Einkaufsratgeber: 5-Mark-Goldmünzen

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Einkaufsratgeber: 5-Mark-Goldmünzen

Geschichtliche Aspekte der Goldmünzen

Heutzutage ist es nicht so einfach, qualitativ hochwertige und gut erhaltene Goldmünzen aus der Zeit des ehemaligen Deutschen Reichs zu finden. Viele der ansehnlichen 5-Mark-Goldmünzen von damals findet man nur noch in gut sortierten Sammelalben versierter Numismatiker. Spricht man zudem noch von den sehr seltenen und nur kurzzeitig geprägten 5-Mark-Goldmünzen, dann verschärft sich dieser Gedanke noch mehr. Die Münzen, um die es geht, wurden vor allem im Zeitraum zwischen 1871 und 1914 geprägt, es handelt sich also um eine nur sehr kurze Zeitspanne. Historisch bedeutet dies, dass die Münzen aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs stammen, in deren historischem Verlauf auch die Erlangung von Kolonien für das Deutsche Reich hineinspielte. Der nächste Abschnitt soll Daten und Fakten über die 5-Mark-Goldmünzen darlegen.

5-Mark-Goldmünzen aus dem Kaiserreich – Wissenswertes

Die Goldmünzen aus der Zeit des Deutsch Kaiserreichs zeigten bevorzugt Porträts der Deutschen Kaiser sowie die unterschiedlichen Wappen der Fürstentümer und Kleinstaaten. Ein weiteres beliebtes Symbol war der Reichsadler, das Wappentier des Deutschen Kaiserreichs. Die Vorderseite der Münzen wird jeweils vom Reichsadler mit Hohenzollernschild geschmückt. Zudem sind die Wörter „Deutsches Reich“ sowie das Prägejahr und der Nominalwert zu erkennen. Die Münze hatte ein Gewicht von ca. zwei Gramm und einen Durchmesser von etwa 17 Millimetern. Die Einführungen der goldenen 5-Mark-Münzen wurden mit dem allgemeinen Münzgesetz vom 9. Juli 1873 beschlossen. Diese trugen im Volksmund den Beinamen „Halbe Krone“. Da sich die niedrigsten der Goldmünzen nicht durchsetzen konnten, brach man deren Prägung nach nur einem Jahr Prägezeit im Jahre 1878 ab. Besonders interessant ist, dass Historiker auf der ganzen Welt davon ausgehen, dass bis zu 98 Prozent der heute angebotenen 5-Mark-Goldmünzen Fälschungen sind, da ein besonders großer Anteil der Schmidt-Hausmann-Fälschungen aus den 1960er Jahren auf die 5-Mark-Goldmünzen fiel. Beliebt waren die 5-Mark-Goldstücke bei den Fälschern deshalb, weil man jene Münzen nur einen kurzen Zeitraum prägte und somit die Münzen bei Sammlern einen hohen Wert erzielten.

Goldmünzen, das Deutsche Reich und seine Geschichte

Neben diesen Fakten sollten Sie vielleicht auch noch wissen, dass das damalige Deutsche Reich nicht mit dem uns heute bekannten Deutschland übereinstimmte. Dieses war vielmehr ein Flickenteppich, bestehend aus unzähligen Kleinstaaten, Herzogen- und Fürstentümern sowie Stadtstaaten. Jeder dieser einzelnen Staaten im Reich pflegte, seine eigenen Kursmünzen, jedoch währungsmäßig gebunden an die Reichsmark, zu prägen. Neben den Pfennig- und Markmünzen im Reich führte man zudem auch bald in den verschiedenen deutschen Kolonien eigene Münzen bzw. Währungen ein.

Der tägliche Münzverkehr des 19. Jahrhunderts

Das Geld, welches sich im regulären täglichen Zahlungsverkehr befand, ist allerdings nicht mit den wertvollen 5-Mark-Goldmünzen, schon gar nicht mit den sehr wertvollen 20-Mark-Goldmünzen gleichzusetzen. Der reguläre normalbürgerliche Geldverkehr beschränkte sich vornehmlich auf den Gebrauch von wertmäßig geringeren Kupfer- und Nickelmünzen sowie vereinzelt auch auf die wertvolleren Silbermünzen.

Wo die Bestände an Goldmünzen gelandet sind

Goldmünzen hingegen waren eher Raritäten und landeten zum Teil in Münzsammlungen als Wertanlage oder mussten im Zuge des Ersten Weltkriegs als Reparationszahlungen ins Ausland abgeführt werden. Zwischenzeitlich wurde das Land noch von einem weiteren Krieg erschüttert und die Not war teilweise so groß, dass die wertvollen Goldmünzen, insofern noch welche im Inland existierten, eingeschmolzen und auf dem Schwarzmarkt gegen Waren eingetauscht wurden. Eine große Auswahl an Gold-, Silber- und Kupfermünzen finden Sie allerdings auch heute noch bei eBay, hier bieten Sammler teilweise sehr gut erhaltene Stücke zum Verkauf an.

Die unterschiedlichen Münzarten der vergangenen Jahrhunderte - Wert der Münzen

Münzen werden seit jeher aus Metalllegierungen geprägt, können aber wertmäßig Schwankungen unterliegen. Man unterscheidet sogenannte „Scheidemünzen“, also Münzen, deren Nominalwert höher ist, als der Wert des in der Münze enthaltenen Metalls. Der Nominalwert ist immer jener Wert, mit welchem die Münze im Zahlungsverkehr gehandelt wird. Gleichwertig im Nominalwert und im Realwert waren hingegen die „Kurantmünzen“, diese Münzen deckten mit ihrem wertvolleren Metallgehalt den auf ihnen aufgeprägten Nominalwert. Als komplettes Gegenteil zu den Scheidemünzen gelten die „Bullionmünzen“, zu denen auch die 5-Mark-Goldmünze gehört. Diese werden in der Regel als Anlagemünzen verwendet. Früher verwendete man sie zudem für den internationalen Zahlungsverkehr. In dem Zusammenhang wurden diese nie im täglichen Warenhandel eingesetzt. Beispiele für den ersten Bereich an Münzen, den „Scheidemünzen“, waren z.B. die 1-Pfennig-Münze von 1871-1889 und die späteren 1-Pfennig-Münzen von 1890-1916 der zweiten Auflage. Zudem waren dies auch die 2-Pfennig-Münzen von 1873-1877 der ersten Generation und die 2-Pfennig-Münzen von 1904-1916 der zweiten Generation. Die für die beiden Münzwerte verwendeten Legierungen bestanden zu 95 Prozent aus Kupfer, zu 4 Prozent aus Zinn und zu 1 Prozent aus Zink. Die nächsthöheren Scheidemünzen waren die 5-Pfennig-Münzen von 1874-1889, die 10-Pfennig-Münzen von 1873-1889 und die 20-Pfennig-Münzen von 1873-1887. Hier verwendete man für die Prägung der Münzen bereits eine wertvollere Legierung, bestehend aus 75 Prozent Kupfer und 25 Prozent Nickel.

Die gedeckten Kurantmünzen wurden in Form von 50-Pfennig-Münzen von 1875-1877, 1/2-Mark-Münzen von 1905-1919, 1-Mark-Münzen von 1891-1916 sowie in Form von 2-Mark-Silbermünzen, 3-Mark-Silbermünzen und in 5-Mark-Silbermünzen geprägt. Alle Münzen wurden aus einem Metallgemisch, bestehend aus 90 Prozent Silber und 10 Prozent Kupfer hergestellt. Eine Kuriosität bildete dabei die 5-Mark-Silbermünze, deren Silbergehalt von 25 Gramm auf 28 Gramm Eigengewicht den Nominalwert der Münze überstieg und die somit zu den Bullionmünzen hätte gezählt werden müssen.

Folglich bilden diese Bullionmünzen das andere Ende der Werte-Skala. Im großen Stil setzten sich so anfangs die Goldmünzen mit den Werten 10 Goldmark – die sogenannte „Krone“, 20 Goldmark – die sogenannte „Doppelkrone“ und später auch in Form von 5-Goldmark-Münzen durch. Für die Prägung der Münzen wurde ein Metallgemisch mit einer Zusammensetzung aus 90 Prozent Gold und 10 Prozent Kupfer verwendet.

Goldmünzen aus den verschiedensten Epochen Deutschlands – Entstehungsphase

Die Idee der Prägung von Anlagemünzen geht bereits auf die Reichsgründung im Jahre 1871 zurück. Hier wurde im Spiegelsaal von Versailles die Prägung von Goldmünzen mit einem Gesetz manifestiert. In der frühen Entstehungsphase der Goldmünzen fasste man die Idee von 30-Mark-Münzen aus Gold ins Auge, welche man aber schnell wieder ad acta legte. In der Realität wurden zuerst die wertmäßig geringeren 10-Mark-Goldmünzen umgesetzt, welche die Antlitze der einzelnen Herrscher trugen, je nachdem in welchem Kleinstaat oder Fürstentum diese geprägt wurde. Bei eBay erhalten Sie diesbezüglich eine große Auswahl verschiedener Stücke aus unterschiedlichen Münzprägeanstalten. Später entschied man sich für die Einführung einer wertmäßig höheren Münze, zur 20-Mark-Goldmünze. Die bei Sammlern sehr gefragte 5-Mark-Goldmünze hingegen wurde erst viel später ins Leben gerufen.

Neben den Goldmünzen, welche innerhalb des Deutschen Kaiserreichs geprägt wurden, pflegte man später auch in den deutschen Kolonien solche Münzen zu prägen. Hierbei handelte es sich zudem um Sondermünzen, die heutzutage unter Sammlern stark umworben sind. Zu nennen sind hierbei vor allem Exemplare aus den deutschen Kolonien in Ostafrika, wie z.B. die goldenen Rupien-Münzen. Neben dem afrikanischen Kontinent versuchte man zudem auch, auf dem asiatischen Kontinent Fuß zu fassen. Hauptsächlich aus der Kolonie Neuguinea sind heute noch gut erhaltene Stücke auffindbar. Das Ende der Goldmünzen-Ära markiert das Eintreten des Ersten Weltkriegs und die damit verbundene Ressourcen-Knappheit des Reichs. Im Zuge des Versailler Vertrags im Jahre 1918 musste das Deutsche Reich ca. 20 Milliarden Goldmark Reparationszahlungen an die Siegermächte bezahlen. Somit verschwand ein Großteil der kostbaren Goldmünzen ins Ausland und die inländische Produktion von Gold-Kursmünzen wurde bis zum heutigen Tage eingestellt.

Zusammenhang zwischen Wert und Erhaltung der Münzen - wichtig ist Pflege

Da die Münzen in ihrer Beschaffenheit und Bedeutung sehr verschieden sind, hängt es natürlich von den persönlichen Epochen-Vorlieben ab, für welche der zahlreichen Goldmünzen Sie sich letztendlich entscheiden. Schwierig wird es dabei auch, noch gut erhaltene Exemplare unter den wenigen Verbliebenen zu finden. In diesem Zusammenhang ist dabei natürlich auf die Erhaltungsqualität der 5-Mark-Goldmünze oder anderer Goldmünzen zu achten. So gibt z.B. die Prägequalität Auskunft über die Erhaltung der Münze. Besonders wichtig beim Münzhandel ist aber der Erhaltungsgrad der Münze, welcher bei heutigen Münzverkäufen stets angegeben wird. Auf der Skala finden Sie die Kürzel „ss“ – für sehr schön, die die geringste Erhaltungsqualität symbolisieren. Am anderen Ende der Skala findet man die Abkürzungen „pp“ – für polierte Platte, der besten Erhaltungsqualität. Speziell die 5-Mark-Goldmünzen sind auf Grund ihres eher seltenen Auftretens im damaligen Zahlungsverkehr statistisch wahrscheinlicher in einer guten Erhaltungsqualität zu bekommen, als die Münzen vom geringerem Wert wie z.B. die Pfennigmünzen, da diese von der Bevölkerung viel intensiver genutzt wurden. Wie lässt sich eine solche Goldmünze nun bestmöglich erhalten? Hierfür finden Sie bei eBay passende Alben zur Aufbewahrung sowie unterschiedliche Produkte zur Reinigung & Pflege von Goldmünzen und anderer Münzen. Sollen die Goldmünzen als Geldanlage dienen, ist es ratsam, diese in luftdichten Kapseln zu lagern, um so den Abnutzungsprozess zu minimieren.

Echtheit und Pflege der Goldmünzen - Organisationen

Beim Kauf einer Münze aus dieser Zeitperiode sollten Sie sich vor allem viel Zeit nehmen. Um auch heute noch ein gut erhaltenes Exemplar oder ganze Kursmünzensätze zu finden, muss man schon eine Weile suchen. Gelingt es allerdings, ein vermeintlich gut erhaltenes Exemplar zu finden, sollten Sie zu Beginn immer erst mit etwas Skepsis an die Sache herangehen. Denn vielerorts kann es sich, wie bei Münzen aus anderen Epochen auch, um Fälschungen handeln. Hierfür stehen dem versierten Münzsammler vielerlei Organisationen für Numismatik zur Seite, welche problemlos Echtheit und Alter der Münze bestimmen können. Solche Münzen können im Bestfall sogar gute Geldanlagen sein.

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