Einige hilfreiche Tipps, wie Sie Amaryllis auf eBay finden

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Einige hilfreiche Tipps, wie Sie Amaryllis auf eBay finden

Die Amaryllis gehört neben den Hyazinthen oder Tulpen zu den beliebtesten Zwiebelpflanzen. Dies mag nicht zuletzt an ihrem Formen- und Farbenreichtum liegen. So ist diese Pflanze in den unterschiedlichsten Farben und Arten erhältlich. Sowohl unter Hobbygärtnern als auch echten Botanikern wird diese Pflanze aufgrund ihrer außergewöhnlich schönen Blüte geschätzt.

Amaryllis - die mehrjährige Pflanze

Doch sollten Sie einiges beachten, wenn Sie sich an einer Amaryllis lange erfreuen wollen. Viele Menschen werfen die Zwiebel der Amaryllis weg, sobald diese verblüht ist. Sie wissen meist nicht, dass die Amaryllis eine mehrjährige Pflanze und zum Wegschmeißen viel zu schade ist. Mit der richtigen Bepflanzung, Zucht und Pflege können auch Sie sich in jedem Jahr wieder an dieser wunderschönen Blume erfreuen. Wenn Sie die folgenden Hinweise sowohl beim Kauf der Amaryllis auf eBay als auch bei der Pflege und Aufzucht der Pflanze beachten, sollte Ihrem Pflanzenglück nichts mehr im Wege stehen.

Die Erforschung und Namensgebung der Amaryllis

Die Amaryllis gehört zu der Pflanzenfamilie der Amaryllisgewächse. Der Name dieser Pflanze ist griechisch und geht auf den Namen einer Schäferin aus den Eclogae des Vergils zurück. Der schwedische Naturforscher Carl Linné fasste die Gattung Amaryllis zu seinen Lebzeiten 1707 bis 1778 sehr weit. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in der Gattung der Amaryllis eine Aufspaltung vorgenommen. Dies trug die Veränderung mit sich, dass der Begriff Amaryllis nur noch auf eine aus der kapnahen Bergregion in Südafrika stammenden Belladonnalilie angewendet wurde. Aber sowohl im Pflanzenhandel als auch umgangssprachlich werden auch heute noch einige Arten als Amaryllis ausgeschrieben, die im Grunde zu der früheren Großgattung gehören. So werden auch die aus Südamerika stammenden Arten der Rittersterne heute als Amaryllis verkauft, obwohl sie botanisch gesehen nicht mehr zu dieser Gattung zählen.

Die Echte Amaryllis

Die eigentliche Gattung der Belladonnalilie, oder auch Echte Amaryllis genannt, ist in dem Winterregengebiet im Süden Afrikas zuhause. Diese Pflanze ist besonders als Zimmerpflanze sehr verbreitet und beliebt. Sie wird als eine ausdauernde und krautige Pflanze charakterisiert, welche eine Zwiebel als Überdauerungsorgan ausbildet.
Ihr Äußeres überzeugt durch schmale und parallelnervige Laubblätter, welche von vierzehn bis zu sechzig Zentimeter lang werden können, allerdings nach einer Wuchsdauer von einem Jahr absterben. Die Blütenstandschaft dieser Pflanze ist nicht hohl, sondern es stehen bis zu zwölf Blüten an einem Blütenstand zusammen. Diese Blüten sind zwittrig und dreizählig, können bis zu zehn Zentimeter lang werden und einen Durchmesser von circa acht Zentimeter haben. Die meist sechs Blütenhüllblätter der Amaryllis sind gleichgestaltig, das heißt sie sehen alle gleich aus. Die Griffel und Staubblätter der Pflanze sind nach oben hin gebogen. Vor allem wegen ihrer kräftigen und leuchtenden Blütenstängel wird die Amaryllis begehrt.
Viele Menschen lieben ihre Trompetenblüten. Doch gibt es bei der Pflanzung, Zucht und Pflege dieser Pflanze einiges zu beachten.

Der Lebenszyklus einer Amaryllis muss bekannt sein

Falls Sie sich für den Kauf einer Amaryllis entscheiden, sollten Sie den Lebenszyklus dieser Pflanze kennen, denn dieser unterscheidet sich etwas von dem Zyklus der uns sonst bekannten Zimmerpflanzen. So ist bei dieser Pflanze eine Anpassung an den Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeiten erforderlich, denn dieser Wechsel ist in der Heimat der Amaryllis vorherrschend, weshalb sie sich an diese Verhältnisse angepasst hat.

Die Blühphase der Amaryllis

So ist die sogenannte Blühphase der Pflanze im Winter, meist zur Weihnachtszeit. Auf diese Phase folgt eine für die Pflanze sehr wichtige Wachstumsphase, welche sich vom Frühling bis zum Sommer hinzieht. Im Spätsommer beginnt die Ruhephase der Pflanze, die manchmal bis Anfang Dezember dauern kann. Soll Ihre Amaryllis auch als Zimmerpflanze blühen, so muss dieser Rhythmus von Ihnen simuliert werden.

Die Wachstumsphase

Nach der Blüte braucht die Zwiebel der Amaryllis während der gesamten Zeit des Wachstums eine regelmäßige und gute Ernährung. Dies ist nötig, da die Pflanze nur so ausreichend Nährstoffe für die kommende Saison der Blüte einlagern kann. Wenn die Amaryllis zu wenig Nährstoffe bekommt, dann muss sie an ihre eigenen Kraftstoffreserven gehen und verzehrt sich sozusagen selbst. Dies erkennen Sie daran, dass eine Zwiebel dann klein und feucht wird. In diesem Zustand ist sie sehr anfällig für Pilze und Krankheiten.

Solange die Pflanze nach der Blüte ihr dickes Laub trägt, sollten Sie diese weiter regelmäßig gießen und düngen. Denn nur wenn die Pflanze diese Zeit bekommt, um ihre Blätter und ihren gesamten oberirdischen Teil einzuziehen, bekommt die Zwiebel schließlich die notwendige Kraft, welche sie benötigt, um in der kommenden Saison erneut auszutreiben. So sollten Sie die verblühten Blüten der Pflanze abschneiden, den gesamten Blütenstand aber erst dann entfernen, wenn er bereits sehr dürr geworden ist. Die Blätter sollten Sie hingegen nicht abschneiden, da sie sich im Sommer von selbst zurückziehen.

Der Ruhezyklus

Anfang August beginnt meist der Ruhezyklus dieser Pflanze. Ab diesem Zeitpunkt sollten Sie gänzlich auf das Düngen und auch auf das Gießen verzichten. Vielmehr sollten Sie Ihre Amaryllis an einem kühlen Ort aufbewahren, wie etwa im Keller. Ende November sollten Sie jedoch nicht vergessen, Ihre Pflanze aus der Ruhephase zu holen. Dazu wird das alte Laub entfernt und die Zwiebel wird in frische Erde eingetopft. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass der Hals der Zwiebel noch immer aus der Erde herausguckt. Im Anschluss sollten Sie die Pflanze leicht gießen und sie bei Zimmerwärme und Tageslicht aufstellen. Wenn die Zwiebel der Amaryllis nun den Anschein macht, weich zu werden, könnte sie faulen. Dann ist ihr Standort meist zu nass oder zu kühl.

Das Gift der Amaryllis

Sämtliche Teile der Pflanze enthalten die giftigen Amaryllidaceen-Alkaloide. Den höchsten Gehalt an Gift weist allerdings die Zwiebel der Amaryllis auf. Auch Amellin, Lycorin, Caranin, Undulatin und Acetylcaranin sind als giftige Stoffe in der Pflanze enthalten. Dementsprechend wurden die giftigen Extrakte in vergangenen Zeiten häufig extrahiert und fanden in Pfeilgiften ihre Anwendung. Die Vergiftungserscheinungen können Erbrechen, Übelkeit, Schweißausbrüche und Benommenheit sein. Zudem kann es zu Durchfall und Nierenbeschwerden kommen. Bei sehr schweren Vergiftungen kommt es zum Tod, welcher durch einen Atemstillstand ausgelöst wird.

Die Amaryllis als Zierpflanze

Heute wird die Amaryllis meist nur noch als Zier- oder Topfpflanze genutzt. Vor allem wegen ihrer einzigartigen Blüte sind diese Pflanzen besonders beliebt. Zudem halten sich Amaryllis Blütenstiele in der Vase als Schnittblume meist ebenso lange wie als Pflanze im Topf. Auch diese lange Haltbarkeit macht sie sehr beliebt. So sind diese Blumen während der Adventszeit sehr günstig als Schnittblumen zu bekommen.

Einige Dinge, die es zu beachten gilt

Während der Blüte sollten Sie die Pflanze nicht in die Sonne stellen, denn in der Sonne neigen diese Pflanzen dazu, schneller als gewohnt zu verblühen.

Die Pflege im Sommer

Während des Sommers sollten Sie zudem darauf achten, dass Sie ungeliebte Schnecken von der Amaryllis fernhalten. Gerade wenn Sie Ihre Topfpflanze während des Sommers nach draußen stellen, sollten Sie auf Schnecken achten, denn diese lieben die Zwiebeln der Amaryllis und fressen diese gern an, wodurch die Pflanzen allerdings sehr geschwächt werden. Bei starken Schäden kann es dazu kommen, dass Ihre Amaryllis im nächsten Winter nicht mehr blüht oder sogar gänzlich eingeht. Einen guten Schutz erhalten Sie mit Hilfe eines Schneckenschutzes.

Richtige Pflege nach der Winterzeit

Nach der Überwinterung ist der genaue Zeitpunkt des Gießens abzupassen. Denn Sie sollten die Pflanze keinesfalls wässern, bevor die neu austreibende Blütenknospe circa zwei Zentimeter hoch ist. Sonst kann es dazu kommen, dass die Blätter der Pflanze zu früh treiben. Zudem kann es passieren, dass dann eventuell nur Blätter erscheinen und die Blüte damit völlig ausbleibt.

Was Sie beim Umtopfen beachten sollten

Topfen Sie die Pflanze möglichst selten um. Als Höchstgrenze gelten hier vier Mal im Jahr. Wählen Sie weiterhin keinen zu großen Topf. Es wurde herausgefunden, dass diese Pflanze besser blüht, je kleiner ihr Topf ist. Bei Platzmangel scheint sie sich wohl zu fühlen. Zwischen die Zwiebel und den Topfrand sollte nicht mehr als eine Daumenbreite passen. Auch die Blumenerde sollten Sie nicht zu frisch wählen, denn bei zu frischer Erde wird die Amaryllis oft blühfaul. So ist diese Pflanze zwar wunderschön, doch entgegen aller Vermutungen benötigt sie keine besonderen Standortbedingungen. Sie fühlt sich sehr wohl über einer Heizung oder auf der Fensterbank.
Fünf Jahre kann es dauern, bis die Zwiebel der Amaryllis kultiviert ist. Sie sollten bei dem Kauf einer Amaryllis darauf achten, dass die Wurzel der Pflanze nicht abgeknickt ist. Wenn dies der Fall ist, fault sie meist sehr schnell und Sie haben nicht viel Freude an Ihrer erworbenen Pflanze.

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