Ein Camcorder für alle Fälle - so finden Sie den richtigen Camcorder

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Ein Camcorder für alle Fälle - so finden Sie den richtigen Camcorder

Ein Camcorder für alle Fälle - so finden Sie den richtigen Camcorder

Wenn es um Aufnahmen von Urlaubsfilmen, das Festhalten von Geburtstagsfeiern und vielen anderen wichtigen Gelegenheiten geht, darf ein Camcorder nicht fehlen. Das Einfangen von Videos mittels digitaler Technik ist zu einer beliebten Beschäftigung geworden, das Produktspektrum ist entsprechend breit. Da die Anforderungen an einen Camcorder sehr unterschiedlich sein können, sollte bekannt sein, wie sich das Marktangebot grundsätzlich zusammensetzt. Dann fällt die Auswahl eines passenden Produkts leichter.

Diese Systeme sind auf dem Markt erhältlich.

Camcorder sind in sehr unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, die alle auf bestimmte Kundengruppen zielen. Dazu gehören vor allem die gut transportierbaren Kompaktkameras, zu denen ein großer Teil der auf dem Markt erhältlichen Geräte zählt. Mini-Kameras sind noch einmal deutlich kleiner gebaut und lassen sich sehr einfach verstauen, Helm- bzw. Actionkameras hingegen sind für den Einsatz im Sport und extremen Situationen gedacht. Winzige Camcorder, die zum Beispiel auch in einem Fahrzeug eingesetzt werden und die Fahrt aufzeichnen können, werden als Ultrakompaktkamera bezeichnet. Und schließlich stehen Modelle für den professionellen bzw. beruflichen Einsatz zur Verfügung, die auch höchsten Ansprüchen genügen können müssen.

Der Allrounder unter den Camcordern: die Kompaktkamera

Die Kompakt- bzw. Standardkamera ist am flexibelsten einsetzbar und kann auch als Konsumentenkamera bezeichnet werden. Sie ermöglicht die Aufnahme von Videos in hoher Qualität und kann häufig durchaus auch im professionellen Bereich eingesetzt werden, ist auf diesen jedoch nicht speziell zugeschnitten. Wie bei allen anderen Camcordern auch ist die Liste der möglichen Qualitätskriterien lang. Am interessantesten ist hierbei in der Regel vor allem die Auflösung, in der Videos aufgezeichnet werden können, wie etwa High-Definition oder Ultra-High-Definition. Zu unterscheiden sind hier vor allem die beiden Standards 720p und 1080p, womit die Anzahl der Bildzeilen bezeichnet wird. Auch günstigere Geräte sind in der Lage, hochauflösende Videos aufzunehmen und diese auf einer Speicherkarte zu sichern. Weitere Qualitätskriterien sind die Lichtstärke, der Zoomfaktor und die Displaygröße, auf der die Videos in einer Vorschau angezeigt werden, sowie manuelle Einstellungsmöglichkeiten etwa bei der Fokussierung.

Bei den Angaben hinsichtlich des Zooms sind digitale und optische Werte zu unterscheiden. Gute Werte sind hier bei Kompaktkameras zum Beispiel ein 5x optischer Zoom und 4x digitaler Zoom. Hier sollten die Käufer darauf achten, dass der optische Zoom ein stärkeres Qualitätskriterium darstellt als der digitale. Bei einem digitalen Zoom wird nämlich lediglich das aufgenommene Bild vergrößert, wodurch dir Rasterung gröber wird. Ein optischer Zoom hingegen ist ein „echter“ Zoom, bei dem trotz Vergrößerung des Bildausschnitts die Auflösung gleich hoch bleibt.

Ein weiteres wichtiges Ausstattungsmerkmal ist die Größe des Displays. Hierbei handelt es sich um ein Merkmal, das keinen direkten Einfluss auf die Videoqualität hat, jedoch einen erheblichen Einfluss auf den Bedienkomfort haben kann. Ein größeres und ausklappbares Display mit zum Beispiel 3 Zoll hilft dabei, einen passenden Bildausschnitt zu finden und die Auswirkungen der Einstellungen auf das Bild besser beurteilen zu können. Hier kommt die TFT-Technologie zum Einsatz und in einigen Fällen auch Touchscreens, so dass viele Einstellungen direkt auf dem Bildschirm vorgenommen werden können.

Beim Kauf eines Camcorders ist nicht alleine das Gerät entscheidend, sondern auch die Speicherkarte, auf der die Videos gesichert werden sollen. Zum Einsatz kommen hier Karten in unterschiedlichen Formaten bzw. Bauweisen wie etwa SD oder XD, die untereinander nicht kompatibel sind. Gerade beim Wechsel von einem alten auf ein neues Camcordermodell ist daher zu berücksichtigen, dass die Speicherkarten nicht in jedem Fall weiterverwendet werden können. Wer Geld sparen möchte, der sollte darauf achten, dass die alten Speicherkarten mit dem neuen Camcorder verwendet werden können. Hinsichtlich der Größe sind 4 GB für Einsteigerkarten angemessen, bei hochauflösenden und langen Videos bzw. einer großen Anzahl von zu speichernden Videos sollte die Speicherausstattung aber in jedem Fall größer sein. 16 und 32 GB sind immer noch zu angemessenen Preisen erhältlich. Wer sichergehen möchte, dass ihm der Speicherplatz auf Reisen nicht plötzlich ausgeht, der sollte immer eine Speicherkarte in Reserve dabeihaben.

Wenn es noch kleiner sein darf: die Mini-Kamera

Es muss nicht immer ein großer Camcorder sein, wenn Videoaufnahmen gemacht werden sollen. In einigen Fällen sind kleinere und handlichere Geräte sehr viel praktischer. Bei den entsprechenden Modellen ist von Mini-Camcordern die Rede, die im Vergleich zu Kompaktgeräten ein deutlich verkleinertes Gehäuse aufweisen. Hinsichtlich der Leistung muss hier nur auf sehr wenig verzichtet werden, die Mini-Kameras stehen ihren großen Schwestermodellen in nur sehr wenigen Funktionen nach. Aufgrund des höheren Grades der Miniaturisierung müssen die Käufer jedoch wissen, dass sie bei gleicher Ausstattung bei diesen Modellen in der Regel etwas mehr werden zahlen müssen.

Wem die Mini-Gehäuse noch immer nicht klein genug sind, der sollte sich nach einer ultrakompakten Kamera umsehen. Hierbei handelt es sich um teures Spezialgerät, das zum Beispiel häufig in Kraftfahrzeugen eingesetzt wird. Diese Camcorder lassen sich aufgrund ihrer äußerst kompakten Bauweise auf dem Armaturenbrett installieren und ermöglichen eine jederzeitige Aufnahme der Straße und des Verkehrs. Entsprechend werden viele Produkte in diesem Bereich auch als Fahrt-Rekorder bezeichnet. Diese Camcorder zeichnen so zum Beispiel Unfälle auf und liefern daher wertvolles Beweismaterial.

Für Sport und Aktion: Helm- und Actioncamcorder

Wenn es um die Aufzeichnung von Videos während der Ausübung von Sport oder während extremer Situationen geht, dann sind die sogenannten Helm- oder Actioncamcorder eine gute Wahl. Diese Camcorder zeichnen sich durch eine robuste Konstruktionsweise aus und können hohen äußeren Belastungen standhalten. Die Bedienelemente auf dem Camcorder sind entsprechend reduziert, um weniger Reibungsfläche zu ergeben, die Gehäuse sind schlank und einfach gehalten. Auch Erschütterungen wie Stößen können die Camcorder innerhalb gewisser Grenzen standhalten. In der Regel sind solche Kameras auch wasserfest, einige Modelle werden mit einer speziellen wasserfesten Hülle geliefert, die Tauchgänge bis zu etwa 60 Metern erlaubt. Mit diesen Eigenschaften sind die Action-Cams besonders vielfältig einsetzbar.

Eine wichtige Funktion bei dieser Art von Camcordern sind Bildstabilisatoren, die je nach Hersteller unter anderen Marketingbezeichnungen als Ausstattungsmerkmal angegeben werden. Auch aus der Bewegung heraus, etwa von einem Fahrrad, können mit solchen Technologien Videos verwacklungsfrei aufgenommen werden. Ein Bildstabilisator sollte daher bei dieser Art von Camcordern unbedingt integriert sein. Zu den weiteren nützlichen Funktionen gehören außerdem WiFi-Anbindungen an das Netzwerk, so dass unterwegs beim Überspielen der Daten auf Kabel verzichtet werden kann.

Camcorder für den beruflichen Einsatz

An Camcorder für den beruflichen Einsatz werden andere Anforderungen gestellt als an Konsumentengeräte. Professionelle Camcorder sind preislich erheblich über den oben erwähnten Modellen anzusiedeln, weisen entsprechend jedoch auch einen deutlich größeren Funktionsumfang auf. So lassen sich an die professionellen Geräte zum Beispiel aufwendige Mikrofone installieren, mit denen Tonaufnahmen in einer sehr viel höheren Qualität möglich sind. Die Geräte sind größer und schwerer und häufig teilweise modular aufgebaut, so dass einzelne Komponenten wie das Display leicht getauscht werden können.

Bei professionellen Camcordern ist das Display in der Regel seitlich angebracht und beweglich, so dass eine optimale Einstellung möglich ist. Zudem ist das Display zumeist deutlich größer ausgeführt als bei anderen Kameramodellen. Hinsichtlich der Bildsensoren kann der Käufer mit einem sehr niedrigen Rauschabstand rechnen, so dass in jeder Hinsicht professionelle Aufnahmen möglich werden. Auch der Dynamikbereich ist deutlich größer und der Smear-Level wird bei solchen Geräten minimiert. Unter Smear-Level ist dabei zu verstehen, dass bei starker Lichteinstrahlung bei der Aufnahme des Bildes unerwünschte Bildeffekte auftreten. Diese können auch bei hochwertigen Sensoren auftreten, weshalb bei professionellen Camcordern der Smear Level aktiv reduziert werden sollte. Weiterhin stehen bei diesen Geräten erweiterte Funktionen für den Weißabgleich zur Verfügung, wobei der Camcorder auf die Farbtemperatur des Lichts am Aufnahmeort eingestellt wird. Außerdem werden die Geräte häufig mit einer Fernbedienung ausgestattet, damit sie auch aus einiger Entfernung gesteuert werden können. Zum Einsatz kommt hier die Infrarot-Technik.

Camcorder können auch in 3D aufzeichnen

Für einige Kameramodelle ist es kein Problem, Videos auch in 3D aufzuzeichnen. Die entsprechenden Geräte tragen die Bezeichnung 3d ready und zeichnen Videos auf, die sich auf 3D-fähigen Fernsehern und Monitoren wiedergeben lassen. Solche Geräte sind bei Weitem noch nicht so stark verbreitet wie die übrigen Kameramodelle und die Preise sind zumeist noch relativ hoch. Dennoch handelt es sich hierbei um ein sehr interessantes Ausstattungsmerkmal insbesondere dann, wenn 3D-fähige Hardware im Haushalt bereits vorhanden ist.

Weitere wichtige Ausstattungsmerkmale können hier darin bestehen, dass die Videos direkt auf Videoplattformen im Internet hochgeladen werden können. Auch eine Konvertierungsoption sollte angeboten werden, damit die Videos in unterschiedlichen Formaten angezeigt werden können. Damit die Videos zum Beispiel auf einem PC oder Notebook betrachtet werden können, benötigen die Anwender eine spezielle 3D-Brille, die jedoch nicht im Lieferumfang der Camcorder enthalten ist.

Fazit

Die Auswahl eines Camcorders scheint auf den ersten Blick nicht leicht. Wichtig ist eine Unterteilung in Konsumenten- und Profikamera, dann lässt sich das gewünschte Modell bereits deutlich leichter finden. Zudem sollten die Käufer vor ihrem Besuch in Internet festlegen, welche Größe der Camcorder haben und ob es sich also um ein Mini- oder sogar Ultrakompakt-Gehäuse handeln soll. So lässt sich garantiert das passende Modell für die eigenen Ansprüche finden.

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