Eine echte Gitarren-Legende: die Geschichte der Gibson

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Eine echte Gitarren-Legende: die Geschichte der Gibson

Gibson ist ein legendärer Name unter Gitarristen. Nicht nur wurde die erste industriell in Serie hergestellte E-Gitarre von dem Unternehmen entwickelt und gebaut. Mit der Gibson Les Paul befindet sich ein Modell im Angebot, das neben der Fender Telecaster vielleicht die berühmteste Gitarre der Pop- und Rockmusikgeschichte darstellt.

 

Die Anfänge des Unternehmens

Der Name der Gibson Guitar Corporation geht auf Orville Gibson zurück. Dieser begann im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts damit, Gitarren nach dem Vorbild von Stradivari-Violinen zu bauen. Der große Erfolg der so hergestellten Instrumente führte 1902 zur Gründung der Gibson-Mandoline Guitar Company. Während Orville sich bald aus dem Geschäft zurückzog, wurde das Unternehmen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem bekannten Hersteller von Ukulelen, Banjos und Mandolinen. Erst in den 20er-Jahren verlagerte Gibson den Schwerpunkt seiner Produktion auf Gitarren.

 

Die Etablierung der E-Gitarre mit der ES-150

Das Prinzip der E-Gitarre war keine Erfindung von Gibson. Vielmehr war es der Texaner George Beauchamp, der zusammen mit Adolph Rickenbacker die ersten Hawaii-Gitarren mit Tonabnehmern ausrüstete. Die erste "E-Gitarre", die industriell hergestellt wurde und kommerziell erfolgreich war, ging jedoch auf Gibson zurück. Dabei handelte es sich um die ES-150. Sie wurde unter anderem von dem legendären Jazzgitarristen Charlie Christian benutzt.

 

Die Les Paul - ein Meilenstein der Rockmusik

Die Gibson Les Paul gehört bis heute zu den meistverwendeten Gitarren im Rock- und Popbereich. Vor allem Gitarristen, deren Sound und Spielweise einen starken Blueseinschlag aufweisen, verwenden den Klassiker gerne. Dazu gehören Musiker wie Gary Moore, Jimmy Page und Billy Gibbons von ZZ Top. Sie geht auf den experimentierfreudigen Gitarristen Les Paul zurück. Dieser stieß zwar zunächst mit seiner Solidbody-Gitarre, die akustisch keine Töne mehr erzeugte, aber dafür mit Verstärkung einen wesentlich klareren und störungsfreieren Sound, auf wenig Gegenliebe. Veranlasst durch den Erfolg des Konkurrenten Fender mit Solidbody-Gitarren kam Gibson jedoch bald wieder auf den Erfinder und dessen Modell zurück. Die Gibson Les Paul war geboren.

 

Von der SG zurück zur Les Paul

In den 60ern wurde die Produktion der Gibson aufgrund sinkender Absatzzahlen kurzfristig eingestellt. Stattdessen kam das Modell Gibson SG auf den Markt, das später unter anderem von Angus Young von AC/DC verwendet wurde. Doch aufgrund der wachsenden Nachfragen wurde die Les Paul bald wieder ins Sortiment genommen. Sie blieb dort bis heute in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise der traditionsbewussten Standardserie, den edlen Customausführungen oder den schlichteren Studio-Modellen.

 

Weitere bekannte Gitarren von Gibson

Auch Gibson hatte mit schweren Zeiten zu kämpfen. Zeitweise, in den 80er-Jahren beispielsweise, stand das Unternehmen kurz vor der Pleite. Heute geht es dem Konzern, zu dem auch Marken wie Epiphone oder Steinberger gehören, wieder richtig gut. Dafür trägt immer noch maßgeblich die Gibson Les Paul bei, aber auch einige andere Modelle haben sich etabliert, zum Beispiel die bereits erwähnte SG oder die Flying V. Auch die Westerngitarren von Gibson sind beliebt und werden von einer ganzen Reihe prominenter Musiker bevorzugt, von Paul McCartney und John Lennon über Countrymusiker wie Brad Paisley bis hin zu der jungen Popsängerin Michelle Branch.

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