Einige Punkte, die Sie beim Kauf von Geschirrspülreinigern beachten sollten

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Einige Punkte, die Sie beim Kauf von Geschirrspülreinigern beachten sollten

Alles sauber mit den richtigen Geschirrspülreinigern

Geschirrspülreiniger gibt es einige am Markt. Neben Produkten, die besonders sanft zu Gläsern sind, gibt es auch solche, die kraftvoll eingebrannten Schmutz aus Töpfen und Pfannen entfernen. Doch nicht nur für das Geschirr sind Reinigungsmittel wichtig, auch die Geschirrspülmaschine selbst will gepflegt sein und sollte regelmäßig im Leerlauf mit einem Geschirrspülreiniger gesäubert werden.

Für welche Art Geschirr welcher Reiniger zu empfehlen ist, lesen Sie hier. Außerdem erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Ihre Teller, das Besteck und die Maschine selbst immer hygienisch sauber werden.

Vor dem Spülen sortieren

Auch wenn es mühsam klingt: Wie die Wäsche in der Waschmaschine sollte auch das Geschirr für den Geschirrspüler vorsortiert werden. Dies ist vor allem in Zusammenhang mit großen Feiern und entsprechend großen Mengen an Geschirr zu empfehlen. Sie sollten Gläser in jedem Fall separat spülen: Zum einen sind diese nur gering verschmutzt, und es bekommt ihnen nicht gut, wenn sie beispielsweise zusammen mit fettigen Pfannen gespült werden. Dabei kann das Fett sich auf den Gläsern ablegen und einen unschönen Film verursachen. Um das zu verhindern, müsste das gesamte Spülgut inklusive der Gläser bei sehr heißen Temperaturen gewaschen werden. Und genau das führt wiederum dazu, dass Gläser stumpf werden und sich milchig-weiße Schlieren im Glas bilden. Diese lassen sich nicht wieder entfernen, das Glas ist im Inneren zerstört. Um diese Schäden zu verhindern, sollten Gläser separat gespült werden. Die meisten Spülgeräte bieten spezielle Glas-Programme an. Als Faustregel gilt, dass Glas bei maximal 40° C im Gerät gereinigt werden sollte. Diese niedrige Temperatur genügt, um Reste aus den Trinkgefäßen zu lösen.

Auch Töpfe und Pfannen und stark verschmutzte Teller und Schalen sollten vom übrigen Geschirr separiert werden. Der starke Schmutz wird in der Maschine gelöst, und die dann in der Maschine befindlichen Partikel lagern sich unter Umständen am übrigen Geschirr ab. Es empfiehlt sich, die stark verschmutzten Teile des Service und des Kochgeschirrs in einem speziellen Topfprogramm separat zu spülen. Die Temperatur dieses Programms ist besonders hoch und löst auch eingebrannten Schmutz. Zudem ist das Programm in verschiedenen Phasen unterteilt, sodass das Spülgut in mehreren Schritten gereinigt wird. Zwischen diesen einzelnen Schritten wird immer wieder neues Wasser zugenommen und das alte Wasser abgepumpt, sodass die bereits gelösten Schmutzpartikel abtransportiert werden, damit sie sich nicht auf dem Geschirr ablagern können.

Normal verschmutztes Geschirr, wie beispielsweise Frühstücksteller, sollten deshalb nicht im Topfprogramm gereinigt werden, weil die heißen Temperaturen und die häufigen Spülgänge der empfindlichen Glasur des Geschirrs schaden. Porzellan kann stumpf werden, und auch glasiertes Steingut verliert seinen Glanz oder unter Umständen auch die Leuchtkraft der Farben. Die zu heißen Temperaturen des Topfprogramms schaden auch Geschirrteilen mit Motiven. Diese verwaschen schneller, die Farben verblassen, oder Dekors werden ganz abgewaschen. Für dieses feine Geschirr mit normaler Alltagsverschmutzung empfehlen sich Automatik-Programme wie etwa auch Öko-Programme. Diese erkennen automatisch die Menge der Beladung und passen die Wassermenge und die Spüldauer und -intensität automatisch an. Diese Waschweise ist schonend und sichert langanhaltend schönes und sauberes Geschirr.

Bei wenig Geschirr richtig sortiert und dennoch ökologisch spülen

Auch bei wenig Geschirr lohnt sich die Vorsortierung: Spülen Sie zunächst Pfannen und Töpfe im Expressprogramm vor. Lose Partikel werden so abgespült. Bereits nach etwa 15 Minuten sind die Töpfe und Pfannen in einem gut vorgereinigten Zustand. Anschließend können Sie feines und normal verschmutztes Geschirr dazu räumen und alles gemeinsam noch einmal im Automatik-Modus spülen.

Der richtige Geschirrspülreiniger für jeden Einsatz

Für Gläser gibt es speziellen Glasreiniger. Besonders dann, wenn Gläser einzeln im Glas-Programm gespült werden, sollte dieser auch verwendet werden. Er ist besonders sanft und schonend und enthält, anders als Pulverwaschmittel, keine bleichende Zusätze. Gläser werden damit sanft gereinigt, weiße Trübungen des Glases werden verhindert.

Oftmals sind diese Geschirrspülreiniger nur bis zu einer Temperatur von etwa 40°-50° C zugelassen. Sie sollten deshalb darauf achten, immer entsprechende Programme an Ihrem Spülautomaten zu verwenden, die nur in diesem Niedrigtemperaturbereich arbeiten.

Neben speziellem Glasreiniger gibt es auch Zusatzreiniger für extrem verschmutztes Geschirr. Dieses reinigt besonders intensiv. Es sollte aber nur für Edelstahl verwendet werden. Bei Porzellan und anderem empfindlichen Geschirr darf es nicht eingesetzt werden.

Kunststoff in der Spülmaschine

Sicher kennen Sie das: Die Aufbewahrungsdose aus Kunststoff ist auch noch nach dem Trocknungsprogramm der Spülmaschine nass. Ein Nachtrocknen mit einem Wischtuch ist bei Kunststoff immer erforderlich und leider sehr zeitaufwendig. Diesem Problem haben sich nun einige Hersteller von Geschirrspülreinigern angenommen. Spezielle Kunststoffreiniger können zusätzlich zum normalen Reiniger in die Maschine gegeben werden. Sie sorgen dafür, dass die Oberfläche des Kunststoffs ebenso zuverlässig und schnell trocknet wie die des übrigen Geschirrs.

Übrigens sollten Sie daran denken, dass alle färbenden Lebensmittelreste, besonders Ketchup, Senf und Eigelb, vor dem Spülen unter dem Wasserhahn abgewaschen werden. Diese Stoffe führen zu Verfärbungen, die sich im Kunststoff ablagern. Durch die heißen Spültemperaturen werden die färbenden Pigmente der Lebensmittelreste in den Kunststoff eingebrannt und sind kaum wieder zu entfernen. Die rötlich oder gelblich verschmutzen Kunststoffbehälter wirken schmutzig und unappetitlich. Sollten Sie das Vorspülen von Hand vergessen haben, hilft die Mondbleiche, um diese Verfärbungen wieder loszuwerden. Aber auch im Verlauf etlicher folgender Spülgänge verblasst die rote Farbe durch die enthaltenen Bleichmittel im Geschirrspülmittel. Alternativ können Sie verfärbte Kunststoffteile auch mit einem bleichenden Zusatz wieder hell bekommen. Diesen gibt es auch für Geschirrspülmaschinen in Pulverform. Dieses Pulver wird zum gewohnten Spülmittel einfach in das Einfüllfach für den Reiniger gefüllt. Sollten Sie diese Behandlungsvariante wählen, sollten Sie allerdings kein anderes, empfindliches Geschirr in das Gerät stellen. Das Bleichmittel ist nur für weißen und weiß-transparenten Kunststoff und für verfärbtes, ursprünglich glatt weißes Geschirr geeignet.

Lose Geschirrspülreiniger oder Tabs?

Geschirrspülreiniger gibt es in pulverisierter Form. Verfügbar sind jedoch nicht nur lose Pulver, sondern auch Tabs. Während bei einem Pulver die Dosierung selbst bestimmt werden kann, ist diese bei Tabs immer vorgegeben. Sollten Sie eine kleine Spülmaschine haben (meist sind diese nicht 60 cm breit, sondern nur 40 oder 45 cm), dann sind Pulver empfehlenswert, da die Tabs in ihrer Dosierung auf große Spülmaschinen ausgelegt sind. Verwenden Sie dennoch diese Tabs, müssen Sie damit rechnen, dass die Farben und auch die Glasur Ihres Geschirrs schneller angegriffen werden, da die Konzentration des Geschirrspülreinigers bedeutend höher ist als in großen Maschinen. Sie können natürlich auch Tabs verwenden und diese einfach teilen. Dies ist bei einfachen 2in1-Tabs möglich, bei solchen mit integriertem Glasreiniger ist es allerding schwierig, da die Tabs dann leichter zerbröseln. Außerdem stellt sich die Frage, wo Sie den angebrochenen Tab sicher aufbewahren, da nach dem Zerschneiden die Folie um den Tab offen ist.

Geschirrspülreiniger mit vielen Zusatzfunktionen: 2in1, 3in1 oder 5in1

Viele Geschirrspülreiniger, besonders die in Tab-Form, sind Multifunktionsreiniger. Sie enthalten neben dem Reiniger fürs Geschirr auch Salz, Klarspüler und spezielle Reiniger für Glas oder eingebrannte Töpfe. Für welchen Sie sich entscheiden, hängt im Wesentlichen auch davon ab, mit welchen Verschmutzungen Sie in der Regel umzugehen haben.

Wer selten kocht und nur leicht verschmutztes Geschirr von Frühstück und Brotzeiten hat, für den reicht in jedem Fall ein einfacher Reiniger oder einer, der Salz und Klarspüler enthält. Für den Kauf empfehlenswert sind dann einfache Geschirrspülreiniger in Pulverform oder 2in1- oder 3in1-Tabs.

Wird viel gekocht und fällt deshalb viel unterschiedliches Geschirr an, können 5in1-Tabs eine wahre Hilfe sein, da sie besonders kraftvoll reinigen. Das Vorspülen entfällt in aller Regel. Allerdings sind diese Reiniger auch immer aggressiver für das empfindliche Geschirr.

In jedem Fall an Salz und Klarspüler denken

Auch wenn Multifunktionstabs verwendet werden, sollten Sie unbedingt an Salz und Klarspüler denken. Nur bei sehr weichem Wasser ist die Zugabe von Salz und Klarspüler nicht mehr nötig. In aller Regel sollten diese Zugaben aber dennoch in das Geschirrspülgerät eingefüllt werden. Wenden Sie sich am besten an die Stadtwerke, um die Wasserhärte in Ihrem Wohngebiet zu erfragen und die korrekten Einstellungen vorzunehmen.

An die Maschinenpflege denken

Insbesondere das Nachfüllen des Maschinensalzes sollte regelmäßig erfolgen. Die Salzanzeige der Geschirrspülmaschine zeigt den Stand an und informiert, wann dieses nachgefüllt werden muss. Verwenden Sie auf keinen Fall Haushaltssalz, dieses schadet der Maschine.

Damit Sie lange Zeit Freude an einem funktionierenden und vor allem hygienisch säubernden Gerät haben, sollte der Geschirrspüler regelmäßig gesäubert werden. Von Hand müssen die Türgummis und die Türumrandung gereinigt werden. Für die Spülmaschine selbst gibt es spezielle Reinigungsmittel. Diese säubern zum einen den Innenraum der Maschine, in dem sonst Ihr Geschirr gespült wird, und zum anderen alle Zu- und Ableitungen des Gerätes; auch Kalkablagerungen und abgelagerte Speisereste werde beseitigt.

Es muss kein professionelles Reinigungsgerät eingesetzt werden, die Handhabung aller Reiniger ist recht einfach: Der Geschirrspülreiniger zur Maschinenpflege wird geöffnet und kopfüber in den Besteckkorb gestellt. Wer keinen Besteckkasten, sondern eine Besteckschublade hat, sollte den Reiniger auf einem Tellerständer befestigen. Die Maschine wird dann im Automatik-Programm gestartet und sollte durchlaufen. Bitte beachten Sie unbedingt, dass die Maschine für dieses Reinigungsprogramm leer laufen sollte, entfernen Sie zuvor alle Geschirrteile. Der Maschinenreiniger pflegt zugleich alle Edelstahlteile der Maschine. Die Reinigung sollte etwa alle zwei bis vier Wochen erfolgen.

Der Geschirrspüler als Teil der Küche

Natürlich sollte der Geschirrspüler auch von außen regelmäßig gereinigt werden, damit er eines der Schmuckstücke der Küche bleibt. Die Front aus Edelstahl, die genau zum Kühlschrank oder Herd passt, sollte mit einem entsprechenden Reinigungsmittel gepflegt werden, damit keine unschönen Handabdrücke und Schlieren zu sehen sind.

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