Einen passenden Akku für Ihr Festnetztelefon finden

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Einen passenden Akku für Ihr Festnetztelefon finden

Mit welchem Akku Ihr Festnetztelefon bestens für lange Telefonate gerüstet ist

Im Jahr 2012 waren 99,7 Prozent der deutschen Haushalte mit einem Festnetztelefon ausgestattet. Damit ist in fast jedem deutschen Haushalt ein Festnetztelefon zu finden. Waren zu vergangenen Zeiten noch die kabelgebundenen Telefone weit verbreitet, so greifen viele Benutzer heute auf schnurlose Telefone zurück. Und das aus gutem Grund, denn ein schnurloses Telefon bietet uns einen besonders hohen Bedienkomfort. Während eines Telefonates entfällt das lästige Hantieren mit einem Kabel. Zudem können wir innerhalb der Reichweite des Telefons an jedem erdenklichen Ort telefonieren. Egal, ob im Garten, auf dem Balkon oder sogar in der Badewanne, mit einem schnurlosen Telefon ist man ungebunden.

Dabei bieten uns viele Geräte mehr Funktionen als das bloße Telefonieren. Viele Geräte sind mit einem integrierten Anrufbeantworter ausgestattet und können zudem zum Schreiben von SMS verwendet werden. Einige schnurlose Telefone ermöglichen sogar das Surfen im Internet und damit das unkomplizierte Abrufen von Informationen aus dem World Wide Web. Je mehr Funktionen ein schnurloses Telefon zur Verfügung stellt, desto höher sind jedoch auch die Anforderungen an den integrierten Akku. Auch die immer größer werdenden Displays sorgen bei schnurlosen Telefonen schnell dafür, dass sich die Akkukapazität dem Ende neigt. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihr schnurloses Telefon mit dem richtigen Akku ausstatten und diesen entsprechend pflegen.

Dieser Ratgeber informiert Sie über die verschiedenen Akkutypen, die in Festnetztelefonen zu finden sind. Zudem erhalten Sie nützliche Informationen darüber, worin sich die Akkutypen unterscheiden. Am Schluss des Ratgebers erfahren Sie, wie Sie die ursprüngliche Akkukapazität mit ein paar Kniffen über einen langen Zeitraum erhalten können.

Diese verschiedenen Akkutypen kommen in Festnetztelefonen zum Einsatz

In Mobiltelefonen kommen unterschiedliche Akkutypen zum Einsatz. Im Folgenden lesen Sie eine Übersicht über die verschiedenen Typen und erfahren, welcher Akkutyp dabei welche Vor- und Nachteile aufweist.

Der Nickel Cadmium Akku

Bei einem Nickel Cadmium Akku besteht eine der beiden Elektroden aus Nickel, die andere aus Cadmium. Die Nickelelektrode bildet dabei den positiven Pol, während die Elektrode aus Cadmium den negativen Pol darstellt.

Der Nickel Cadmium Akku, kurz NiCd-Akku genannt, ist immer dann gefragt, wenn Geräte mit einer hohen Stromaufnahme mit Strom versorgt werden müssen. Der NiCd-Akku verfügt über einen niedrigen Innenwiderstand und liefert daher hohe Ströme, ohne dass die Spannung dabei abfällt. Der NiCd-Akku gilt als besonders resistent gegen Kälte und ist daher besonders robust. Falls Sie also mit Ihrem Festnetztelefon gerne im Freien telefonieren und dabei auf einen widerstandsfähigen Akku zurückgreifen möchten, ist der NiCd-Akku eine gute Wahl. Allerdings kommt beim NiCd-Akku das umweltschädliche Cadmium zum Einsatz, weshalb dieser Akkutyp mittlerweile kaum noch im Handel zu finden ist. Beachten Sie ebenfalls, dass der NiCd-Akku rückgabepflichtig ist. Möchten Sie den Akku nicht mehr verwenden, müssen Sie diesen ordnungsgemäß entsorgen. Zudem ist der NiCd-Akku besonders anfällig für den Memory Effekt. Der Memory Effekt bezeichnet den Kapazitätsverlust eines Akkus, der bei einer sehr häufigen Teilentladung auftritt. Laden Sie den NiCd-Akku also häufig auf, ohne dass der Akku vollständig leer ist, kann es passieren, dass Ihnen nach dem Ladevorgang nicht mehr die gesamte Akkukapazität zur Verfügung steht. Trotz der Empfindlichkeit gegenüber dem Memory Effekt gilt der NiCd-Akku als besonders langlebig. Dieser Akkutyp kann bis zu 1000 Mal aufgeladen werden und hat damit eine Lebensdauer von mehreren Jahren.

Der Nickel Metallhydrid Akku

Der Nickel Metallhydrid Akku, auch NiMh-Akku genannt, hat im Vergleich zum NiCd-Akku eine doppelt so hohe Energiedichte. Dies bedeutet, dass der NiMh-Akku bei gleicher Größe doppelt so viel Strom speichern kann wie der NiCd-Akku. Zudem kommt beim NiMh-Akku nicht das umweltschädliche Cadmium zum Einsatz, weshalb anzunehmen ist, dass der NiMh-Akku den NicD-Akku sehr bald ablösen wird.

Zwar bietet der NiMh-Akku eine höhere Energiedichte als der NiCd-Akku, dieser Akkutyp ist jedoch auch deutlich empfindlicher. Schon ab einer Temperatur von 0 Grad Celsius funktioniert der NiMh-Akku nur noch schlecht, bei minus 20 Grad Celsius ist der Akku sogar komplett unbrauchbar. Zudem ist der NiMh-Akku sehr empfindlich gegen die Tiefenentladung und eine Überladung. Unter einer Tiefenentladung eines Akkus wird die Stromentnahme bis zur vollständigen Erschöpfung der Akkukapazität verstanden. Nutzen Sie Ihr schnurloses Telefon also häufig, bis dessen Akku vollständig entladen ist, so kann es bei der Verwendung eines NiMh-Akkus passieren, dass der Akku Schaden nimmt. Beachten Sie beim Kauf eines NiMh-Akkus zudem, dass schon nach ein paar Hundert Ladezyklen die Kapazität des Akkus deutlich abnehmen kann.

Der Lithium Ionen Akku

Der Lithium-Ionen-Akku, abgekürzt Li-Ion-Akku, ist ein Oberbegriff für verschiedene Akkutypen, bei welchen Lithiumionen beim Laden und Entladen zwischen den verbauten Elektroden hin- und herwandern.

Der Li-Ion-Akku zeichnet sich durch eine hohe Energiedichte aus und speichert damit viel Strom auf wenig Raum. Daher kommt der Li-Ion-Akku häufig in kompakten Geräten, wie beispielsweise schnurlosen Telefonen oder Smartphones zum Einsatz. Der Li-Ion-Akku gilt als thermisch stabil, kann also sowohl im Sommer als auch im Winter bedenkenlos verwendet werden. Zudem unterliegt der Li-Ion-Akku nur einem sehr geringen Memory Effekt. Wenn Sie Ihr schnurloses Telefon also häufig laden, obwohl der Akku noch nicht vollständig entladen ist, ist der Li-Ion-Akku eine gute Wahl. Auch, wenn Sie einen Akku suchen, der nach einer längeren Lagerzeit im Schrank oder Regal noch seinen ursprünglichen Ladezustand aufweist, kommt der Li-Ion-Akku infrage. Dieser Akkutyp verfügt über eine Selbstentladung von unter 5 Prozent pro Monat und kann daher prima als Zweit- oder Ersatzakku verwendet werden.

Der Lithium Polymer Akku

Ein Lithium Polymer Akku, auch LiPo-Akku genannt, ist eine besondere Ausführung des Lithium Ionen Akkus. Wie bei vielen Li-Ion-Akkus besteht die negative Elektrode aus Graphit, die positive aus Lithium-Metalloxid. Beim LiPo-Akku kommt jedoch kein flüssiges Elektrolyt, sondern eine gelartige Folie zum Einsatz. Daher sind für den LiPo-Akku viele Bauformen möglich, sogar gewinkelte oder gebogene Formen können realisiert werden.

Der LiPo-Akku weist ähnlich Eigenschaften auf wie der Li-Ion-Akku. Dieser Akkutyp bietet ebenfalls eine hohe Energiedichte, stellt also viel Strom auf wenig Platz zur Verfügung. Zudem unterliegt der LiPo-Akku nur einem geringen Memory Effekt. Im Gegenteil: Eine regelmäßige Tiefenentladung kann dem LiPo-Akku schaden. Wenn Sie also zu den Menschen gehören, die Ihr schnurloses Telefon nach jedem Gespräch wieder in die Ladeschale stellen, liegen Sie mit dem Kauf eines LiPo-Akku goldrichtig.

So erkennen Sie einen leistungsfähigen Akku

Da Sie nun wissen, welche Akkutypen in schnurlosen Telefonen zum Einsatz kommen, erfahren Sie nun, woran Sie die Leistungsfähigkeit eines Akkus erkennen können. Maßgebend dafür, wie viel Energie in einem Akku gespeichert werden kann, ist die Kapazität des Energiespeichers. Die Kapazität eines Akkus wird in Milliampere-Stunden, abgekürzt mAh, angegeben und ist in der Regel in der Artikelbeschreibung zu finden. Grundsätzlich gilt: Je höher die angegebenen mAh, desto mehr Energie kann ein Akku speichern. Dies lässt jedoch nicht ohne weiteres einen Rückschluss auf die Akkulaufzeit zu, denn diese hängt auch davon ab, wie und in welchem Umfang Sie das Gerät, in dem der Akku verbaut ist, nutzen. Die Kapazität gibt Ihnen also nur Aufschluss darüber, wie viel Strom ein Akku speichern kann, nicht für wie viele Stunden Betriebszeit dieser Strom ausreicht.

Ein wichtiges Kaufkriterium bei einem Akku ist auch die Anzahl der Ladezyklen, die der Energiespeicher schadlos übersteht. Diese ist in der Regel in der Artikelbeschreibung angegeben. Ein Ladezyklus entspricht einem Mal auf- und wieder entladen. Die Angabe in der Artikelbeschreibung gibt Ihnen Aufschluss darüber, nach wie vielen Ladezyklen ein Akku ausgetauscht werden sollte. Greifen Sie also möglichst zu einem Akku, der für eine hohe Anzahl an Ladezyklen geeignet ist.

Tipps und Tricks zum richtigen Umgang mit Akkus

Wenn Sie Ihren Akku richtig pflegen, können Sie die ursprüngliche Kapazität erhalten und einem Kapazitätsverlust vorbeugen. Lesen Sie im Folgenden, was es beim Umgang mit einem Akku zu beachten gilt.

Die richtige Lagerung

Wird ein Akku außerhalb eines schnurlosen Telefons gelagert, so ist eine Umgebungstemperatur von ca. 15 Grad Celsius empfehlenswert. Zudem sollte der Akku nur ca. 55 bis 75 Prozent geladen sein. Dies ist dadurch begründet, dass ein voller Akku während der Lagerung deutlich schneller altert als ein Akku, der nur teilgeladen ist. Zudem führen zu hohe Temperaturen zu einer Selbstentladung.

Das richtige Aufladen

Je nach verwendetem Akkutyp sollten Sie ein häufiges Teilladen vermeiden. Gerade, wenn Sie ein schnurloses Telefon besitzen, in dem ein NiCd-Akku zum Einsatz kommt, kann die häufige Teilladung zu einem Kapazitätsverlust führen. Verwenden Sie jedoch ein Telefon, das mit einem Li-Ion-Akku ausgestattet ist, so sollten Sie eher die Teilladung bevorzugen und eine komplette Tiefenentladung vermeiden. Diese kann dem Akku schaden und auf Dauer sogar zu irreparablen Schäden führen.

Das Einhalten der Ladezyklen

Wie bereits erwähnt haben die Ladezyklen einen direkten Einfluss auf die Kapazität und die Lebensdauer eines Akkus. Berücksichtigen Sie jedoch, dass nicht jedes Aufladen einem Ladezyklus entspricht. Hat der Akku Ihres schnurlosen Telefons beispielsweise noch 50 Prozent seiner Ladung und Sie laden den Akku auf 100 Prozent auf, ist ein Ladezyklus erst dann erfolgt, wenn Sie diesen Vorgang wiederholen.

Wenn Sie sich für einen Akkutyp entschieden haben, werden Sie schon nach kurzer Zeit merken, dass Ihr schnurloses Telefon eine deutlich längere Betriebszeit erreicht. Berücksichtigen Sie dann noch die entsprechenden Hinweise zum richtigen Umgang mit einem Akku, werden Sie noch lange Freude am Akku und damit auch an den Funktionen Ihres Telefons haben.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden