Ein wichtiges Thema im Bereich Fassadendämmung / WDVS und Brandschutz

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Die wesentlichsten Faktoren des WDVS- Brandschutzes, sind Qualität und Sicherheit eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS).
Klar definiert ist die Verwendbarkeit von WDVS auf Grundlage einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung zum Nachweis der Dauerhaftigkeit und Brauchbarkeit
 
Das Brandverhalten von WDVS wird beeinflusst durch:

a) Dämmstoffmaterial
b) Stärke der einzelnen Dämmstoffe
c) Putzschicht und Anteil der organischen Bestandteile
d) Stärke der Bewehrungsschicht (Armierung)
 
Die DIN 4102-1 regelt die Prüfungen zum Nachweis des Brandverhaltens bei WDVS

1. Nicht brennbar: Mineralwolle nach DIN EN 13162 A1 oder A2
2. Schwer entflammbar: EPS Hartschaum nach DIN EN 13163 B1
3. Normal entflammbar: EPS Hartschaum nach DIN EN 13163 B2
Die Landesbauordnungen legen in Abhängigkeit von der Gebäudehöhe bzw. Gebäudeklassen alle Mindestanforderungen der DIN 4102-1 vor:
1. Gebäudehöhen bis 7 m Höhe normal entflammbar B2
2. Gebäudehöhen von 7-22 m schwer entflammbar B1
3. Gebäudehöhen von 22-100 m nicht brennbar A
Die Höhen werden festgelegt ab Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses über der Geländeoberfläche, in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist. In der Regel sind WDVS in den Stärken von 10-300mm geprüft.
Besondere Bereiche werden bei der WDVS-Ausführung mit Steinwolle bzw. Mineralwolle ausgeführt. Dazu sind entweder spezielle Ausführungen von Stürzen inklusive der Verschattungselemente oder ein durchlaufender Brandriegel nach jedem zweiten Geschoss zulässig. Das geeignete Produkt wie z.B. die Steinwolle / Brandschutzlamelle ist eine nichtbrennbare Steinwolle-Lamelle für Putzfassaden. Mit der Putzträgerlamelle kann sowohl eine gute Wärme-, Schalldämmung aber auch ein effektiver Brandschutz (A1) ermöglicht werden. Die Steinwolle-Lamelle ist diffusionsoffen und alkali-resistent. Sie speichert keine Feuchtigkeit.

 

WDVS Aufbau mineralische Dämmplatte, nicht brennbar 

Aufbau mineralische Dämmplatte, DK-Westment VIELSCHICHTIGES EXTERNES WÄRMEDÄMMUNGSSYSTEM MIT VERPUTZ

Z-33.84-964 ATLAS-Zulassung vom: 07.08.2007 WDVS mit Mineralfaserdämmplatten Wärmedämm-Verbundsystem 'ATLAS ROKER' nach ETA-06/0173 Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des WDVS Nr. Z-33.84-964 des Deutschen Instituts für Bautechnik nach ETA-06/0173.  
 
Dämmaktion, mineralische Dämmplatte, DK-Westment DÄMM-AKTION 80-200mm WDVS Mineralische Fassadendämmung Schnell & günstig lieferbar
 
Mineralfaser-Dämmplatte Bemessungswert 0,036 WLG
Brandschutzklasse A1 mit Ü-Zeichen  
Geben Sie uns bitte ihren Bedarf in qm, sowie die Dämmstärke in mm an
 
 
ATLAS ROKER ist ein vielschichtiges System der Wärmedämmung mit Putz- und Mörtelsichten.  Europäische Technische Zulassung ETA-06/0173, die entsprechend den Richtlinien zu europäischen technischen Zulassungen ETAG 004:2000 erteilt wurde.
Dessen wichtigsten Aufgaben sind:
- den Außenwänden entsprechende Wärmeisolierung zu verleihen,
- die Beständigkeit der Außenwände durch einen besseren Schutz vor der Einwirkung der Umwelt zu erhöhen.
Die Technologie der Wärmedämmung besteht darin, eine Thermoisolierung aus Mineralwollplatten an der äußeren Wandfläche des Gebäudes befestigt, und darauf eine Armierungschicht, eine Putzschicht und, als Option ein Farbanstrich aufgetragen wird. Dieses System kann man bei neu gebauten bzw. bei bereits genutzten vertikalen äußeren Flächen von Gebäuden (mit Verputz oder auch ohne) angewendet werden,
welche aus gemauerten bzw. geklebten Elementen, wie Ziegel, Blöcken (keramische, aus Sandstein, Stein und Porenbeton), oder auch aus Beton (der auf der Baustelle gegossen, oder als Fertigteil eingesetzt wird) erstellt werden. Dieses System kann aber auch auf horizontalen Flächen von Bauelementen oder Flächen mit einer Neigung eingesetzt werden, jedoch unter der Bedingung dass diese keiner direkten Einwirkung von Niederschlägen ausgesetzt sind. Es können Decken über Durchfahrten, aber auch Innenwände und -Innendecken (von der Deckenseite) in den Garagen bzw. Kellern sein, die mit beheizten Räumen benachbart sind. Die Unterschicht, auf der das System ATLAS eingesetzt wird, soll die Klasse des Brandverhaltens von A1 bzw. A2-s1 d0 nach EN 13501-1 besitzen.

EIGENSCHAFTEN DES SYSTEMS
Die Parameter des ganzen Systems und dessen einzelnen Elemente garantieren einem sachgemäß geplanten und ausgeführten Wärmedämmungssystem, dass alle vorausgesetzten technischen, Betriebsanforderungen im vorgesehenen Anwendungsbereich erfüllt werden. Im Bereich des Brandverhaltens wurde das System Atlas, nach EN 13501-1 wie folgt klassifiziert:
A2 – s2, d0 für das System mit Mineralwollplatten MW, der Stärke von 20 – 200 mm, Endverarbeitung mit mineralischem Putz ATLAS CERMIT oder mit dem Silikatputz ATLAS SILKAT und optional Farbanstrich - ATLAS ARKOL S, TLAS ARKOL N bzw. ATLAS ARKOL FASTEL.
C – s2, d0 für das System mit Mineralwollplatten MW, der Stärke von 20 - 200 mm, Endverarbeitung mit dem Silikonputz ATLAS SILKON und optional Farbanstrich – ATLAS ARKOL N bzw. ATLAS FASTEL. Die Wasserabsorption der Armierungsschicht und den einzelnen Schichten der Endverarbeitung, die nach 24 Stunden bestimmt wird, ist bei allen Varianten nicht höher als 0,5 kg/m². Dadurch ist das ganze System gegen die Einwirkung von abwechselnden Gefrieren und Auftauen widerstandsfähig. Das System Atlas ist auch voll gegen die Wärme- und Feuchtigkeitszyklen widerstandsfähig. Im Bereich des Schlagfestigkeit wurde das System, in Bezug auf die Schichten der Endverarbeitung (mit einer Schicht Glasfasernetz):
- in der Nutzungskategorie III (Endverarbeitung mit mineralischem Putz)
- in der Nutzungskategorie II (Endverarbeitung mit Silikat- bzw. Silikonputz) klassifiziert. Ein richtig geplantes System verhindert Wasserdampfkondensation sowohl auf inneren als auch auf äußeren Flächen der Konstruktionen. Diffusionswiderstand, der im diffusionsäquivalenter Luftschichtdicke Sd, für die am wenigsten vorteilhafte Reihenfolge von Schichten des Systems (mit Silikonputz) angegeben wird , beträgt lediglich 0,75 m. Der Hersteller deklariert, dass die Haftfähigkeit zwischen dem Klebemörtel und dem Untergrund (Beton) nicht weniger als 0,6 Mpa, hingegen zwischen dem Klebemörtel (Armierungsschicht) und dem Isolierprodukt (bei trockenen Bedingungen) Armierungsschicht und der Thermoisolierung (EPS) und zwischen dem Klebemörtel und der Thermoisolierung beträgt nicht weniger als 0,1 Mpa, und zwischen dem Klebemörtel und dem Untergrund (Beton), abhängig vom Typus der Mineralwollplatten beträgt entsprechend:
- min. 0,08 Mpa (bzw. eine Zerstörung in der MW-Schicht) bei gewöhnlichen Platten
- min. 0,25 Mpa bei Lamellenplatten.
Die technischen Parameter des Systems garantieren dessen Beständigkeit gegen Querverschiebung. Wärmedurchlasswiderstand der Endverarbeitungsschicht des Systems (Armierungsschicht mit der Putzschicht) Rrender beträgt ca. 0,02 m² K/W.

DIE BESTANDTEILE DES SYSTEMS
1. Die Hauptbefestigung
Zum Ankleben der Thermoisolierung ist der Mörtel ATLAS ROKER W-20 zu verwenden.
2. Die Schicht der Thermoisolierung
Die Thermoisolierung besteht aus fabrikseitigen Mineralvollplatten (MW) mit Brennverhalten der Klasse A1: gewöhnliche - mit nicht geordneter Faserstruktur – sowie Lamellenplatten – mit geordneter Faserstruktur, senkrecht zur Fläche. Schichtsstärke der Platten: von 20 bis 250 mm. Die Platten sind mit Codes gekennzeichnet:
- MW – EN 13162 -T5-DS (TH)-CS (10) 40-TR15-WS-WL (P)-MU1,
- MW – EN 13162 -T4-DS (TH)-CS (10) 40-TR15-WS-WL (P)-MU1,
- MW – EN 13162 -T5-DS (TH)-CS (10) 40-TR100-WS-WL (P)-MU1,
- MW – EN 13162 -T5-DS (TH)-CS (10) 30-TR10-WS-WL (P)-MU1,
- MW – EN 13162 -T5-DS (TH)-CS (10/Y) 50-TR80-WS-WL (P)-MU1.
3. Mechanische Befestigung
Die mechanische Befestigung wird mithilfe von folgenden Verbindungsstücken, bzw. von anderen Produkten nach ETAG 014 ausgeführt:
- EJOT Ejotherm ST U nach ETA-02/0018,
- EJOT Ejotherm NT U nach ETA-05/0009,
- EJOT Ejotherm STR U nach ETA-04/0023,
- EJOT SDM-T plus U nach ETA-04/0064,
- HILTI SX-FV nach ETA-03/0005,
- HILTI SD-FV 8 nach ETA-03/0028,
- Fischer TERMOZ 8N nach ETA-03/0019,
- Fischer TERMOZ 8U nach ETA-02/0019,
- WKRĘT-MET-ŁIT und WKRĘT MET ŁIM nach ETA-05/0225,
- WLRĘT-MET-ŁFN Ø 8 und WKRĘT MET ŁFM Ø8 nach ETA-06/0080,
- WLRĘT-MET-ŁFN Ø 10 und WKRĘT MET ŁFM Ø 10 nach ETA-06/0105.
- Koelner KI8M nach ETA-06/0191
4. Die Armierungsschicht
Die Armierungsschicht besteht aus dem Mörtel ATLAS ROKER W-20 mit dem darin eingelassenen Glasfasernetz SSA 1363 SM (100) bzw. VERTEX 145A/AKE 145A/R117 A101.
5. Die Putzunterlage:
ATLAS CERPLAST (unter mineralischen Putz), ATLAS SILKAT ASX (unter Silikatputz) oder ATLAS SILKON ANX (unter Silikonputz).
6. Die Putzschicht
- mineralischer Putz ATLAS CERMIT SN, SN-MAL bzw. DR,
- Silikatputz ATLAS SILKAT N oder R
- Silikonputz ATLAS SILKON N oder R.
7. Die Grundiermittel:
- ATLAS ARKOL SX (unter Silikatanstrich),
- ATLAS ARKOL NX (unter Silikonanstrich).
8. Der Farbanstrich:
- Silikat ATLAS ARKOL S,
- Silikon ATLAS ARKOL N,
- Silikon ATLAS FASTEL.
9. Ergänzende Elemente – Endverarbeitungsprofile
- Profile für Wasserschenkel mit Armierungsnetz – PVC 10/2500 – weiß,
- Eckprofile mit Armierungsnetz – PVC 23/2500 – weiß,
- Profile für Fensterbereich mit Armierungsnetz – PVC 6/2400 – weiß,
- Profile für Fensterbereich mit Armierungsnetz – PVC 9/2400 – weiß,
- Gerade Dilatationsprofile für Fassaden mit Armierungsnetz – PVC 10-30/p/2000 – weiß,
- Eckige Dilatationsprofile für Fassaden mit Armierungsnetz – PVC 10-30/k/2000 – weiß,
- Profile unter das Fensterbrett mit Armierungsnetz – PVC 15/2000 – weiß,
- Sockelprofile aus PVC,
- Sockelprofile aus Aluminium.

ANWEISUNGEN ZUR AUSFÜHRUNG DES SYSTEMS
Sowohl während der Projektphase, als auch während den Arbeiten selbst sollen folgende Anforderungen beachtet werden: die Bedingungen der ETAG 004:2000, die Zulassungen der ETA-06/0081, die technischen und rechtlichen Vorschriften, die aktuell im jeweiligen Land gelten, insbesondere die Bereiche der Isolierbarkeit der Verschläge, die energetischen Anforderungen, die Sicherheit von Baukonstruktionen, Brandschutz sowie die Bedingungen zum Beginn und zur Beendigung von Bauarbeiten. Darüber hinaus sind alle Arbeiten entsprechend den Angaben, die im technischen Plan der Wärmedämmung, in den technischen Anweisungen der Firma ATLAS und auf dem Technischen Blatt zum jeweiligen Produkt zu finden sind durchzuführen. Die technischen Unterlagen sollen für ein Objekt jeweils individuell unter der Berücksichtigung dessen Technologie erstellt werden. Das System ATLAS besteht aus nicht tragenden Bauelementen, und im Zusammenhang damit wirkt sich dieses auf die Stabilität jener Elemente, auf denen das System befestigt wird nicht aus. Der Wert des zusätzlichen Wärmedurchlasswiderstands R, den eine Wand nach der Anwendung dieses Systems erhält, ist nach EN ISO 6946, als Summe des Wärmedurchlasswiderstands der Thermoisolierung und des Wärmedurchlasswiderstands der Endverarbeitungsschicht Rrender. Bei den Berechnungen, soweit es nach EN ISO 6946 erforderlich wird, ist der Einfluss der Wärmebrücken, die aus der Abwendung von mechanischen Verbindungsstücken resultieren zu berücksichtigen. Das System erfüllt die Kriterien, die in der Pos. 5.1.4.2 ETAG 004:2000 zu finden sind, deshalb werden keine Einschränkungen, betreffend Länge der Wand bzw. der Distanz zwischen den Dilatationsfugen eingeführt, soweit diese aus anderen Anforderungen, insbesondere aus der Konstruktion des Objekts an dem das Systems angewendet wird nicht resultieren. Die Arbeiten am Wärmedämmungssystem sollen bei günstigen Wetterverhältnissen durchgeführt werden. Die Untergrund- und Umgebunstemperatur soll sowohl während den Arbeiten als auch während der Trocknung der einzelnen Materialien von +5°C bis +25°C betragen. Die Fassade soll abgedeckt und vor Niederschlägen, direkter Sonneneinstrahlung sowie vor starkem Wind gesichert sein.
Der Untergrund
Der Untergrund soll stabil, eben und von Schichten gereinigt sein, die die Haftfähigkeit des Mörtels schwächen könnten. Lose bzw. schwach haftende Elemente sind abzutragen und die Materialverluste mit dem PUTZMÖRTEL ATLAS oder mit der AUSGLEICHSMASSE ATLAS auszugleichen. Das System ATLAS ROKER kann man bei Untergründen anwenden, die von stark haftenden Schichten aus Fassadenfarben und dünnschichtigen Putz bedeckt sind. Resten von schwach haftenden Schichten sind mit Druckwasser zu reinigen ober abzukratzen. Bei schwachem, verstaubten bzw. sehr saugfähigen Untergrund ist eine Grundierung mit der Emulsion ATLAS UNI-GRUNT durchzuführen. Der Untergrund soll so vorbereitet sein, um die Anforderungen von ETAG 004:2000 zu erfüllen. Falls Zweifel zur Qualität des Untergrunds auftreten sollten, so soll die Bewertung dessen Tragfähigkeit unter reellen Umständen vorgenommen werden. Das Ergebnis (die Haftfähigkeit) soll nicht niedriger als 0,08 Mpa sein, dann kann man die Zerstörung der Isolierschicht beim Versuch das angeklebte Stück abzureisen als ein positives Ergebnis betrachten.
Befestigung von Mineralwollplatten
Die Stärke der Thermoisolierung soll zu jeder Wand des Gebäudes individuell angepasst werden, u.a. anhand der Berechnungen der Wärmedurchlässigkeit U. Dieser Beiwert soll den Anforderungen zur Wärmedämmung, die in den aktuellen Vorschriften definiert werden entsprechen. Die Ausführung der Thermoisolierung soll man damit beginnen, dass an der Wand ein Sockelprofil befestigt wird. Dieser Schritt vereinfacht, beim Auftragen der ersten und der nächsten Schichten von Styroporplatten das gleichmäßige Niveau zu halten, zugleich wird dadurch der untere Rand des Systems verstärkt. Dies Profil soll am Gebäudesockel, jedoch nicht tiefer als 30 cm über dem Erdboden befestigt werden. Dieser Abstand garantiert den Schutz des Systems vor dem Einfluss des Kapillarsogs der Feuchtigkeit, schützt aber auch die Putzschicht vor Verunreinigung, beispielsweise von Drecktropfen bei stärkeren Niederschlägen. Fall der Einsatz eines Sockelprofils nicht möglich ist (z.B. wenn die Schicht der Thermoisolierung dicker als die breiteste erhältliche Leiste), so ist es zulässig, am unteren Rand des Wärmedämmungssystems zwei Schichten Glasfasernetze mit einem Profil für Wasserschenkel anzuwenden. Nachdem das Sockelprofil befestigt worden ist, kann man mit dem Aufkleben der Thermoisolierung beginnen. Die erste Reihe Platten wird montiert, indem diese auf der Startleiste gestützt wird. Die weiteren werden mit Versatz (die übereinander liegenden Platten mit ihrem Rand aneinander verschoben werden und keine durchgehende Spalten bilden) aufgelegt. Eine solche Verschiebung sollte sowohl auf der Wandfläche als auch auf Gebäudeecken vorgenommen werden. Aus der Sicht des technischen Projekts und der Übertragung (Verschiebung) von Belastungen, darf dieses System entweder nur geklebt (mit Lamellenplatten aus Mineralwolle) bzw. geklebt mit einer zusätzlichen mechanischen Befestigung (mit Standard- oder Lamellenplatten aus Mineralwolle). Die Klebemasse kann auf die Thermoisolierplatten in zwei Varianten aufgetragen werden: teilweise (nur Standardplatten) oder ganz (Standard- und Lamellenplatten, bei ebener und glatter Unterschicht). Das partielle Auftragen wird als „Streifen- und Punktmethode” bezeichnet. Die Fläche der Platte ist zuerst mit einer dünnen Mörtelschicht zu verspachteln, erst dann wird die „eigentliche Schicht“ mit der „Streifen- und Punktmethode” aufgetragen. Die Breite des Randstreifens , der die Plattenkanten umfasst, soll mindestens 3 cm betragen. Auf die übrig gebliebene Fläche der Platte sollen 6 - 8 „Mörtelflecken“ mit einem Durchmesser von 8-12 cm verteilt werden. Die aufgetragene Klebemasse soll mindestens 40% der Plattenfläche bedecken. Direkt nach dem Auftragen des Klebemörtels muss man die Platte auf dem Untergrund auflegen und zudrücken. Mit der Befestigung mithilfe von mechanischen Verbindungen kann man frühestens nach Ablauf von 24 Stunden ab dem Aufkleben der Platten beginnen. Es wird empfohlen, dass die Zahl der Verbindungsstücke ca. 4 – 6 je 1 m² beträgt. Detaillierte Angaben über die Menge, den Typus und die Länge der Dübel sowie über die Art deren Verteilung sollen im technischen Projekt zur Wärmedämmung zu finden sein. Die Tiefe der Verankerung der zusätzlichen Elemente soll den Anforderungen der Hersteller von Dübeln entsprechen. Um die Widerstandsfähigkeit der Wärmedämmungsschichten gegen die mechanischen Beschädigungen zu erhöhen, den freien Wasserabfluss und die Anfertigung einer professionellen Dilatation zu ermöglichen, sind auf der befestigten Schicht der Thermoisolierung Endverarbeitungsprofile anzubringen. Diese Profile werden an allen besonderen Stellen der Fassade montiert, dazu gehören: Ecken, Laibungen, Fensterbretter usw. Diese Profile kann man parallel zum Einlassen des Netzes in der Armierungsschicht des Systems befestigen. Zur Befestigung dieser Profile sollte der Klebemörtel ATLAS ROKER W-20 verwendet werden.
Die Armierungsschicht
Die Armierungsschicht besteht aus einem Netz aus Glasfaser, das im Klebemörtel ATLAS ROKER W-20 eingelassen wird. Dieses Netz verfügt über eine entsprechende mechanische Festigkeit, gleichmäßige Verflechtung und ist gegen Alkalien beständig. Mit der Ausführung der Armierungsschicht kann man nicht früher als drei Tage nach der Befestigung von Platten beginnen. Danach sollen Wandflächen verstärkt werden, die sich in der Nähe der Ecken von Fenster- und Türöffnungen befinden. Dies soll so gemacht werden, dass im Mörtel Netzstreifen, mit den Abmessungen von 20 x 30 cm eingelassen werden. Diese Streifen sollen im Winkel von 45° zu Linien aufgestellt werden, die durch den Kantenverlauf der Laibung festgelegt werden. Die Ausführung der Armierungsschicht erfolgt, indem der Klebemörtel ATLAS ROKER W-20 auf der ganzen Fläche der Thermoisolierung gleichmäßig verteilt wird und darin nacheinander weitere Netzstreifen eingelassen werden. Zuerst wird 2/3 des Mörtels aufgetragen und gleichmäßig auf der Fläche verteilt. Im Mörtel wird jetzt der zuvor vorbereitete, entsprechend zugeschnittene Netzstreifen eingelassen. Zuerst wird er an einigen Stellen in die Masse eingedrückt, und dann mit einer Zahnkelle genau versenkt, so dass das ganze Netz unsichtbar wird. Danach wird die übrig gebliebene (1/3) menge Mörtel aufgetragen und die Fläche genau geebnet. Das sachgemäß eingelassene Netz soll einerseits ganz unsichtbar sein, andererseits soll sich das Netz mit der Fläche direkt nicht berühren. Die Armierungsschicht muss einen kontinuierlichen Charakter aufweisen, d.h. die darauf folgenden Netzstreifen sind so aufzulegen, dass sich deren Endstücke auf der Länge von10 cm und in den Eckbereichen 15 cm überlappen. Die Überlappungen werden auch an Stellen verlangt, an denen sich das Armierungsnetz mit dem Netz der Endverarbeitungsprofile verbindet. Die Überlappungsstellen dürfen sich mit den Fugen zwischen den Mineralwollplatten nicht decken. Der letzte Schritt ist das Glätten der Armierungsschicht mit einer Stahlkelle. Dabei ist die Sorgfalt besonders wichtig, und zwar nicht nur aus technischen, sondern auch aus ästhetischen Gründen. Da die Putzschicht dünn ist, und dass sie auf der gesamten Fläche der Fassade halten muss, drohen die nicht abgeschliffenen Unebenheiten damit, dass eine richtige und gleichmäßige Ausführung der Putzschicht unmöglich wird.
Die Endverarbeitungsschicht
Die äußere Endverarbeitungsschicht des Systems Atlas kann die dünnschichtige Putzschicht selbst ggf. mit Anstrich aus Fassadenfarbe bilden. Falls hierfür der mineralische Putzmörtel ATLAS CERMIT SN-MAL eingesetzt wird, so wird in diesem Fall unbedingt ein Anstrich von einer Dekor-Schutzschicht, z.B. mit einer Fassadenfarbe erforderlich. Die Wahl der Endverarbeitungsschicht soll für die betroffene Wand anhand von Berechnungen zu Wärme- und Feuchtigkeitsumständen, sowie anhand der Bedingungen der Nutzung des Systems durchgeführt werden. Mit der Ausführung der Endverarbeitungsschicht darf man ca. 3 Tage nach dem Auftragen der Armierungsschicht beginnen. Unabhängig von dem, auf der Wärmedämmung eingesetzten dünnschichtigen Putz, muss auf der Armierungsschicht eine Grundierschicht aus Putzunterschicht-Masse aufgetragen werden. Diese Unterschicht soll dem Typus des jeweiligen Putz entsprechen. Die Anwendung einer solchen Unterschicht verhindert, dass in die Schicht des Edelputz Schmutz aus Klebemörteln durchdringt. Diese Unterschicht schützt und verstärkt darüber hinaus den Untergrund, und vor allem erhöht die Haftfähigkeit der Putzschicht. Diese Unterschichten können darüber hinaus eine vorübergehende Schutzschicht für die Armierungsschicht (solange die Putzschicht nicht aufgetragen wird) und zwar bis zu 6 Monaten ab deren Ausführung bilden. Die Putzschicht kann man aus dünnschichtigen Putzmassen, mit der Kornstärke von 1,5 mm bis 3,0 mm (je nach Putzart) anfertigen. Diese Schichten mit Fassadenfarben ATLAS, nach der, für die jeweilige Farbe entsprechender Technologie gestrichen werden. Die Farbpalette für Putze und Farben ist auf der NEUEN FARBPALETTE ATLAS, die aus ca. 700 Positionen besteht zu finden.

DIE PFLEGE DES SYSTEMS
Um die Eigenschaften des Systems der Wärmedämmung in dessen Vollständigkeit zu bewahren, muss die Endverarbeitungsschicht zyklischen Kontrollen und Wartungen unterzogen werden. Diese Umfasst insbesondere umgehende Reparaturen von zufällig beschädigten Stellen, das Abdecken der Putzfläche mit Farben bzw. anderen Reinigung- bzw. Schutzmitteln. Zur Durchführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten sollen Produkte verwendet werden, welche zu den Elementen des System ATLAS gehören und durch die Zulassungen ETA-06/0173 erfasst werden, oder andere Produkte der Linie ATLAS, deren Einsatzmöglichkeit für die jeweilige Arbeit aus den technischen Unterlagen des Produktes hervorgeht.
Europäische Technische Zulassung ETA 06/0173 ETAG Nr. 004:2000
Konformitätszertifikat WE 1488-CPD-0036
Konformitätserklärung WE Nr. E002

 
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