Ein ganz besonderer Duft liegt in der Luft: Flieder für den Garten

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Ein ganz besonderer Duft liegt in der Luft: Flieder für den Garten

Kein Wunder, dass der Flieder schon so manchen kreativ beflügelt hat: Er ist ein wahres Fest für die Sinne und hat durch die vielen kleinen Blüten, die sich traubenartig aneinanderreihen, nicht nur optische Reize, sondern duftet auch noch unglaublich gut. Der Flieder gehört zu den alten Blütensträuchern. Heute sind allerdings auch zahlreiche neue Sorten erhältlich.

 

Hintergründe und Wissenswertes zum Flieder

Der Flieder, mit botanischem Namen "Syringa", gehört zu den Ölbaumgewächsen und es gibt ihn als sommergrünen Strauch oder als kleinen Baum. Die Blütenstände sind je nach Fliedersorte unterschiedlich und umfassen unzählige kleine Blüten, die weiß, lila, violett oder dunkelviolett gefärbt sind. Die meisten Fliederarten blühen zwischen April und Juni. Der Flieder ist in Europa und Asien beheimatet und es gibt rund 25 verschiedene Fliederarten. Sehr verbreitet ist der Gemeine bzw. Gewöhnliche Flieder, der eine Wuchshöhe von 2 bis 6 Metern erreicht. In Europa zählt er zu den ältesten Gartensträuchern und ist in vielen Bauerngärten zu finden. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der Flieder erstmals nach Europa importiert, darauffolgend verbreitete er sich dort in vielen Gärten. Nach und nach entstand durch Züchtung eine große Vielfalt verschiedener Fliedersorten. Vor allem aufgrund des starken Dufts der Blüten ist der Flieder sehr beliebt. Zudem macht er sich auch sehr gut als Zierelement im Garten.

 

Gemeiner Fieder, Edelflieder und Zwergflieder: die verschiedenen Fliedersorten

Der Gemeine Flieder, auch Gewöhnlicher Flieder genannt, ist eine der bekanntesten Fliedersorten. Diese Fliederart ist auf dem Balkan heimisch, und sie hat sich im Laufe der Zeit in vielen europäischen Ländern verbreitet. Beim Edelflieder handelt es sich um eine speziell gezüchtete Fliederart, die aufgrund ihres Entstehungslandes Frankreich auch den Namen "French Lilac" trägt. Vom Edel-Flieder gibt es inzwischen zahlreiche verschiedene Unterarten, die auch über verbesserte Eigenschaften verfügen: Diese Sorten sind nicht nur robuster, sondern auch kompakter und die Blüten sind zweifarbig. Der Edelflieder lässt sich auch einstämmig als kleiner Blütenbaum ziehen. Daneben gibt es auch einige Kreuzungen von Fliedersorten, sogenannte Hybriden, zu denen unter anderem der Kanadische Flieder, auch "Preston Flieder" genannt, gehört. Weitere Fliederarten sind Zwergflieder, Himalaya-Flieder, Ungarischer und Japanischer Flieder sowie Filziger, Zottiger und Wolliger Flieder. Sehr beliebt sind auch Sommerflieder und Schmetterlingsflieder. Diese beiden Pflanzenarten gehören zur Pflanzenfamilie der Braunwurzgewächse.

 

Ansprüche an den Standort und Pflege des Flieders

Sämtliche Fliederarten vertragen einen Standort in der vollen Sonne, auch trockene Hitze ist kein Problem für den Flieder. An schattigeren Plätzen gedeihen sie auch, sie haben dann aber weniger Blüten und bilden keine dichte Krone. Edel-Flieder sind zudem sehr windfest. Was die Ansprüche an den Boden betrifft, so mögen die meisten Fliederarten nährstoffreiche, aber eher trockene Lehmböden, die über einen hohen Kalkgehalt verfügen. Der Rückschnitt sollte beim Flieder erst nach der Blüte erfolgen, da die Blütenknospen bereits im Vorjahr gebildet werden. Ältere Fliedersträucher können im Herbst kräftig zurückgeschnitten werden.

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