Eignen sich Moor-Kissen für Rheumapatienten?

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Eignen sich Moor-Kissen für Rheumapatienten?

Von Rheuma geplagte Menschen sind froh über jede Maßnahme, die ihre Schmerzen lindern kann. Rheuma tritt, entgegen der landläufigen Meinung, nicht nur bei alten Menschen auf. Schon Kinder können betroffen sein. Zusätzlich zu Medikamenten und Physiotherapie gibt es eine Substanz aus der Natur, die Linderung verschaffen kann – Moor. Während Kurhäuser das Moorbad anbieten, eignen sich Moor-Kissen für die lokale Anwendung daheim.

 

Wie Rheuma entsteht und warum Moor heilt

Beides haben Wissenschaftler noch nicht endgültig klären können. Rheuma fällt unter die Autoimmunerkrankungen, bei denen das eigene Immunsystem den Körper angreift. Der genaue Auslöser dafür ist unbekannt. Über Vererbung wird diskutiert, ebenso über abgeklungene Infektionen als Auslöser. Seit Jahrtausenden ist bekannt, dass Moorpackungen die Schmerzen der so Geplagten lindern und den Entzündungen entgegenwirken. Nur warum, das weiß niemand genau. Es wird gemutmaßt, dass diverse Pflanzenteile an dem Prozess beteiligt sind. Zudem gibt Badetorf – eine weitere Bezeichnung für Moor – Wärme und Kälte langsamer ab als Wasser. Im Grunde ist es für den Patienten egal, warum etwas wirkt, solange es funktioniert.

 

Kalt und warm – Moorkissen helfen Rheumapatienten auf vielfältige Weise

Gesichert ist, dass Kälteanwendungen akut entzündliche Prozesse aufhalten. So ist eine Moorbehandlung angezeigt, wenn es einen rheumatischen Schub gibt. Da die Kälte langsam vom Moor abgegeben wird, hat der Körper bessere Möglichkeiten, die Behandlung anzunehmen, als würde Eis auf die betroffenen Körperpartien aufgelegt. Eine Entzündung äußert sich durch heiße, geschwollene Körperpartien. Sind die Extremitäten oder Rücken und Bauch betroffen, kann ein Moorkissen zu Hause die medikamentöse Therapie unterstützen.

Wärme ist immer dann angezeigt, wenn es darum geht, Verspannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern. Wieder kann hier ein Moorkissen zur Unterstützung eingesetzt werden. Die wohltuende Wärme wird über einen längeren Zeitraum als bei einer mit heißem Wasser gefüllten Wärmflasche auf den Körper übertragen. Es gibt auch Moorbäder, die in der eigenen Badewanne genutzt werden können. Allerdings hat sich herausgestellt, dass die Wärmewirksamkeit mit der Festigkeit des Moores zunimmt.

 

Die richtige Größe finden und Moorkissen richtig einsetzen

Moorkissen gibt es vielen Größen. Bei Rückenproblemen ist es ratsam, ein Kissen zu erstehen, das möglichst viel dieser Körperregion abdeckt. Liegt der Schmerz in den Fingern oder ist die Beweglichkeit eingeschränkt, eignen sich kleine Kissen besser. Selbst Kindern können Anwendungen mit Moor-Kissen zugutekommen. Die vielen Größen lassen eine wohltuende Behandlung zu.

Die Ummantelung sollte aus hautfreundlichem, weichem Material bestehen. Achten Sie auf eine hochwertige Verarbeitung, damit Sie lange von der Wirkung Ihres Kissens zehren können. Auch aus diesem Grund sollte der Preis bei der Anschaffung nicht die größte Rolle spielen. Je feiner die Konsistenz des Badetorfs, umso größer ist die Wirkung. Mit der Dichte nimmt die Möglichkeit zur Wärmespeicherung zu.

Für die Behandlung mit Wärme erhitzen Sie das Kissen im Backofen oder der Mikrowelle auf 38 bis 55 Grad Celsius. Hierbei kommt es darauf an, wie warm Sie es ertragen. Zur Kühlung legen Sie das Moorkissen für ungefähr zwei Stunden in den Kühlschrank. In beiden Fällen wird das Kissen direkt nach der Entnahme aus Ofen oder Kühlung auf die entsprechende Körperstelle aufgebracht.

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