomat kann während Ihrer Abwesenheit eine große Hilfe sein. Futterautomaten sind mit Flocken-, Tabletten- oder Granulatfutter befüllbar. Sie haben einen Mechanismus, der das Verkleben des Futters verhindert. Sie können programmieren, wie oft und wie viel Futter der Automat zu welchem Zeitpunkt oder in welchem Intervall abgeben soll. Bei manchen Futterautomaten kann man das Futter sogar pro Fütterung selbst auswählen und sie mit verschiedenen Futtersorten befüllen.

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