Ein Schwebestativ ist keine Hexerei

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Viele Fotografen und Videofilmer stehen vor der Frage ob sich die Anschaffung eines Schwebestatives wirklich lohnt. Die Frage lässt sich leicht beantworten. Wünscht der Kunde stabilisierte Aufnahmen, so kann man diese Frage einfach mit ja beantworten. Im Internet kursieren viele Anleitungen zum Tarieren eines Schwebestatives. Oftmals findet man Kommentare, bei welchen man davon ausgehen muss, dass es sich um eine Wissenschaft für sich handelt ein Schwebestativ exakt zu tarieren. Dem ist mitnichten so. Prinzipiell handelt es sich bei einem Schwebestativ lediglich um einen zweiseitigen Hebel, welcher in einem Kardangelenk gelagert ist. Die stabilisierende Wirkung erfolgt dadurch, dass das Gegengewicht nur geringfügig schwerer als die Kamera ist. Die Länge des oberen und unteren Hebelarmes spielt natürlich auch eine Rolle. Ein längerer Hebelarm wirkt wie mehr Gewicht. Durch das geringfügig größere Gewicht des Gegengewichtes wird die Kamera in eine senkrechte Position gebracht. Weil das Gewicht aber nur geringfügig größer ist, ist die Neigung des Systems, wie ein Pendel zu fungieren, sehr gering. Um das richtige Gegengewicht zu ermitteln, spricht man vom richtigen Einstellen der sog. "Drop-Time". Das ist die Zeit, welche das Gegengewicht von der 9 Uhr Position bis zur 6 Uhr Position benötigt, nachdem man es losgelassen hat. Diese Zeit sollte mind. 2 Sekunden betragen. Hat man das passende Gewicht ermittelt, stellt man die Kamera mittels des Einstellschlittens exakt senkrecht, und das Arbeiten kann beginnen.
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