Einfach kultig: Herrenjeans

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Kaufleitfaden Herrenjeans

 

Beim Thema Jeans sind sich fast alle einig: Von den kultigen Beinkleidern aus Denim-Stoff kann man nie genug haben. Die neuen Herrenjeans interpretieren gekonnt das charakteristische Image der klassischen Jeans und begeistern mit einer noch nie da gewesenen Vielfalt an Schnitten und Waschungen. Patentiert wurde die Jeans dabei bereits im Jahr 1873 von keinem Geringeren als Levi Strauss und avancierte in den 1950er Jahren schließlich zur Bekleidung der jungen wilden Generation. In den folgenden Jahrzehnten haben sich Jeans insbesondere mit ihren Schnittformen dem jeweiligen Modetrend angepasst und sind heute modisch aktueller denn je. Dabei ist die Jeans aber stets ihren zwei charakteristischen Merkmalen treu geblieben: dem typischen Five Pocket-Stil mit insgesamt fünf Taschen und ihrer Stoffqualität Denim. Der klassische Stoff für Jeans zeichnet sich durch folgende Merkmale aus.

Denim, der nahezu unverwüstliche Stoffklassiker

Bei Jeansstoff, der auch als Denim bekannt ist, handelt es sich um einen Baumwollstoff in Körperbindung. Die Fäden für Jeansstoff werden mit dem tiefblauen Farbstoff Indigo gefärbt. Dabei erfolgt die Färbung vor dem eigentlichen Weben oberflächlich bei allen Kettfäden. Für eine tiefblaue Farbe ist eine mehrfache Wiederholung des Färbevorgangs erforderlich. Da die Garne für Jeansstoff nie durchgefärbt werden, können Jeans durch eine weitere Behandlung wiederum aufgehellt werden. Dabei ergibt sich der typische ausgewaschene Effekt in Used-Optik. Jeansstoff ist insgesamt sehr langlebig und robust. Klassische Jeansstoffe bestehen zu 100 % aus Baumwolle, während vielen Modellen heute aber auch ein geringer Stretch-Anteil von zwei bis fünf Prozent beigemischt wird.

Die neuen Schnittformen für Herrenjeans

Beim Kauf einer neuen Jeans kommt es in erster Linie auf eines an: den Schnitt. Die neuen Herrenjeans sind in unterschiedlichen Schnittformen erhältlich. Bei der Auswahl orientieren Sie sich hier einfach an Angaben zur Schnittform, wie „Loose Fit”, die in der Produktbeschreibung angegeben sind sowie von Herstellerseite auf dem Schild vermerkt werden. Diese Schnittformen für Herrenjeans liegen im Trend:

Straight Leg-Jeans

Straight Leg ist eine der beliebtesten Schnittformen für Herrenjeans. Die Jeans zeichnen sich durch eine Schnittform mit geradem Bein aus. Herrenjeans mit geradem Schnitt gehören zu den meistgefragten Modellen und eignen sich besonders für schlanke Figurtypen. Gerade Schnitte strecken die Figur optisch, wobei dieser Effekt bei einer Jeans in dunkler Waschung noch verstärkt wird. Herrenjeans in Straight Leg-Schnittform sind bei allen führenden Herstellern erhältlich und eignen sich sowohl für modische Büro-Outfits als auch als lässige Freizeitbekleidung.

Loose Fit-Jeans

Loose Fit ist ein sehr locker sitzender Schnitt für die Herrenhose. Die Loose Fit-Jeans ist eine typische Herrenjeans. Die modernen Schnittform ist jedoch nicht mit Baggy-Jeans zu verwechseln. Loose Fit-Jeans sind in leichter Karottenform geschnitten und bieten besonders an den Oberschenkeln eine hervorragende Bewegungsfreiheit. Auch dieser Schnitt wird von vielen Jeansmarken angeboten. Loose Fit-Herrenjeans eignen sich optimal für kräftigere Figurtypen, die besonders im Bereich der Oberschenkel ansonsten manchmal Probleme mit zu engen Schnitten haben. Gleichzeitig kaschieren lässige Loose oder Relaxed Fits aber auch dünne Beine. In klassischen Waschungen passen die beliebten Herrenjeans auch zu eleganten Outfits wie einem sportlichen Sakko und eignen sich in verwaschener Optik für Streetwear-Styles.

Slim Fit-Jeans

In den vergangenen Jahren haben sich Slim Fit Schnitte für Jeans auch in der Herrenmode etabliert. Diese Herrenjeans mit der Bezeichnung Slim Fit zeichnen sich durch einen sehr schmalen Schnitt mit eng zulaufenden Beinen aus. Auch am Bund sitzen Slim Fit Jeans sehr figurbetont. Die neuen Slim Fit-Jeans für Herren eignen sich für schlanke Figuren. Eine in leichter Karottenform geschnittene Slim Fit-Jeans bietet dabei oft mehr Platz im Bereich der Oberschenkel als ein Straight Cut Schnitt und passen athletischen Figurtypen damit oft besser. Da die schmalen Herrenjeans zum Schuh enger werden und nicht mit ihrem Saum den halben Schuh bedecken, lenken Sie den Blick auf die Schuhe. Achten Sie, wenn Sie eine Slim-Jeans tragen, daher auch insbesondere auf passende Schuhmode. Zu diesen Herrenjeans passen sowohl elegante Schnürschuhe im britischen Stil als auch legere Sneakers High und Low.

Boot Cut-Jeans

Boot Cut ist eine speziell für Stiefel entwickelte Schnittform für Jeans. Herrenjeans dieses Typs zeichnen sich durch einen geraden Schnitt aus, der zum Saum leicht ausgestellt ist. Damit können Boot Cut-Jeans hervorragend über dem Stiefel oder über knöchelhohen Herrenschuhen getragen werden. Die beliebten Herrenjeans lassen die Figur durch ihre zum Saum breitere Schnittform insgesamt schlanker wirken. Boot Cut Jeans passen zu Ihnen, wenn Sie gerne Boots tragen und nach einer Jeans im lässigen Schnitt für die Freizeit suchen. Das Jeansmodell passt sehr gut zu maskulinen Karohemden oder Lederjacken.

Jeans Shorts in kurzer Schnittform

Kurz und gut: Shorts gehören zu den aktuellen Herrenmodetrends für den Sommer. Natürlich gibt es die kurzen Hosen auch in kultigem Jeansstoff im knielangen Schnitt. Im Trend liegen hier besonders Modelle mit umgeschlagenen Hosenbeinen. Dabei gilt: Kurze Hosen haben im Büro grundsätzlich nichts zu suchen und sind für die Freizeit reserviert. Nach Feierabend können Sie die neuen Jeans Shorts dann aber auch tragen, wie Sie wollen. Zum Beispiel mit Shirt und Sneakers oder mit Bootsschuhen und Leinenhemd.

Die kultigsten Waschungen für Herrenjeans

Wenn es um Jeans geht, spricht man nicht von Farben, sondern von Waschungen. Das liegt daran, dass Jeansstoff nach dem Färben oftmals wieder aufgehellt wird (Stone Wash) und dadurch seine typische Optik mit ausgewaschenen Effekten erhält. Zu den beliebtesten Waschungen für Herrenjeans gehören diese Klassiker und Trendmodelle:

Die kultige Blue Jeans

Die Blue Jeans ist der Klassiker in Indigoblau. Diese Hosen zeichnen sich durch eine dunkelblaue Farbe ohne Used-Effekte aus. Blue Jeans werden nicht zusätzlich aufgehellt und haben die Eigenschaft, beim Waschen immer etwas Farbe abzugeben.

Lässig und maskulin: Used-Waschungen

Die meisten Herrenjeans durchlaufen bei der Herstellung ein spezielles Aufhellungsverfahren, das auch als Stone-Wash bekannt ist. Mit diesem Waschverfahren, bei dem teilweise auch Bleichmittel verwendet werden, verliert die Jeans ihre indigoblaue Farbe und erhält eine gebrauchte Optik mit ausgewaschenen Stellen. Es gibt unterschiedliche Waschverfahren für Jeans. Gemeinsam haben alle Behandlungsmethoden dabei ihre ausgewaschene Optik.

Destroyed Jeans

Bei Destroyed Jeans handelt es sich im engeren Sinn nicht um eine Waschung, sondern um ein Veredlungsverfahren für Jeans. Dabei erhalten die fertigen Jeans in Handarbeit gewollte Aufschürfungen oder kleine Risse. Das Destroyed-Verfahren für Herrenjeans wird meistens mit Used-Waschungen kombiniert. Die Jeans wird also zuerst gebleicht oder mit Steinen gewaschen und erhält anschließend zusätzliche Veredlungseffekte.

Die neuen Colored Jeans

Colored Jeans ist eine Bezeichnung für farbige Herrenjeans. Diese Modelle in Farben wie Blau oder Rot werden nicht in klassischem Indigoblau eingefärbt, sondern in einer bunten Trendfarbe. Jeans in bunten Farben liegen verstärkt im Trend und sind eine Alternative für Stoffhosen wie Chino Pants.

So ermitteln Sie die richtige Jeansgröße

Beim Kauf einer neuen Herrenjeans haben Sie die Qual der Wahl: Neben unzähligen Marken, Schnittformen und Waschungen können Sie auch zwischen vielen Größen wählen. Diese sind für Jeans traditionell in der englischen Längeneinheit Inch (Zoll) angegeben. Die Inch-Maße setzen sich zusammen aus Länge und Weite, also dem Taillenmaß und der Beinlänge. Beim Jeanskauf sieht das Ganze dann so aus: 31 x 32 oder 38 x 34. Um Ihre individuelle Jeansgröße zu ermitteln, nehmen Sie einfach zu Hause Maß und finden Sie Ihre geeignete Jeansgröße dann mithilfe einer Größentabelle. Beachten Sie bei der Größenauswahl:

  • Jeans aus 100 % Baumwolle weiten sich beim Tragen nur minimal und sollten daher nicht zu eng gekauft werden.
  • Jeans mit Stretch-Anteil neigen dazu, sich beim Tragen zu weiten, so dass die Jeans bei der ersten Anprobe ruhig etwas (zu) eng sitzen darf.
  • Herstellertypische Passformunterschiede beim Jeanskauf sind normal.

Die richtige Pflege für Ihre neue Lieblingsjeans

Waschen Sie Ihre neue Herrenjeans ganz normal in der Maschine bei 30 oder 40 Grad. Zum Waschen sollten Sie die Jeans immer auf links drehen. Um ein Einlaufen und starke Knittereffekte zu vermeiden, sollten Sie Baumwolljeans nach Möglichkeit schonend trocknen. Stretchjeans mit einem Anteil Elastan behalten hingehen am besten ihre Form, wenn Sie das gute Stück nicht in den Trockner geben und an der Luft trocknen. Für die Wäsche Ihrer Jeans benötigen Sie nur wenig oder gar keinen Weichspüler. Neue Jeans, besonders Modelle mit dunkler Waschung, sollten Sie zunächst einzeln waschen, da Denim-Stoff beim Waschen oft abfärbt. Natürlich können Sie Ihre Jeans, wenn Sie anfänglich abfärbt, auch zusammen mit älteren Jeans waschen, die eine Farbauffrischung benötigen.

Vermeiden Sie nur, helle Teile mit in die Maschine zu geben. Viele Waschmaschinen sind mit einem speziellen Programm zur Wäsche von Jeans ausgestattet, das besonders schonend ist. Alternativ eignet sich aber auch ein normaler Waschgang bei mittlerer Temperatur. Wenn Sie Ihre Jeans immer möglichst schonend waschen und vor allem trocknen, bleibt das gute Stück lange wie neu. Beachten Sie, dass dunkle Jeans aber im Laufe der Zeit immer Farbe verlieren. Eine Jeans, die helle Stellen durch häufiges Waschen zeigt, können Sie mit Textilfarbe wieder einfärben. Zum Färben eignen sich klassische Jeans in Indigoblau, Schwarz und Colored Jeans ohne Used-Effekte. Moderne Textilfarben werden einfach in die Waschmaschine gegeben. Um ein Auswaschen der Farbe zu verhindern, können Sie für Jeans wie für andere farbige Textilien auch spezielle Color- oder Schwarz-Waschmittel verwenden. Ansonsten gilt für Herrenjeans: Used-Effekte, die durch das Tragen entstehen, machen das Beinkleid sogar noch sympathischer.

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