Einkaufsleitfaden: Waschmittel und Weichspüler

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eBay-Einkaufsleitfaden: Waschmittel und Weichspüler

Was Sie beim Kauf von Waschmittel, Weichspüler und Co beachten sollten

Die Zeiten, in denen Frauen sich beim wöchentlichen Waschtag mit Kernseife und Waschbrett abmühen mussten, sind schon lange vorbei. Längst gibt es Waschmittel und Weichspüler in den verschiedensten Variationen, die Wäschepflege deutlich leichter werden lassen.

Neben dem Supermarkt und der Drogerie ist auch das Internet eine gute Adresse, um Waschmittel, Weichspüler und Co. käuflich zu erwerben. Ob flüssig oder als Pulver, ob besonders umweltfreundlich oder als Spezialwaschmittel für niedrige Temperaturen und empfindliche Kleidungsstücke – bei eBay sind Produkte zur Wäschepflege nur einen Mausklick entfernt. Und statt die meist schweren und unhandlichen Kartons und Flaschen selbst tragen zu müssen, bekommen Sie diese bei einer Online-Bestellung auch noch bequem bis an die Haustür geliefert.

Waschmittel – flüssig oder Pulver?

Diese Frage stellt sich bei jedem Waschmitteleinkauf neu. Beide Varianten haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Die Stiftung Warentest hat beispielsweise herausgefunden, dass die Tenside in Waschpulvern den Schmutz am besten aus den Fasern lösen und gleichzeitig verhindern, dass sich die gelösten Schmutzpartikel während des Waschvorgangs wieder auf anderen Fasern in der Wäschetrommel niederlassen. Flüssigwaschmittel schaffen diesen Spagat deutlich schlechter, was dazu führt, dass mit Flüssigwaschmittel behandelte Wäsche mit der Zeit oft einen Grauschleier bekommt. Dafür haben Waschmittel in Pulverform den Nachteil, dass sich das Pulver beim Waschen oft nicht komplett auflöst und sich Reste als unschöne Flecken oder Schlieren auf den Wäschestücken absetzen können. Besonders bei dunklen Wäschestücken fallen diese Flecken besonders auf. Flüssigwaschmittel wiederum löst sich im Wasser komplett auf, sodass keine Rückstände zurückbleiben. Wer sichergehen möchte, sollte deswegen nicht ausschließlich Waschpulver oder Flüssigwaschmittel verwenden, sondern immer mal wieder zwischen diesen beiden Varianten wechseln. Auch ein wiederholter Wechsel der Marken wird von Experten übrigens empfohlen.

Richtig dosieren

Wie viel Waschmittel Sie für einen Waschgang tatsächlich benötigen, hängt unter anderem vom Verschmutzungsgrad der Wäsche und von der Härte des Wassers ab. Den Härtegrad können Sie relativ schnell bei Ihren kommunalen Wasserwerken in Erfahrung bringen. Dosierungsempfehlungen hingegen finden Sie auf nahezu jeder Waschmittelpackung. Um Überdosierungen zu vermeiden, sollten Sie in eine Dosierkugel oder einen Messbecher investieren, mit denen Sie die genaue Waschmittelmenge abmessen können. Sie sind preiswert online oder im Drogeriemarkt erhältlich, bei Waschmitteln des höheren Preissegments sind Sie sogar oft in der Packung enthalten.

Wäscheschutz durch Farbfangtücher

Um beim Waschen die Farben der Wäschestücke zusätzlich zu schützen, geben Sie sogenannte Farbfangtücher in die Wäschetrommel. Da mit dem Schmutz auch Farbpartikel aus den Textilien ausgewaschen werden, fangen die Tücher diese Farbpartikel auf und sorgen so dafür, dass sich die Kleinteilchen nicht auf anderen Textilien festsetzen und diese verfärben können. Spezielle Tücher gibt es auch für weiße Textilien, die die Bildung eines Grauschleiers verhindern.

Weichspüler für weiche Wäsche: ja oder nein?

Das Waschen mit modernen Waschmitteln ist deutlich einfacher geworden. Der Nachteil: Anders als die Seife früherer Zeiten enthalten moderne Waschmittel auch Stoffe, die Wäsche rauer werden lassen. Dies gilt besonders, wenn die Wäsche nicht in den Trockner kommt, sondern an der frischen Luft getrocknet wird. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, einen Weichspüler zu verwenden. Ähnlich wie bei den Waschmitteln ist auch hier die Auswahl besonders groß, im Supermarkt und in der Drogerie ebenso wie online. Weichspüler unterbinden vor allem die sogenannte Trockenstarre, durch die die Wäschestücke beim Trocknen hart werden können.

Die Vorteile von Weichspülern

Neben den Weichmacherqualitäten verfügen Weichspüler noch über weitere Vorteile. So sorgen sie bei Wäschestücken aus Kunstfasern dafür, dass sich die elektrostatische Aufladung der Wäsche reduziert und das Bügeln deutlich einfacher wird. Der Grund: Weiche Fasern lassen sich schneller glätten als harte und knittern auch deutlich weniger. Manche Weichspüler verfügen zusätzlich über spezielle Inhaltsstoffe, die schlechte Gerüche neutralisieren. Auch bei einer Überdosierung und damit einhergehender übermäßiger Schaumbildung in der Waschtrommel ist der Einsatz eines Weichspülers sinnvoll. Geben Sie nach einer Überdosierung ein wenig Weichspüler ins Waschmittelfach der Waschmaschine und der Schaum in der Waschtrommel löst sich in kurzer Zeit auf.

Die Nachteile von Weichspülern

Als Nachteil ist allerdings anzumerken, dass Weichspüler die Umwelt belasten, auch wenn die Inhaltsstoffe heute meist aus Tier- oder Pflanzenfetten hergestellt werden und damit deutlich geringere Umweltschäden verursachen als die Weichspüler der 1990er Jahre. Ein Problem können außerdem die Parfümstoffe bilden, die Allergikern zu schaffen machen. Eine Ausnahme bilden Menschen mit Neurodermitis. Ihnen können Weichspüler sogar Linderung verschaffen, da die Wäsche nicht mehr hart an der Haut reibt.

Außer der bedenklichen Umweltbilanz ergibt sich noch ein weiterer Nachteil beim Einsatz von Weichspülern. Manche Textilien büßen bei einer Behandlung mit Weichspülern ihre speziellen Eigenschaften ein. So werden Handtücher mit Weichspüler zwar tatsächlich weich, verlieren aber mit der Zeit auch ihre Saugfähigkeit. Auch Funktionskleidung sollte man nicht mit Weichspüler behandeln. Tipp: vor dem Einsatz von Weichspülern auf die Waschanleitung schauen und im Zweifel lieber einmal auf den Weichspüler verzichten.

Achten Sie immer darauf, dass der Weichspüler keine unnötigen Bestandteile wie Farb-, Konservierungs- oder Parfümstoffe enthält. Und auch beim Weichspüler gilt, ähnlich wie beim Waschmittel: Die Dosierung macht den Unterschied. Nutzen Sie die Dosierhilfe für die Waschmittelmenge auch für den Weichspüler.

Vollwaschmittel sind nicht immer sinnvoll

Vor allem für das Waschen weißer oder heller Textilien sind Vollwaschmittel in der Regel völlig ausreichend. Sie dienen nicht nur der Reinigung, sondern enthalten meist auch ein Bleichmittel. Dieses sorgt dafür, dass weiße oder helle Wäsche auch nach mehrmaligem Waschen weiß bleibt und keinen Grauschleier bekommt.

Colorwaschmittel für den besseren Farbschutz

Was für weiße oder helle Wäsche also durchaus Vorteile bietet, kann bei Buntwäsche zum Problem werden. Genau dieselben Bleichmittel und optischen Aufheller können bei der Buntwäsche die Farben nach mehrmaligem Waschen verblassen lassen. Für Buntwäsche ist es daher wesentlich sinnvoller, zu einem speziellen Colorwaschmittel zu greifen. Es enthält weder Bleichmittel noch optische Aufheller und schont so die Farben. Darüber hinaus verfügen Colorwaschmittel über sogenannte Farbübertragungshemmer. Diese sorgen dafür, dass Sie beim Waschen von Buntwäsche Wäschestücke verschiedener Farben gemeinsam waschen können, ohne dass die Farben abfärben. Tipp: Greifen Sie bei Vollwaschmitteln zur flüssigen Variante, um mögliche weiße Pulverspuren auf den bunten Textilien zu vermeiden.

Doch keine Regel ohne Ausnahme: Ist die Buntwäsche stark verschmutzt oder weist sie hartnäckige Flecken auf, dann ist der Einsatz eines Vollwaschmittels auch hier ausnahmsweise sinnvoll. Die Bleiche im Vollwaschmittel kann hartnäckigen Flecken besser zu Leibe rücken als das sanftere Colorwaschmittel. Bei starker Verschmutzung ist es zudem sinnvoll, die Flecken mit einem speziellen Fleckenentferner vorzubehandeln. Die Fleckenentferner werden meist als Spray oder Gel angeboten, sodass sie zielgenau auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen werden können. Das schont den Geldbeutel und sorgt für gute Ergebnisse.

Colorwaschmittel eignen sich auch hervorragend, um dunkle oder schwarze Wäsche zu waschen. Der Einsatz eines speziellen Waschmittels hierfür ist nicht notwendig. Greifen Sie bei einem Colorwaschmittel möglichst zu einem Markenprodukt, beispielsweise von Rei, Persil oder Sunil. Testergebnisse bescheinigen eine deutlich bessere Bewertung als bei No-Name-Produkten.

Spezialwaschmittel für Wolle und Feines

Ebenso wie für die Buntwäsche sollten Sie auch für Wolle oder Feinwäsche zu einem speziellen Feinwaschmittel, beispielsweise von Perwoll, greifen. Auch Spezialwaschmittel enthalten weder Enzyme noch optische Aufheller oder Bleichmittel und waschen daher deutlich schonender als ein Vollwaschmittel. Dies ist bei Wollstoffen und feinen Textilien ein absolutes Muss, wenn Sie lange Freude an Ihren Kleidungsstücken haben wollen.

Zu den Kleidungsstücken, die Sie unbedingt mit einem Feinwaschmittel waschen sollten, gehören neben Wollpullis und Wollschals auch Kleidungsstücke aus Seide, Jacken und Mäntel aus Stoff sowie empfindliche Baumwollbekleidung, die mit Naturfarben gefärbt wurde. Gerade Naturfarben werden von der Bleiche in einem Vollwaschmittel deutlich stärker angegriffen, so dass das entsprechende Kleidungsstück bereits nach einigen Waschgängen ausgebleicht sein könnte.

Umweltfreundliche Waschmittel

Wer bei der nächsten Wäsche nicht nur seinen Geldbeutel schonen, sondern auch ein gutes Gewissen in Sachen Umwelt haben will, der greift zu Umweltwaschmitteln. Dazu gehören unter anderem Waschmittel, die bereits bei niedrigen Temperaturen von 20 Grad saubere Wäsche versprechen. Bei vielen modernen Waschmaschinen gibt es mittlerweile entsprechende Einstellungen. Waschmittelhersteller wie Ariel bieten diese Waschmittel an. Ein solches Produkt eignet sich jedoch nicht für alle Flecken – schwierig sind beispielsweise Motoröl- oder Make-up-Flecken. Bei leicht verschmutzter Wäsche reicht Umweltwaschmittel jedoch völlig aus. Tests haben gezeigt, dass sich sogar Frittierfett, Zahnpasta oder Blut mit einem Niedrigtemperatur-Waschmittel problemlos beseitigen lassen.

Gute Umweltbilanz mit Waschmitteln von Frosch & Co.

Noch ein Stück umweltfreundlicher sind Waschmittel von Spezialherstellern wie beispielsweise Frosch. Zwar sind die Waschmittel dieser Marken ähnlich aufgebaut wie herkömmliche Waschmittel, doch Frosch verzichtet beispielsweise auf besonders schwierig abbaubare Stoffe im Waschmittel. Zusätzlich kommen verstärkt Inhaltsstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zum Einsatz, sodass die Umweltbilanz positiver ausfällt. Mittlerweile bietet das Unternehmen sogar das komplette Waschmittelsortiment vom Vollwaschmittel über das Colorwaschmittel bis hin zu Feinwaschmitteln unter diesem Grundprinzip an.

Noch umweltschonender: Waschnüsse

Und es geht noch grüner – und zwar mit dem Einsatz von Waschnüssen. Erhältlich ist das umweltfreundliche Waschmittel, das ursprünglich aus Indien stammt und dort auch als Heilmittel eingesetzt wird, entweder gebrauchsfertig als halbierte Schalen oder in Pulverform. Auch flüssige Waschmittel mit den Wirkstoffen der Waschnuss sind erhältlich. Um die Wäsche zu säubern, werden die Nussschalen in einem Baumwollsäckchen direkt zur Wäsche in die Trommel gegeben. Pulver und Flüssigwaschmittel werden wie herkömmliche Waschmittel verwendet. Je nach Verschmutzungsgrad und Wasserhärte müssen die Waschnüsse unterschiedlich dosiert werden. Drei bis sieben Nusshälften reichen in der Regel für einen Waschgang aus.

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