Einfache Zusammenhänge in der Natur begreifen: die besten Physik-Lernspielzeuge

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Einfache Zusammenhänge in der Natur begreifen: Die besten Lernspielzeuge Physik

Wie sieht unser Sonnensystem aus? Was ist eigentlich ein Gyroskop? Wie kann man mit Solarenergie Elektrizität erzeugen? Für diese und viele weitere für Kinder interessante Fragen liefert die Physik die passenden Antworten. Um auch Kindern diese faszinierenden Zusammenhänge in der Natur näher zu bringen, gibt es eine Vielzahl von interessantem Lernspielzeug, das sich mit physikalischen Gegebenheiten auseinandersetzt. Für Kinder ist es ohnehin sehr wichtig, dass sie möglichst früh entsprechend ihrer Interessen gefördert werden. Dies erleichtert nicht nur den schulischen, sondern auch den beruflichen Werdegang erheblich. Einen entscheidenden Beitrag dazu kann Lernspielzeug liefern. Denn egal, welche Tätigkeit Kinder ausüben, sie lernen permanent, also auch beim Spielen. Vor allem der Bereich Physik umfasst unzählige interessante Teilbereiche, die mit verschiedensten Spielwaren und Experimenten spielerisch untersucht werden können.

Für welche Altersklasse sich bestimmtes Physik-Lernspielzeug eignet

Bevor Sie für Ihr Kind ein Lernspielzeug einer gewissen Themengruppe erwerben, sollten Sie erst sicherstellen, dass Ihr Kind bereits über die notwendigen physikalischen Vorkenntnisse verfügt. Gewisse Spielsachen erfordern bestimmte Grundkenntnisse, damit man den Anleitungen leicht folgen kann. So macht das Spielen, respektive das Lernen, auch länger Spaß. Lernspielzeug mit physikalischem Hintergrund gibt es für Kinder ab ca. sechs Jahren. Viel früher ist es nicht sinnvoll, seinem Kind so etwas zuzumuten. Für Kinder im Vorschulalter gibt es mittlerweile viele andere sinnvolle Spiele, die Rechnen, Schreiben und Sachwissen vermitteln. Einfaches Spielzeug mit physikalischem Hintergrund, wie zum Beispiel ein Solarauto, kann schon in früheren Jahren für Spaß sorgen. Solche Spielsachen sind meist bereits zusammengesetzt und mit sehr geringem Aufwand in Betrieb zu nehmen. Sie sind vor allem dazu geeignet, das Interesse des Kindes in Bezug auf die jeweilige Materie zu wecken. Auf jeden Fall sollten Sie immer die Altersangabe auf der Verpackung beziehungsweise in der Artikelbeschreibung berücksichtigen.

Etwas aufwendiger zu handhaben und eher für fortgeschrittene, angehende Physiker geeignet sind sogenannte Experimentierkästen. Sie befassen sich meistens mit einem bestimmten Thema intensiver und bieten mehrere unterschiedliche Experimente an, um die Materie spielerisch verständlich zu machen. Solche Experimentierkästen eignen sich eher erst für ältere Kinder ab einem Alter von ca. sechs bis sieben Jahren, viele sind aufgrund ihrer Komplexität sogar erst ab zwölf Jahren geeignet.

Physik-Lernspielzeug, das sofort nach dem Auspacken für Spielspaß sorgt

Viele Spielzeuge, die einfache Zusammenhänge in der Natur begreifbar machen sollen, kann man sofort nach dem Öffnen der Verpackung benutzen, ohne vorher Anleitungen zum Zusammenbau studieren zu müssen. Ein sehr beliebtes Thema bei Lernspielzeug aus dem Bereich der Physik ist unter anderem unser Sonnensystem. Zur Erläuterung unseres Sternenhimmels dienen beispielsweise Poster des Sonnensystems, die nur an die Wand gehängt werden müssen. Allerdings hält sich dabei der Lerneffekt in Grenzen. Viel interessanter sind sogenannte Planetarien. Solche Geräte projizieren den Sternenhimmel auf die Decke des Kinderzimmers und machen so mit Planeten, Sternen und Sternbildern vertraut. Aufgrund des geringeren Installationsaufwandes sind Planetarien bereits für Kinder ab sechs Jahren erhältlich.

Was ist denn ein Gyroskop?

Eines der einfachsten und beliebtesten Spielzeuge mit physikalischem Hintergrund ist aber immer noch der Kreisel, der manchmal auch als Gyroskop bezeichnet wird. Er ist einfach zu benutzen und sorgt auch bei den Jüngeren für Kurzweile. Für etwas ältere interessierte Kinder, die wissen wollen, warum sich der Kreisel eigentlich dreht, lassen sich damit der gyroskopische Effekt und die damit verbundene physikalische Eigenschaft der Drehimpulserhaltung nachvollziehen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine entsprechende Erklärung, die dem Spielzeug beigelegt ist, oder alternativ eine erfahrene Person, die sich mit der Materie auskennt und die Zusammenhänge erläutern kann.

Newton-Pendel und Dampfmaschinen

Ein ebenfalls sehr einfaches, aber beeindruckendes Spielzeug ist das Kugelstoßpendel, auch Newton-Pendel genannt. Es erfordert überhaupt keinen Aufwand beim Zusammenbauen, sondern kann sofort in Gang gesetzt werden. Einmal in Bewegung, demonstriert das Pendel eindrucksvoll die physikalischen Eigenschaften der Erhaltung kinetischer Energie und des Impulses. Mindestens gleich faszinierend sind mechanische Modelle von Dampfmaschinen. Sie sind ebenfalls meistens schon fertig zusammengebaut und können sofort in Betrieb genommen werden. Allerdings sind solche Modelle eher für ältere Kinder geeignet oder sollten im Beisein eines Erwachsenen bedient werden, da meist ein Hantieren mit Trockenbrennstoff zur Inbetriebnahme notwendig ist.

Physik-Lernspielzeug zum Selbstbauen und Experimentieren

Bereits der Zusammenbau eines physikalischen Lernspielzeugs kann sehr viel Spaß machen und einiges über die Funktionsweise erklären. Sehr beliebt sind beispielsweise Modelle der Sonne und der Planeten, die erst richtig zusammengesetzt werden müssen. Nach dem erfolgreichen Zusammenbau lassen sich die Modelle, die teilweise sogar mit Beleuchtung ausgestattet sind, im Kinderzimmer aufhängen und sorgen so weiterhin für Freude beim Betrachter. Auch ein Themengebiet, das seit einigen Jahren immer mehr an öffentlichem Interesse gewinnt, hat es mittlerweile bis ins Kinderzimmer geschafft: der Bereich der erneuerbaren Energien. Egal, ob Solarenergie oder Windkraftwerk, alles lässt sich mit dem richtigen Physik-Lernspielzeug bereits im Kinderzimmer realisieren und erleichtert dem Kind bei entsprechendem Interesse vielleicht auch schon den Weg in eine vielversprechende berufliche Laufbahn. 

Für den Bereich der Solarenergie gibt es Solar-Spielzeug, das meist aus einfachen Modellen besteht, die sich mithilfe von Sonnenenergie bewegen. Auch Solarkocher demonstrieren eindrucksvoll die Kraft der Sonne. Im solchen Solarkocher werden mithilfe eines einfach zusammensteckbaren Parabolspiegels einfallende Sonnenstrahlen auf ein Gefäß umgelenkt. Gerade wenn nicht nur Wasser im Gefäß zum Kochen gebracht wird, sondern eventuell Schokolade verflüssigt wird, haben die Beteiligten sicher sehr viel Freude daran. Für Kinder mit den entsprechenden Vorkenntnissen gibt es aber auch aufwendigere Bausätze, in denen zum Beispiel mit Solarenergie eine Brennstoffzelle betrieben wird und mithilfe von entsprechend umfangreichen Handbüchern die Hintergründe erklärt werden.

Mechanische Physik durch Spielzeug verstehen

Sehr beliebt ist auch Spielzeug, das die Grundlagen der mechanischen Physik vermitteln soll. Sehr einfaches mechanisches Spielzeug, das meist über eine Aufzugmechanik verfügt, sorgt für Spaß an den sich bewegenden Teilen und regt zugleich auch zum Nachdenken darüber an, warum das eigentlich so funktioniert. Etwas mehr Fantasie und Nachdenken erfordern die bekannten Spielsachen, bei denen man aus vielen unterschiedlichen Bauteilen nach Anleitung verschiedene bewegliche Modelle zusammensetzen kann. Diese Modelle verfügen dann oft nicht nur über mechanische Teile, sondern je nach gewähltem Bausatz auch über Elektromotoren und hydraulische Bauteile. Damit sorgen diese Bausätze auch nach dem Zusammenbau für Spielspaß und Interesse. Wenn das zusammengesetzte Modell dann doch irgendwann langweilig werden sollte, kann man es einfach auseinanderbauen und die Teile zu einem anderen Modell zusammensetzen.

Die Königsklasse von Mechanik in Verbindung mit angetriebenen Elementen und Elektronik ist zweifelsohne die Robotik. Spielzeugroboter mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten sind dabei sehr beliebt. Dabei können Sie entscheiden, ob Sie lieber ein fertig zusammengesetztes Modell bevorzugen oder doch lieber einen Bausatz.
Ein weiteres interessantes physikalisches Phänomen ist der Magnetismus: Magnetspielzeug gibt es in vielen unterschiedlichen Ausprägungen. Meistens geht es bei solchen Spielsachen darum, Bauteile zu Figuren und Modellen zusammenzusetzen, wobei die einzelnen Teile nur durch die magnetische Anziehungskraft zusammengehalten werden. Die Spannweite reicht dabei von eher einfachen Figuren mit wenigen Bauteilen bis hin zu sehr komplexen, dreidimensionalen Figuren, die einiges Geschick beim Zusammenbau erfordern. Die meisten solcher Magnetspielsachen werden ab einem Alter von drei Jahren empfohlen.

Physik-Lernspielzeug für Fortgeschrittene: Experimentierkästen

Die Steigerung von einfachem Kinderspielzeug mit physikalischem Hintergrund sind Experimentierkästen. Auch sie gibt es zugeschnitten auf verschiedene Themengebiete der Physik. Ein äußerst bekanntes und beliebtes Gebiet ist die Elektronik. Einfache Elektronik-Baukästen gibt es bereits für Kinder ab fünf Jahren. Sie machen bereits mit den einfachen Größen der Elektrik wie Spannung, Widerstand und Stromstärke vertraut und erleichtern somit enorm ein späteres, tieferes Verständnis der Materie. Mit zunehmender Altersklasse steigert sich natürlich auch die Komplexität und Vielseitigkeit der verfügbaren Experimente. Während sich gewisse Elektronik-Baukästen nur mit ganz bestimmten Teilgebieten der Elektronik auseinandersetzten, beispielsweise der Umwandlung von Windenergie in Elektrizität, erinnern andere schon eher an eine kleine Laborausstattung. Sie enthalten Laborsteckbretter und viele unterschiedliche Bauteile wie etwa Widerstände, Kondensatoren und Leuchtmittel. Mit solchen aufwendigen Sets lassen sich natürlich viele unterschiedliche Experimente durchführen und die unterschiedlichsten elektronischen Schaltungen aufbauen. Damit sind sie eine ideale Vorbereitung auf einen eventuellen Laborunterricht in der Schule.

Andere Zusammenhänge in der Natur lassen sich gut mit Chemie-Experimentierkästen veranschaulichen. Ob Geheimtinte, chemische Zaubertricks oder einfach nur knallbunte Flüssigkeiten, Ihr Kind wird seine helle Freude am Experimentieren nach Anleitung haben, vorausgesetzt natürlich, das entsprechende Interesse ist vorhanden. Wenn Ihr Kind dann bereits die Funktionsweise von Geheimtinte und ähnlichen Tricks durchschaut hat, wird es vielleicht Zeit für ein fortgeschrittenes Chemieset. Für Kinder ab etwa zwölf Jahren gibt es Chemie-Experimentierkästen, die sich mit Themen wie Halogenen, Redoxreaktion oder der Herstellung von Salzsäure beschäftigen. Natürlich wird dabei auch schon auf kompliziertere Zusammenhänge, wie etwa auf den atomaren Aufbau, das Periodensystem der Elemente sowie Elementfamilien und auf chemische Formeln, eingegangen.

Der Lerneffekt von Physik-Lernspielzeug hängt vom Interesse der Kinder ab

Bei der umfassenden und interessanten Auswahl an Physik-Lernspielzeug sollten sollten sich vor allem an den Interessen Ihres Kindes orientieren. Auch das aufregendste Spielzeug verschwindet bei fehlendem Interesse nach kurzer Zeit in einer Ecke des Kinderzimmers oder unter dem Bett. Auch die Altersangaben auf den Verpackungen und in den Artikelbeschreibungen sollten Sie berücksichtigen. Einerseits enthalten viele Spielzeuge Kleinteile, die leicht verschluckt werden könnten, andererseits ist auch die Komplexität der Spielsachen an die Altersklasse angepasst. Vor allem die Experimentierkästen erfordern schon einiges an Grundwissen und Vorkenntnissen in dem entsprechenden Teilbereich der Physik. Auch die beiliegenden Handbücher und Beschreibungen sind dem Alter der Zielgruppe entsprechend verfasst. Wenn sich ein Kind während des Spielens oder gar schon beim Lesen der Anleitung überfordert fühlt, verliert es sehr schnell den Spaß daran. Und der Spaß während des Spielens ist immer noch das Wichtigste für ein Kind. Der Lerneffekt stellt sich dann ganz von selbst ein.

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