Ein Genuss für Fische, Hamster und Terrariumbewohner: Getrocknete Kleinlebewesen

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Ein Genuss für Fische, Hamster und Terrariumbewohner: Getrocknete Kleinlebewesen

Für die große Menge an Tierarten, die in Aquarien, Teichen oder Terrarien gehalten werden, gibt es auch eine Vielzahl an Futtermitteln und weiteren Kleintierzubehör. Diese sind zugeschnitten auf persönliche Vorlieben, artgerechtes Wachstum, die individuellen Bedürfnisse und jeweiligen Eigenschaften Ihres Tieres. So unterscheidet man auch in der Aquaristik zwischen verschiedenen Arten an Aquarium-Futter. Besonders gehaltvoll und natürlich sind viele Arten an Lebendfutter und Frostfutter, diese sind jedoch nicht lange haltbar. Auch Frostfutter muss zunächst getaut und danach umgehend verbraucht werden. Am bekanntesten in der Aquaristik ist sicher das Flockenfutter, das sich unkompliziert einstreuen lässt und lange haltbar ist. Durch vorherige Erhitzung der ursprünglichen Inhaltsstoffe gehen aber viele Vitamine verloren.

Eine Kombination aus nahezu vollständig erhaltenen Vitaminen und Nährstoffen und gleichzeitig langer Haltbarkeit bieten getrocknete Kleinstlebewesen. Für Fische in Aquarien, für Teichfische, aber auch für Reptilien, Mäuse und andere Nager kann getrocknetes Lebendfutter eine leckere Alternative zu sonstigem Tierfutter sein. Sie können die tägliche Versorgung Ihres Tieres damit auch ergänzen. Durch einen hohen Anteil an Proteinen, Vitaminen, Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren garantieren die Futtertiere eine abwechslungsreiche und gesunde Kost. Für eine lange Haltbarkeit werden sie in ihrem ursprünglichen Zustand gefriergetrocknet.

FD-Verfahren bietet lange Haltbarkeit und bewahrt wichtige Nährstoffe im Tierfutter

Gefriertrocknung bedeutet zunächst Entzug von Wasser. Die Futtertiere werden im sogenannten FD-Verfahren - Freeze Dried - tiefgefroren. In weiteren Schritten wird dem Gefriergut über eine vorgegebene Zeitspanne das Wasser schonend entzogen. So können Nährstoffe, Vitamine, Proteine und natürliche Aromen weitestgehend erhalten bleiben. Die getrockneten Tiere enthalten keine künstlichen Konservierungsstoffe. Se haben ein geringes Gewicht, sind lange haltbar und bewahren ihre ursprüngliche Form. Es ist zu empfehlen, die getrockneten Tiere nicht länger als sechs Monate zu lagern. Wichtig ist es, dabei auf die richtige Aufbewahrung zu achten – möglichst luftdicht, dunkel, kühl und trocken. Durch das schonende Verfahren bleiben nahezu alle natürlichen Eigenschaften des Futtertieres erhalten. Sie finden dieses Fischfutter auch unter der Bezeichnung „FD-Futter“.

Vorteile im Vergleich zu Frostfutter und Flockenfutter

Der Vorteil von gefriergetrockneten Futtertieren liegt auf der Hand: Sie müssen – im Gegensatz zu Frostfutter – die Tiere nicht abtauen und sofort verbrauchen. Eine Lagerung an fast jedem Ort ist möglich, solange es nicht zu feucht ist. Im Vergleich zum Flockenfutter bietet es den Vorteil, dass alle ursprünglichen Stoffe erhalten bleiben. Beim Flockenfutter für Fische werden die Inhaltsstoffe während der Herstellung erhitzt; Nährstoffe bleiben nicht vollständig erhalten und es müssen erneut Vitamine von außen zugesetzt werden. Somit bietet das FD-Futter eine optimale Alternative zu den eben genannten Varianten, ist aber durch den aufwendigen Herstellungsprozess auch teurer. Gefriergetrocknetes Futter besteht meist aus einer einzigen Tierart, Sie können es einzeln oder auch in Würfeln kaufen.

Tubifex bzw. Bachröhrenwürmer stellen ein beliebtes Futter für Aquarienfische dar

Tubifex ist insbesondere für Süß- und Seewasserfische ein leckeres Nahrungsmittel. Für Jungfische wirkt der hohe Anteil an Proteinen und ungesättigten Fettsäuren stärkend und wachstumsfördernd. Das Futter wird oft in Würfelform verkauft. Es kann mehrmals täglich gefüttert werden, jedoch wird wegen des hohen Fett– und Eiweißgehaltes empfohlen, es nur an ein bis zwei Tagen in der Woche zu verfüttern. Würfel können in größeren Mengen bestellt werden, sollten aber innerhalb eines Jahres verbraucht werden.

Artemia bzw. Salinenkrebs oder auch Kiemenfußkrebs - Krebswürfel als universelle Zusatznahrung

Artemia werden zumeist als Würfel angeboten. Artemia wird von allen Fischen gern als Ergänzung zum Flockenfutter angenommen. Es kann gleichfalls als Alleinfutter gegeben werden. Ideal ist Artemia für Teichfische, insbesondere für Koikarpfen. Deren Farben können durch den hohen Gehalt an Carotin im Futter besonders gut zur Geltung kommen. Dank des schonenden Verfahrens der Gefriertrocknung bleibt der volle Nährstoffgehalt aus dem Lebendfutter erhalten. Artemia eignet sich auch sehr gut für junge Fische. Dank des ausgeglichenen Verhältnisses von reichhaltigen Proteinen, ungesättigten Fettsäuren und Rohfasern fördert Artemia das gesunde Wachstum. Ihrer Landschildkröte oder Wasserschildkröte können Sie Salinenkrebse ebenfalls als Leckerei anbieten.

Gammarus oder Bachflohkrebse - eine knackige Nahrungsergänzung

Bachflohkrebse eignen sich hervorragend zur Fütterung von Teichfischen und großen Aquarienfischen. Aber auch kleine Fische können Gammarus fressen; die Krebse sollten jedoch vorher zerrieben und zerkleinert werden. Das Futter bietet sich als gesunde Ergänzung zum Flockenfutter an, eignet sich jedoch auch als Ersatz für Lebendfutter und Frostfutter. Gammarus ist reich an Carotin; damit werden die natürlichen Farben der Zierfische besonders leuchtend hervorgehoben. Mineralien und Vitamine bleiben durch die schonende Trocknung der Krebse voll erhalten. Auch Nagetiere wie Hamster, Mäuse und Ratten mögen Gammarus als ergänzenden Leckerbissen zum Frischfutter. Land- und Wasserschildkröten können Sie Gammarus auch in regelmäßigen Abständen zuführen.

Getrocknete rote Mückenlarven - delikat für Terrarienbewohner und Wasserschildkröten

Rote Mückenlarven sind besonders für Reptilien und Wasserschildkröten sowie Amphibien ein besonderer Leckerbissen. Gefriergetrocknete Mückenlarven enthalten sämtliche essentielle tierische Eiweiße; die Nährwerte bleiben vollständig erhalten. Rote Mückenlarven besitzen einen hohen Anteil an Aminosäuren. Diese können dazu beitragen, Fehlentwicklungen der Knochen zu vermeiden und Problemen bei der Fortpflanzung vorzubeugen. Für Fische, die ihre Nahrung von der Oberfläche des Wassers aufnehmen können, sind die Larven ebenfalls eine leckere Nahrungsergänzung. Durch den hohen Anteil an Proteinen, Ballaststoffen und Vitaminen sind Mückenlarven ideal für anspruchsvolle Arten und Jungfische. Empfohlen ist eine Fütterung zwei- bis dreimal wöchentlich, die Lagerdauer ohne Qualitätsverlust beträgt ca. ein Jahr.

Mehlwürmer für Fisch, Kröte, Hamster, Maus und Co.

Ob im Aquarium, im Teich oder Terrarium: Mehlwürmer sind eine gesunde und schmackhafte Ergänzung auf dem Speisezettel aller Aquarienfische, Teichbewohner und Reptilien im Terrarium. Als Snack können sie auch Hamstern und Mäusen gegeben werden. Dank Gefriertrocknung bleiben auch bei den Mehlwürmern gesunde Vitamine, Mineralien und Eiweiß erhalten. Ganze Mehlwürmer eignen sich besonders für größere Teich- und Aquarienfische und Wasserschildkröten - durch Zerteilen können sie jedoch auch kleinen Zierfischen angeboten werden. Das Wachstum von jungen Fischen wird durch den hohen Anteil an Proteinen und ungesättigten Fettsäuren gefördert.

Wasserflöhe, auch Daphnien genannt - ein perfektes Futter auch für die Fischaufzucht

Daphnien sind eine hervorragende und natürliche Futterart für Aquarienfische, insbesondere auch für junge Fische im Wachstum. Sie verfügen über einen hohen Anteil an Ballaststoffen und enthalten viele Mineralien. Die Flöhe sind reich an Nährstoffen und bestehen zu einem großen Teil aus Proteinen, Mikroelementen und Vitaminen. Als Ergänzung zu weniger ballaststoffhaltigen Futtersorten fördern Wasserflöhe die Darmtätigkeit und regen die Verdauung an. Daphnien eignen sich für fast alle Zierfische, auch als Alleinfuttermittel. Sie können regelmäßig gefüttert werden. Wasserschildkröten, Frösche und alle Reptilienarten mögen dieses Futter als Zusatz ebenfalls.

Trockenfisch - kleiner Futterfisch, nicht nur für große Artgenossen

Futterstinte sind kleine, schonend getrocknete Fische mit einer Größe von 2 bis 5 cm. Sie verfügen über einen hohen Proteingehalt. Insbesondere für große, fleischfressende Aquarienfische und Teichfische sind sie eine gesunde Ergänzung auf dem täglichen Speiseplan. Sie eignen sich sehr gut als Alleinfutter. Stinte, wie der getrocknete Fisch auch genannt wird, können Sie jedoch auch gut mit Shrimps und Gammarus kombinieren. Trockenfisch eignet sich ebenfalls als Leckerbissen für fleischfressende Reptilien, Wasserschildkröten sowie Hunde, Katzen und Nagetiere.

Süßwassershrimps und Garnelen als gehaltvoller Protein-Snack

Besonders größere Zierfische und Teichfische fressen gern Garnelen und Krebse, beliebt sind sie auch bei Schildkröten und anderen Terrarienbewohnern. Die Shrimps sind ca. 2 bis 4 cm groß, haben sehr viele Proteine und sind reich an Ballaststoffen. Eine natürliche und intensive Farbgebung von Fischen wird durch das enthaltene Carotin gefördert. Süßwassershrimps sind gut verwendbar als Ergänzungsfutter in Kombination mit anderen Futtersorten wie Flocken, Frostfutter und Frischfutter.

Fleischfresser mögen Wasserfliegen

Wasserfliegen eignen sich als leckere und natürliche Ergänzung für alle fleischfressenden Fische, Reptilien, Wasserschildkröten und Nagetiere. Geben Sie die getrockneten Wasserfliegen als Alleinfutter oder mischen Sie diese mit Flockenfutter oder Frischfutter. Werden die Wasserfliegen gemahlen, können Sie auch an kleinere Zierfische verfüttert werden.

Seidenraupen – Proteinreiche Extra-Delikatesse für Kois, Barsche und Karpfen

Seidenraupen sind für große, fleischfressende Fische ein Leckerbissen. Sie sind sehr proteinreich und enthalten außerdem viele ungesättigten Fettsäuren und essenzielle Aminosäuren. Der Stoffwechsel Ihrer Fische wird durch die Aminosäure nachhaltig angeregt; das macht die Raupen für die Fische besonders gesund. Die Raupen sind kein Hauptnahrungsmittel, eher eine besondere Delikatesse. Sie sollten maximal zwei- bis dreimal in der Woche und nur an große Fische verfüttert werden. Bevor Sie Ihre Fische mit den Raupen füttern, ist es sinnvoll, die getrockneten Raupen ein bis zwei Stunden vorher in etwas Wasser einzuweichen. Damit erreichen Sie, dass Ihre Fische das Futter besser verdauen können. Die ideale Temperatur zum Verzehr liegt zwischen 20 und 25 Grad Celsius, so kann der Organismus des Fisches das Futter am besten verwerten. Seidenraupen schwimmen an der Oberfläche des Wassers und eignen sich dadurch auch sehr gut als Koi-Futter.

Gut ernährt durch Abwechslung und Ausgewogenheit

Unabhängig davon, welches Futter Sie Ihren Tieren je nach Vorliebe und Gewohnheiten geben, können Sie durch Abwechslung Mangelerscheinungen vorbeugen. Feuchtet man das Futter vorher an, kann es in Aquarien besser absinken und lässt sich besser verdauen. Ohne Einweichen des Trockenfutters schwimmen die Futtertiere in der Regel auf dem Wasser, da ihnen während des Gefriertrocknens die körpereigene Flüssigkeit, also auch Gewicht, entzogen wurde. Füttern Sie lieber öfter und in kleinen Portionen, so gewöhnen sich die Tiere an das Futter und Sie können beobachten, ob es von ihnen vertragen wird. Für Fische bietet es sich an, gelegentlich für ein bis zwei Tage auf das Füttern zu verzichten. Für längere Abwesenheiten können Sie auf einen Aquarium-Futterautomaten zurückgreifen. Für Reptilien und Nagetiere sind gefriergetrocknete Kleinlebewesen eine gute Abwechslung zum Pflanzen- oder Fleischfutter und sollten nur ergänzend gegeben werden.

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