Ein Ratgeber über Leinwände für Filmprojektoren und Beamer

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So populär wie eh und je: ein Ratgeber über Leinwände für Filmprojektoren und Beamer

Popcorn, Chips und Gummibärchen, das Getränk Ihrer Wahl und schon kann der Film auf der großen Leinwand losgehen. Klingt schön, oder? Filmprojektoren, Beamer und Leinwände machen es möglich auch zu Hause große Kinoerlebnisse zu haben.

Heimkino - ein teures Vergnügen?

Früher waren Filmprojektoren und Beamer ein sehr teurer Spaß und deshalb meist nur in Kinos, in Firmenbüros und in Schulen oder anderen, größeren Einrichtungen zu finden. Heute sind solche Geräte wesentlich günstiger und immer öfter auch in privaten Haushalten zu finden.
Sowohl Filmprojektoren als auch Beamer, die eine Leinwand mit über drei Metern Bilddiagonale anpeilen können, gibt es inzwischen bereits ab 300 Euro zu kaufen. Auch HD-Geräte sind für unter 1.000 Euro zu erstehen. Die Leinwände für das ganz eigene Heimkino sind selbstverständlich kleiner als in einem Kino oder beim beliebten Public Viewing, doch für das besondere Bilderlebnis reichen auch die kleineren Varianten vollkommen aus. Besonders beliebt sind Filmprojektoren und Leinwände beim heimischen Kinoabend mit Freunden und Familie oder zum Fußballschauen in einer größeren Gruppe. Das richtige Heimkino-Gefühl kommt jedoch erst auf, wenn der Filmprojektor oder Beamer perfekt mit der Leinwand harmoniert.

Was brauchen Sie für einen heimischen Kinoabend betrieben werden?

Der jeweilige Filmprojektor oder Beamer muss zunächst angeschlossen werden, wenn er nicht schon seinen festen Platz in Ihrem Wohnzimmer hat. Handelt es sich um keine fest installierte Projektor-Leinwand, muss diese ebenso aufgebaut und ausgerollt werden. In jedem Fall sollte der Raum verdunkelt werden, da bei einfallendem Tageslicht oder einem lichtschwachen Beamer die Bildqualität leidet und das Sehvergnügen getrübt wird. Der Raum zwischen Leinwand und Beamer muss freigeräumt werden, da beispielsweise Möbel die Projektion erheblich stören können. Sollten Sie keine Leinwand besitzen und eine Wand als Projektionsfläche benutzen, muss diese ebenso frei sein und sämtliche eventuell vorhandenen Bilder sollten entfernt werden. Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, eine Wand beispielsweise in Ihrem Wohnzimmer als Leinwand zu benutzen, sollten sie Folgendes beachten:

Die Wand muss glatt, frei von Bildern und Möbeln und weiß gestrichen sein. Bereits die geringste Unebenheit, beispielsweise von zu dick aufgetragener Wandfarbe, kann zu störenden Schatten führen. Im Weiteren reflektiert normale Wandfarbe nicht so gut, wie beispielsweise eine Leinwand, und obgleich es möglich ist, Spezialfarbe zu diesem Zweck zu kaufen, sind die Anschaffungskosten für diese relativ hoch. Ist es da nicht praktischer sich eine speziell für diesen Zweck ausgelegte Leinwand zu kaufen?

Der richtige Abstand der Leinwand zum Beamer

Es gibt praktischerweise Leinwände zum Ausrollen und viele Modelle können fest an die Decke geschraubt werden. Zu bedenken ist, dass die Leinwand dann stets verankert ist und sobald sie ausgerollt wird, dazu genug Platz vorhanden sein muss. Wichtig ist der optimale Abstand der Leinwand zum Beamer. Das Bild kann nur zufriedenstellend sein, wenn man sich an die Angaben des jeweiligen Filmprojektor- oder Beamer-Herstellers hält. Diese finden Sie in der Regel auf der Verpackung oder in der Bedienungsanleitung.

Zusätzlich muss die Leinwand nicht nur weit genug vom Beamer entfernt sein, sondern auch vom Sitzplatz des Zuschauers oder der Zuschauer. Hängt die Leinwand zu nah, können Sie und Ihre Gäste das Bild nicht im Ganzen erfassen. Der Platz für die Leinwand sollte von Ihnen also mit Bedacht ausgewählt werden und an die Maße der Räumlichkeiten angepasst sein.

Die ideale Leinwand-Größe

Ist eine Leinwand zu groß, kann das Bild sehr schnell unscharf werden. Ist sie zu klein, kommt kein Kinogefühl auf und es könnte auch ein Fernseher benutzt werden. Ein guter Richtwert ist: Die Leinwand-Breite sollte die Hälfte des Abstandes zwischen der Leinwand und den Sitzplätzen nicht überschreiten.

Eine Leinwand idealer Größe, die richtig ausgerichtet wurde, wirft das Licht des Projektors zu 100 Prozent zurück in den Raum und hin zum Zuschauer. Wird das Licht diffus zurückgeworfen, können Sie dadurch nicht nur ein perfektes Bild genießen, wenn Sie mittig vor der Leinwand sitzen, sondern auch Zuschauer, die links oder rechts sitzen und folglich seitlich auf die Leinwand schauen, kommen in den Genuss eines perfekten Bilderlebnisses.

Die verschiedenen Leinwand-Bauformen

Doch welche Leinwand ist für Sie und Ihre Verhältnisse die passende? Muss die Leinwand immer fest installiert sein? Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Bauformen?

Für das heimische Kino sind drei Leinwand-Bauformen relevant:

  • Die Stativ-Leinwand:

Ein großer Vorteil von Stativ-Leinwänden ist, dass sie sich schnell und bequem in den heimischen vier Wänden auf- und abbauen lassen. Sie sind mobil und in der Regel relativ günstig in der Anschaffung. Ein kleiner Nachteil ist, dass sie im nicht zusammengebauten Zustand Platz benötigen. Meist in einer praktischen Kiste verpackt, müssen Sie in einer Ecke Ihrer Wohnung einen Platz für Ihre Heimkino-Ausstattung finden.

  • Die Rollo-Leinwand:

Rollo-Leinwände sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, werden aber vorteilhaft fest an der Wand oder der Decke installiert. Wenn sie nicht benötigt werden, verschwinden sie nützlicherweise in einem dazugehörigen Gehäuse.

In beiden Fällen schwingt die Leinwand frei und könnte von daher Wellen an den Rändern werfen. Abhilfe leisten Leinwände mit spezieller Seilspanntechnik.

  • und die Rahmen-Leinwand:

Rahmen-Leinwände liefern die beste Bildqualität. Sie sind rundherum eingespannt und wellige Ränder sind dementsprechend kein Thema. Zu erwähnende Nachteile: In der Anschaffung sind diese Leinwände im direkten Vergleich mit Stativ- und Rollo-Leinwänden am teuersten. Sie sind platzaufwendig und der Aufbau dauert eine gewisse Zeit.

Was ist ein Gain-Faktor?

Der Begriff „Gain-Faktor" ist eine andere und gängige Bezeichnung für den „Leuchtdichtfaktor". Finden Sie die Angabe, dass der Gain-Faktor 1 beträgt, steht dies für eine diffuse Leinwand, die keine bevorzugte Abstrahlrichtung aufweist. Ein Gain-Faktor von 2 steht für eine doppelt so starke Reflexion wie bei einer Leinwand mit dem Gain-Faktor 1. Solch eine Leinwand reflektiert besonders gut zur Mitte vor der Leinwand – solche Leinwände ermöglichen zwar auch lichtschwachen Beamern ein optimales Bild zu erzielen, jedoch nur solange die Zuschauer nicht zu weit links oder rechts von der Leinwand sitzen. Ein hoher Gain-Faktor ist also eher etwas für sehr kleine Runden und als optimal sind Leinwände mit Gain-Faktor 1 und 1,2.

Bei Leinwänden mit Metallpigmenten für 3D-Projektoren nach dem Polarisationsverfahren spielt der Gain-Faktor keine Rolle.

Hilfreiche Tipps und Tricks für den Umgang mit einer Leinwand

Es gibt einige Tipps, die Sie sowohl bei dem Kauf als auch nach der Anschaffung Ihrer Leinwand beherzigen können. Wie sollten Sie beispielsweise Ihre Leinwand idealerweise sauber halten? Diese hilfreichen Ratschläge sichern Ihnen ein ungetrübtes Sehvergnügen und für lange Zeit viel Spaß mit Ihrem Heimkino.

  • Sie sollten beim Kauf einer Leinwand darauf achten, dass diese einen schwarzen Rand besitzt. Dieses kleine Detail eines schwarzen Randes lässt das Bild automatisch kontrastreicher erscheinen und sichert Ihnen somit eine besser erscheinende Bildqualität.
  • Wenn Sie sich eine Leinwand neu anschaffen, achten Sie wenn möglich darauf, dass diese eine dunkle Rückseite besitzt. Das Licht des Filmprojektors kann so nicht durch die Leinwand scheinen und das Bild wird nicht durch Reflexionen von der dahinterliegenden Wand gestört.
  • Die Seitenverhältnisse der Leinwand müssen zu denen des Filmprojektors oder des Beamers passen. Beträgt die Angabe des Beamer-Herstellers zum Beispiel 16:9, sollten Sie auch beim Kauf Ihrer favorisierten Beamer-Leinwand darauf achten, dass sie 16:9-fähig ist.
  • Lassen Sie die Leinwand, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, nach dem Kauf einige Tage in einem unbenutzten Raum ausgerollt stehen. So werden die Ränder zum Beispiel weniger wellig – zu empfehlen ist dies bei Stativ- und Rollo-Leinwänden.
  • Die Unterkante der Leinwand sollte für ein optimales Heimkinoerlebnis ungefähr auf Augenhöhe der Zuschauer hängen. So ist es Ihnen möglich, bequem auf Ihrer Couch zu sitzen und Ihren Film zu schauen, ohne das Sie krampfhaft Ihren Kopf in den Nacken legen müssen, um das gesamte Bild erfassen zu können.
  • Für die Reinigung einer Leinwand sollten Sie nicht mehr als ein Staubtuch benutzen. Höchstens bei sehr starken Verschmutzungen sollten Sie zu einem leicht angefeuchteten und seifigen Tuch greifen. Achten Sie beim Putzen darauf, nicht zu viel Druck auf das Material auszuüben und Ihre Leinwand derart zu beschädigen. Es sollten kein Staubsauger oder etwaige andere Utensilien von Ihnen verwendet werden, da diese Ihrer Leinwand erhebliche Schäden zufügen können.
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