Ein Kinderwagen von Geburt bis ca. 3 Jahre

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EIN KINDERWAGEN VON GEBURT BIS CA. 3 JAHRE

Das Angebot an Kinderwagen in den Babymärkten ist groß, doch wer bereits Kinder hat, wird es nachempfinden können. Die meisten Kinderwägen stellen sich dann beim täglichen Gebrauch als doch nicht so praktisch heraus und schnell wird auch ein zweiter und dritter Wagen gekauft!!

Da gibt es z. B. die gut gemeinten Ratschläge von anderen Eltern, die mit ihren Kinderwagen zufrieden sind. Doch ist dieser Kinderwagen auch dann für Ihre Bedürfnisse der Richtige? Dann ist es auch sehr schwierig, sich ein Urteil über ein Kinderwagen zu bilden, wenn man nicht wirklich alles ausprobiert hat, und wer hat hierfür schon das nötige Kleingeld?

Deshalb hier ein paar Kriterien, die ein Wagen erfüllen sollte. Eine gute Beratung im Kindergeschäft sollte die Voraussetzung sein!!

Ein Kinderwagen sollte sehr flexibel umbaubar sein. Der Wagen kann muss aber bei einem Kind nicht lenkbar sein, denn lenkbare Räder lassen sich, gerade bei Billigprodukten, manchmal schwer schieben.

Der Kinderwagen sollte von Geburt bis zum Ende der Kinderwagenzeit, ca. 3 Jahre, gefahren werden zu können.

Ein Kinderwagen mit 4 Räder hat mehr Aufstandsfläche auf dem Boden, als ein Kinderwagen mit nur 3 Rädern (z. B. Jogger). In bestimmten Situationen kann ein 3-Rad-Kinderwagen auch unpraktisch (Kippen) sein, da die Aufständsfläche des Vorrades nur ca. 1 - 2 cm beträgt!!

Für das Baby sollte eine große Kinderwagenwanne vorhanden sein. Die Wanne sollte das Maß ca. 36 cm breit und ca. 80 cm lang nicht unterschreiten, damit die Babys auch lange genug in dem Kinderwagen liegen können (ca. 7 Monate lang).

Das Baby sollte in dieser Kinderwagenwanne entgegen der Fahrtrichtung auf das Kinderwagengestell schnell aufgesetzt werden können. Entgegen der Fahrtrichtung, damit die Eltern ihr Baby immer im Blickfeld haben und damit das Baby vor unnötiger Zugluft geschützt ist.

Oft werden heute im Handel nur noch Softtragetaschen zum Kauf angeboten. Der Nachteil daran ist, daß die Eltern von Anfang an mehr Gewicht mit sich herum schieben, denn der Sportwagen muss dafür immer montiert sein und eine Softtragetasche nimmt dem Baby auch dauerhaft den Platz in Wagen, da diese Tasche in den Sportwagen gestellt wird. Dadurch wird alles schmaler!

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, daß die Wanne sowie auch später der Sportwagenaufsatz nicht zu tief auf dem Kinderwagengestell montiert ist, da das Baby ansonsten in den Auspuffabgasen liegt/sitzt - die Höhe sollte wenigstens ca. 50/60 cm betragen, so müssen sich die Eltern dann auch nicht so tief zum Baby in den Wagen bücken.

Die Kinderwageninnenverkleidung sollte im Verdeck und Wanne hell sein, da Neugeborene helle Farben vom Mutterlaib her kennen!!

Ist das Kind der Kinderwagenwanne entwachsen, kommt der mitgekaufte Sportwagenaufsatz zum Einsatz. Dieser sollte nach beiden Fahrtrichtungen aufgesetzt werden können. Ein Baby mit ca. 7 Monate will oft noch eine vertraute Person im Blickfeld haben und auch die Eltern können, wenn ein Baby z. B. spuckt, schneller reagieren. Das Verdeck, was bereits auf der Kinderwagenwanne benutzt wurde, kann als Schutz vor Zugluft dann auf dem Sportwagenaufsatz oft weiter verwendet werden. Ist das Kind größer möchte es auch sehr gerne in Fahrtrichtung gefahren werden, um viel Neues entdecken zu können.

Der Sportwagen sollte über einen 5-Punkt-Gurt mit Gurtpolster verfügen, damit das Kind bei richtigem Anlegen nicht Aufstehen kann. Damit das Baby rundum Halt im Sportwagen hat, sollte ein Spiel/Bauchbügel vorhanden sein. Der Bügel sollte verstellbar und abnehmbar sein. Es gibt immer wieder Sportwagen, wo der Bügel in Höhe des Gesichts vom Baby montiert ist - hier hat der Bügel wenig Sinn! Das Gleiche gilt, wenn der Bügel zu weit vorne montiert ist, dann kann sich das Baby nicht festhalten bzw. muss sich viel zu weit nach vorne beugen.

Die Rückenlehne sollte ca. 3 Raster-Verstellungen haben (ganz gerades Liegen, halb hoch Liegen/Sitzen und gerade Sitzen). So können Babys, die aus der Kinderwagenwanne entwachsen sind, noch immer gerade Liegen und Babys, die bereits etwas sehen wollen, halb hoch Liegen.

Hat der Sportsitz eine Rasterverstellung, hat diese gegenüber einer einfachen Gurtverstellung den Vorteil, daß diese Rasterverstellung schneller und einfacher von der Sitz in die Liegeposition verstellbar ist.

Der Schiebergriff sollte in der Höhe verstellbar sein, da die Eltern doch oft unterschiedlich groß sind. So ist bei richtiger Einstellung ein rückenschonendes Schieben möglich. Auch hat eine Schiebergriffverstellung den Vorteil, daß der Kinderwagen damit in seiner Länge verkürzt werden kann (vorteilhaft in öffentl. Verkehrsmittel, Aufzügen, beim Verladen im Pkw, Abstellen im Hausflur usw.)

Läßt sich der Schiebergriff noch zusätzlich schwenken (von der einen nach der anderen Fahrtrichtung), hat es den Vorteil, daß die Eltern z. B. bei schlecht stehender Sonne, schnell Abhilfe schaffen können, indem die Fahrtrichtung durch den Schwenkbügel geändert wird!!

Von Vorteil ist, wenn ein Verdeck hoch genug ist, damit ein Kind mit ca. 3 Jahren bei schlechtem Wetter auch noch geschützt darunter sitzen kann.

Ein leichtes Kinderwagengestell ohne Aufsätze wiegt zwischen 7 bis 10 kg. Dies ist beim Verladen in den Pkw wichtig. Ein gewisser Komfort und Technik trägt natürlich auch noch zum Gewicht des Kinderwagens bei.

Ideal ist es, wenn auf das Kinderwagengestell auch eine Babyautositzschale montiert werden kann. Denn bei den ganzen Kurzstrecken, die man heute mit den Auto oft zurück legt, braucht man das schlafende Baby dann nicht umbetten, sondern kann es auch mal in der Babyschale für kurze Zeit auf das Gestell klicken.

Bilder und weitere Informationen entnehmen Sie aus unserem Ebay-Sortiment oder mailen uns an, wo wir gerne weitere Fragen und Kinderwagenempfehlung zu diesem Thema beantworten

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