Edelsteine kopieren - Wertvolle Steine vortäuschen

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Wußten SIE, dass

seltene Edelsteine nachzumachen  keine Erfindung der Neuzeit  ist?. Von den alten Ägyptern wissen wir, dass sie mit Glas und Glasur kostbare Edelsteine vortäuschten. In der Neuzeit wurde eine Nachahmung von Diamanten durch den Wiener Joseph Strasser bekannt, der 1758 - also bereits vor 250 Jahren - eine spezielle Glassorte entwickelte und diese schleifen ließ?

 Diese Diamanten-Imitation wurde zwar in Österreich verboten, doch trat sie in ganz Europa ihren Siegeszug als "Straß-Schmuck" in den Edelsteinhandel an.

Bedeutende Fertigungsstätten für Glasschmuck bildeten sich daraufhin in Gablonz und Turnau (Tschechien).

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Tradition von Gablonz in Bayern(Allgäu) fortgeführt.

Desweiteren wurde Porzellan, Bakelit - ein Kunststoff - sowie Kunstharze und Plastik zur Edelstein-Nachahmung verwendet. All diese Imitationen blieben  bezüglich des Qualitätsanspruches , dem Aussehen und dem Feuer weit hinter den edlen, echten  Vorbildern zurück.

Erst als er Franzose A.V. Verneuil  Ende des 19. Jahrhunderts sythetische Rubine herstellte, war der Durchbruch geschafft. Allerdings zählt der Edelsteinhandel diese synthetischen Kristalle nicht zu  den Imitationen. Sie gelten als eigensständige Gruppe neben den natürlichen Edelsteinen und  werden überwiegend in der Industrie genutzt.

 

Quelle: Walter Schumann "Edelsteine und Schmucksteine"

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