Ein Hingucker: der Oldtimer Opel Rekord A

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Geräumige und komfortable Autos - das war es, was Amerika den Europäern voraus hatte. Klar, dass Opel als deutsches Unternehmen mit amerikanischen Eigentümern seine Chance erkannte. Das deutsche Wirtschaftswunder machte es möglich und so legte Opel 1963/1964 eine neue Produktpalette auf. Ein herausragendes Modell, an das auch große Erwartungen geknüpft wurden, war der Opel Rekord A, der 1963 im März vorgestellt wurde. Das Modell wurde in verschiedenen Varianten gebaut - als zwei- und viertürige Limousine, als dreitüriger Caravan, als Coupé und als Cabrio.

 

Vierzylindermotoren von 40 bis 49 kW und ein Sechszylinder mit 74 kW

Die obere Mittelklasse der damaligen Fahrzeuge war in den 1960er-Jahren noch nicht auf Höchstgeschwindigkeit und Leistung getrimmt, sondern auf Komfort und Laufruhe. Entsprechend groß war das Platzangebot, bequem die großen Türen. Kopfstützen oder Sicherheitsgurte waren noch keine gesetzlichen Vorgaben. Anders als bei vielen amerikanischen Autos hatten die Opel Oldtimer noch relativ sparsame Motoren. Der kleinste Rekord-Motor begnügte sich mit knapp über 10 Litern Normalbenzin und selbst der Sechszylinder kam mit 12 bis 13 Litern Super aus.

 

Mit dem Caravan auf große Reise nach Italien

Anfang der 60er-Jahre gingen die Deutschen erstmals nach dem Krieg wieder auf große Reise. Das beliebteste Reiseland war Italien, die Brenner-Autobahn gab es noch nicht und so waren die Passstraßen das größte Hindernis auf dem Weg an den Adria-Strand. Der Rekord Caravan war das richtige Fahrzeug für Familien, denn er bot genügend Platz für die Zeltausrüstung und den Verpflegungsvorrat in den großen Kühltaschen. Für die lange Autofahrt gab es auch schon damals komfortable Unterhaltung mit dem Opel-Oldtimer-Radio.

 

Es gibt noch Oldtimer Rekord A - auch in gutem Zustand und mit Verkehrszulassung

Der Rekord A wurde nur drei Jahre lang gebaut, schon 1967 kam der Opel Rekord B in den Verkauf. Dieses neue Modell unterschied sich jedoch nur in den Motoren, die etwas leistungsfähiger wurden, und in kleineren Ausstattungsdetails. Heute gibt es noch immer fahrbereite und zugelassene Rekord A und Rekord B. Sollten Teile zur Instandsetzung der Oldtimer fehlen, gibt es einen immer noch reich bestückten Markt mit Ersatzteilen. Von der Radkappe bis zu Getriebe, Austauschmotoren und Ersatzkotflügel - alles wird von einer sehr lebendigen Fan-Gemeinde möglich gemacht. Das lässt hoffen, dass diese bemerkenswerten Oldtimer kaufen und noch viele Jahre fahren.

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