Einbauherd mit Ceranfeld – Wie Sie das ideale Gerät für Ihre Ansprüche finden

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Einbauherd mit Ceranfeld – Wie Sie das ideale Gerät für Ihre Ansprüche finden

Zu einer modernen Küche gehört selbstverständlich auch ein moderner Herd. Die Speisenzubereitung soll praktisch und effektiv möglich sein und außerdem auch Freude bereiten. Herde, die diese Ansprüche erfüllen haben viele verschiedene Funktionen, lassen sich praktisch bedienen und einfach zu reinigen. Einbauherde erfüllen viele dieser Bedingungen und haben zusätzlich den Vorteil, dass sie in eine Küchenzeile eingebaut werden können.

Die Standardmaße ermöglichen einen passgenauen Einbau

Einbauherde werden als Einbau-Set geliefert, also Herd, Kochfeld, Einbaumaterial und Einbauanleitung mit exakten Maßangaben. Deshalb können diese Herde mit ein wenig handwerklichem Geschick auch in eine bereits vorhandene Küchenzeile integriert werden, wenn die Maße des Einbauherdes mit den Maßen der Lücke in der Küchenzeile übereinstimmen. Die Tiefe der Küchenzeilen beträgt standardmäßig 60 cm. Daran orientieren sich auch die Einbauherde. Die jeweilige Breite ist jedoch variabel. Es gibt schmale Herde von ca. 50 cm, Standardbreiten von ca. 60 cm und Herde in 1,5-facher Breite der Standardgrößen, ca. 90 cm.

Der Einbau eines neuen Herdes

Am einfachsten gestaltet sich der Einbau, wenn ein vorhandener Herd ersetzt werden soll. Dann ist es nur erforderlich, einen Herd mit den gleichen Maßen zu kaufen. Funktionen und Nutzungsparameter können dabei durchaus variieren und mit zusätzlichen Features aufwarten. Beim Austausch eines älteren Herdes ist zu beachten, dass neue Gerätegenerationen auch verbesserte Energiewerte aufweisen. Deshalb macht es manchmal Sinn, einen veralteten Energiefresser gegen ein modernes Gerät auszutauschen, auch wenn der alte noch funktioniert. Einbauherde gibt es in verschiedenen Größen und Ausbaustufen und mit unterschiedlichen Funktionen.
Moderne Einbauherde sind durchweg mit Ceran-Kochfeldern ausgestattet. Das vereinfacht die Installation zusätzlich. Der Herd wird in die dafür vorgesehene Position innerhalb der Küchenzeile gestellt und das Ceranfeld in die Arbeitsfläche eingefasst. Der Herd wird an eine 230-V-Steckdose angeschlossen, so erhalten Herd und das Ceranfeld Energie. Die Schaltung der Koch- und Backstufen erfolgt über die Schaltknebel des Einbauherdes. Neben Einbauherden sind auch Standherde im Handel erhältlich. Auch Standherde lassen sich in eine Küchenzeile integrieren. Sie müssen einfach nur in eine passende Lücke geschoben und die vorhandene Arbeitsplatte an den Seiten abgedichtet werden. Allerdings sind Einbauherde praktisch und optisch die bessere Variante. Qualitativ gute Einbauherde sind mit einer Kühlautomatik ausgestattet, damit die angrenzenden Schränke sich nicht aufheizen. Diese Funktion haben Standgeräte nicht.

Welcher Einbauherd ist für welche Einsatzzwecke sinnvoll?

Moderne Einbauherde verfügen über eine große Funktionsvielfalt. Nicht alle dieser Funktionen werden jedoch von jedem gewünscht und benötigt. Deshalb ist es wichtig, eine Auswahl zu treffen, die den individuellen Ansprüchen gerecht wird.
Das erste Auswahlkriterium ist die Breite des Herdes, die davon abhängt, welcher Platz für den Herd zur Verfügung steht. Weiter ist zu entscheiden, ob ein Glaskeramik-Ceranfeld oder ein Glaskeramik-Induktionsfeld für die Kochfläche gewünscht wird. Cerankochfelder haben strahlungsbeheizte Kochzonen, sind sehr hitzedurchlässig und unempfindlich gegen Kratzer. Induktionskochfelder sind ebenfalls Ceranfelder mit den gleichen Eigenschaften, die Kochzonen sind jedoch induktionsbeheizt. Induktionskochzonen verbrauchen weniger Energie, benötigen jedoch magnetische Kochgefäße. Die Reinigung beider Kochfeldtypen ist einfach, da gibt es keinen Unterschied. Übergelaufene Speisen brennen nicht ein, es sei denn, sie geraten unter das Kochgeschirr. Aber auch in diesem Fall kann der Belag dank der porenfreien Oberfläche mit einem Glaskeramik-Schaber mühelos entfernt werden.

Praktische Zusatzfunktionen

Neben der Auswahl der gewünschten Kochfelder stehen noch verschiedene Funktionen zur Verfügung, die das Kochen, Backen sowie die Backofenreinigung erleichtern sollen.

Neben Einbauherden, die sich aufgrund der glatten Struktur der Backofenwände leicht reinigen lassen, gibt es gibt es zum Beispiel auch selbstreinigende Geräte, die eine automatische Reinigung, Pyrolyse genannt, ermöglichen. Hierbei wird der leere Ofen auf bis zu 600 Grad erhitzt, die Anhaftungen werden dabei pulverisiert, lassen sich so leicht entfernen oder fallen von selbst ab. Das Verfahren ist jedoch nicht unbedingt zu empfehlen, weil es sehr energieaufwendig ist.

Für Familien mit Kindern bieten die meisten Hersteller Herde mit Kindersicherung an. Diese Funktion gehört inzwischen zum Standard, ebenso ein Timer, mit dessen Hilfe Koch-, Brat- und Backzeiten manuell eingestellt werden können. Nach Ablauf der eingegebenen Zeit schaltet sich der Herd bzw. die Kochstelle auf Wunsch automatisch ab oder der Timer zeigt nur mit einem akustischen Signal das Ende der Garzeit an. Eine Innenbeleuchtung des Backofens ist heute Standard.
Die meisten Einbauherde verfügen über Funktionen wie Ober- und Unterhitze, Umluft oder Heißluft, Infrarotgrill, Grill mit Gebläse und einer Auftaustufe. Nicht alle Herde werden dabei mit allen diesen Funktionen angeboten, deshalb sind die Beschreibungen vor dem Kauf genau zu studieren. Heißluftherde besitzen wie Umluftherde einen Ventilator, der ist jedoch mit einem Ringheizkörper versehen, der für die gleichmäßige Verteilung der Hitze sorgt. Dadurch lassen sich verschiedene Gerichte gleichzeitig ohne Geschmacksübertragung garen. Beim Heißluftofen entfällt zudem das Vorheizen.

Eine Besonderheit unter den Einbauherden: Automatikherde

Automatikherde sind mit verschiedenen zusätzlichen elektronischen Automatikprogrammen ausgestattet. Diese Funktionen ermöglichen es, für viele Back-, Brat- und Kochvorgänge automatische Abläufe vorzugeben. Nach der Eingabe der gewünschten Funktion und der Festlegung, welches und wie viel Koch- oder Bratgut automatisch gegart werden soll, stellt der Herd die erforderlichen Parameter, zum Beispiel Temperatur, Temperaturablauf und Zeit, automatisch ein und arbeitet das entsprechende Programm ab. Der Benutzer muss sich um den Ablauf nicht mehr kümmern, Er braucht nach Ablauf der Automatik nur das fertige Gericht entnehmen.

Welche Möglichkeiten bieten Automatikherde?

Zu den Programmen vieler Automatikherde gehört unter anderem die Funktion Autokochen (beinhaltet auch die Backautomatik), Bratautomatik und eine Zeitschaltautomatik. Bei Einbauherden mit Zeitschaltautomatik können je nach Bedarf in den meisten Fällen das Ende des Kochvorganges und die Kochzeit eingegeben werden. Daraus berechnet das Gerät den Beginn der Stromzufuhr und beginnt zu diesem Zeitpunkt automatisch mit dem Kochvorgang. Damit besteht die Möglichkeit, im Voraus festzulegen, wann der Herd das Essen fertig haben soll. Die Einstellungen für die automatischen Abläufe können für jede Kochstelle und den Backofen einzeln eingegeben werden.
Die unterschiedlichen Funktionen und ihre Bedienung sind von Hersteller zu Hersteller verschieden, sie werden in den meisten Fällen über ein digitales Sichtfenster ausgewählt. Dabei sind Klartextdisplays zu bevorzugen, sie ersparen teilweise das Studieren der Gebrauchsanleitung. Vor dem Kauf eines Automatik-Einbauherdes sind deshalb die Beschreibungen genauestens daraufhin zu überprüfen, welche Funktionen der Herd anbietet und ob er die gewünschten Funktionen auch mitbringt. In den meisten Haushalten wird wahrscheinlich ein Automatikherd gar nicht benötigt. Die Bedienung wird im Alltagsgeschehen oft als zu kompliziert angesehen und die Automatikfunktionen werden deshalb nicht genutzt.
Wer das Kochen, Braten und Backen als seine Lieblingsbeschäftigung betreibt und besonders gern und oft verschiedene Mahlzeiten für Familie und Gäste zubereitet, wird seine Freude an Einbauherden mit Automatikfunktionen haben. Für solche Gourmets bedeuten die Automatikfunktionen mit Sicherheit eine Arbeitserleichterung.

Glaskeramik-Ceranfelder sind moderne Kochfelder in vielen verschiedenen Ausführungen

Ceranfelder haben die herkömmlichen Herdplatten abgelöst, sie sind praktischer und variabler. Die Formen der Kochflächen, die als Kochzonen bezeichnet werden, bieten verschiedene Möglichkeiten für die unterschiedlichen Topfformen. Das können besonders große oder besonders kleine Töpfe sein oder auch Bräter in länglicher oder ovaler Form. Um auch mehrere unterschiedliche Topfgrößen nutzen zu können, sind einige Kochzonen mit Mehrfachfunktionen ausgestattet. So gibt es Zweikreis- oder Dreikreiszonen und Bräterzonen, die aus einer normalen Kreiszone heraus zugeschaltet werden können. Auf den Mehrkreiszonen kann so abwechselnd jeweils eine der darauf markierten Kochzonen genutzt werden. Das erweitert die Möglichkeiten, mit unterschiedlichen Topfgrößen und -formen zu kochen.
Die Anordnung der Kochzonen auf dem Ceranfeld ist – ebenso wie die Kochzonen selbst – variabel. Wie die Mehrkreis- und Bräterzonen angeordnet sein sollen, bleibt dem Geschmack und den Ansprüchen des Kochs überlassen. Da die Ceranfelder der Einbauherde, in Abhängigkeit vom Typ und vom Hersteller, viele unterschiedliche Designs aufweisen, kann sich jeder seinen Einbauherd mit dem passenden Ceranfeld auswählen.

Mit Glaskeramik-Induktionskochfeldern geht das Kochen noch schneller

Neben den als Ceranfelder bezeichneten Kochzonen werden auf der gleichen Materialbasis Einbauherde mit Induktionsfeldern angeboten. Induktionsfelder arbeiten mit elektromagnetischen Wechselfeldern. Die Erwärmung dieser Kochzonen geht schneller, funktioniert aber nur, wenn sich ein Koch- oder Bratgefäß mit magnetischem Boden auf der Kochzone befindet, andernfalls bleibt die Kochstelle kalt. Das Erhitzen durch Induktion hat den großen Vorteil, dass weniger Energie zu verbraucht wird, sodass diese Einbauherde überwiegend in die Effizienzklasse A eingeordnet werden können.
Als Nachteil des Verfahrens ist anzumerken, dass das Kochen und Braten nur mit Töpfen und Pfannen funktioniert, die über einen magnetischen Boden verfügen. Müssen bei Anschaffung eines Einbauherdes nur wenige dieser Kochgefäße nachgekauft werden, rechnet sich der Einsatz eines Induktionsfeldes trotzdem. Muss jedoch der gesamte Kochgefäßbestand durch magnetische Töpfe ersetzt werden, kann das teuer werden, dann ist der Einsatz eines Einbauherdes mit Induktionskochfeld gut zu überlegen.
Induktionskochflächen besitzen die gleichen Einteilungen und Formen wie die Ceranfelder. Bis auf die Unterschiede beim Beheizen der Kochzonen gibt es keine weiteren Unterscheidungen. Auch das äußere Aussehen ist weitgehend identisch. Wie bei strahlenbeheizten Ceranfeldern können die Kochzonen bei Induktionsfeldern verschiedene Formen und Größen annehmen. Auch hier gibt es Mehrkreis- und Bräterzonen, sodass bezüglich der Topf- und Pfannengrößen viele verschiedene Varianten möglich sind. Für eine vernünftige Auslastung der jeweiligen Kochzonen ist es angebracht, immer genau die Topfgröße zu wählen, die der Größe der Kochzone entspricht. Das dürfte aufgrund der verschiedenen Größen-Varianten der Kochzonen kein Problem sein.

Energie-Effizienzklassen sind wichtige Merkmale für die Einschätzung des Stromverbrauchs

Energie-Effizienzklassen sind ein Merkmal für den Energieverbrauch eines Gerätes. Während einige Küchengroßgeräte, zum Beispiel Wäschetrockner, noch mit der Effizienzklasse B versehen werden müssen, können Einbauherde mit Ceran- und Induktionsfeldern in die Klassen A, A und sogar A eingeordnet werden. Dabei gibt es jedoch Unterschiede, deshalb ist vor einem Kauf besonders darauf zu achten, welcher Energie-Effizienz der gewünschte Einbauherd zugeordnet wird. Jedes Elektrogerät muss auf einem Label die Energie-Effizienzklasse ausweisen. Bereits in den Angeboten sollte die Effizienzklasse angegeben sein. Ist dies nicht der Fall, ist es besser ein anderes Angebot auszuwählen, das die Energie-Effizienz und den Energieverbrauch des ausgewählten Einbauherdes nachweist.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden