Ein Lamellenzaun als Rankgitter, Balkonverkleidung oder Balkonsichtschutz - ein Ratgeber

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Ein Lamellenzaun als Rankgitter, Balkonverkleidung oder Balkonsichtschutz - das sollten Sie beachten

Sie haben eine unverkennbare Optik und sind vielseitig im Garten und auf dem Balkon einsetzbar: Lamellenzäune. Mit ihnen zäunen Sie Ihr Grundstück ein, sie bieten Sichtschutz oder Halt für rankende Pflanzen. Wodurch sich Lamellenzäune auszeichnen und was Sie beim Aufstellen eines Lamellenzauns beachten sollten, zeigt Ihnen dieser Ratgeber.

Was ist ein Lamellenzaun?

Der Lamellenzaun gehört zu den Klassikern unter den Gartenzäunen. Dies hängt unter anderem mit seiner charakteristischen Optik zusammen. Dabei werden Lamellen waagerecht in einem Rahmen verflochten. Hierfür sind die Bretter nur wenige Millimeter dick, damit sie sich leicht biegen lassen. Diese alte Zaunform gehört zu den Flechtzäunen. Verwendet werden hierfür verschiedene Holzarten, darunter Kiefer und Fichte. Dabei können das Design oder die Farbgestaltung variieren. Individuell gestalten Sie Ihren Garten mit einem Lamellenzaun, der im oberen Bereich über eine zierende Bordüre verfügt.

Die Vorteile eines Lamellenzauns als Sichtschutz

Wenn Sie mit der Familie oder Freunden im Garten sitzen und grillen oder einfach nur in einer Liege in Ruhe die Sonne genießen möchten, dann wahrt ein Dichtzaun Ihre Privatsphäre. Auch Ihre Kinder können so ungestört und sicher über die Wiese toben. Im Gegensatz zu einer Hecke ist der Zaun im Handumdrehen aufgestellt. Eine Hecke braucht mehrere Jahre, bis sie hoch genug gewachsen ist, um ausreichend Sichtschutz zu bieten. Des Weiteren gestaltet sich die Pflege eines Zauns leichter. Wenn Sie es gerne etwas grüner im Garten haben, bietet ein Lamellenzaun die ideale Basis für Rankpflanzen. Diese schließen gerade an der Grundstücksgrenze die letzten Lücken, die unerwünschte Blicke durchlassen könnten. Insgesamt gilt hier: Je näher der Zaun an der Stelle, die Sie schützen möchten, aufgestellt ist und je weiter entfernt von möglichen Passanten oder neugierigen Nachbarn, desto größer der Sichtschutz. Wenn Sie also nicht den gesamten Garten einzäunen, sondern lediglich eine ausgewählte Stelle auf der Terrasse schützen möchten, empfiehlt es sich, den Zaun nah an der Terrasse zu platzieren.

Ein harmonisches Gesamtbild auf der Terrasse schaffen Sie, indem Sie Ihre Gartenmöbel passend aus dem gleichen Holz wählen. Hier finden sich viele robuste und vielfältige Modelle. Ob Tisch und Stühle für eine gemütliche Sitzrunde oder eine bequeme Liege zum Sonnen: Die Auswahl an Holzmöbeln ist groß.

Die Vorteile des Lamellenzauns als Rankgitter

Aufgrund seiner geflochtenen Struktur und den dünnen Lamellen, die kleine Zwischenräume bieten, eignet sich ein Lamellenzaun hervorragend als Rankgitter. So können sich Ihr Efeu oder Ihre Rosen wunderbar an dem Holzzaun festhalten und daran emporranken. Abgerundet wird das Gesamtbild durch Zäune, die über Zierelemente verfügen. Oft sind hier die einzelnen Holzstreben weiter voneinander entfernt. So bieten sie den Pflanzen zusätzliche Möglichkeiten, sich festzuhalten.

Diese speziellen Rankgitterelemente können Teil des Lamellenzaunelements sein, den sie als Abschluss zieren, oder separate Elemente, die ausschließlich als Rankgitter fungieren. Aufgrund der größeren Zwischenräume im Vergleich zum Dichtzaun dienen diese nicht als Sichtschutz – zumindest nicht, solange sie nicht bewachsen sind. Zu einem besonderen Blickfang wird der Zaun, wenn das Rankgitterelement oben spitz zuläuft oder über einen geschwungenen Doppelbogen verfügt. Das Rankgitter selbst kann schlicht oder elegant gestaltet sein. So haben Sie die Möglichkeit, mithilfe der einzelnen Elemente Ihren individuellen Lamellenzaun zu gestalten.

Als Eingang zum Garten oder zur eingezäunten Terrasse passt hier perfekt ein Rosenbogen mit Rankgitter. Bei einem Rankgitter ist es zudem möglich, dieses an einem pflanzenkübel zu befestigen. So können die Pflanzen direkt daran hochranken. Zudem lässt es sich schnell und einfach auf der Terrasse oder dem Balkon platzieren.

So stellen Sie einen Lamellenzaun in Ihrem Garten selbst auf

Einen Lamellenzaun als Sichtschutz oder Rankgitter können Sie einfach selbst aufstellen. Ob an der gesamten Grundstücksgrenze entlang oder nur an einer ausgewählten Stelle neben der Terrasse: Mit etwas handwerklichem Geschick und dem richtigen Werkzeug stellen Sie Ihren Lamellenzaun im Handumdrehen selbst auf. Da Lamellenzäune häufig sehr hoch sind, informieren Sie sich vor dem Baubeginn unbedingt über die örtlichen Bestimmungen, um zu klären, ob in Ihrer Kommune oder Stadt bestimmte Regelungen bezüglich des Aufstellens von Zäunen oder der zulässigen Bauhöhe einzuhalten sind.

Vorbereitungen für das Aufstellen Ihres Lamellenzauns

Messen Sie zunächst aus, wie lang die Strecke wird, die Sie mit einem Lamellenzaun bestücken möchten. So können Sie genau so viele Segmente kaufen, wie Sie benötigen. Bevor Sie den ersten Zaun aufstellen, empfiehlt es sich, die Positionen der Pfosten zu markieren. Oft sind die einzelnen Elemente 180 cm – Zwischenelemente oft 90 cm – breit. Also müssen die Pfosten beim Setzen ca. 180 cm auseinander gesetzt werden. Kalkulieren Sie zusätzlich ein bis zwei Zentimeter Spielraum ein und vergessen Sie nicht, die Breite der Pfosten selbst mit einzurechnen, bevor Sie die Position für den nächsten Pfosten markieren. Natürlich möchten Sie, dass Ihr Zaun auch gerade wird. Hier empfiehlt es sich, eine Richtschnur zu benutzen.

Pfosten mit Bodeneinschlaghülsen aufstellen

Die Pfosten müssen sehr gut befestigt werden, damit sie später gerade und sicher stehen. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist die Verwendung von Bodeneinschlaghülsen. An den zuvor markierten Stellen werden diese senkrecht in die Erde getrieben. Dies geht besonders gut mithilfe eines Vorschlaghammers. Daraufhin werden die Pfosten an den Einschlaghülsen befestigt. Dies können Sie von außen mithilfe von Sechskantschrauben erledigen. Wenn die Pfosten sicher stehen, können Sie damit beginnen, die Lamellenelemente mit diesen zu verbinden.

Pfosten mit H-Pfostenträgern einbetonieren

Eine Alternative zu Bodeneinschlaghülsen sind H-Pfostenträger, die in die Erde einbetoniert werden. Zunächst müssen Sie für jeden Pfosten, den Sie setzen wollen, ein Loch ausgraben. Dabei sollten die Löcher für einen 9 x 9 cm breiten Pfosten jeweils ca. 50 cm tief und 40 x 40 cm groß sein. Bevor Sie den Pfosten setzen, ist es ratsam, diesen bereits am H-Pfostenträger festzuschrauben. Wenn Sie den Pfosten ca. 7 cm oberhalb der oberen Querverstrebung anbringen, befindet sich dieser später etwas über der Erde. So verhindern Sie, dass der Pfosten Bodenfeuchtigkeit zieht. Ist der H-Pfostenträger befestigt, können Sie die Beschläge anbringen. Einfacher wird es, wenn Sie zuvor ausmessen und markieren, wo die Beschläge sitzen sollen. Achten Sie darauf, dass die Winkel später mittig zwischen dem Pfosten und dem Lamellenzaunelement sitzen. Hier empfiehlt es sich, den Pfosten für die Montage vorzubohren.

In das Loch geben Sie eine ca. 10 cm dicke Schicht aus Kieselsteinen. Diese dient als kapilarbrechendes, frostsicheres Fundament. Verwenden Sie schnellabbindenden Beton. Diesen können Sie unmittelbar vor der Montage in einem Gefäß anmischen. Der Pfosten wird in das Loch gesteckt und an der Schnur ausgerichtet. Wenn die Höhe stimmt, richten Sie den Pfosten lotrecht aus. Hierbei hilft eine Wasserwaage. Schließlich kommt der Beton um den Pfosten in das Loch und wird festgedrückt. Danach muss der Pfosten unter Umständen nochmals etwas nachjustiert werden. Bereits nach ungefähr 10 Minuten ist schnellabbindender Beton fest. Das heißt, dass Sie dann direkt mit dem Befestigen der Zaunelemente fortfahren können.

Lamellenelemente mittels Winkeln am Pfosten befestigen

Die Elemente lassen sich mithilfe eines Winkels am Pfosten befestigen. Schrauben Sie diese Winkel zunächst am Pfosten fest. Diese werden jeweils ca. 10 cm entfernt von der Unterkante sowie der Oberkante des Lamellenelements befestigt. Somit benötigt jedes dieser Elemente vier Winkel. Dann wird das Lamellenelement daran geschraubt. Zum Befestigen der Lamellenelemente an den Winkeln können Sie einen Akkuschrauber und Schrauben verwenden. Bei Lamellenzäunen aus Holz empfiehlt es sich, direkt nach dem Aufstellen eine Holzlasur aufzutragen. Diese schützt das Holz vor der Witterung und anderen äußeren Einflüssen. Damit sorgen Sie dafür, dass der Zaun länger hält.

Kann man einen Lamellenzaun als Sichtschutz auf dem Balkon aufstellen?

Gerade in dicht besiedelten Städten dient der Balkon als Rückzugsort für das Wochenende und den Feierabend. Damit Ihre Privatsphäre vor den Blicken von der Straße oder von eng stehenden Nachbarhäusern geschützt ist, benötigen Sie einen Sichtschutz. Auch hier eignet sich ein Lamellenzaun. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten. Damit eine Windböhe den Sichtschutz nicht umwirft, sollten Sie klären, inwiefern es möglich ist, den Zaun über Winkel an der Hauswand zu befestigen. Betonieren – wie im Garten – stellt hier keine Option dar. Eine mögliche Alternative wäre eine Alu-U-Profil-Schiene am Boden zu befestigen. Ansonsten eignet sich für einzelne Elemente eine Befestigung an einem schweren Holzpflanzkübel, der genau so breit ist wie das Lamellen- oder Rankelement.

Das sollten Sie beim Lamellenzaun beachten

Der Lamellenzaun ist ein Klassiker unter den Gartenzäunen. Dies liegt besonders daran, dass er vielseitig und funktionell verwendet werden kann. So dient er zugleich als Sichtschutz sowie als Rankgitter. Messen Sie vor dem Kauf aus, wie lang die Strecke wird, die Sie umzäunen möchten. So vermeiden Sie Fehlkäufe. Die Modelle reichen von schlicht bis außergewöhnlich, so ist für jeden Geschmack etwas dabei. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich der Zaun dann schnell und problemlos aufstellen. Zur Pflege sollten Sie direkt nach dem Aufstellen – und in den folgenden Jahren in regelmäßigen Abständen – den Zaun mit einer schützenden Holzlasur streichen. So hält er Witterung und anderen Einflüssen besser stand, und Sie haben lange Freude daran.

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