Eifel-Schnee von Jacques Berndorf

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In seinem vierten Siggi-Baumeister-Krimi hat Jacques Berndorf ein heißes Eisen angefaßt: Drogen. Ich gehe mal davon aus, daß Berndorf (alias Claus Preute) als Journalist die Geschichte sorgfältig recherchiert hat und die geschilderte Drogensituation in etwa stimmt.
Jedenfalls hat er es wieder geschafft, eine sowohl spannende als auch vergnügliche Geschichte zu schreiben und das ist es, was ich von den Eifel-Krimis erwarte.
In diesem Fall geht es um die beiden Kleindealer Ole und Betty, die - wie sich herausstellt - umgebracht wurden, denen dann Heroin gespritzt wurde und die schließlich noch verbrannt worden sind. Um herauszufinden, wer so etwas macht, müssen Baumeister, Kriminalrat a.D. Rodenstock und die seit Eifel-Filz bekannte Dinah einige schlaflose Nächte verbringen und mit vielen Leuten reden. Das ganze - wie immer - auf eine lockere Art, die die Krimis so sympathisch macht.
Schade ist, daß das Buch doch etwas abrupt endet. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist, daß Berndorf einen Vergleich zwischen Alkohol und Haschisch herstellt und Haschisch dabei als vergleichsweise harmlos darstellt. Da begibt er sich auf sehr dünnes Eis ... und bricht ein. Es kommt immer auf die konsumierte Menge an. Wieso wohl ist Alkohol in den meisten Ländern erlaubt und Haschisch in den meisten Ländern verboten?
Trotzdem: absolut empfehlenswert!
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